Samstag, 31. Mai 2014

"Zwischen 4,1 und 4,5 auf der Magnitude der Richterskala": Das schwerste Erdbeben in Mitteldeutschland seit fast 30 Jahren erreichte auch das Stadtgebiet Jenas


(LN / MDR | 2014-05-31) - Das schwerste Erdbeben seit fast 30 Jahren hat heute Mittag kurz nach 12 Uhr 35 Teile Mitteldeutschlands und Tschechiens getroffen. Wie das Geophysikalische Observatorium Collm gegenüber MDR.Info mitteilte, lag die Magnitude auf jeden Fall über 4,0 auf der Richterskala. Über Schäden sei bislang nichts bekannt, meldete der MDR.

Das Zentrum habe auf tschechischer Seite in der Nähe von Cheb bei dem Ort Novy Kostel gelegen, vermutlich etwa zehn Kilometer von Bad Brambach entfernt. Von der Stärke dieses Erdbebens sei man im Observatorium Collm überrascht, auch wenn Vogtland und Westböhmen häufiger sogenannte Schwarmbeben erlebten, berichtete MDR Info. Die Erdstöße waren selbst 50 Kilometer entfernt in Jena und Halle noch zu spüren.


In der Lichtstadt war das Beben in einigen Häusern am Klirren der Gläser in den Schränken zu spüren gewesen; bei GLOBUS in Isserstedt wackelten einige Regale, wie es hieß. Die Landeseinsatzzentrale der Polizei in Erfurt registrierte zahlreiche Anrufer besorgter Bürger aus allen Ostthüringer Regionen, vor allem aber aus dem Raum Jena. Auch im Süden des Landes in Suhl und Zella-Mehlis soll das Beben zu spüren gewesen sein. Geschildert wurde, dass das Beben für etwa 20 Sekunden angehalten habe und teilweise ein Grummeln wie bei einem weit entferntem Gewitter zu hören gewesen sei.

Der ehemaliger Leiter des Geodynamisches Observatoriums in Moxa bei Pößneck, Klaus Klinge, sagte MDR.Info, das Beben sei in einem Radius von etwa 50 Kilometern zu spüren gewesen. Der Seismograph in Moxa zeigt ein leichtes Erdbeben mit einer Amplitude von 3,1 an (siehe Abbildung in der Mitte). Es wird angenommen, dass sich im Nachgang zum Hauptbeben noch weitere Nachbeben, sog. Schwarmbeben, leichterer Stärke ereignen werden.

"Unverhofft kommt oft!": Duchâtele Coach van Kets gibt Traineramt beim FC Carl Zeiss eine Absage - Kurbjuweit übernimmt am 1. Juli 2014 als Cheftrainer


(LN / MDR / FCC | 2014-05-31) - Das kann man schon verwirrend nennen: Obwohl FCC-Präsident Lutz Lindemann vor zwei Wochen den Belgier Patrick van Kets als neuen Trainer des FC Carl Zeiss Jena vorgestellt hatte, sagte der nun gestern "aus familieären Gründen" ab und seinen neuen Job nicht an. "Ich bedauere es außerordentlich - nach dem wir uns in der Sache schon einig waren - dass ich nun dem Verein mitteilen musste, dass ich die Aufgabe in Jena mit meiner jetzigen familiären Situation und den Anforderungen, die diese an mich stellt, nicht vereinbaren kann", sagte der Belgier.

Präsident Lutz Lindemann respektiert die Entscheidung: "Die Entscheidung Patrick van Kets hat uns völlig überrascht. Die Familie hat aber absolute Priorität. Insofern gibt es für uns auch kein Nachbohren. Wir brauchen einen Trainer, der hier voll bei der Sache ist und zu 100 Prozent zur Verfügung steht", sagte er am Freitag gegenüber MDR Info. Der 47-jährige Belgier sollte den Job als Cheftrainer am 1. Juli offiziell in Jena antreten und ein mannigfaltiges Aufgabengebiet übernehmen, wie Lindemann vor 14 Tagen der Presse mitteilte: Van Kets sollte nicht nur Coach der ersten Mannschaft, sondern auch als Cheftrainer des gesamten Trainerteams im Männerbereich bis einschließlich des U17-Teams involviert sein. Als Co-Trainer war Karsten Hutwelker vorgesehen, der gleichzeitig als Chef der U23-Mannschaft fungieren sollte. Trainer bleibt nun Interimscoach Lothar Kurbjuweit. "Er hat in den letzten Wochen gezeigt hat, dass er es kann und will", sagte der FCC Präsident.

Kurbjuweit, der die Mannschaft nach der Freistellung von Andreas Zimmermann im April übergangsweise trainierte, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Co-Trainer bleibt wie vorgesehen Karsten Hutwelker, der seinen Vertrag vergangene Woche bereits unterzeichnet hatte. "Unverhofft kommt oft. Die Arbeit mit der Mannschaft hat mir Spaß gemacht und mit dem Gewinn des Thüringenpokals einen tollen Höhepunkt erfahren. Ja, ich konnte mir vorstellen, das weiter zu machen. Aber es war unvorstellbar, dass es passiert", freute sich Kurbjuweit gestern.

"Himmelfahrtskommando": Am Männertag mit reichlich Promille und ohne Fahrerlaubnis in Jena und der Region unterwegs - Es wurde auch gewürgt und gesprungen


(LN / POLIZEI | 2014-05-31) - Einen Tag hat es gedauert, dann hatte die Polizeiinspektion Jena ihre "Vatertags- / Männertagsbilanz" fertig.

Los ging es bereits am Abend vom Mittwoch auf den Donnerstag. Ein angetrunkener Gast hielt sich gegen 19.00 Uhr in einer Lokalität am Holzmarkt in Jenas Innenstadt auf. Unvermittelt und ohne ersichtlichen Grund griff der 52-jährige einen Kellner an und würgte ihn. Ein Zeuge griff couragiert ein und half dem Kellner, wodurch der Angriff beendet werden konnte. Als die gerufenen Polizeibeamten den Angreifer befragten, schlug dieser einen Polizisten plötzlich mit der Faust ins Gesicht. Der Kellner und der Polizeibeamte erlitten leichte Verletzungen. Von der Jacke des Kellners hatte der Mann zudem zwei Knöpfe abgerissen. Der Angreifer verbrachte den hablen "Männertag" in der Gewahrsamzelle der Jenaer Polizei und muss sich nun wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten; ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei dem Beschuldigten einen Wert von 2,49 Promille.

Nachdem eine etwa 20-köpfige "Männertags"-Gruppe die ganze Nacht über einen Bekannten in den Kernbergen gesucht hatte, kam schließlich ein Rettungshubschrauber in einem Jnear Waldgebiet zum Einsatz, denn es bestand nach Angaben der Polizei die Gefahr, dass der Mann eine der zum Teil steilen Klippen hinuntergestürzt war und sich verletzt hatte. Am Morgen fand der Vermisste zwar alkoholisiert aber weitestgehend unversehrt aus eigener Kraft den Weg aus dem Wald. Der Einsatz wurde abgebrochen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden durch die Polizei Jena zudem mehrere Fahrzeugführer festgestellt, welche ihre Fahrzeuge unter Alkoholeinfluß geführt hatten. "Spitzenreiter" war ein Kradfahrer im südwestlichen Stadtgebiet. Gegen 21 Uhr 30 wurde dieser im Bereich "Ammerbacher Platte", auf einem Kleinkraftrad unterwegs, angehalten und kontrolliert. Im Rahmen der Kontrolle wurde bei dem 44-jährigen Mann Alkoholgeruch festgestellt. Ein Vortest ergab einen Wert von 3,17 Promille. Weiterhin war der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde gefertigt. Um kurz vor 22 Uhr stoppte die Polizei einen Autofahrer in der "Camburger Straße" und unterzog den Fahrzeugführer einer Kontrolle. Auch hier wurde Alkoholgeruch beim 46-jährigen Fahrer festgestellt. Eine im Anschluss durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 0,58 Promille. In diesem Fall erwartet den Herrn eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Gegen 1 Uhr wurde dann der Fahrer eines Pkw vom Typ Citroen in der "Löbstedter Straße" angehalten und kontrolliert. Nach Feststellung von Alkoholgeruch bei dem 27-jährigen Fahrer, wurde ein Vortest durchgeführt. Dieser ergab einen Wert von 1,22 Promille. Der Führerschein des Herrn wurde einbehalten und eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr erstattet.

Reichlich Alkohol war ebenfalls im Spiel als am "Männertag" gegen 17 Uhr ein junger Mann bei Großeutersdorf auf die Bundesstraße 88 sprang. Eine Frau, die mit ihren beiden Kleinkindern gerade die Straße befuhr, musste eine Gefahrenbremsung einleiten und kam nur knapp vor dem Mann zum Stehen. Die Fahrzeugführerin stellte den Mann zur Rede, woraufhin dieser wilde Beleidigungen aussprach und zudem gegen den Pkw der Frau trat. Hierdurch entstand ein Sachschaden von etwa 500 Euro. Gegen den Täter wird nun wegen Gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr, Sachbeschädigung, Nötigung und Beleidigung ermittelt.

Freitag, 30. Mai 2014

"Ein Leitwolf für Jena": Science City Neuzugang Sascha Leutloff hat mehrjährigen Erstliga-Erfahrung


(LN / SCIENCE CITY BASKETS | 2014-06-29) - Während der NABU in den vorangegangenen Wochen erstmals wieder einen Wolf im Freistaat Thüringen gesichtet hat, können nun auch die Basketballer von Science City Jena die Ankunft eines ‘Canis lupus’ bestätigen. Mit dem gebürtigen Berliner Sascha Leutloff (Foto) wechselt ein echter Leitwolf vom Tabellenneunten der BBL aus Sachsen-Anhalt in die Universitätsstadt. Der variabel einsetzbare Flügelspieler soll mit seiner mehrjährigen Erstliga-Erfahrung der jungen Mannschaft von Trainer Björn Harmsen den nötigen Halt geben und als Leistungsträger eine zentrale Rolle übernehmen. 

„Sascha ist ein Akteur mit vielen Qualitäten und einem sehr guten Charakter. Ich habe ihn bereits beim MBC trainiert und bin begeistert, dass er sich für Science City Jena entschieden hat. Ihm wird als Führungsspieler eine wichtige Aufgabe in unserem weiter verjüngten Team zukommen. Wir haben nach unserer sehr guten letzten Saison mit dem Playoff-Viertelfinale gegen Gießen ausgiebig analysiert, wo noch Nachholbedarf besteht und sind uns sicher, mit Saschas Erfahrung eine wesentliche Lücke geschlossen zu haben. Er wird als Anführer, zudem als sehr guter Verteidiger mit seiner ganzen Routine in unserem auf die Jugend ausgerichteten Gesamtkonzept die Unerfahrenheit der jüngeren Spieler ausgleichen und als vorbildlicher Kämpfer ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft sein“, sagte Science-City-Cheftrainer Björn Harmsen nach der Verpflichtung des ersten Neuzugangs der Jenaer Korbjäger.

Harmsen coachte den langjährigen Kapitän des Mitteldeutschen BC bereits zwischen 2008 bis 2011, stieg mit den Sachsen-Anhaltern und Leutloff gemeinsam aus der 2.Liga in die Basketball-Bundesliga auf. Während der 2,02m große Leutloff seine Basketball-Karriere beim SV Empor Berlin begann, später zum TuS Lichterfelde wechselte und als Doppellizenz-Akteur beim ehemaligen Serienmeister ALBA Berlin zum Einsatz kam, beendete ein Kreuzbandriss im Oktober 2005 seine bis dato starke Erstliga-Saison bei den Hauptstädtern. Nach einem erneuten Intermezzo in Lichterfelde führte ihn die Reise zum MBC nach Weißenfels, für den er von der Saison 2007/2008 bis zum April 2014 das Wölfe-Trikot trug.

„Ich freue mich, dass sich die Gelegenheit ergeben hat nach Jena zu wechseln, freue mich auf das Umfeld, die Arena und die Fans. Für mich persönlich ist es eine sehr gute Möglichkeit Familie, Sport und Studium unter einen Hut zu bekommen. Wir wollen die kommende Saison sportlich natürlich so erfolgreich wie möglich absolvieren. In der Zusammenarbeit mit Björn weiß ich was mich erwartet. Es ist schön mit ihm wieder gemeinsam auf derselben Seite zu stehen“, sagte der 31-jährige Flügelspieler nach seiner Vertragsunterzeichnung.

"Bürgerhaushalt Jena": Bis 30. Juni 2014 läuft das diesjährige Beteiligungsverfahren - Online-Abstimmung möglich


(LN / RANA | 2014-05-29) - Bis 30. Juni 2014 läuft das aktuelle Beteiligungsverfahren zum Jenaer Bürgerhaushalt. In diesem Jahr geht es um das "Entschuldungskonzept der Stadt Jena", das seit vier Jahren für den erfolgreichen Weg des Schuldenabbaus unserer Stadt steht.

Aus jetziger Sicht soll Jena spätestens Ende 2024 vollständig schuldenfrei sein. Das vom Stadtrat im Dezember 2009 beschlossene Konzept sieht vor, dass der städtische Haushalt und die städtischen Unternehmen gleichermaßen und in kontinuierlichen Schritten die Entschuldung voranbringen sollen. In den letzten vier Jahren wurde schon viel erreicht. So konnte der Schuldenstand der Stadt und ihrer Eigenbetriebe, der noch Ende 2009 rund 87 Millionen Euro betrug, auf aktuell etwa 50 Millionen Euro reduziert werden.

Dadurch verbessert sich die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt. Bereits heute haben wir durch die Schuldentilgung der letzten Jahre mehr Geld für die vielfältigen Angebote für Kinder und Jugendliche, Kulturbegeisterte oder Sportler ebenso wie für Bildung und soziale Leistungen. Die Entschuldung ist ein wichtiger Beitrag, um unseren hohen Standard in diesen Bereichen dauerhaft zu sichern – gerade angesichts von Mittelkürzungen durch das Land Thüringen. Andererseits hat Jena in den nächsten Jahren hohe Investitionen zu bewältigen.

Welche Kredit­aufnahmen sollen dabei möglich sein? Soll der Schuldenabbau planmäßig fortgeführt, beschleunigt, verlangsamt oder ganz aufgegeben werden? Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?

Die Broschüre zum Bürgerhaushalt bietet Ihnen detaillierte Informationen. Mit Ihrer Teilnahme an der Abstimmung können Sie über die Zukunft des Entschuldungskonzepts mitentscheiden. Dieses Bürgervotum ist sehr wichtig für die Haushaltsbeschlüsse des Stadtrates in den nächsten Jahren.

Neben der repräsentativen Umfrage durch die 15.000 versendeten Broschüren besteht bis 30. Juni 2014 die Möglichkeit, online an der Abstimmung teilzunehmen. Somit kann jeder Einwohner unserer Stadt seine Meinung einbringen. Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena, bittet alle Bürger hiervon rege Gebrauch zu machen.

Die Online-Abstimmung, findet man HIER.

Donnerstag, 29. Mai 2014

"JEZT - Jenas neues Mitmachportal": Das Projekt nimmt Gestalt an - Initiativgruppe gegründet - "5-Stufen-Plan" beschlossen


(LN / JEZT | 2014-05-29) - Ein Projekt nimmt Gestalt an: Jenas neues Mitmachportal "JEZT", das im September offizell an den Start gehen soll, hat seine ersten Hürden genommen.

Anfang der Woche gründete sich in Lobeda-Ost eine Initiativgruppe und gab grünes Licht für einen "5-Stufen-Plan" bis September 2014. Da inzwischen auch die Finanzierung des Projektes bis zum Jahresende gesichert ist, steht einer Vereinsgründung in diesem Sommer nichts mehr im Wege, wie Dipl.-Verw. Rainer Sauer gestern bekannt gab, der zum Projektkoordinator gewählt wurde.

"Der '5-Stufen-Plan' sieht in seinem ersten Schritt die Online-Präsentation der zweiten Betaversion zum 21. Juni 2014 vor, dann die Vereinsgründung", berichtete Sauer, der lange im Vorstand des Offenen Hörfunkkanals Jena war und schon vor Jahren die Gründung eines gemeinützigen Fördervereins mitverantwortete. "Man muss sich das in etwa so vorstellen. Es gibt Programmentwickler, die das Ganze technisch betreuen, dann gibt es Wünsche für die Gestaltung der Redaktion, es müss eine Vereinssatzung entworfen werden. Schließlich sind Gespräche mit den Institutionen unserer Stadt zu führen. Das betrifft Jenakultur ebenso wie die Philharmonie, die Stiftungen, Sportvereine, politische Parteien, die Medienlandschaft."

Auch was die redaktionelle Arbeit angeht, hat die Initiativgruppe Vorstellungen. "Ideal wäre, wenn in der JEZT-Redakltion ein breites Spektrum des öffentlichen Lebens unserer Stadt vertreten ist. Auch Ortsteilräte haben sich schon gemeldet um mitzumachen und natürlich müssen wir Sponsoren finden, die die notwendigen finanziellen Mittel bringen, mit denen das Projekt bestmöglich für alle Jenaer durchgeführt werden kann", so Sauer. Für eine Anerkennung als gemeinnütziger Verein sei zudem kompetenter Rechtsbeistand notwendig, sagte er.

 Wenn diese Punkte geklärt sind, der Verein notariell im Vereinsregister eingetragen ist, die Redaktion steht und Büros bezogen hat, sowie die Qualitätsstandarts feststehen, kann zukünftig jeder Jenenser und jede Jenenserin bei "JEZT" mitmachen und "Jenareporter" werden. "Derzeit sammeln wir ja Wünsche und Ideen, was JEZT können soll, muss, darf bzw. nicht sein soll und das ist wirklich interessant", erzählte Sauer gestern und gab bereits einen kleinen Querschnitt bekannt.

"Die Menschen wollen sich auf dem Portal aktiv einbringen und Ideen online stellen, über die diskutiert werden soll. Der zukünftige Eichplatz ist ein großes Thema, die Schwimmhalle, wie die Lokapolitik ganz allgemein. Die einen wünschen sich, dass sie auf JEZT anonym bleiben, die anderen bestehen auf richtigen Namen, damit auf Augenhöhe miteinander umgegangen werden kann. Dann gibt es Wünsche einer multimedialen Plattform mit einer Einbindung von JenaTV und dem Offenen Hörfunkkanal. Andere möchte Sparten wie Lifestyle, Kleingartenthemen, eine Tauschbörse. Das ist so vielfältig, wie wir es niemals erwartet hätten. Und wir haben auch schon einige Superangebote für die Redaktionsarbeit erhalten, darunter Fotografen und pensionierte Journalisten, Studenten, die gerne volontieren würden, und so weiter", ist Sauer begeistert. "JEZT wird ein ganz großes Ding für Jena werden", fügte er an und will gemeinsam mit der Initiativgruppe dafür sorgen, dass möglichst viele Ideen in das Projekt einfließen.

Die Initiativgruppe hat zudem beschlossen, die Frist für Vorschläge zum Projekt bis zum 15. Juni 2014 zu verlängern. Bis zu diesem Zeitpunkt kann man nun seine persönliche Idee einbringen oder Tipps, Wünsche und Hinweise einsenden an die E-Mailadresse hinweise [at] jezt.de.

"So hat Jena gewählt!": Die Zusammensetzung der einzelnen Ortsteilräte (Teil 2 von 2)


(LN / ZONO RADIO JENA | 2014-05-28) - Nach dem Ende der Kommunalwahl 2014 ist es auch interessant, wer als Mitglied in die einzelnen Ortsteiräte unserer Stadt einzieht. Hier ist der zweite Teil einer kleinen Übersícht:

JENAPRIESSNITZ-WOGAU: Beyer, Matthias / Cornelius, Frank / Dossin, Fridtjof / Guttropf, Kerstin / Dr. Hertel, Waltraud / Neufert, Dieter / Tonndorf, Anne / Voigt, Marion 

KERNBERGE: Baatzsch, Jochen / Prof. Dr. Bracht, Katharina / Frommann, Matthias / Hartwich, Karl-Heinz / Machnik, Richard / Omenukor, Siegrun / Prof. Dr. Schuchardt, Dietmar / Schumann, Uta / Ullmann, Thomas / Zimmermann, Kerstin Beate 

KRIPPENDORF: Brösicke, Brunhild / Müller, Petra / Schubert, Bärbel / Westermann, Armin

KUNITZ: Comouth, Norbert / Dorschner, Birgit / Fernkäse, Gerd / Hundertmark, Kay / Simon, Detlef / Steiner, Dirk

LOBEDA-ALTSTADT: Bauer, Michael / Grimm, Klaus / Häkanson-Hall, Jürgen / Hennig, Knut / Kästner, Kathrin / Dr. Mertes, Harald / Probandt, Yvonne

LÖBSTEDT: Bachmann, Matthias / Döpel, Carola / Kreißig, Andreas / Krippendorf, Peter / Sippach, Katharina / Sterzel, Axel-Jörg

LÜTZERODA: Glöckner, Christian / Grenzer, Jacqueline / Stiebritz, Jens / Zufelde, Peter

MAUA: Dreßler, Sandro Felix / Eckold, Reiner / Schumann, Anja / Schwappach, Jürgen

MÜNCHENRODA-REMDERODA: Fronz, Olaf / Haueisen, Kathrin / Lacher, Susan / Schäller, Gerhard

NEULOBEDA: Blumentritt, Volker / Flämmich-Winckler, Martina / Horbank, Astrid / Lehmann, Hans / Dr. Moderow, Hans-Martin / Poser, Florian / Dr. Schneider, Heinz-Joachim / Tutzschke, Christine / Wackernagel, Elisabeth / Weingart, Carolin

VIERZEHNHEILIGEN: Moritz, Nadine / Pape, Torsten / Tolle, Wilfried / Türk, Jan

WINZERLA: Beyer, Andreas / Brack, Dominik / Gebhardt, Friedrich-Wilhelm / Dr. Komann, Marcus / Krämer, Katharina / Müller, Guido / Langhammer, Julia / Schindler, Maik / Wothly, Guntram / Zeise, Wolfgang

ZIEGENHAIN: Müller, Johannes / Schreier, Gabriele / Julich, Stefan / Kriese, Bettina

ZWÄTZEN: Bindernagel, Ute / Böttcher, Diana / Hochberg, Markus / Kleist, Ralf / Dr. Kühner, Waldemar / Kühnert, Daniel / Mill, Uta / Dr. Nitzsche, Thomas / Obst, Steffen / Von der Gönne, Volker

Den ersten Teil unserer Auflistung findet man HIER.

Mittwoch, 28. Mai 2014

"So hat Jena gewählt!": Die Zusammensetzung der einzelnen Ortsteilräte (Teil 1 von 2)


(LN / ZONO RADIO JENA | 2014-05-28) - Nach dem Ende der Kommunalwahl 2014 ist es auch interessant, wer als Mitglied in die einzelnen Ortsteiräte unserer Stadt einzieht. Hier ist der erste Teil einer kleinen Übersícht:

AMMERBACH: Dr. Achilles, Dieter / Matzke, Petra / Matzke, Wolfgang / Opel, Wolfram 

BURGAU: Eckardt, Jochen / Fiebig, Wiebke / Dr. Friedrich, Manfred / Müller, Jens 
CLOSEWITZ: Grunow, Ina / Maier, Alexander / Robotta, Rainer / Schlegel, Andreas 

COSPEDA: Gallas, Henriette / Hahne, Kerstin / Kämmerer, Heinz / Kehnscherper, Rainer / Rödiger, Günter / Schlüter, Gisela / Sommer, Gerd-Michael / Theisel, Klaus

DRACKENDORF: Dr. Klingebiel, Kerstin / Klowsky, Uwe / Dr. Komusiewicz, Martin / Dr. Leike, Thomas / Lutze, Walter / Sommer, Detlef

GÖSCHWITZ: Bernhardt, Dietmar / Fischer, Ivonne / Kirsche, Gerd / Lesche, Matthias / Sack, Holger / Staps, Dietmar

ILMNITZ: Aljochin, Anatoli / Diebel, Annett / Schaub, Gerd / Thomalsky, Jens

ISSERSTEDT: Buchwald, Kai / Hoffmann, Ulrike / Schalling, Dieter / Scherer, Michael / Seela, Reyk / Sonnenkalb, Karin

JENA-NORD: Althans, Birgit / Conrad, Robert / Eisenhauer, Heike / Ferge, Siegfried / König, Sebastian / Lindner, Ira / Dr. Mark, Rolf-Peter / Dr. Nauck, Wilfried / Peter, Bernd / Dr. Vietze, Christoph

JENA-SÜD: Czainski, Rene / Egge, Brünnhild / Fricke, Caroline / Fröhlich, Helene / Dr. Jonscher, Beate / Knopf, Heiko / Niederstraßer, Mike / Pesch, Melanie / Dr. Schlegel, Rolf / Stehfest, Reinhard

JENA-WEST: Dr. Becker, Holger / Bieseke, Norbert / Glybowskaja, Katja / Haschke, Jürgen / Dr. Hauschild, Ulrich / Dr. Kaschuba, Karin / Morgenstern, Ines / Schlegel, Susanne / Thomas, Jens / Zielinski, Susanne

JENA-ZENTRUM: Arendt, Lionel Ronnie / Dr. Bartsch, Reinhard / Funke-Schreinert, Katja / Gerlitz, Nadja / Knopf, Conny / Koppe, Benjamin / Kubis, Alexander / Lützkendorf, Kathleen / Otto, Steffi / Philler, Kristian

Der zweite Teil unserer Auflistung folgt morgen.

"Ostthüringens Wirtschaft weiter im Aufwind!": Die IHK-Konjunkturumfrage zeigt eine steigende Binnennachfrage


(ZONO RADIO JENA / IHK | 2014-05-28) - Der Aufwärtstrend der Ostthüringer Wirtschaft setzt sich fort und wirkt sich auf alle Branchen und Kreise aus. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer / IHK, an der sich 570 Betriebe mit mehr als 21.500 Beschäftigten beteiligten. Besonders positiv beurteilen die Osttüringer Firmenchefs im verarbeitenden Gewerbe die Geschäftslage.

Nur noch acht Prozent schätzen ihre Lage als schlecht ein. Dies ist der niedrigste Wert seit Ende 2011. Dabei profitieren die Unternehmen insbesondere von der guten Binnennachfrage. 80 Prozent berichten von zunehmenden bzw. gleichbleibenden Auftragseingängen aus dem Inland. Die Auftragslage aus dem Ausland hat sich trotz der Krise in der Ukraine stabil gehalten. Die Dienstleister profitieren nach wie vor von vollen Auftragsbüchern der Industrie und dem Konsum der privaten Haushalte. Umsatz- und Ertragslage bleiben somit auf hohem Niveau. Im Ostthüringer Baugewerbe hat sich der milde Winter positiv ausgewirkt und dazu beigetragen, dass die Bauwirtschaft dem saisonalen Geschäftsrückgang entgehen und den Aufwärtstrend fortsetzen konnte.

Auch Handel und Tourismus- sowie Reiseunternehmen profitieren von der guten konjunkturellen Situation und freuen sich über steigenden privaten Konsum. Sie sind in ihren Erwartungen dementsprechend positiv. „Allerdings spiegeln sich die Erwartungen der Unternehmen noch nicht gravierend in den Personalplänen der Ostthüringer Wirtschaft wider“, so Almut Weinert, IHK-Bereichsleiterin Wirtschaft und Technologie. Elf Prozent der Firmenchefs wollen neue Mitarbeiter einstellen. Die Mehrzahl der Unternehmen (81 Prozent) wird die Zahl ihrer Arbeitskräfte aber nicht verändern. Am deutlichsten hat sich die gesamt wirtschaftliche Situation im Altenburger Land und in der Stadt Gera verbessert. Nirgends sonst in Ostthüringen berichten so wenige Unternehmen (acht Prozent) von einer schlechten Geschäftslage.

Deutlich positiver als noch zu Jahresbeginn sind die Erwartungen der befragten Firmenchefs im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Der Saldo der Geschäftserwartungen konnte hier um zehn Prozentpunkte zulegen. Ähnlich ist die Situation bei den Unternehmen im Saale-Orla-Kreis. Nach zuletzt gedämpfter Geschäftslage und zurückhaltendem Ausblick gewinnt die Konjunktur wieder an Schwung. Im Saale-Holzland-Kreis ist die Wirtschaftslage weiterhin stabil. Allerdings sind die Unternehmen rund um das Hermsdorfer Kreuz deutlich vorsichtiger in ihren Erwartungen. Auch die Unternehmen des Landkreises Greiz konnten ihre Wirtschaftslage nach kräftigem Anstieg Ende 2013 nicht weiter verbessern.

In puncto Ausblick treten die Betriebe etwas auf die Euphoriebremse. Die Wirtschaft in der kreisfreien Stadt Jena bleibt der Motor für die Region Ostthüringens. Eine gute Geschäftslage und optimistische Erwartungen der Jenaer Betriebe lassen Beschäftigungschancen und Investitionsbereitschaft auf das höchste Niveau seit Anfang 2012 steigen.

Dienstag, 27. Mai 2014

"46 Stadtratsmitglieder": Viele neue Gesichter aber auch einige prominente Ausfälle - Niederstrasser, Frommann, Cebulla und Ferge hatten zu wenige Stimmen


(LN / ZONO RADIO JENA | 2014-05-27) - Nach dem Ende der Kommunalwahl 2014 bleibt nun noch die Frage zu klären, wer in den Stadtrat einziehen wird. Die heißesten Kandidatinnen und Kandidaten sind folgende:

Für DIE LINKE: 1. Jens Thomas, 2. Carolin Weingart, 3. Martina Flämmich-Winckler, 4. Reinhard Wöckel, 5. Dr. Beate Jonscher, 6. Ralph Lenkert, 7. Julia Langhammer, 8. Prof. Dr. Werner Riebel, 9. Katharina König, 10. Dr. Gudrun Lukin und 11. Dr. Karin Kaschuba.

Für die CDU = 1.) Elisabeth Wackernagel, 2.) Benjamin Koppe, 3.) Guntram Wothly, 4.) Prof. Dr. Dietmar Schuchardt, 5.) Raiik Seela, 6.) Brünhild Egge, 7.) Norbert Comouth, 8.) Florian Poser, 9.) Prof. Dr. Johanna Hübscher und 10.) Rosa Maria Haschke.

Für die SPD: 1.) Sabine Hemberger, 2.) Volker Blumentritt, 3.) Markus Giebe, 4.) Katja Glybowskaja, 5.) Dr. Jörg Vogel, 6.) Prof. Dr. Thomas Deufel, 7.) Ralf Tänzer, 8.) Janek Löbel, 9.) Christian Gerlitz und 10.) Friedrich-Wilhelm Gebhardt.

Für Bündnis 90 / GRÜNE: 1.) Tilo Schieck, 2.) Sophie Voss, 3.) Dr. Margret Franz, 4.) Kristian Philler, 5.) Heiko Knopf.

Für die Bürger für Jena / UNSER JENA: 1.) Jürgen Häkanson-Hall, 2.) Susanne Schlegel, 3.) Heidrun Schrade, 4.) Dr. Eckardt Birckner und 5.) Lothar König.

Für die FDP: 1.) Dr. Thomas NItzsche und 2.) Andreas Wiese.

Für die Piraten: 1.) Prof. Dr. Clemens Beckstein und 2.) Heidrun Jänchen.

Für die Guten: Martin Michel *

Aber es gab gestern, als die Liste der Stadt Jena mit den Einzelstimmen der Kandidaten der Parteien veröffentlicht wurde, auch einige lange Gesichte. So haben den Weg ins Stadtparlament u.a. nicht geschafft:

Mike Niederstraßer und Cindy Salzwedel (DIE LINKE)
Martin Frommann und Dr. Hans-Martin Moderow (CDU)
Dr. Christoph Vietze und Sabine Teichgräber (SPD)
Dr. Reinhard Bartsch und Alexis Taeger (FDP)
Bastian Stein und Ralf Kleist (B90/GRÜNE)
Siegfried Ferge und Jürgen Haschke (BfJ/UNSER JENA)
Frank Cebulla und Bastian Ebert (Piraten).

* = Bitter besonders das Ergebnis für Pirat Cebulla, der mit 1020 Stimmen nicht im Stadtrat sitzt obwohl z.B. Martin Michel (Die Guten) nur 896 Wählerstimmen erreichte.

Die Jenaer Polizei bittet um Hinweise: Wer beschädigte den Lehrpfad? - Wer kennt diese Männer?


(LN / POLIZEI | 2014-05-27) - Entlang des Lehrpfades "Schlauer Ux" im Jenaer Forst haben Unbekannte Ende vorletzter Woche mehrere Geländer, Schautafeln und Hinweisschilder zerstört.

Die mutwilligen Zerstörungen beginnen am Forsthaus und ziehen sich über die Spechthöhle, den Fuchsbau, das Schullandheim am Stern bis zum Bismarckturm. Die Tatzeit liegt zwischen Freitag, 16. Mai 2014, und dem darauffolgenden Samstag. Der Schaden wird vom Forstamt auf etwa 1.500 Euro beziffert.

Tablet-PCs im Verkaufswert von etwa 1.000Euro entwendeten zwei Männer am 15. April 2014 gegen 15:30 Uhr in einem Elektronikfachgeschäft (Media Markt) in der Stadtrodaer Straße in Jena. Zunächst entnahmen sie die Ware aus den Regalen und legten sie in anderen Regalen ab. Nachdem sie sich erneut im Markt umgesehen hatten, steckte sich jeder von ihnen Tablet-PCs in ihre mitgeführten Umhängetaschen. Die Männer verließen das Geschäft, ohne die Ware zu bezahlen. Die Tathandlung wurde von Überwachungskameras erfasst und gefilmt. 

Personenbeschreibungen:

Beide Täter werden auf etwa 30 - 35 Jahre geschätzt und sind ca. 170cm groß. Ihre Haare waren an den Seiten und hinten abrasiert. Einer der Täter hatte schwarzes Haar und trug einen Vollbart. Der andere hatte im Gegensatz dazu blondes Haar und eine hellere Hautfarbe. Bekleidet waren beide Männer mit schwarzen Lederjacken. Sie trugen Umhängetaschen. 

Die Polizeiinspektion Jena fragt deshalb: Wer kennt diese Männer? Hinweise hierzu sowie die Beschädigungen am Lehrpfad "Schlauer Ux" richten Sie bitte an die Polizei in Jena, Telefon: 03641 810.

Montag, 26. Mai 2014

"Immer wieder Amber Hearn!": Die Damen des FF USV Jena spielten beim Schlusslicht Schlafwagenfußball und kamen über ein 1:1 nicht hinaus


(LN / FF USV | 2014-05-26) - Die Fußballdamen des FF USV Jena, die derzeit ihre erfolgreichste Saison in der 1. Fußnball-Bundesliga spielen, sind beim gestrigen Gastspiel in Sindelfingen nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt und kamen beim Tabellenschlusslicht nicht über ein 1:1 hinaus.

Das Ungemach begann nach einer guten Viertelstunde mit einem Fehlpass der Jenaerinnen. VfL-Stürmerin Böhringer setzte zum Konter an, kam durch, und schob zum 1:0 für Sindelfingen ein (16.). Dies war der vierte Saisontreffer im 20. Spiel für den VfL Sindelfngen bei bis dato 109 Gegentreffern. Der 110. kam dann gestern doch noch hinzu, allerdings erst in der 88. Minute, als die eingewechselte Sabine Treml das Leder querlegte, die inzwischen in den Sturm gerückte Abwehrchefin Carolin Schiewe vorbeirutschte, dann aber Amber Hearn routiniert einschoss. Sindelfingen feierte damit den zweiten Punktgewinn in der laufenden Spielzeit und beim FF USV muss man diese Darbietung intensiv auswerten und hinterfragen.

Jena hätte gestern den fünften Tabellenplatz bereits zementieren können, aber so läuft alles auf das Saisonfinale am 1. Juni hinaus. "Das war zu wenig, was wir angeboten haben. Ein bitterer Denkzettel", sagte Trainer Daniel Kraus nach Spielende. Seine Spielerinnen kamen noch gut ins Spiel, sagte er, erarbeiteten sich mehrere Chancen. "Aber die haben wir fahrlässig vergeben, weil wir den Ball einfach Richtung Tor gebolzt haben", beklagte sich Kraus.

"Keine großen Veränderungen!": Koalition von CDU, SPD und Grünen bestätigt - Die Linke ist jetzt stärkste Kraft in Jena


(LN / ZONO RADIO JENA | 2015-05-26) - Bis spät in der Nacht wurde gezählt, ohne dass das vorläufige amtliche Endergebnis der Kommunalwahl für die Lichtstadt vorlag; am Montag soll nun fertig gezählt werden. Allerdings steht bereits fest: Obwohl die Linkspartei um Jens Thomas, Gudrum Lukin und Karin Kaschuba die Wahl klar vor der CDU gewonnen hat, wurde die Koalition von CDU, SPD und den Bündnisgrünen von den Wählerinnen und Wählern eindrucksvoll bestätigt.

Die FDP gibt im zukünftigen Stadtrat zwei Sitze ab an die Piraten und einen an die CDU. Die Linke bekommt ein Mandat von der SPD und erbt zudem das vakante Mandat von Heile Seise. Die Bürger für Jena bleiben unverändert und Martin Michel sitzt nach wie vor für die Guten einsam im Stadtrat.

Und auch ein im Vorfeld breit diskutiertes Thema wurde von den betroffenen Protagonisten noch in der Nacht zum Montag abgearbeitet: Obwohl Dr. Albrecht Schröter (SPD) sowie Frank Schenker (CDU) von den Wählern gerade frisch in den Stadtrat gewählt worden sind, verzichteten sie auf die Annahme des Wählerwillens und gaben ihre Plätze im Rathaus großzügig an dankbare Nachrücker weiter; auch Frank Jauch (SPD) wird dieses machen, sobald feststeht, ob er in den stadtrat eingezogen ist. Gleichwohl bleiben sie aber den Jenaern im Stadtrat erhalten, denn als gewählte Dezernenten bzw. als Stadtoberhaupt sitzen Schröter, Jauch und Schenker ja bereits von Natur aus im Jenaer Stadtrat.

Das vorläufige Ergebnis im Einzelnen (nach Auszählung von 99 % der Stimmen)*:

Die Linke: 23,9 % (= 11 Stadträte / vorher: 9)
CDU: 22,4 % (= 10 Stadträte / vorher 9)
SPD: 20,9 % (= 10 Stadträte / vorher 11)
Bündnis 90 / Grüne: 11,4 % (= 5 Stadträte / vorher: 5)
Bürger für Jena / Unser Jena: 10,2 % (= 5 Stadträte / vorher 5)
FDP: 4,8 % (= 2 Stadträte / vorher 5)
Piraten: 4,6 % (= 2 Stadträte / vorher: 0)
Die Guten: 1,9 % (= 1 Stadtrat / vorher: 1)
* = Es fehlt noch das Ergebniss von Briefwahlbezirk 1

Außerdem wurden folgende Ortsteilbürgermeister gewählt:

Ammerbach: Eberhard Kallus / Burgau: Herbert Brauns / Closewitz: Andreas Schlegel / Cospeda: Lutz Arnold / Drackendorf: Rainer Raithel / Göschwitz: Ivonne Fischer / Ilmnitz: Elisabeth Maria Meyer / Iserstedt: Oliver Majuntke /Jena-Nord: Siegfried ferge / Jenaprießnitz-Wogau: Ralf Hertig / Kernberge: Olaf Horn / Krippendorf: Petra Müller / Kunitz-Laasan: Michael Mau / Leutra: Jörg Rosenberger / Lichtenhain: Michael Müller / Lobeda-Altstadt: Klaus Liebold / Löbstedt: Karsten Seifarth / Lützeroda: Reinhard Franke / Maua: Sandro Dreßler / Münchenroda-Remderoda: Maik Prinz / Neulobeda: Volker Blumentritt / Vierzehnheiligen: Dieter Richter / Wenigenjena: Rosa Maria Haschke / Wöllnitz: Silke Meier / Zwätzen: Ute Bindernagel. In den anderen Ortsteilen wird es in 14 Tagen Stichwahlen geben.

Die größte Überraschung bisher dürfte aber sein, dass sich in Maua Sandro Dreßler bereits im ersten Wahlgang gegen den bisherigen Amtsinhaber Werner Oschmann durchsetzen konnte.

Sonntag, 25. Mai 2014

"SO HAT JENA GEWÄHLT! - Hochrechnungen / Ergebnisse um 24 Uhr: CDU / SPD / GRÜNE Koalition gewinnt wahrscheinlich einen Stadtrat hinzu - Die Linke wird stärkste Fraktion


(LN / ZONO RADIO JENA | 2014-05-25) - HIER AUF DIESER SEITE FINDEN SIE AB 18 UHR STÜNDLICH DIE PROGNOSEN, HOCHRECHNUNGEN UND DAS VORLÄUFIGE AMTLICHE ENDERGEBNIS:

Hochrechnung von 24 Uhr (Quelle: Lichtstadt.News)




Heute wird der Jenaer Stadtrat gewählt und so geht es!


(LN / ZONO RADIO JENA | 2014-05-25) - Heute ist es soweit: In Jena wird die Zusammensetzung der 46 Sitze des neuen Stadtrats gewählt, sämtliche Ortsteilbürgermeister und die Zusammensetzug der Ortsteilräte. Hinzu kommt die Wahl zum Europäischen Parlament.

Dieses Mammutprogramm für die Wähler wird nicht einfacher durch den umfangreichen Wahlzettel für Stadtratswahl und dessen vielfältige Möglichkeiten. 


Insgesamt acht Wahlvorschläge gibt es am heutigen Tag für Jena mit insgesamt 242 Kandidatinnen und Kandidaten. Hiervon kann jeder Wähler bis zu drei Personen ankreuzen, ist dabei aber auf keinen Wahlvorschlag festgelegt = er / sie kann seine Stimmen aufteilen. Dies nennt man "panaschieren" (oder: mischen) und "kumulieren" (oder: anhäufen). Als übersichtliches Beispiel nehmen wir die die Liste der Jenaer Freien Demokraten. Die FDP hat insgesamt 22 Kandidatinnen und Kandidaten.

Ganz einfach hat es, wer die Liberalen ohne Ansehen einzelner Personen mag und ihr seine drei Stimmen geben will. Der braucht unter der Überschrift "Wahlvorschlag 4" nur den Kreis bei "FDP" anzukreuzen = schon hat die FDP seine drei Stimmen. Als Freund der FDP mag man aber vielleicht besonders Dr. Reinhard Bartsch; dieser steht auf Listenplatz 22 des Wahlvorschöags 4. Dann kann man ihm ganz persönlich seine drei Stimmen geben und sie bei ihm "anhäufen" - deswegen sind neben jeder Kandidatin und jedem Kandidaten drei Kreise für maximal drei Kreuze. Aber vielleicht ist man ja FDP-Fan, möchte aber drei unterschiedliche Liberale unterstützen. Dann kann man bei jedem der 22 Kandidatinnen und Kandidaten der Liste 4 ein Kreuz machen; aber Vorsicht: nicht mehr als insgesamt drei, denn sonst ist der Stimmzettel ungültig.

Das waren Beispiele anhand der Liste der Freien Demokraten, aber das Panaschieren ist listenübergreifend möglich, so dass man z. B. seine drei Stimmen so aufteilen kann, dass man Martin Michel (Die Guten) eine Stimme gibt, Dr. Albrecht Schröter (SPD) eine weitere und die Dritte an Jens Thomas (Die Linke). Oder man wählt jede andere der möglichen Stimmkombinationen aus 242 Kandidatinnen und Kandidaten aus. Und natürlich braucht man keine drei Stimmen abzugeben; man darf (wenn man es möchte) auch nur eine oder zwei Stimmen vergeben.

Heute Abend ab 18 Uhr werden wir hier bei den "Lichtstadt.News" stündlich aktuell Prognosen aus Jena zur Europawahl und zur Stadtratswahl geben. Zudem hört man am morgigen Montag von 7 Uhr 30 bis 8 Uhr bei Radio OKJ eine Sondersendung zu den Ergebnissen der Kommunalwahl; dort gibt es dann die vorläufigen Endergebnisse zu hören. Es wird also spannend!

Samstag, 24. Mai 2014

"Phänomenaler Tag der Offenen Tür!": 125-Jahr-Feier der Gründung der Carl-Zeiss-Stiftung stieß in Jena auf ein riesiges Publikumsinteresse


(LN / MDR / ZEISS | 2014-05-23) - Jena und seine Zeissianer: das ist auch 2014 immer noch ein Thema und ein Ereignis.

In den vergangenen Tagen feierte der Weltkonzern das 125-Jährige Bestehen seiner Carl-Zeiss-Stiftung und heute kam der "Tag der Offenen Tür 2014" hinzu, den Tausende Menschen in der Lichtstadt bei strahlendem Sonnenschein zu einem großen Erfolg werden ließen. Wie eine Sprecherin sagte, waren bis zum Mittag bereits 20.000 Besucher nach Jena gekommen. An etwa 100 Stationen präsentieren und präsentiertten sich 30 Firmen, Institutionen und Vereine aus der High-Tech-Branche. Unter den Besuchern sind auch 700 Zeiss-Beschäftigte aus mehreren deutschen Standorten des Konzerns, die in 20 Bussen angereist waren.

Die Stiftung wurde am 19. Mai 1889 vom Physiker und Unternehmer Ernst Abbe in Jena gegründet. Sie vereinte die von Zeiss und Schott begründeteten Optik- und Glasfirmen unter einem Dach und sicherte den bei Zeiss Beschäftigten bereits im 19. Jahrhundert Rente, bezahlten Urlaub und Gewinnbeteiligung zu. 

Heute hat die Stiftung einen Doppelsitz in Baden-Württemberg und Thüringen. Sie ist Allein-Aktionärin des Optik- und Elektronik-Konzerns Carl Zeiss AG (Oberkochen) und des Spezialglasherstellers Schott AG (Mainz). Wie der MDR vermeldete beschäftigen beide Firmen inzwischen zusammen wieder rund 40.000 Menschen und kommen derzeit auf einen Jahresumsatz von rund sechs Milliarden Euro.

"Sowas kommt von sowas!": Der FCC plant Kahlschlag im Kader - Die Spieler verlieren 1:4 gegen den Tabellenletzten


(LN / FCC | 2014-05-24) - Der FC Carl Zeiss Jena kündigte diese Woche an, sich vom Großteil seiner Spieler trennen zu wollen, deren Vertrag zum Saisonende ausläuft.

Die Namen Tom Geißler, Marco Riemer, Marcel Schlosser, Matthias Peßolat und Gramoz Kurtaj standen da auf der Liste jener Fußballer, die möglicherweise kein neues Angebot erhalten. Dazu möchte der Fußballclub das Leihgeschäft mit Patrick Milchraum von den Stuttgarter Kickers beenden; außerdem keht Fabian Scheffer nach Paderborn zurück. Bei den restlichen Stürmern sieht es ganz mau aus: Sebastian Fries und Junior Torunarigha sollen den FCC verlassen und Andis Shala hat sich freiwillig einen neuen Club gesucht und unterschrieb beim BFC Dynamo Berlin. Auch Ersatztorwart Stefan Schmidt soll nach dem Willen der Vereinsführung gehen.

Dass so etwas erfahrungsgemäß nicht dazu führt, am letzten Spieltag der Saison von Seiten der Spieler Glanzleistungen zu erleben, ist klar und zeigte sich auch heute Nachmittag wieder. Bei dem schon als Absteiger feststehenden Tabellenletzten ging von Seiten des FCC so gut wie gar nichts mehr und man verlor bei den Optikern in Rathenow sang- und klanglos mit 1:4. Nachdem es zur Halbzeit nach nettem Sommerfußball noch relativ gerecht 0:0 gestanden hatte, löste die Standpauke von Interimscoach Lothar Kurbjuweit genau das Gegenteil von dem aus, was dieser sich gewünscht hatte.

Statt "mehr Engagement" zeigte die Hintermannschaft kollektives Mitleid mit den Optikern, die bislang in den 30 Saisonspielen nur je einmal pro Spiel eingenetzt hatten und ging sowohl in der 50, der 64. und der 66. Spielminute den Stürmern des Tabellenletzten ein klein wening aus dem Weg, was nach Treffern von Kapan (Freistoß), Cankaya (Abpraller) und Grüneberg zu einem konfortablen Zwischenstand von 3:0 gegen die Zeiss-Kicker führte. Berbig war kein einziger der Treffer anzulasten - im Gegenteil: mit einigen Glanzparaden konnte er die Schmach noch mindern. Das, was Lothar Kurbjuweit nicht wollte, nämlich eine Kaffeefahrt als letztes Auswärtsspiel der Saison, zeigten seine Spieler.

Allein der ausgeliehene Patrick Milchraum brachte beim Tabellendritten noch etwas Ehrgefühl ins Spiel und schloss zehn Minuten vor Schluß einen zügigen Angriff des FCC Mittelfelds zum Zwischenstand von 1:3 ab. Zimmermann hatte in den Rathenower Strafraum geflankt und Milchraum, der am höchsten stieg, köpfte ins rechte Eck zum Anschlusstreffer ein. Das schien aber Peßolat und Schlosser zu ärgern, die fünf Minuten vor Spielende Optik Rathenow zum 4:1 kommen ließen; der in der 76. Minute eingewechselte Ex-Jenaer Huke konnte damit die Torbilanz seiner Mannschaft mit dem vorerst letzten Regionalligatreffer  auf34 schrauben.

An Ende gab es Pfiffe von den ins Havelland mitgereisten Zeiss-Fans und einen sprachlosen Lothar Kurbjuweit, der sich nur ein "so etwas habe ich ja noch nie gesehen" entlocken ließ. Und der FCC-Liverticker vermeldete: "Bei aller sportlichen Bedeutungslosigkeit dieser Partie. So darf man sich nicht präsentieren!" Da war es eher Nebensache, dass Lok Leipzig gemeinsam mit den Optikern absteigt und Babelsberg sich heute gerade noch so retten konnte.

"Jenas Zukunft mitgestalten": Neues Mitmachportal "JEZT" sammelt bis Ende dieses Monats Ideen, was es alles können soll / darf / muss / nicht darf / nicht soll


(LN / JEZT | 2014-05-24) - Die Reaktionen von Lesern der "Lichtstadt.News" bezüglich der Ankündigung einer neuen Mitmachplattform für Jena unter dem Titel "JEZT - Jenas Zukunft mitgestalten - Bürgerreporter werden" waren in den letzten Tagen für alle Beteiligten des Projektes überraschend und reichten von großer Zustimmung über den Vorwurf, ein anderes Projekt schamlos kopieren zu wollen, bis hin zur Unterstellung, eines Wahlkampfmanövers des Oberbürgermeisters - überwogen hat das Lob.

Gelobt wurde vor allem die Absicht, das Projekt vereinsgetragen agieren zu lassen und kontrollierte Qualitätstandarts einzuführen. Es gab hierbei sogar Mails von mehreren politschen Parteien der Lichtstadt, die eine solche Mitmach-Plattform gerne unterstützen würden. Dies ist umso erfreulicher, als dass es seit Januar 2014 Mitglieder einzelner Bürgerinititaiven und Bürger aus mehreren Jenaer Ortsteilen waren, die "JEZT" auf eigene Kosten vorantrieben.


Hier noch einmal die Fakten: Mitmachportale für Bürger gibt es in ganz Deutschland , von der Waterkant bis ins Allgäu; auch das Bürgerradio hat sich bundesweit etabliert, an vielen Orten Deutschlands kann jeder sein eigenes Radioprogramm machen. Während es aber für das Bürgerradio die Landesmedienanstalten gibt, die bei Beanstandungen einzelne Sendungen zu prüfen haben und auf gesetzlicher Grundlage für Ordnung sorgen, gibt es bei den Mitmachportalen keine einheitlichen Qualitätsstandarts, was dort immer wieder zu Mißbrauch führt.

Mal informieren sie selektiv, dann wieder werden sie von Aktivisten für Meinungsmache mißbraucht oder nutzen die Bürgerbeteiligung des Mitmachens für einseitige politische Interessen - ein Unding für ordentlich arbeitende Journalisten. Zwar gibt es auch hier kontrollierende Institutionen, denen Online-Medien beitreten, um so eine unabhängige Berichterstattung vorzutäuschen. Immer wieder kommt es aber in Blogs oder Mitmachportalen vor, dass dort unverzüglich und ohne Kommentar einzelne Artikel oder Artikelserien, die von Lesern beanstandet wurden, gelöscht werden um Spuren zu verwischen, bevor eine Rüge oder ähnliches ausgesprochen wird oder werden kann.


Damit soll nun Schluss sein: In Jena sollen ab dem Spätsommer Bürgerradio und Bürgerreporter, Information und Innovation auf einem neuen Mitmachportal zusammengeführt werden. Noch vor der Landtagswahl 2014 soll "JEZT / Jenas Zukunft mitgestaltenen" an den Start gehen und deshalb wäre es gut, wenn alle Interessenten Projektleiter Dorian Wiebrecht mitteilen würden, wie sie sich ihr persönliches "JEZT" vorstellen. Hierfür sammelt er ab sofort Ideen, was die neue Jenaer Mitmachplattform alles können soll / darf / muss / nicht darf / nicht soll. Tipps, Wünsche und Hinweise kann man an die E-Mailadresse hinweise [at] jezt.de senden.

Noch bis zum 31. Mai 2014 kann man seine persönliche Idee einsenden und im Juni geben wir dann hier in den "Lichtstadt.News" eine grobe Übersicht hiervon bekannt. GEBEN SIE JENA EIN GESICHT UND SICH SELBST EINE STIMME. JEZT - JENAS ZUKUNFT MITGESTALTEN!

"Jenas Universität bekommt den ersten Präsidenten ihrer Historie": Senat und Universitätsrat der FSU haben sich für Prof. Dr. Walter Rosenthal entschieden


(LN / FSU | 2014-05-24) - Ab dem 01.09.2014 wird die Friedrich-Schiller-Universität Jena / FSU einen neuen Präsidenten haben. Der Universitätsrat hat sich gestern für Prof. Dr. Walter Rosenthal (Foto) entschieden und den Mediziner für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, nachdem ihm am Vortag bereits der Senat sein Vertrauen ausgesprochen hatte.

Prof. Dr. Walter Rosenthal löst somit im Herbst Prof. Dr. Klaus Dicke ab, der nach zehnjähriger Amtszeit als Rektor nicht wieder kandidiert hat. "Herr Rosenthal hat die Wahl angenommen und kommt gern nach Jena", sagte Dr. Josef Lange, der Vorsitzende des Universitätsrates, nachdem er am Freitag mit dem 59-jährigen Wissenschaftler telefoniert hat. "Wir sind davon überzeugt, dass Herr Rosenthal als renommierter Wissenschaftler und erfahrener Wissenschaftsmanager die beste Wahl für die Friedrich-Schiller-Universität ist. Wenn er im September sein Amt antritt, kann er sich der Unterstützung des Universitätsrates und des Senats sicher sein", unterstreicht der Universitätsratsvorsitzende. "Aber", ergänzt Lange, "alle Kandidatinnen und Kandidaten haben einen guten Eindruck hinterlassen". Damit bekommt die FSU Jena in ihrer 456-jährigen Geschichte erstmals einen Präsidenten, denn Rosenthal ist der erste Leiter, der nicht aus den Reihen der Jenaer Universität kommt.

Prof. Walter Rosenthal ist Jahrgang 1954 und studierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und am Royal Free Hospital, School of Medicine London Medizin. 1983 wurde er in Gießen promoviert, 1990 habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin / FU Berlin im Fach Pharmakologie mit einer Arbeit zu G-Proteinen. Es folgten zwei Jahre am Baylor-College in Houston/USA als Heisenberg-Stipendiat. Von 1993 bis 1996 war er Direktor des Rudolf-Buchheim-Instituts für Pharmakologie an der Universität Gießen.


1996 wurde er Direktor des Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie / FMP, das heutige Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie. Im Januar 2009 wechselte er an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch / MDC, eine Großforschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, dessen wissenschaftlicher Direktor und Vorsitzender des Stiftungsvorstandes er ist. Der Wissenschaftsmanager (oben im Gespräch mit dem Chinesischen Forschungsminister / Foto © MDC) ist außerdem Professor für Molekulare Pharmakologie am Institut für Pharmakologie der Charité und seit 2012 Mitglied der Leopoldina. Rosenthal ist verheiratet und hat drei Kinder.

Am gestrigen Freitag stand eine weitere wichtige Personalentscheidung auf der Tagesordnung des Universitätsrates: die Besetzung der Stelle des Kanzlers der FSU. Einstimmig wiedergewählt wurde hierbei Amtsinhaber Dr. Klaus Bartholmé. Er tritt somit seine zweite achtjährige Amtszeit als Mitglied der Universitätsleitung am 1. März 2015 an.

Freitag, 23. Mai 2014

"Wiederentdeckungen": Exponate aus Ernst Haeckels Nachlass sind in einer Sonderausstellung der FSU zu sehen


(LN / FSU | 2014-05-23) - Ernst Haeckel (16.02.1834 - 09.08.1919) gilt vor allem als deutscher Wegbereiter der Evolutionstheorie. Doch das facettenreiche Leben des Naturforschers umfasst mehr als seine populären Studien zur Evolutionsbiologie und seine meeresbiologischen Arbeiten. Haeckel war Mensch mit alltäglichen Aufgaben und Routinen, privatem Leid und persönlichen Freuden. Vom Privatier Haeckel und den Freuden des Findens zeugt eine neue Sonderausstellung im Ernst-Haeckel-Haus der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die ab morgen zu sehen sein wird.

Unter dem Titel "Wiederentdeckungen. Aus Haeckels Nachlass" besteht bis zum 30.09.2014 die Möglichkeit, Zugang zum privaten Haeckel zu finden. Gezeigt werden bislang verborgene Dinge, die ungewöhnliche Einblicke in das Leben und Schaffen von Ernst Haeckel versprechen und damit Einblicke hinter die Kulissen einer Gelehrtenexistenz gewähren. Die Exponate stammen allesamt aus dem Archiv des Haeckel-Hauses und wurden fast alle noch nie in einer Ausstellung gezeigt. Denn es werden Dinge präsentiert, die das Team des Haeckel-Hauses bei wissenschaftlichen Arbeiten gefunden und jetzt aus dem „Archiv-Dunkel” ans Licht gezogen hat. „Es geht also in mehrfacher Weise um das Glück des Findens”, erläutert Dr. Thomas Bach: das Auffinden der Dinge im Archiv ebenso wie das Aufdecken der Zusammenhänge und Geschichten, die mit diesen Gegenständen verbunden sind.


Zu sehen sind Alltagsgegenstände wie Hüte und Postkarten, Reise- und Expeditionsutensilien wie Taschen und Botanisiertrommel, Sportgegenstände von der Hantel bis zum Tennisschläger. Aber auch das einzig bekannte Farbbild von Haeckel – ein Autochrome – ist zu sehen. Ebenso wie eine Ausgabe eines Buches von Darwin, das Haeckel verloren hatte und nach Jahren von einem ehrlichen Finder an ihn zurückgegeben wurde. Auf dem Innenblatt hat Haeckel den Vorgang handschriftlich festgehalten.

„Der Erkenntnisgewinn der Ausstellung zielt also auf den privaten Haeckel und setzt auf das Überraschungsmoment”, fasst Dr. Bach das Prinzip der Ausstellung zusammen, die er gemeinsam mit allen Mitarbeitern des Haeckel-Hauses kuratiert hat. Die Ausstellung wird am heutigen Freitag, dem 23. Mai 2014, zur Langen Nacht der Museen in Jena eröffnet. Dann steht Haeckels „Villa Medusa” den interessierten Besuchern von 17 bis 22 Uhr offen und es werden halbstündlich Führungen angeboten. Darüber hinaus kann die Ausstellung bis Ende September 2014 zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden. Einlass ist dann: Di bis Fr 10, 11.30, 14, 15.30 Uhr. Führungen für Schulklassen und Gruppen sind nach Voranmeldung unter der Telefonnummer 03641 949506 oder via E-Mail bei: ernsthaeckelhaus [at] uni-jena.de möglich.

"Je länger die Nacht, desto klüger die Menschen": Heute ist Lange Nacht der Museen und Jena entdeckt das "Glück des Findens"


(LN / STÄDTISCHE MUSEEN | 2014-05-23) - Finden verspricht Glück. Ob es nun das Geld auf der Straße ist, eine neue Liebe oder eine wiedergefundene Socke. Es funktioniert für Kinder zur Osterzeit, genauso wie für Erwachsene, die beim Spaziergang am Meer akribisch den Sand absuchen. Die Palette des Suchens und Findens ist breit und so mancher Glücksfund liegt wahrlich im Auge des Betrachters.

So gesehen liest sich das Motto „Vom Glück des Findens“ zur heutigen Museumsnacht fast wie eine die Aufforderung zum Suchen. Immerhin sorgen ja gute Fundstücke auch für gute Geschichten. Geschichten, die wie hier, sogar über eine ganze Nacht erzählt werden. Sie handeln etwa von dem Leben in Staubmäusen, (un)glücklichen Ehen, verborgenen Geheimnissen und überraschenden Wiederentdeckungen. Da entsteht vor den Augen der Besucher ein antiker Prozessionszug, 16mm Lehrfilme aus DDR-Zeiten bringen Teddy Brumm und Lenin auf die alten Beine und eine Schattenkönigin begibt sich im Stadtmuseum auf die Suche nach ihrem eigenen Schatten. Auch auf den prominentesten aller Glückssucher muss nicht verzichtet werden. In einer szenischen Lesung des Theaterhauses zeigt „Hans“ wie man das Glück finden kann, wenn man Stück für Stück alles verliert.

Deshalb können Eltern getrost heute Abend das Gute-Nacht-Ritual den Museen überlassen, die sich auch dieses Jahr in punkto Familiennacht jede Menge haben einfallen lassen. Sie gehen beispielsweise mit den kleinen Besuchern auf Schatzsuche, basteln Perlenbriefe oder veranstalten ein Ratequiz. Im NaturParadies, dem kleinen Museum des Stadtforstes und diesjährigen Neuzugang unter den Stationen, erzählen sogar die Bäume Geschichten, wogegen man sich in der Pelzerwerkstatt seinen ersten Nagel zum großen Glück schmieden kann.

Wer sein Glück zur Langen Nacht der Museen sucht, kann dies jetzt HIER im Internet tun, wo das vollständige Programm zu finden ist. Die Tickets zum Finderglück gibt es den ganzen Tag über noch in der Tourist-Information Jena.

Donnerstag, 22. Mai 2014

"Abschlusstour des Stadtradelns findet am Samstag statt!": Bislang wurden von den Teilnehmern 33.952 Kilometer erstrampelt


(LN / RANA | 2014-05-22) - Das diesjährige Stadtradeln ist kurz vor der Ziellinie. Noch bis kommenden Samstag, dem 24. Mai 2014, können Kilometer gesammelt werden. An diesem Tag endet das Stadtradeln. Bislang wurden von den Teilnehmern 33.952 Kilometer erstrampelt. Da heißt es jetzt, nochmal kräftig in die Pedale zu treten.

Nicht vergessen: Wer jetzt noch als Neueinsteiger mitmacht, kann seine seit dem 4. Mai bereits gefahrenen Rad-Kilometer eintragen und sein Team ganz nach vorn bringen! Ein Sieger steht jedenfalls jetzt schon fest: unsere Umwelt. Auf die anderen Sieger und Siegerteams warten aber noch tolle Preise! Gekürt werden die Spitzenreiter am 5. Juni in der Stadtverwaltung Jena (genauere Infos werden noch bekannt gegeben).

Vorab sind alle Teams am Samstag zur gemeinsamen Abschlusstour eingeladen. Start ist um 14 Uhr an der Jenaer Stadtkirche. Dann geht in geselliger Runde in Richtung Stadtroda. Ziel ist der Gasthof „Zu Hainbücht“ (Hainbücht, Dorfplatz 2), wo es eine kleine Stärkung gibt. Wer von den „Stadtradlern“ also am letzten Tag noch Kilometer „machen“ will bzw. ein passendes Ausflugsziel fürs Wochenende sucht, sollte den Termin gleich dick in den Kalender eintragen. <

"Wenn der Schutzengel Pause macht": Kompetenzzentrum am UKJ kümmert sich um bei Unfällen schwer verletzte Kinder


(LN / UKJ / SZABO | 2014-05-22) - Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) baut die Versorgung für schwer verletzte Kinder weiter aus.

Im neuen „Kompetenzzentrum Kindertraumatologie“ des Thüringer Uniklinikums werden die Erfahrungen des UKJ in der Behandlung unfallverletzter Kinder gebündelt. Im neuen Kompetenzzentrum arbeiten Kinderchirurgen, Kinderradiologen mit Unfall- und Neurochirurgen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Lungenexperten und Anästhesisten zusammen. Es ist das erste Kompetenzzentrum dieser Art in Thüringen. Ein Sturz vom Klettergerüst oder ein Unfall mit dem Fahrrad – wenn Kinder verunglücken, haben sie entgegen dem Volksmund nicht immer einen Schutzengel an ihrer Seite. „Nicht selten ziehen sie sich schwere Verletzungen zu, zum Beispiel komplizierte Knochenbrüche, innere Verletzungen oder ein Schädel-Hirn-Trauma. „Sind gleichzeitig mehrere bedrohliche Verletzungen die Folge eines Unfalls, sprechen Mediziner von einem Polytrauma. Gerade für deren Behandlung ist der weitere Ausbau der interdisziplinären Zusammenarbeit wichtig. Genau das ist die Aufgabe des neuen Kompetenzzentrums“, erklärt Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des UKJ.

Häufig behandeln die Jenaer Mediziner Kinder, die als Pkw-Insassen bei Verkehrsunfällen teils schwer verletzt werden. Treffen kann das schon die Allerkleinsten, die die im Auto in der Babyschale mitfahren. Häufigste Unfallquelle bei Kleinkindern sei aber die häusliche Umgebung oder der Spielplatz, erklärt Prof. Dr. Felicitas Eckoldt, Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie am UKJ: „Wenn die Kinder älter werden, lauert das Unfallrisiko zum Beispiel beim Radfahren oder beim Freizeitsport.“ Auch bei Verletzungen durch Stürze aus großer Höhe – etwa wenn Kinder vom Baum oder aus einem Wohnungsfenster im oberen Stockwerk fallen – sind die Jenaer Spezialisten gefordert. Und dann sind da noch die Unfälle, die sich beim Toben im Kindergarten, auf dem Schulhof, im Sportunterricht oder auf dem Weg zur Schule bzw. Tagesstätte ereignen. Diese sind, vergleichbar mit den Arbeitsunfällen Erwachsener, nach den Maßgaben der Berufsgenossenschaften durch einen Durchgangsarzt zu behandeln. Eine besonders komplexe Herausforderung sind allerdings die Polytraumata – die Verletzung mehrerer Organsysteme, von denen mindestens eine allein lebensgefährlich ist, also zum Beispiel eine Schädel-Hirn-Verletzung bei gleichzeitigem Knochenbruch oder Quetschungen und Rissen innerer Organe.

Mittwoch, 21. Mai 2014

"Tödlicher Unfall": 37-jähriger Motorradfahrer unweit der Lobdeburg an der "Sommerlinde" tödlich verunglückt


(LN / POLIZEI | 2014-05-21) - Ein 37-jähriger Motorradfahrer ist am späten Dienstagnachmittag im Bereich über der Lobdeburg an der Sommerlinde tödlich verunglückt.

Er hatte dort vermutlich auf schlüpfrigen Waldboden die Gewalt über sein Motorrad verloren und war gegen einen Baum geprallt. Dem schwer verletzten Mann war es noch gelungen, am Handy den Notruf zu wählen und seinen Unfall mitzuteilen. Der Kontakt brach allerdings ab ehe er Einzelheiten zu seinem Standort mitteilen konnte.

Daraufhin setzte in dem Waldgebiet eine großangelegte Suche nach ihm ein, in deren Folge auch ein Hubschrauber eingebunden wurde. Als er schließlich eine Stunde nach seinem Anruf von Hilfskräften aufgefunden wurde, kam für den 37-Jährigen jede ärztliche Hilfe zu spät
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Bericht erstellt für "Lichtstadt.News" auf einem iPad Air

"JEZT - Jenas Zukunft mitgestalten": Neues Mitmachportal mit Bürgerreportern soll in Jena im August an der Start gehen


(LN / JEZT | 2014-05-21) - Die Erfahrungen des Umgangs mit den Bürgern bei der "Eichplatz"-Befragung haben in Jena eines klargemacht: Die Bürger werden viel zu wenig in Entwicklungen der Stadt - in Jenas Zukunft - eingebunden. Fazit: Es fehlt an Transparenz! Das soll in Zukunft anders werden, denn "JEZT" kommt.

Bisher gibt es in der Lichtstadt eine einzige Mitmachplattform, allerdings wird diese ab und an auch kritisiert, so wie vor Kurzem von Jenas Bündnisgrünen, denen man dort falsche Abstimmungsergebnisse im Stadtrat angedichtet hatte. Falls er sich je gefragt habe, warum ihn manche "mehr als einen Campaigner, denn als sorgfälltigen Journalisten" sehen würden, dann würden solche Patzer dazu beitragen, schrieb GRÜNE-Stadtrat Bastian Stein hierzu an den Chef der Plattform.

Seit Januar 2014 gibt es in Jena jedoch Bestrebungen von Mitgliedern einzelner Bürgerinititaiven und mehreren Jenaer Ortsteilen, im Internet eine unabhängige und vereinsgetragene Informationsplattform für Jena aufzubauen, die unter dem Projektnamen "JEZT - Jenas Zukunft mitgestalten - Bürgerreporter werden" unter kontrollierten Qualitätstandards noch vor der Landtagswahl 2014 in der Lichtstadt an den Start gehen soll.


Seit April 2014 läuft hier eine Betaversion, die in genau einem Monat am 4. Geburtstag der "Lichtstadt.News", wie man sie heute kennt, auch öffentlich zugänglich gemacht werden soll und schließlich ab dem Spätsommer allen Nutzern zur Verfügung steht. Dorian Wiebrecht vom ehrenamtlichen InterJena-Team hat sie projektiert und zwar als Wordpress-Page nach dem sog. 'Bolid' Theme.

"JEZT wird sich nicht wesentlich von dem anderen Mitmachportal unterscheiden, so dass sich der zukünftige Nutzer kaum umgewöhnen muss. Ziel ist es, dass Bürgerreporter und die Redaktion der ZONO Radio Jena 'Lichtstadt.News' gemeinsam Nachrichten machen und so Jenas Zukunft mitgestalten helfen", sagte er. Als Konkurrenz für die andere Mitmachplattform könne und solle man JEZT aber nicht sehen, denn "in einer Stadt wie unserer ist Platz für zwei Projekte ähnlicher Zielrichtung", so Wiebrecht.

"Bürgerforum und zwei geführte Radtouren": Im Rahmen der Halbzeitbilanz zur Umsetzung des "Rahmenplanes Saale" gibt es heute mehrere Aktionen


(LN / RANA | 2014-05-21) - Im Rahmen der Halbzeitbilanz zur Umsetzung des "Rahmenplanes Saale" werden heute am 21. Mai 2014 ab 15 Uhr im Norden und im Süden unserer Stadt zwei geführte Radtouren zeitgleich als Sternfahrt zu bereits fertiggestellten und noch geplanten Abschnitten des Saaleprojektes durchgeführt. Die Räder sind bitte mitzubringen.

Die "Tour Nordraum" befinnt um 15 Uhr an der Kunitzer Hausbrücke in Jena-Kunitz; die "Tour Südraum" startet um 15 Uhr am "Manga Club" in der Prüssingstraße 18 in Jena-Göschwitz. Ziel beider Sternfahrten ist das Große Glashaus a der Lichtenhainer Brücke. Dort trifft man sich gegen 16 Uhr 30 bei der Gaststätte "Saalestrand" am Burgauer Weg 9.

Nach Eintreffen der Teilnehmer der Sternfahrt findet ein Bürgerforum statt, in welchem die vorgeschlagenen Projekte zur Saalegestaltung diskutiert werden können. Jenas Stadtarchitekt Dr. Matthias Lerm will dabei eine Halbzeitbilanz ziehen über die verschiedenen Saaleprojekte in unserer Stadt. Mit der Umsetzung der Ziele und Projekte des Rahmenplanes Saale wird in Jena seit 2009 Schritt für Schritt eine gestaltete, erlebbare Flusslandschaft entwickelt. Neueste, bereits realisierte Abschnitte sind zum Beispiel die Rasenmühleninsel, der Radweg um Kunitz und der Radweg Gries.

"Schickes Plakat, Lothar!": Der König schafft es in das STERN Nachrichtenmagazin ... als Plakat!


(LN / STERN | 2014-05-20) - Fünf Tage vor dem Termin, an dem in ganz Deutschland Kommunalparlamente, Stadtverordnetenversammlungen und das Europaparlament gewählt wird, hat das Hamburger Nachrichtenmagazin STERN die skurrilsten Plakate der Republik vorgestellt. Auch eines aus Jena ist mit dabei (...nein...nicht das STAR WARS Motiv der Liberalen).

In den STERN geschafft hat es Lothar König mit seinem politisch unkorrekten Sinn-Spruch "Wählt den König!". Nicht ganz so gut kommt im STERN übrigens die Thüringer Landeshauptstadt weg, denn hierbei hat man ein CDU-Plakat von Dr. Olaf Zucht ausgewählt, der mit dem Slogan "Mit ZUCHT für Ordnung und Ehrlichkeit in Erfurt" wirbt. Das Plakat mit dem König kommt noch relativ gut weg und der Autor hat es sogar mit der Anmerkung versehen: "Schickes Plakat, Lothar! Wirklich."

Den gesamten Artikel findet man HIER bei STERN.de online.

Dienstag, 20. Mai 2014

"Alles nur geklaut?": Das merkwürdige Wahlprogramm der Jenaer CDU erregt die Gemüter - Es gibt darin sogar versteckte "Wahllügen" sagt die FDP


(LN / LANGE | 2014-05-20) - "Alles nur geklaut" - Diesen Hit kennt man von den Prinzen. Dort heißt es u.a. "Das ist alles nur geklaut, doch das weiß ich nur ganz alleine. Das ist alles nur geklaut und gestohlen und geraubt. Entschuldigung, das hab' ich mir erlaubt." Bei einer großen Volkspartei wie der CDU klaut man allerdings nicht, sondern man "saugt den Zeitgeist" in sich auf, wie es so schön heißt.

Fakt ist aber (wir berichteten darüber), dass zum Beispiel die Jenaer Liberalen ihr Wahlprogramm bereits im Februar beschlossen und im März veröffentlicht hatten und dann kamen alle anderen Parteien mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen für die Zeit nach der Kommunalwahl. Alle bis auf eine: die CDU. Erst im Mai stellten die Christdemokraten ihr Konzept für Jenas Zukunft der Öffentlichkeit vor...und siehe da, so neu war das gar nicht, was Elisabeth Wackernagel, Bürgermeister Frank Schenker und Prof. Dietmar Schuchardt sich da ausgedacht hatten: mehr als 50 % davon war bereits Teil des FDP Programms vom März - berichteten die Liberalen. Aber, wie gesagt, der "Zeitgeist" hatte da wohl seine Finger mit im Spiel.

Nun regen sich aber die Freien Demokraten trotzdem immer noch mächtig über das CDU-Machwerk auf. Nicht etwa, weil dort der Ausbau des "Ernst-Abbe-Sportfelds" bei gleichzeitiger Lösung der Probleme der Leichtathlethik gefordert wird (einem genau so lautenden Beschluss der FDP-Fraktion hatte der Stadtrat im Frühjahr bereits zugestimmt, ist also sinngemäß ein "alter Hut", wie FDP-Fraktionschef Andreas Wiese sagte). Stadtrat und FDP Finanzexperte Alexis Taeger regt derzeit vor allem auf, wie dreist seiner Meinung nach die CDU ihre Wähler hinters Licht führen will. In einer Presseerklärung spricht Taeger sogar von "Wahllügen" und schreibt:

"Keine Erhöhung von kommunalen Steuern und Gebühren kündigt die CDU in ihrem Wahlprogramm an. Tatsache ist, dass die CDU zusammen mit SPD und Grünen die Steuern regelmäßig erhöht hat: 2010 den Grundsteuerhebesatz von 380 auf 420 Punkte. 2011 nochmals den Grundsteuerhebesatz von 420 auf 460 Punkte. Schließlich 2013 den Grundsteuerhebesatz von 460 auf 495 Punkte. Dazu kommen die Erhöhungen von Bagatellsteuern und die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes von 395 auf 420 Punkte 2011. Und jedes Mal hat die CDU die 'Einmaligkeit' ihres jeweiligen Beschlusses beteuert und sich später selbst widerlegt. Das muss man auch für diese Wahlaussage fürchten", schreibt Alexis Taeger, der Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Jena GmbH ist, im Finanzausschuss der Stadt und dem Werkausschuss KIJ.

Doch der FDP-Mann legt noch eine Schippe drauf: "Die nächste Schamlosigkeit folgt auf dem Fuße: 'Das Neuverschuldungsverbot konsequent umsetzen' schreibt die CDU in ihrem Wahlprogramm und fügt an 'Ausnahmen nur für gewerbliche und Bildungsinvestitionen'. Das muss für den unbeteiligten Leser nach bedingungslosem Schuldenabbau klingen, ist aber das genaue Gegenteil. Bislang gab es nämlich Ausnahmen auschließlich für gewerbliche Investitionen, deren Erträge die aufgenommenen Schulden sofort wieder tilgten. So beispielsweise beim Wiederverkauf der erschlossenen Jena21-Grundstücke. Die Ausweitung der Schuldenaufnahme zukünftig für gewöhnliche öffentliche Investitionen ohne Erträge ist schlicht und einfach die Beendigung des Entschuldungskonzepts. Heißt: Die CDU will wieder Schulden machen und hat sich dafür ein Hintertürchen in das Programm geschrieben, dass keiner verstehen soll, bei dem man später aber sagen kann: wir hatten es doch genau so im Wahlprogramm geschrieben."

Deshalb ist Taeger wütend auf die CDU und deren Umgang mit dem Wähler. "Auf eine Partei der Schuldenmacherei und Steuererhöhung muss man aufpassen", sagte er gestern und kündigte für die Jenaer FDP an. "Das werden wir tun."