Montag, 31. März 2014

"Jena wird zur Space-Station": Ausstellung "Astronomie zum Anfassen" in der "Neuen Mitte Jena" läuft noch bis zum Ende dieser Woche


(lsn / neue mitte) - Seit Anfang letzter Woche und noch bis zum Samstag, den 05. April 2014, findet in der "Neuen Mitte Jena" das interaktive Event "Astronomie zum Anfassen (…nicht nur für Kinder!)" statt.

"Spielend lernen" – das ist das Motto des interaktiven Events. Dabei stehen Action, Spoaß und Spiel im Vordergrund. 20 spannende Stationen regen zum sportlichen Wettstreit an. Ausgebildete Betreuer stehen von von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und am Samstag von 13 nbis 16 Uhr zur Verfügung und begleiten die INteresenten jeden Alters durch den Parcours. Als Belohnung winkt ein "Astronauten-Abzeichen". Die "Neue Mitte Jena" wird dabei zur Space-Station, zur Raumstation.

Kindergärten und Schulen sind herzlich eingeladen nach den Sternen zu greifen. Wie das Centermanagement mitteilte sind Zielgruppen insbesondere Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren. Für eine optimale Betreuung sollte eine Gruppenstärke von 15 Kindern bei Kindergärten, bzw. 20 Kindern bei Schulen jedoch nicht überschritten werden. Bei größeren Gruppen müssten die Begleitpersonen bereit sein, sich aktiv einzubringen, damit wir den Kindern eine erlebnisreiche und spannende Ausstellung bieten können, so die "Neue Mitte Jena".

Die Betreuung einer Gruppe dauert mindestens eine Stunde, so das Centermanagement, und man soillte hierfür unbedingt einen Fotoapparat einpacken für intergalaktisch gute Bilder.

"Knappe Ablehnung aber jetzt weniger Unentschlossene!": Ergebnis der letzten "LN"-Umfrage zur vorgesehenen Eichplatz-Bebauung liegt vor!


(lsn) - Nochmals 100 Jenaerinnen und Jenaer wurden an diesem Samstag in Jena Winzerla und  in Jena-Winzerla bei sonnigem Wetter von Studierenden im Auftrag der "Lichtstadt.News" befragt. Unsere Befragung war selbstverständlich nicht repräsentatv sondern wurde willkürlich bei Männern, Frauen, Alten und Jungen durchgeführt. Doch die Frage war ganz einfach: Stimmen Sie beim Bürgerentscheid zur Eichplatzbebauung (= das OFB / jenawohnen Konzept) mit "JA" oder mit "NEIN".

Die Meinungen sind nach wie vor gespalten, allerdings ist PRO-Eichplatzbebaung a la OFB / jenawohnen immer näher an das NEIN herangerückt. Von den 100 Befragten sagten (Ergebnis der Vorwoche in Klammern):

 37 % (29 %), sie seinen GEGEN das OFB / jenawohnen Konzept, 33 % (25 %) waren DAFÜR. Nur noch genau 30 % (46 %) der befragten Bürger sagten, das Thema interessiere sie nicht oder sie wollten keine Angabe machen.

Insgesamt ergibt unsere Umfrage damit folgendes Bild bei 200 Befragungen:
  • 33 % DAGEGEN DASS OFB / JENAWOHNEN BAUT
  • 29 % DAFÜR DASS OFB / JENAWOHNEN BAUT
  • 38 % NICHT INTERESSIERT bzw. KEINE ANGABE
Lässt man die Nicht-Interessierten und die mit keiner Angabe weg, ergibt sich folgendes Ergebnis:
  • 46,7 % DAFÜR DASS OFB / JENAWOHNEN BAUT
  • 53,3 % DAGEGEN DASS OFB / JENAWOHNEN BAUT
Noch einmal: All das ist nicht repräsentativ sondern basiert auf rein zufälligen Meinungen von Bürgern aus Lobeda und Winzerla - Meinungen im Stadtzentrum wurden nicht eingefangen. Es ist daher allenfalls ein Trend. Am Freitag wissen wir dann mehr, wie das Ergebnis der Befragung tatsächlich ausgegangen ist. Stimmabgaben sind noch bis um 24 Uhr möglich.

"Das Spiel von Wolken, Wasser und Bergen": Landschaften Schottlands sind als Fotografienausstellung in der EAH Jena zu sehen


(lsn / eah) - Wer in diesen Tagen die Treppe in Haus 5 der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena nutzt, braucht mindestens doppelt so lange wie üblich. Grund ist die Ausstellung von Hobbyfotograf Rainer Herzer. Unter dem Titel „Das Spiel von Wolken, Wasser und Bergen“ nimmt den Besucher mit auf eine Reise quer durch Schottland, von den Orkneys im Nordosten bis zu den westlichen Äußeren Hebriden.

Eine Flugzeuglandebahn, nur etwa 50 Meter vom Atlantik entfernt, und eine Schule von Delphinen, die den Reisenden begrüßte und verabschiedete, so habe ich die Äußeren Hebriden in guter Erinnerung. Rainer Herzer, hauptberuflich Laboringenieur im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule, und seine Frau mussten sich zu ihrem ersten Schottlandbesuch noch überreden lassen.

Er erinnert sich: „Wir waren im äußersten Nordosten, dort, wo am Leuchtturm Dunnet Head die nördlichste Stelle des schottischen Festlandes markiert ist. Wir haben mit Orkney die nördlichsten Inseln besucht und sind quer durch das fast unbewohnte Inland an die Westküste gefahren. Nach einem Tagesausflug auf die Insel Skye stand fest, dass ein weiterer Besuch folgen muss.“ Bis dahin sollte es noch vier Jahre dauern. Dann erkundete das Ehepaar noch einmal die Inseln Skye sowie Lewis und Harris der Äußeren Hebriden. Sie waren aber auch im mittleren Teil des Landes, wo nordwestlich von Glasgow der Crinan-Kanal den Jura-Sund mit Loch Gilp verbindet.

Rainer Herzer schreibt: „Auch wenn sich diese Ausstellung der Landschaft Schottlands widmet, man würde dem Land unrecht tun, es darauf zu reduzieren. Für uns machen es darüber hinaus die netten Menschen aus, die wir getroffen haben. Es ist die Geschichte, die an den Steinsetzungen, den Friedhöfen, Ruinen und in den Schlössern erlebbar wird. Es sind, insbesondere auf Skye und Lewis, die Galerien, in denen die Künstler bei Kaffee und Kuchen ihre Werke vorstellen. Es ist das Teehaus bei Staffin, wo im umfunktionierten Wohnzimmer am lodernden Kamin 30 Sorten Tee zur Auswahl stehen und man sich nur schwer zwischen den Sorten selbstgebackenen Kuchens entscheiden kann. Es sind natürlich auch der Whisky und die Destillerien und das Guinness im Pub. Es sind auch die Städte wie Edinburgh oder Glasgow, für die wir viel zu wenig Zeit hatten. Es gibt somit noch viel zu sehen für einen weiteren Besuch.“

Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis zum 9. Mai in der EAH Jena zu erleben. Ausstellung: „Das Spiel von Wolken, Wasser und Bergen – Landschaften Schottlands“ Fotografien von Rainer Herzer Zeitraum: 6.3.2014 bis 9.5.2014 Ausstellungsort: EAH Jena, Haus 5, Treppenhaus 7 Montag bis Freitag, 8.00 bis 20.00 Uhr

Sonntag, 30. März 2014

“Sag mir wo der Schatten ist": Die Jenaer Liberalen weisen charmant auf einen weiteren Fehler bei der Eichplatz-Reklame hin


(lsn / fdp) - Die Jenaer Liberalen haben auf ihrem, der Wahlkampfseite www.fdp-stadtrat.de zugehörigen, Blog "VERNUNFT. VERSTAND. VERANTWORTUNG." auf sympathische Art und Weise auf eine kleines Versäumnis der Stadt in Punkto der Reklame für die schöne, neue Eichplatz-Bebauung hingewiesen. Sie schreiben:

Man soll nicht immer kritisieren. Nein, das soll man nicht. Schon gar nicht so kurz vor dem Ende der Abstimmung, die laut unserem Oberbürgemeister “Spitz auf Knopf” steht. Deshalb gibt es heute von den Jenaer Liberalen eine Verschönerung der Computeranimation der “Eichplatz”-Bebauung aus dem offizellen städtischen Prospekt, der an 86.300 Bürger in Jena verschickt worden ist. Sozusagen als keine Zugabe zur Sommerzeitumstellung. Aber natürlich dürfen sie anhand der beiden Fotos selbst entscheiden (ganz wie früher in den Magazinen): “In welchem Bild ist ein Fehler versteckt?”

Die fehlerhafte Abbildung ist in der Broschüre als auch im Internet zu sehen auf der Eichplatz-Homepage. Zur besseren Orientierung nachfolgend noch einmal das Originalbild aus dem Prospekt.

Impressionen von der Jenaer Messe "Bauen - Wohnen - Energie 2014"


(lsn / messe jena) - Vom 28. bis 30. März 2014 lud Thüringens größte Baumesse in die neue "Sparkassen-Arena" in Burgau ein, erstmals nach 23 Jahren im eigenen Messehaus. Hier sind einige Impressionen der letzten drei Messetage.

(Zum Vergrößern bitte die Fotos anklicken!)

 

"Städtische Bürgerbefragung zur Eichplatz-Bebauung läuft nur noch bis Montag Abend": Etwa 52.000 Bürger haben sich bisher beteiligt!



(lsn / rana) - Auch am Wochenende gehen weiter Umschläge mit "JA"- oder "NEIN"-Antworten in der Bürgerbefragung zum Eichplatz ein. Wer noch mitmachen will, der hat dazu aber nur noch bis einschließlich Montag, den 31.03.2014 um 24 Uhr Zeit.

Verschickt wurden 86.281 Briefe mit den Abstimmungsunterlagen; bis Freitag waren rund 50.000 Rückwntworten eingegangen und es wird angenommen, dass am Wochenende die Zahl 52.000 erreicht wird. Der Abstimmungszettel war / ist mit "JA" oder "NEIN" anzukreuzen und an die Stadt Jena zurückzusenden. 1.600 wahlberechtigte Bürger, die ihre Abstimmungsunterlagen nicht bekommen haben, sollten sich spätestens am Montag beim Fachdienst Bürgerservice melden, teilte die Stadt Jena gestern mit. Das betrifft auch die 98 Jugendlichen, die gerade erst 16 Jahre alt geworden sind und zunächst nicht berücksichtigt wurden.

Die Briefe können in jeden Postkasten eingeworfen werden. Wichtig: Es zählt der tatsächliche Posteingang bei der Stadt am 31.03.2014. Bis 24 Uhr können Briefe auch noch im Frist-Briefkasten der Stadt Am Anger 15 eingeworfen werden.

Samstag, 29. März 2014

"Eine Reise in die Welt der Darwinfinken und Spottdrosseln": Sonderausstellung über Galápagos im Phyletischen Museum der FSU Jena


(lsn / chi) - Darwinfinken sind Vogelarten, die eigentlich nur auf Galápagos vorkommen. Doch vom 3. April bis zum 19. Oktober 2014 sind sie auch in Jena zu bewundern. Dann lädt das Phyletische Museum der Universität Jena in seiner neuen Sonderausstellung zu einer Entdeckungsreise auf die pazifische Inselgruppe ein.

Neben vielen interaktiven Angeboten, einem Darwinfinken-Spiel und Installationen sind auch seltene Originalexponate von auf Galápagos heimischen Tieren und Pflanzen zu sehen: darunter Darwinfinken, Spottdrosseln und eine Galápagos-Riesenschildkröte. Die Schau ist eine Leihgabe des Zoologischen Museums der Universität Zürich und wird erstmals in Deutschland gezeigt. Zur Vernissage am 2. April wird der Direktor des Züricher Museums, Prof. Dr. Lukas Keller, zu Gast sein: Er wird ab 18 Uhr im Großen Hörsaal der Zoologie (Erbertstraße 1) einen Vortrag halten, zu dem auch die Öffentlichkeit eingeladen ist. Das Zoologische Museum in Zürich ist wie das Phyletische Museum einem Universitäts-Institut angeschlossen.

„Das Züricher Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften ist eine herausragende Forschungsstelle, an der auch über Galápagos geforscht wird“, sagt Prof. Dr. Martin S. Fischer von der Uni Jena. „Lukas Keller wird daher aus erster Hand über Galápagos berichten können“, so der Direktor des Phyletischen Museums. Keller wird wenige Tage später wieder zu Feldstudien auf die Inseln aufbrechen. Die Galápagos-Inseln liegen etwa 1.000 Kilometer westlich vor der ecuadorianischen Küste und sind wegen ihrer einmaligen Natur berühmt. „Dabei sind Flora und Fauna im Vergleich zum Festland eher artenarm“, weiß Ausstellungskoordinator Dr. Gunnar Brehm. „Besonders interessant sind die endemischen – also nur auf Galápagos vorkommenden – Arten, die vor Menschen keine Scheu haben. Historisch wichtig sind aber auch Charles Darwins Beobachtungen auf den Inseln“, sagt Brehm. Der britische Naturforscher besuchte 1835 die Inseln und machte dort wichtige Entdeckungen, die auch bei der Entwicklung der Evolutionstheorie eine Rolle spielten. So wurde ihm berichtet, dass sich die Panzerformen der Riesenschildkröten von Insel zu Insel leicht unterscheiden – für den Forscher ein wichtiger Hinweis dafür, dass die Arten veränderlich sind und sich entsprechend ihrer Umgebung anpassen.

Im Fokus der Ausstellung stehen nicht nur die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt und Darwins Beobachtungen. Ein Schichtstufenmodell erklärt zudem den vulkanischen Ursprung der Inseln. Außerdem macht die Schau auf die aktuellen Probleme auf Galápagos aufmerksam: So bedrohen eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten, wie Ziegen, Katzen und Ratten, die einzigartige Natur von Galápagos. „Die einheimischen Tiere haben Millionen Jahre lang isoliert und ohne Landraubtiere auf den Inseln gelebt. Im Laufe der Evolution haben sie ihr natürliches Fluchtverhalten verloren und sind den neuen Feinden schutzlos ausgeliefert“, erklärt Brehm. Die Sonderausstellung wartet mit einem besonderen Konzept auf: Denn es gibt keine Schautafeln mit langen Texten und die meisten Exponate sind nicht in Vitrinen eingeschlossen. Mithilfe eines umfangreichen, als Reiseführer konzipierten Begleitbuchs können die Besucher die Ausstellung selbstständig erkunden – und so in die Welt von Galápagos eintauchen. Begleitet wird die Ausstellung wieder von einem Vortragsprogramm über die Besonderheiten der Inseln.

"EICHPLATZ Meinungen": Die "Lichtstadt.News " fragen auch heute noch einmal nach!


(lsn / tlz) - Die Meinungen sind gespalten unter den Jenaerinnen und Jenaern zum Thema "Eichplatz"-Bebauung nach dem OFB / jenawohnen Konzept, für das sich in Stadtrat SPD, CDU und Bündnis'90 / GRÜNE stark gemacht hatten. So stark, dass man trotz ausstehender Bürgerbefragung und eines Bebauungsplans, der nochmals teilausgelegt werden muss, im Dezember 2013 diesen Investor allen anderen Optionen vorgezogen hat und ihm das Areal zur Bebauung zusagte. Aber es gibt Gegner des Vorhabens. Mehr als 10.000 Menschen unterschrieben ein Moratorium gegen den Verkauf an OFB / jenawohnen, eine Bürgerinitiative startete den Bürgerprotest und von den Stadtratsfraktionen machen sich derzeit  die Bürger für Jena und DIE LINKE auf Plakaten mit jeweils einem dicken NEIN bemerkbar.

Am heutigen Samstag fragen die "Lichtstadt.News" letztmalig bei den Jenaerinnen und Jenaern nach und zwar Mittags und Nachmittags an der Wasserachse in Winzerla und am Salvador-Allende-Platz in Lobeda-Ost. Jeweils 100 Menschen werden hierbei von Studierenden befragt um so ein 100%-Ergebnis zu haben, das wir am kommenden Montag hier veröffentlichen werden.

Unsere Befragung ist selbstverständlich nicht repräsentatv sondern wird willkürlich bei Männern, Frauen, Alten und Jungen durchgeführt. Doch die Frage ist ganz einfach: Stimmen Sie beim Bürgerentscheid zur Eichplatzbebauung (= das OFB / jenawohnen Konzept) mit "JA" oder mit "NEIN".

Freitag, 28. März 2014

"Bauen - Wohnen - Energie - Jena 2014": Heute beginnt die 3-tägige Fachmesse in der Sparkassen Arena in Burgau


(lsn / messe jena) - Vom 28. bis 30. März 2014 lädt Thüringens größte Baumesse in die neue Sparkassen-Arena in Burgau ein, erhält nach 23 Jahren ihr erstes Messehaus.

Die Premiere in der neuen Arena in unmittelbarer Nähe zum Einkaufscenter "Burgau Park" markiert zudem gleich zwei weitere herausragende Meilensteine: Im Jahr ihres 10. Firmenjubiläums richtet Christiane Längle, Messekonzept Thüringen, zum 10. Mal diese Messe in Jena aus. Und mindestens für die nächsten zehn Jahre bleibt den Messeplatz in Jenas neuer Arena für Sport, Wirtschaft und Kultur gesichert.

Die JENA-Messe avancierte in den letzten Jahren zu Thüringens anerkannt größter Leistungsschau des relevanten Handwerks und Gewerbes für Endkunden sowie zunehmend auch für Industrie- und Gewerbekunden. Die hohe Akzeptanz und Resonanz spiegelt sich in der Zahl der Messebesucher aus ganz Thüringen (2013 waren dies ca. 16.400) ebenso wie in der konstant hohen Ausstellerzahl von 300. Etwa 80 Prozent von ihnen zählen inzwischen zu den Dauerausstellern der stets bis auf den letzten der etwa 4.000 Quadratmeter ausgebuchten informativen Schau der Produkte und Dienstleistungen.


Diese Erfolgsbilanz gab für die Autohändler der Region rund um Jena schließlich auch den entscheidenden Ausschlag, die Tradition des "Jenaer Autofrühling" nun im Rahmen der Jenaer Messe "Bauen - Wohnen - Energie" wieder aufleben zu lassen. In weißen Pagoden werden sie mit neuen und bewährten Fahrzeugmodellen die ungebrochene "Faszination Automobil" in ihrem Mix aus Design und modernster Technik präsentieren und wirken lassen.

Auf der Messe selbst bgibt es ab heute und noch bis zum Sonntag Nachmittag neueste Trends rund um die Themen zukunftsorientiertes Bauen, Sanieren, behagliches und gesundes Wohnen, Nutzung und Speicherung regenerativer Energien, schonender Umgang mit Ressourcen sowie in diese Themen hineinreichende Möglichkeiten zum Geld sparen und anlegen werden in gewohnt sachlicher Form erneut das Ausstellungsprofil prägen.

Gestaltungs- und Einrichtungsideen vermittelt zudem auch 2014 wieder die Sonderausstellung "Wohn(T)räume". Zusätzlich informieren Fachleute im bisher stets sehr gut besuchten Bauherrenforum mit faktenorientierten Vorträgen. Die "Lichtstadt.News" werden vor Ort sein und über diese einzigartige Messe berichten.

"Heute wird die 50000. Rückantwort der Bürgerumfrage zur Eichplatzbebauung erwartet": Stadt hat Fehler bei der Einbeziehung der "16-Jährigen" eingeräumt und ausgeräumt!



(lsn / zono radio jena) - Bis zum gestrigen Donnerstag, den 27. März 2014, haben fast 47.500 Bürger die Antwortbriefe in der Bürgerbefragung zur Eichplatzbebauung an die Stadt Jena zurückgeschickt, wie die Pressesprecherin gestern mitteilte. In der vorigen Woche waren mehr als 86.000 Briefe mit den Abstimmungsunterlagen versandt worden.

Empfänger sind jetzt "alle" Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahre, die seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Jena gemeldet sind.  Die Verwaltung räumte hierbei einen Fehler ein, der während der Stadtratssitzung am Mittwoch noch abgestritten worden war. Nun erhalten damit (und zwar "schnellstmöglich", wie Jenas Ordnungsdezernent Frank Jauch gestern erklärte) auch knapp 100 Jugendliche, die zwischen 16 Jahren und 16 Jahren und 2 Monaten alt sind ihre Abstimmungsunterlagen, nachdem sie zunächst keine Papiere zugeschickt bekamen. Jauch entschuldigte sich zugleich für den Fehler seiner Verwaltung, der bei den 16-Jährigen geschehen war.

Zugleich sollten sich die rund 1.600 wahlberechtigten Bürger bei der Stadt Jena melden, die ihre Abstimmungsunterlagen nicht bekommen haben; die Unterlagen waren aus den unterschiedlichsten Gründen an die Stadt Jena zurückgelaufen. In der Stadtratssitzung hatten Stadträte, wie etwa Pfarrer Lothar König, zu den Stadtoberen gesagt, dass das Nachfragen der Bürger keinesfalls als Misstrauen gegen die Stadtverwaltung auszulegen sei. "Fehler können passieren", sagte König, warnte aber zugleich vor den Gefahren von "Arroganz der Mächtigen", wie er es ausdrückte, mit der sachliche Kritik "niedergemacht" werde.

Zuvor hatte Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker (Foto) den Stadträten und Bürgern geraten, einen Blick in die Unterlagen des Stadtratrsbeschlusses zu werfen und erklärt, die Verwaltung habe bei dem 16-Jährigen alles genau so umgesetzt. Erst später räumte Frank Jauch den offensichtlichen Fehler ein.

Die Auszählung der abgegebenen Stimmzettel beginnt am Dienstag, den 01. April 2014. Sie ist öffentlich und wird von Vertretern der Stadt und der Bürgerinitiativen gemeinsam durchgeführt. Das Ergebnis wird voraussichtlich am 04. April 2014 vorliegen, wie die Stadt Jena erklärte.

Donnerstag, 27. März 2014

"Die Bürger ernst und sie mitnehmen!": Thomas Hölkes Kolumne zum Abschied seiner ereignisreichen Zeit in der "Lichtstadt.News"-Redaktion


(lsn / thomas hölke) - Von 2012 bis 2014 war Thomas Hölke ein wichtiger Bestandteil unserer Redaktion. Jetzt verlässt er zum 31.03.2014 die "Lichtstadt.News" um sich in seiner norddeutschen Heimat voll und ganz seinem Beruf zu widmen. Zum Abschied schrieb er uns folgende Kolumne:

"Als Rechtsanwalt für Medien- und Baurecht ist es nicht leicht (und vielleicht auch nicht empfehlenswert) in der kleinen Redaktion eines bescheidenen Projektes wie den Jenaer 'Lichtstadt.News' mitzuarbeiten und hier die eine oder andere Sache zu thematisieren und mit Fachwissen zu untersetzen.

Aber: Erstens hatte mich Rainer Sauer darum gebeten - weshalb ich seinem Wunsch auch sehr gerne nachkam - und zweitens nennt sich heutzutage so mancher Mensch 'Journalist', der noch nicht einmal über die Grundkenntnisse des Presse- und Medienrechts verfügt, geschweige denn Journalistik studiert hätte oder wenigstens einmal in einem Volontariat sein Handwerk erlernt hat. Damit einher geht viel zu oft eine Selbstrüberschätzung der eigenen Fähigkeiten, die nur noch durch die schlechte (oder gar nicht stattfindende) Recherche von Artikelthemen übertroffen wird. Hier konnte ich einiges zurecht rücken.

Was ich aus Jena mitnehmen werde ist eine Erkenntnis: Bürgerproteste sind oft berechtigt, stets legitim und der richtige Umgang mit ihnen will gelernt sein. Handwerkliche Fehler passieren der Verwaltung nicht nur bei Bebauungsplänen sondern auch im Umgang mit den Bürgern. Aber auch die 'Protestler' machen nicht alles richtig. Weshalb hatte die Initiative UNSER EICHPLATZ über Jahre nur einen geringen Zulauf? Weshalb gelang es der Moratoriumsinitiatve innerhalb nur weniger Wochen 12.000 Unterschriften (= Menschen) zu sammen und zu versammeln? - Die Antwort ist einfach: NEHMT DIE BÜRGER ERNST UND NEHMT SIE MIT!

Plattformen wie JENAPOLIS oder die für Jena geplante Bürgerreporter-Seite JEZT sind wichtig und müssen genutzt werden; aber auch hier ist die Voraussetzung, dass man kein Schindluder mit den Nutzern betreibt, sie bevormundet oder gar einzelne Meinungen (aus)löscht.

Und was spricht denn dagegen, dass die Stadt Jena selbst ein eigenes Blog betreibt, in dem sich Bürger über stadtinterne Probleme mit städtischen Mitarbeitern austauschen könnten? FACEBOOK ist hier - aus meiner Sicht - nicht der richtige Weg, auch und gerade wegen des grenzwertigen Umgangs mit Persönlichkleits- und Bildrechten dort.

Miteinander reden, die Bürger beteiligen oder (wie es die FDP in Jena nennt) 'BÜRGER. MACHEN. POLITIK.' ist das Gebot der Stunde und der Zukunft. Weshalb haben sowohl die Bürger für Jena als auch die Piraten als auch die Liberalen in Jena nun Menschen der Bürgerprotestbewegung auf vorderen Listenplätzen der Kommunalwahl? Wer sagt: 'Aus Taktik', der hat bereits verloren.

Professor Franz Walter hat recht, wenn er erkannt hat und schreibt: 'Das Muster, dem Proteste folgen, ist ein Dreischritt. Zuerst ist es Hintergrundrauschen. Eine kleine Schar von Aktivisten mokiert sich über ein politisches Verfahren, protestiert nahezu ungehört und unbeachtet von Politikern und Medien. Dann folgt ab einem gewissen Zeitpunkt die Polarisierung, und zwar weil der Protest nun wahrgenommen wird und die eine Seite ihn als grundlos und abwegig bezeichnet, die andere Seite aber genau deshalb Zulauf von Menschen bekommt, die der Sache bisher neutral gegenüber standen, sie nun aber für sinnvoll erachten. Dann kommt es zum großen Eklat, der die Fronten verhärtet: Jede Seite fühlt sich im Recht und von der anderen gegängelt. Politiker, die die Breitenwirkung der Sache zunächst völlig unterschätzt haben, reagieren mit aller Macht und den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, was wiederum die Gegenseite radikalisiert.'

Besser kann man die Entwicklung der letzten Monate zum Jenaer Eichplatz nicht erklären. Für mich steht deshalb das Ergebnis der Bürgerumfrage schon jetzt fest und dies wird dem Oberbürgermeister mit Sicherheit nicht gefallen. Doch was wäre der Ausweg gewesen? - Ganz klar: 'NEHMT DIE BÜRGER ERNST UND NEHMT SIE MIT!'

Ihr Thomas Hölke"

"Wie soll es denn werden, wenn das scheitert?": OB Dr. Albrecht Schröter sieht die Bürgerumfrage "spitz auf Knopf" und kritisiert die "Schärfe" der Auseinandersetzung


(lsn / karsten lange) - Bis Mittwoch, den 26. März 2014, haben mehr als 44.000 Bürger die Antwortbriefe in der Bürgerbefragung zum Eichplatz zurückgeschickt. Da in der vorigen Woche mehr als 86.000 Briefe mit den Abstimmungsunterlagen versandt wurden, haben somit bereits mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Bürger an der Umfrage teilgenommen, so dass ihr Ergebnis jetzt schon verbindlich sein wird.

Deshalb ging es im Stadtrat am Mittwoch natürlich auch um das Thema: "Was wäre wenn?"

In einer hitzigen Debatte zu dem Bericht über die Kosten im Zusammenhang mit der Bürgerbefragung zum Eichplatz wurden in der gestrigen Stadtratssitzung hierzu vor allem drei Dinge kritisiert:

1.) dass mehr als 1.600 Briefe unzustellbar zurück gekommen sind,

2.) weshalb die derzeit laufende Aktion keine reine Bürgerbefragung geworden ist sondern eine "Werbeveranstaltung für einen Investor", wie es Jens Thomas und Frau Dr. Kaschuba (Foto) von der Fraktion Die Linke ausdrückten und

3.) wieviel Geld allgemein in die Werbemaßnahmen PRO Eichplatz-Bebbauung durch OFB / jenawohnen gesteckt worden sind. Empfänger der Befragungsbögen inklusive der Bröschüre mit den wichtigsten Gründen für und gegen eine Bebbaung durch OFB / jenawohnen waren bzw. sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahre, die seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Jena gemeldet sind. Einsendeschluss ist der 31. März 2014 um 24 Uhr.

OB Dr. Albrecht Schröter sieht die Bürgerumfrage "spitz auf Knopf"*, wie er dem Stadtrat sagte, und kritisierte auch die "Schärfe" der Auseinandersetzung gegenüber der Stadtverwaltung und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Wie soll es denn werden, wenn das scheitert?" fragte er und sah für diesen Fall voraus, dass es zukünftig "sechs Entwürfe geben wird, die alle keine 50 % erreichen" würden.

Auch Prof. Deufel (SPD) sagte, seiner Meinung nach werde "Punkt für Punkt" versucht, die Stadtverwaltung in Misskredit zu bringen. Sprecher anderer Parteien beklagten derweil dessen "Nibelungentreue" gegenüber dem OB. Die Fraktion Bürger für Jena (die seit Kurzem mit der Bürgerinitiativen-Vernetzungsinitiative "Unser Jena" zusammenarbeitet) beklagte dagegen die falsche Umsetzung des Stadtratsauftrags, der von der Stadt Jena für eine beispiellose Werbekampagne mißbraucht worden sei.

Schließlich blieb im Raum stehen, ob der Oberbürgermeister und dessen Unterstützer überhaupt begriffen hätten, dass sich viele Jenaer gerade erst durch das "Goliath gegen David"-Spiel (= Hunderttausende Euro für PRO-Motion, der vor allem persönliche Eigenleistung GEGEN-über steht und stand) provoziert und getroffen sahen. Die Linke brachte es auf den Punkt, als zu OB Dr. Albrecht Schröter gesagt wurde: "Wenn Sie den 10.000en Gegnern wenigstens ein paar Euro zur Verfügung gestellt hätten, damit diese ihre Position angemessen hätten darstellen können, dann hätte dies sicher vieles erleichtert."

Man darf gespannt sein, wenn in etwas mehr als einer Woche das Ergebnis der Bürgerumfrage feststeht, welche Auswirkung dieses Ergebnis auf die weitere politische Kultur in Jena haben wird. So wie es derzeit aussieht könnten sowohl der "Sieg" des OFB / jenawohnen Projektes für SPD / CDU / GRÜNE bitter schmecken, als auch eine "Niederlage" Auswirkungen auf das Ergebnis der anstehenden Kommunalwahl haben. In der Tat: Es steht tatsächlich "spitz auf Knopf"*.

* = Die Redewendung bezieht sich laut Grimms Wörterbuch auf die "Entscheidung zwischen der entgegen gehaltenen Schwertspitze, womit man zustechen könnte, als auch dem entgegen gehaltenen Schwertknauf mit Wappen, womit man siegeln könnte".

Mittwoch, 26. März 2014

"44.064 Bürger haben bisher ihr Votum zum 'Eichplatz' abgegeben": Heute im Radio ab 17 Uhr in "STADTRAT LIVE"


(zono radio jena / lichtstadt.tv) - Am heutigen Nachmittag und Abend kann man wieder die Sitzung des Jenaer Stadtrates im Radio hören oder im Internet verfolgen. Begleitend hierzu hat die Stadt Jena bekannt gegeben, dass bis zum heutigen Mittwoch insgesamt 44.064 Bürger die Antwortbriefe der Bürgerbefragung zum Eichplatz zurückgeschickt haben.

"STADTRAT LIVE" heißt unsere Sendung ab 17 Uhr auf UKW 103,4 MHz, im Kabelnetz Ostthüringen auf UKW 107,9 MHz und hier bei uns im Internetund. Die folgenden Themen gibt es unter anderem bei den knapp 30 Punkten der Tagesordnung:

- Bürgeranfrage zu den Kosten für die Werbemaßnahmen zur Bebauung des Eichplatzes

- Große Anfrage "Tarifgerechte Bezahlung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Eigenbetriebe und der Unternehmen, in denen die Stadt mehrheitlicher Gesellschafter ist"

- Grundhafte Erneuerung der "Lutherstraße" von "Ernst-Haeckel-Platz" bis "Katharinenstraße"

- Fortschreibung Nahverkehrsplan der Stadt Jena für den Zeitraum 2014 bis 2018

- Beschlussvorlage "Dynamisches Parkleitsystem"

http://www.radio-okj.de/stream/livestream_radio_okj.m3u
KLEINER TIPP: Wenn man auf unser ZONO Webplayer Symbol klickt  und dabei die Funktion "Link in neuem Tab öffnen" wählt, kann man "Stadtrat Live" anhören und trotzdem noch weiter im Internet surfen.
Die Informationen zur aktuellen "Stadtrat Live"-Sendung erhält man wie immer auf unserer Internetseite www.stadtrat-live.de und die aktuelle Tagesordnung kann man sich HIER ansehen.



Wer Teile der von ZONO Radio Jena live im Hörfunk und im Internet übertragenen Stadtratssitzung auch visuell erleben möchte, der kann dies nach wie vor auch HIER auf der Webseite der Stadt Jena machen (... oder Sie klicken einfach auf das Fernsehbild-Symbol).

"Goethe Route / Goethe Straße": Jena präsentiert sich am 26. März 2014 vor Pressevertretern in Tokio


(lsn / jenakultur) - Die Lichtstadt Jena präsentiert sich als Teil der Goethe-Straße am 26. März 2014 vor Pressevertretern in Tokio.

Bei dem Medien-Event stellen die acht Städte der kulturtouristische Straße durch Deutschland Frankfurt, Fulda, Eisenach, Erfurt, Weimar, Jena, Leipzig und Dresden ihre touristischen Kulturangebote den ca. 50 Journalisten vor. Goethe steht auf dem asiatischen Markt als Synonym für den Kulturtourismus nach Deutschland.

Die kulturtouristischen Angebote werden in Tokio durch einen japanischen Tourismuspartner vorgestellt, der sich im vorigen Jahr ausführlich über die Sehenswürdigkeiten an der Goethe-Straße informiert hat. Einen Tag hat er sich dafür auch ausführlich in Jena umgesehen, betreut von der Marketingabteilung bei JenaKultur. Zu dieser Präsentation werden zwei Reisen entlang der Goethe-Straße verlost.

Der Aufenthalt dieser Journalisten in Jena wird von JenaKultur organisiert, die Übernachtung wurde vom Steigenberger Esplanade gesponsert. Als Erinnerungsgeschenk an die Goethe-Straße erhalten die japanischen Medienvertreter eine kleine Goethe-Büste.

"Befragungsunterlagen werden geprüft": Vermeintlicher Scherz mit manipulierten Wahlunterlagen hat möglicherweise erhebliche Folgen für die "Scherzkekse"


(lsn / rana) - Das Thema "Fälschung des Abstimmungsergebnisses zur Eichplatz-Befragung" schlägt Wellen. Nachdem Unbekannte im Internet als Dienstleistung die Versendung Tausender gefälschter Wahlbriefe angeboten haben, reagieren die Stadt Jena und die Bürgerinitiativen in Sachen Eichplatz auf den in Medien geäußerte Verdacht auf Manipulation.

So werden sämtliche eingegangenen Befragungsunterlagen zur Zukunft des Eichplatzareals überprüft. Hierbei sei die Polizei darum gebeten worden, der Stadt Jena einen Sachverständigen für technische Schriftgutuntersuchungen zu benennen, wie die Stadt Jena inzwischen mitteilte. Dieser könne Fälschungen sicher identifizieren, vor allem deshalb, weil es im Rücksendeumschlag selbst einige fälschungserschwerende Hindernisse gibt (siehe Foto oben mit dem UV-Wasserzeichen).

Bürgerinitiativen und Stadtverwaltung seien davon überzeugt, so die Stadt in einer Erklärung, dass die Jenaer Bürger eine ehrliche und demokratische Umfrage wollen. "Ich vertraue den Jenaern, sie sind an einem fairen, sauberen Verfahren interessiert", sagte Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. Geprüft werde, ob, und wenn ja, wie Befragungsunterlagen manipuliert sein könnten. Damit soll möglichst bereits im Vorfeld der Auszählung begonnen werden.

Sollten die Verantwortlichen für die "Manipulations"-Internetseite gefunden werden, so könnte die Stadt Jena ihnen die Mehrkosten für den Einsatz des Kriminalsachverständigen sowie weitere im Zusammenhang stehende Mehrkosten in Rechnung stellen, wie gestern zu erfahren war.

Dienstag, 25. März 2014

"Vorerst gescheitert?": Social Entrepreneur Arne Petrich tritt aller Wahrscheinlichkeit nach mit seiner Liste nicht zur Kommunalwahl 2014 an!


(lsn / thomas hölke) - Die genauen Gründe weshalb Arne Petrich, Jenaer Social Entrepreneur, Immobilienvermittler und JENAPOLIS-Chef, mit seiner Liste "Bürgermacht Jena" / "Unser Jena" nicht zur Kommunalwahl 2014 antreten wird, sind nicht bekannt - er hat dies offiziell sogar noch nicht einmal bekannt gegeben. Allerdings verdichten sich in den letzten Tagen die Hinweise hierauf.

Ursprünglich hatte Petrich erklärt: "Ich möchte 2014 im Rahmen der Kommunalwahl für den Stadtrat Jena kandidieren, um mich für mehr Bürgerbeteiligung, Kommunikation und Transparenz einzusetzen. Ich bin der Meinung, dass Jena die Chance hat nur gemeinsam mit ihren Bürgern die Zukunft zu gestalten." Dann hatte er - zusammen mit Siegfried Ferge - die Vernetzungsinitiative "Unser Jena" gegründet, schließlich - ebenfalls gemeinsam mit Ferge - offiziell eine Liste zur Kommunalwahl 2014 angekündigt, die unter dem Namen "Bürgermacht Jena" am 25. Mai 2014 kandidieren sollte. Ende letzten Jahres entschloss sich der Social Entrepreneur dazu, sein Projekt in "Unser Jena" umzubenennen.


Noch vor vier Wochen gab es bei JENAPOLIS einige Artikel zum Kommunalwahl-Projekt  "Unser Jena", dann jedoch wurden diese Artikel kommentarlos gelöscht. Da hatte Petrich gerade (in einem anderen Zusammenhang) geschrieben: "Seit Wochen treibt mich der Gedanke um, weshalb einige Nutzer von Jenapolis doch immer wieder gerne versuchen die Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen." Nachzulesen ist dies HIER.

Es sei jedem Journalisten selbst überlassen, wie er mit dem Thema "Transparenz" umgeht, jedoch sollte man, und insbesondere dann, wenn man - wie im Falle von Arne Petrich und JENAPOLIS - Transparenz bei Dritten bedingungslos einfordert, auch in wichtigen eigenen Dingen flächendeckende Transparenz an den Tag legen. Dies wird von Jenaer Bürgerinnen und Bürgern immer wieder und immer öfter als Glaubwürdigkeitsindikator eingefordert.

Und natürlich gab es / gibt es große Hoffnungen von Menschen, die Probleme mit der in der Lichtstadt etablierten Parteienlandschaft von SPD, LINKE, CDU, GRÜNE, FDP und BÜrger für Jena hatten, auf eine Petrich/JENAPOLIS-Liste zur Kommunalwahl. Man wird sehen, wie der Social Entrepreneur mit diesen Menschen kommunizieren und ihnen ein (mögliches) Ende ihrer Träume auf einen Politikwandel klarmachen wird.

Die Frage ist natürlich auch wie prominente Unterstützer von Petrichs Kommunalwahl-Projekt, so etwa Jena-Nord Ortsteilbürgermeister Siegfried Ferge, mit der Situation umgehen werden, dass sich bei Petrichs eigener Liste nichts nach vorne bewegt. Nun wird spekuliert, dass Ferge zu den "Bürgern für Jena" gehen könnte und hierbei sogar einige MItstreiter von Petrichs Vernetzungsinitiative mitnehmen wird.


Und schließlich geht der Fokus dann auch wieder auf JENAPOLIS selbst, das Arne Petrich vor Kurzem in einer Art radikaler Reform umbauen wollte (z.B. durch die Einführung von Klarnamen bei der Kommentierung) um an den früheren Erfolg seiner Mitmachplattform bei deren Nutzern anzuknüpfen. Denn die Konkurrenz steht schon in der Startlöchern: Seit Januar 2014 gibt es Bestrebungen von einzelnen Mitgliedern der Moratoriumsinititaive und mehreren Jenaer Ortsteilen, im Internet eine unabhängige und vereinsgetragene Plattform aufzubauen, die unter dem Projektnamen "JEZT - Jenas Zukunft mitgestalten - Bürgerreporter werden" unter kontrollierten Qualitätstandards (u.a. keine kommentarlose Löschung von Artikeln und Meinungen) im Sommer 2014 in der Lichtstadt an den Start gehen soll (siehe Abbildung der Betaversion der Webseite vom 18.02.2014).

Nachtrag zu unserem Artikel: Heute (= 26.03.2014) hat Arne Petrich bei JENAPOLIS erklärt: "Ich werde nicht für den Jenaer Stadtrat in dieser Wahlperiode antreten. Viele Gespräche und treffende Gründe haben mich zu dieser Entscheidung kommen lassen. Diese werde ich demnächst auch noch näher kommentieren!"

Heute Abend 20 Uhr 15 bei KABEL EINS: "Rosin in Rothenstein" - Frank Rosins Hilfsaktion für die Gaststätte "Helenenstein" war ein voller Erfolg


(lsn / vox / otz) - Auf Initiative von Martina Berendes, der Mutter einer Gastronomin aus dem an der südlichen Stadtgrenze von Jena gelegenen Rothenstein, bewarb sich das Gasthaus "Am Helenenstein" im vergangenen Jahr um die Teilnahme in der TV- Sendung "Rosins Restaurants".

Da sich in der Angelegenheit aber lange Zeit nichts tat, hatten Koch Marcel Appel und seine Partnerin Jennifer Berendes schon gar nicht mehr mit einer Teilnahme gerechnet, wie sie der Ostthüringer Zeitung erzählten. Dann kam die Überraschung in Form eines zwölfköpfigen Fernsehteams, dass am 23. Februar 2014 ins Gasthaus kam...aufgrund einer Tischbestellung für elf Leute. "Als dann auf einmal zwei Kameras auf mich gerichtet waren, konnte ich es gar nicht fassen", erzählte der 30-jährige Koch der Lokalzeitung.

Im Sommer 2012 hatten er und Jennifer das Gasthaus "Am Helenenstein", das schon zu DDR-Zeiten bei den Rothensteinern beliebt war, übernommen. Danach wollte der Koch die Gäste an die gehobene ­Gastronomie heranführen. Appel hatte sein handwerkliches Rüstzeug im Schwarzwald erlernt, war danach Küchenchef auf der "MS Europa", später stellvertretender ­Küchenchef der Steigenberger Hotelkette in Dortmund. Da kam es gerade recht, dass sich beide mit der Gaststätte in Rothenstein ihren Lebenstraum erfüllen wollten, doch der Erfolg blieb aus.


Selbstkritisch musste Marcel Appel gegnüber dem Sternbekoch Frank Rosin zugeben: "Die Leute empfanden meine Küchenkreationen zu abgehoben. Sie wollten bodenständiges Essen zu günstigen Preisen." Hinzu kam nach dem langen WIndter im letzten Jahr das verheerende Saalehochwasser. Da sprang Rosin dem  jungen Paar, das schon bald Nachwuchs erwartet, sozusagen die "letzte Hoffnung" zur Seite. Allerdings beschreibt auch der Gastronimie-Fachmann die Situation als "zu blauäugig und etwas zu naiv". jedoch sei zu helfen, ist für ihn ­ene Herzensangelegenheit gewesen und so verschlug es ihn Ende Ferbruar an den südlichen Stadtrand von Jena nach Rothenstein.


Dass das gastronomische Potenzial da ist, davon war Frank Rosin schnell überzeugt. "Marcel hat eine ­sensationelle Ausbildung, der kann das. Was ihm fehlte, war das Selbst­vertrauen und die richtige ­Einstellung", sagte der Sternekoch der OTZ und nahm sich anschließend der ­Speisekarte an. Ein Beispiel. "Die hat keine Auskunft darüber gegeben, wo ich mich als Gast aufhalte und was ich mit meiner Küche erzählen will."

Was sich vor vier Wochen hinter verschlossenen Türen getan hat, und was angestellt wurde, um einen Draht zu den Jenaern und Rothensteinern zu knüpfen, das können die Fernsehzuschauer bei KABEL EINS heute Abend um 20.15 erleben. Jedenfalls sollen die 20 aus­gewählten Testesser zum Finale am 28. Februar vom servierten Drei-Gänge-Menü ("Toter Oma" nach Appels ­Rezept, ­Rindergulasch mit ­Klößen und Salat sowie in der Pfanne ­gebackener Kirsch­kuchen mit Vanillesoße) sehr angetan gewesen sein.

Die Ausstrahlung heute nehmen die Wirtsleute zum Anlass, ab 20 Uhr 15 in das "Jägersdorfer Kulturhaus" einzuladen, wie die OTZ schreibt. "Gäste können die Sendung dort auf Großleinwand verfolgen. Außerdem werde ich die mit Frank Rosins kreierten Speisen servieren", sagte Appel der Lokalzeitungl.

"Kampagnenauftakt": Vom Verkehrsbetrieb zum Mobilitätsdienstleister - JeNah will uneingeschränkte Mobilität für seine Kunden


(lsn / jenah) - „Innerhalb der nächsten Jahre verändert sich der Jenaer Nahverkehr. Mit neuen Service- und Produktangeboten werden wir uns weiter entwickeln vom zuverlässigen Betrieb des Bus- und Straßenbahnverkehrs zum umfassenden Mobilitätsdienstleister.“ Das sagte Udo Beran (auf dem Foto rechts), Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs, zum gestrigen Pressetermin, in dem die erste eigene Marketingkampagne des Verkehrsunternehmens vorgestellt wurde.

Als Mobilitätsdienstleister will der Nahverkehr seinen Kunden uneingeschränkte Mobilität ermöglichen, damit diese ihre Tagesabläufe flexibel gestalten können. So die Vision, die geknüpft sei an einen Anstieg der Fahrgastzahlen, an mehr Sichtbarkeit und vor allem an „echte“ Alternativen zum motorisierten Individualverkehr, wie Udo Beran sagte. Um dieser Vision zu folgen, um Fahrgäste noch enger an den Nahverkehr zu binden und neue zu gewinnen, zeigt das Unternehmen in seiner Kampagne mit zum Schmunzeln anregenden Motiven die Vorteile des Nahverkehrs auf. Egal, ob man im Stau steht, einen Parkplatz sucht oder die Benzinpreise wieder gestiegen sind, die Antwort auf diese Probleme lautet: „Der Nahverkehr – die bessere, günstigere und clevere Alternative“.

Zu sehen sind die Motive in den nächsten Wochen und Monaten im Stadtbild von Jena, sei es auf sogenannten Traffic Boards an 32 Bussen, auf Plakaten in den Haltestellenbereichen oder auch auf City Cards, die im Stadtgebiet verteilt werden. Entwickelt und umgesetzt hat die Kampagne die Jenaer Agentur Art-Kon-Tor (auf dem Folo links: Art-Kon-Tor Prokurist Matthias Luge). Steht mit dieser Präsentation das Image des Verkehrsunternehmens im Fokus, folgt in einer nächsten Stufe die Kommunikation neuer serviceorientierter Produkte. Schritt für Schritt geht der Nahverkehr so seinen Weg hin zu den Kunden – vom „Wir sind da“ zum „Wir kommen zu Ihnen“.

Montag, 24. März 2014

Der 91. bis 95. Verhandlungstag im Münchner "NSU"-Prozess


Schwarz und Szabo fassen zusammen:

11.03.2014 = Der 91. Verhandlungstag

Am 91. Prozesstag im Münchner Prozess zu den Verbrechen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" / "NSU" war eine Mitarbeiterin des Hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz / HessLfV geladen. Frau E. gab Auskunft über einen Kollegen ihrer Dienststelle, der während des Mordes an Halit Yozgat am 06.04.2006 in Kassel in dessen Internetcafe anwesend war.

Frau E. gab in der mehrstündigen Befragung durch Gericht und Opferanwälte unter anderem interessante Einblicke hinter die Kulissen des Verfassungsschutzes in Hessen. So schilderte sie ihren Kollegen Andreas T. (der bereits zuvor mehrfach vor dem OLG München als Zeuge aussagen musste) als "Experten für Internetfragen", der sich - im Gegensatz zu ihr selbst - "in diesen Sachen bestens auskennt", wie sie sagte.

Erläuternd berichtete sie dem Vorsitzenden Richter Martin Götzl: "Man muss ja wegen Recherchen im Internet auch mal so ein Internetcafe besuchen. Das ist aber eher was für den Herrn T. gewesen. Ich kenne mich ja mit solchen Cafes nicht so aus." Was T. bei seinen Besuchen in Internetcafes machte, ob und weshalb er - wie im Prozess bekannt wurde - während der Arbeitszeit auf Dating- oder Chatseiten surfte, vor allem, was am 06.04.2006 der Grund für dessen Besuch in dem Internetcafe von Halit Yozgat war, darüber konnte Frau E. nichts aussagen. Die Möglichkeit, dass das HessLfV bis heute keine Ahnung von der "Online-Recherchearbeit" seines damaligen Mitarbeiters Andreas T. hat, blieb damit offen.

12.03.2014 = Der 92. Verhandlungstag


Lutz Irrgang war am 92. Prozesstag im Zeugenstand. Bis Herbst 2006 führte Irrgang das hessische Landesamt für Verfassungsschutz. Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt geschah der Mord an dem damals 21-jährigen Halit Yozgat. Als "großes Problem", sah der Ex-Chef der Verfassungsbehörde die Enttarnung seines Mitarbeiters Andreas T. am "NSU"-Tatort in Kassel, wie er dem Vorsitzenden Richter sagte. Weshalb dies ein "Problem" sei, wollte Götzl darauifhin von Irrgang wissen. Dieser antwortete ihm, dass durch die Tatsache der Anwesenheit von T. zum Tatzeitpunkt am Tatort "die Aufklärung von Verbrechen auf Jahre behindert", werde, ließ vor Gericht aber offen, was er damit ausdrücken wolle und erklärte, dies sei seine persönliche Sicht.

Irrgang wurde zudem nicht müde, immer wieder zu betonen, dass er über die damaligen Ermittlungen zum Mord an Halit Yozgat kaum informiert worden war. Die Polizei in Kassel sei wohl davon ausgegengane, dass es sich um ein "internes Problem der betroffenen Bevölkerung" gehandelt habe, sagte er dem Gericht, was Unruhe sowohl auf der Zuschauertribüne als auch dne Opferanwälten hervor rief. Persönlich habe ihn "der Fall" nur wenig bewegt, wie er sagte. Er habe damals nur erfahren, dass Andreas T. unter Mordverdacht geraten und in Untersuchungshaft genommen worden war, sagte Irrgang zu Götzl.

Die "größte Sorge des Hauses" sei dabei gewesen, die "Quellen" des Amtes und die internen Abläufe in der Außenstelle in Kassel neu organisieren zu müssen. "Sie müssen sich vorstellen, es war eine riesige Aufregung. Es war ungeheuer viel zu regeln. Nach einer Woche hatte sich das im Amt aber wieder beruhigt", so Irrgang vor dem OVG. Weitere Versuche des Vorsitzenden Richters zu klären, ob das damalige Verhalten von T. zu amtsinternen Ermittlungen oder Untersuchungen führte, liefen ins Leere, denn auch Andreas T. der am 92. Verhandlungstag nochmals vom Gericht als Zeuge befragt wurde, blieb bei seiner Version, am 06.04.2006 nichts vom Mord an Halit Yozgat mitbekommen zu haben.
 
13.03.2014 = Der 93. Verhandlungstag


Einen Tag später kam vor Gericht u.a. der Vater von Halit Yozgat zu Wort. Während seiner Erklärungen ließ Wolfgang Heer, der Anwalt von beate Zschäpe, die SItzung unterbrechen, da er der Meinung war, Ismail Yozgat habe seine Mandantin als "Möderin" bezeichnet. Grund war die Äußerung Yozgats "Die Mörder sind gefasst. Der allmächtige Gott hat unseren Gebeten entsprochen." Nach kurzer Diskussion ließ der Vorsitzende Richter Manfred Götzl Yozgat weiter sprechen.

Danach wurde im OLG München ein nachgestelltes Polizei-Video gezeigt, welches in 90 Sekunden Länge den vermutlichen Ablauf der Dinge am 06.04.2006 aus der Sicht von ANdreas T. zeigte. Unter anderem aufgrund des Videos wurden damals die Mord-Ermittlungen gegen ihn eingestellt und die Bundesanwaltschaft geht bis heute nicht davon aus, dass T. mit dem Mord etwas zu tun hat.

Interessant war jedoch, dass T. (der stets behauptet, er habe von der Tat nichts mitbekommen sowie den Ermordeten nicht gesehen und schließlich Geld auf den Tisch gelegt bevor er aus dem Internetcafe hinausging), einen guten Blick hinter den Tresen hätte haben können, vor allem, weil er ausgesagt ehatte, er habe sich nach dem (dann bereits ermordten) Inhaber umgeshen.

Eine ehemalige Kollegin des Verfassungsschützers, die anschließend aussagte, rief jedoch erneut Zweifel an T.s Darstellung hervor, als sie berichtete, dass in der Woche nach der Tat ausgerechnet T. sich damit beauftragen ließ, bei der Staatsschutzabteilung der Polizei Erkundungen über den Mordfall einzuholen, um herauszufinden, ob "möglicherweise Islamisten mit der Tat" zu tun hatten, wie sie sagte. T. habe dabei nicht erwähnt, dass er selbst zur Tatzeit Gast in dem Café gewesen sei, berichtete sie Martin Götzl. Das habe später erst die Polizei ermittelt.

18.03.2014 = Der 94. Verhandlungstag

Am 18. März 2014 sagte Enrico T.  aus Jena vor Gericht aus...jedenfalls einige Sekunden lang. Er fühle sich "verfolgt" sagte er zum Vorsitzenden Richter, sehe sich eher als ein Beschuldigter denn als Zeuge. Man habe ihm die Tür eingetreten, berichtete T., aus der Presse habe er erfahren, dass Polizisten vor dem OLG München gegen ihn ausgesagt habe, weshalb er eigentlich nichts aussagen wolle.

Enrico T. wird vorgehalten, bei der Weitergabe der "NSU"-Tatwaffe Ceska mitgewirkt zu haben, als er vor vielen Jahren im Jenaer Rechte-Szene-Laden "Madley" gearbeitet habe. Auch bereits zuvor, Mitte der 1990er-Jahre, hat es wohl Ermittlungen rund um Waffenverkäufe gegen ihn gegeben, wie vor Kurzem bekannt gewordn war. Nach T. Erklärung entspann sich vor dem oLG ein Streit um dessen Aussageverweigerungsrecht.

Die Verteidigung Zschäpes beanstandete Martin Götzls Belehrung, bezeichnete sie als unvollständig. Die Bundesanwaltschaft wiederum beanstandete die Äußerung Heers mit dem Hinweis, dass der Zeuge nicht beeinflusst werden dürfe, denn Enrico T. habe gar kein Aussageverweigerungsrecht. Es komme dabei nämlich nicht darauf an, ob man sich als Beschuldigter fühle, sagte Bundesanwalt Weingarten, sondern ob man ein solcher sei und T. sei kein Beschuldigter.

Der Vorsitzende Richter Götzl verlor dabei für einen Moment den Faden des Geschehens, als Rechtsanwalt Klemke, der Verteidiger von Ralf Wohlleben, einwarf, dass man für Enrico T. womöglich einen Zeugenbeistand brauche, also einen Rechtsanwalt der den Zeugen berät, damit dieser sich nicht selbst belastet. Der Zeuge alleine schaffe das nicht, so Klemke. Götzl, Verteidigung und Bundesanwaltschaft diskutierten draufhin, teilweise hitzig, den Sachverhalt, bis Götzl anordnete, dass die Befragung von Enrico T. verschoben werde, damit er einen Rechtsbeistand erhalten könne, worauf T. erklärte, dass er sich dann einen Jenaer Anwalt nehmen werde. Als er den Namen nannte war klar, dass dieser Jurist bereits zuvor durch die Vertretung Rechtsradikaler bekannt geworden war (was zumindest Raum für die Vermutung ließ, dass Enrico T.s Auftreten bei Gericht zuvor - wie auch immer - abgesprochen worden war).

19.03.2014 = Der 95. Verhandlungstag


Der Zeuge des 95. Tages vor Gericht, Carsten R., mietete 1999 eine Wohnung an, eine Wohnung, die er nicht kannte, die er - nach eigenen Angaben - nie gesehen hatte. Er mietete diese Wohnung für drei Menschen an, die er ebenfalls nicht kannte, nie zuvor gesehen hatte. Und, was noch unglaublicher ist: Carsten R. zahlte für diese drei Fremden die Miete und hinterlegt eine Kaution. Einmal im Monat besucht er diese Menschen ganz kurz und fragt dabei nur, ob es irgendwelche "Probleme" mit der Wohnung gibt. Aber er sie niemals, warum sie diese Wohnung brauchen und vor allem, weshalb sie ihn als Strohmann ausgewählt hatten.

All dies erzählte am 19.03.2014 Carsten R. vor dem OLG München dem zuständigen Richter Martin Götzl und der schüttelte immer wieder bei diesen Aussagen den Kopf. Er könne sich das überaupt nicht vorstellen, sagte Götzl zu R., vor allen auch nicht, weshalb der Zeuge, als Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos udn Beate Zschäpe wieder aus R.s Wohnung ausgezogen waren, diese renoviert habe. Schließlich habe R. doch gar nicht in der Wohnung gelebt, sagte Götzl, und so ein Verhalten widerspäche "in Gänze" der üblichen Lebenserfahrung.

Doch den Zeugen hatte im Fall dieser Wohnung wohl ein intensiver Gedächtnisverlust befallen, denn er konnte noch nicht einmal sagen, ob der die Drei jemals nach ihren Namen befragt habe. Nochmals frage der Vorsitzende Richter R., auch unter Hinweis darauf, was eine Faschaussage vor Gericht für ihn bedeuten könne, was er über die drei Mieter gewusst habe. "Das hat mich nicht interessiert", sagt der Zeuge darauf. Und als Richter Manfred Götzl streng nachfragte, erklärte Carsten R. nur, eigentlich wisse er "gar nichts" mehr. "Auch Sprache ist etwas Verräterisches", bedeutete ihm der Richter daraufhin. "Meine Wahrnehmung ist, dass Sie mir ausweichen wollten. Warum?" - "Das war nicht meine Absicht", antwortete ihm der Zeuge und fügte provokativ an: "Sie haben Ihre Fragen so vage gestellt." Und er traute sich sogar Martin Götzl auf dessen Frage, über was man sich bei den monatlichen Treffen unterhalten habe, zu antworten: "Zum Beispiel über das Wetter."
 

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http://mediathek.tagsucht.de/?tag=nsu-prozess

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"Erst hatte der FCC kein Glück und dann kam noch Pech dazu!": Völlig unnötige Niederlage in Berlin beendet endgültig die Aufstiegsambitionen der Jenaer Kicker


(lsn / fcc) - Der FC Carl Zeiss Jena verliert bei der U23 von Hertha BSC durch zwei berechtigte Elfmeter in der Schlussviertelstunde mit 1:2 und konnte sich somit nach der Heimniederlage gegen Magdeburg trotz einer über weite Strecken guten Leistung nicht rehabilitieren.

Dabei begann der FCC am Samstag vor knapp 700 Zuschauern im Amateurstadion des Berliner Olympiageländes (darunter knapp 200 Zeiss-Fans) druckvoll. Bereits nach 20 Sekunden tauchte Marcel Schlosser vor dem Kasten Gersbecks auf, der im letzten Moment den einschussbereiten Jenaer vom Ball trennen konnte. Der FCC, der aus einem 4-4-2-System mit Peßolat und Milchraum auf der Doppelsechs agierte, verteidigte sehr hoch mit gutem Pressing und ließ die Herthaner kaum zur Entfaltung kommen. Durch eine kollektive Abwehrarbeit und läuferischen Einsatz, wie man ihn sich immer wünschte, gewannen die Blau-gelb-weißen viele Bälle im Mittelfeld und kreierten eigene Torchancen. Eine davon hatte der mitaufgerückte Justin Gerlach, selbst acht Jahre für den Hertha-Nachwuchs aktiv, auf dem Fuß. Doch sein Schuss von der Strafraumgrenze konnte Gersbeck im letzten Moment noch entschärfen 10.). Jena blieb hellwach und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Nach einer knappen Viertelstunde dann endlich der verdiente Lohn nach einer Schlosser-Ecke: Der auf den kurzen Pfosten geschlagene Ball geht vorbei an Freund und Feind, Schlussmann Gersbeck ist orientierungslos und Grösch zur Stelle, der dann aus Nahdistanz den Ball über die Linie bugsiert (14.).

Die Mannschaft von Trainer Andreas Zimmermann blieb das spielbestimmende Team und war drauf und dran, das 2:0 zu erzielen. Doch sowohl ein Klasseschuss von Milchraum (19.), der für den wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrten Kurtaj neben Peßolat im defensiven Mittelfeld agierte, noch verschiedene Kontermöglichkeiten, die nicht mit letzter Konsequenz zu Ende gespielt wurden, brachten das überfällige 2:0 für den Gast aus Thüringen. Von den Hausherren war in der ersten Halbzeit mit Ausnahme eines Versuches von Obst aus der Distanz (31.) und eines ansatzlosen Pfostenschusses von Kevin Stefan (37.) offensiv nicht viel zu sehen. Jena indes versäumte es, sich für eine gute Leistung mit einem weiteren Tor zu belohnen - was sich rächen sollte. Somit ging es zunächst mit der absolut verdienten aber eben denkbar knappen 1:0 Führung Jenas in die Halbzeitpause. Aus dieser kamen die Herthaner nun deutlich schwungvoller, ohne jedoch Großchancen zu kreieren. Der FCC hingegen, bemüht um Stabilität in der Defensive und auf Kontermöglichkeiten lauernd, nun deutlich passiver als in der ersten Halbzeit. Zwar blieben nennenswerte Möglichkeiten auf beiden Seiten Mangelware, aber ein Blackout in der 79. Spielminute genügte Hertha, um den knappen Rückstand zu egalisieren.

Andis Shala war es gewesen, der mit ungeschicktem Abwehrverhalten einen Herthaner im eigenen Strafraum regelwidrig zu Fall brachte (79.). Den fälligen Elfmeter verwandelte RB-Leihgabe Rockenbach gegen Berbig, der zwar die Ecke ahnte, aber gegen den platzierten Schuss machtlos war. Doch es kam noch dicker. Hertha witterte Morgenluft und war nun dem 2:1 deutlich näher als der FCC. Und wieder war es ein Elfmeterpfiff, der Hertha auf die Siegerstraße brachte. Unglücksrabe war Jenas Torschütze Marius Grösch, dem aus etwa 4 Metern Entfernung im eigenen Strafraum stehend an die rechte Hand geschossen wurde - eine harte aber wohl vertretbare Entscheidung des Unparteiischen (89.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Andrich sicher zum 2:1 Endstand für die Hertha. Somit stand Jena nach über weite Strecken gutem Spiel mit leeren Händen da, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, in der ersten Halbzeit nicht mit einem zweiten Tor für eine Vorentscheidung gesorgt und in der zweiten Halbzeit im Spiel nach vorn zu passiv agiert zu haben.

"Mehr Ablehnung aber auch noch viel Unentschlossenheit!": Ergebnis der ersten "LN"-Umfrage zur vorgesehenen Eichplatz-Bebauung liegt vor!


(lsn) - 100 Jenaerinnen und Jenaer wurden am vergangenen Samstag in Jena Lobeda-Ost und in Jena-Winzerla bei regnerischem Wetter von Studierenden im Auftrag der "Lichtstadt.News" befragt. Unsere Befragung war selbstverständlich nicht repräsentatv sondern wurde willkürlich bei Männern, Frauen, Alten und Jungen durchgeführt. Doch die Frage war ganz einfach: Stimmen Sie beim Bürgerentscheid zur Eichplatzbebauung (= das OFB / jenawohnen Konzept) mit "JA" oder mit "NEIN".

Die Meinungen waren hierbei so gespalten wie man sich das denken kann. Von den 100 Befragten sagten 29 %, sie seinen GEGEN das OFB / jenawohnen Konzept, nur 25 % waren DAFÜR. Beinahe die Hälfte (= 46 %) der befragten Bürger sagte, das Thema interessiere sie nicht oder sie wollten keine Angabe machen.

"Umfrage zur Eichplatz-Bebauung = 21.870 Bürger gaben bisher ihr Votum ab": Stadt Jena hat keine Angst von gefälschten Stimmabgaben!


(lsn / rana / tlz) - In der vergangenen Woche sind mehr als 86.280 Briefe mit den Abstimmungsunterlagen zur "Eihplatz Umfrage" versandt worden, das teilte die Stadt Jena am Samstag mit. Empfänger waren alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Jena ab einem vollendeten Lebensalter von 16 Jahren. Die Bedingung war allerdings, dass sie seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Jena gemeldet sind. In den Umschlägen befanden sich eine Erklärung des Abstimmungsleiters, eine Informationsbroschüre, ein Abstimmungszettel sowie ein bereits frankierter Rückumschlag.


Der Abstimmungszettel ist mit "Ja" oder "Nein" anzukreuzen und in den beigefügten Umschlag zu stecken. In jedem Rückumschlag darf nur ein Abstimmungszettel sein, andernfalls ist die Stimme ungültig. Wie die Stadt Jena weiter mitteilte sind bisher (= Freitag, der 21. März 2014) rund 21.870 Antwortbriefe von Bürgern zurückgeschickt worden. Um gefälschte Wahlzettel mache man sich keine Sorgen, sagte Ordnungsdezernent Frank Jauch der Thüringer Landeszeitung, nachdem auf einer - offensichtlich gefälschten - Internetseite tausende falscher Votings als Dienstleistung angeboten worden sind (siehe Foto in der Mitte). "Wir haben ein bestimmtes Papier und Umschläge mit bestimmter Kennzeichnung", sagte Jauch der Zeitung. "Diese Aspekte werden beim Auszählen geprüft. Und ich verrate jetzt auch nicht den Lieferanten der Kuverts."

Sonntag, 23. März 2014

"DIE DISZIPLINARANSTALT": Die Vorbereitungen auf die dritte Regie-Arbeit von Mathias Znidarec am Theaterhaus Jena laufen - Premiere ist in einem Monat


(lsn / theaterhaus) - Unter dem ausgesprochen ungewöhnlichen Titel "DIE DISZIPLINARANSTALT. Eine Selbstverfertigungsmaschinerie" präsentiert der Theaterhaus-Schauspieler Mathias Znidarec im April 2014 seine dritte Regie-Arbeit am Theaterhaus Jena, Spielort ist das Kassablanca.

War in seinen letzten beiden Inszenierungen LIEBE das Thema – einmal ganz zart in Dostojewskijs "Weißen Nächten", einmal komödiantisch in Tschechows "Bär" – geht es diesmal um Disziplinierung, Normierung, Optimierung. Wieder ist es ein Werk der großen russischen Weltliteratur, das Matias Znidarec inspiriert haben: Fjodor Dostojewskis "Der Idiot". 

Während ein Philosoph versucht, die Welt denkend von Ferne zu durchdringen, schickt Dostojewski seine Figuren mitten in die Unübersichtlichkeiten des Augenblicks. Fürst Myschkin, Nastassja Filippowna und Miley Cyrus verirren sich bei ihrem Kampf um Identität immer tiefer im Dickicht der Normierung. Der Versuch ihre Geschichte zu erzählen, gerät zum widerständigen Akt gegen eine ständige, übergriffige Flut von Sprache und Bildern, die sich der Phantasie bemächtigt.

Mit auf der Bühne dabei din Lena Vogt, Rahel Weiss und Matthias Zera. Regie: Mathias Znidarec / Bühne: Cedric Kraus / Kostüme: Aisha Filomena Krause / Dramaturgie: Friederike Weidner. Derzeit laufen die Proben für "DIE DISZIPLINARANSTALT. Eine Selbstverfertigungsmaschinerie" an, Premiere ist am 24. April im Kassablanca. Weitere Informationen gibt HIER es im Internet.

"Darf JENAPOLIS für Arne Petrich und seine Liste 'Unser Jena' werben?": Der Deutsche Presserat prüft nach eigenen Angaben Beschwerden über Verstöße gegen den Pressekodex


(lsn / thomas hölke) - Seit es in Deutschland keinen amtlichen Presseausweis mehr gibt, geben sich viele Online-Medien als "Presse" aus und verlangen Zutritt zu Pressekonferenzen oder eine Zulassung als Presse z.B. bei Demonstrationen.

Auch die Jenaer Internetplattform JENAPOLIS - gegründet von Arne Petrich - haderte mit ihrem Schicksal, kein Printmedium (der Ausdruck "Presse" leitet sich ursprünglich von der Druckerpresse ab) oder etablierter Teil der Rundfunk- und Fernsehwelt zu sein und wurde deshalb per Selbstverpflichtung Mitglied im Deutschen Presserat, was seit einiger Zeit von dortiger Seite aus auch Online-Medien zugestanden wird. Einziger Haken an der Angelegenheit: Als "Mitglied im Deutschen Presserat", muss sich JENAPOLIS an bestimmte Regeln halten, die der Deutsche Presserat in seinem Pressekodex vorgibt, den man HIER nachlesen kann.
 
Inzwischen gibt es, nach einer Mitteilung des Deutschen Presserates vom 19.03.2014 (die den "Lichtstadt.News" in brieflicher Form verliegt), Beschwerden gegen mehrere Berichterstattungen auf JENAPOLIS, die wohl intern schon die erste (und wichtigste) Hürde zu einer offiziellen Prüfung genommen haben. Wie der Presserat mitteilte, werden die Beschwerden gegen JENAPOLS im Frühjahr 2014 dem Beschwerdeausschuss im Deutschen Presserat vorgelegt; ggf. wird dann wegen Verstößen gegen die publizistischen Grundsätze eine Missbilligung oder sogar eine Rüge ausgesprochen. Problematisch könnte auch sein, dass einige Artikel von JENAPOLIS inzwschen kommentarlos gelöscht wurden, dem Presserat aber als Screenshot-Beweis vorliegen.

Wie bekannt wurde, sollen sich die Beschwerden auf die positive JENAPOLIS Berichterstattung über die Arne-Petrich-Liste zur Kommunalwahl 2014 "Unser Jena" beziehen sowie auf Interviews, die man hierzu mit deren Kandidaten führte und im redaktionellen Teil von JENAPOLIS platzierte ohne auf die Verbindung JENAPOLIS - Petrich - UNSER JENA hinzuweisen. Möglicherweise ist die Reaktion des Deutschen Presserats hierauf auch der Grund, weshalb Arne Petrich vor Kurzem die Absicht hegte, eine kleine Reform von JENAPOLIS auf den Weg zu bringen, negative Bewertungen ("Daumen") abschaffen und autorisierte Klarnamen für Kommentatoren einführen zu wollen.

Augenfällig ist zudem, dass seit einiger Zeit in / auf JENAPOLIS kaum noch über Petrich und "UNSER JENA - Die Liste zur Kommunalwahl" berichtet wird. Hier könnte in den vergangenen Wochen tatsächlich ein Verstoß gegen Ziffer 7 des Pressekodex vorgelegen haben. Dieser besagt: "Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch persönliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden." Weiter haben Verleger und Redakteure auf eine Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu eigenen, politischen Zwecken zu achten.

Um es einmal klar zu sagen: Es ist nicht Aufgabe der "Lichtstadt.News" solches zu prüfen - hierfür ist alleine der Deutsche Presserat selbst zuständig. Wir werden Ihnen aber durchaus darüber berichten, wie es mit dem Deutschen Presserat und JENAPOLIS weitergeht, sobald uns hier Neuigkeiten bekannt sind.

Nachtrag zu unserem Artikel: Am Nachmittag des 23. März 2014 wurden sowohl die Artikel "UNSER JENA tritt nun auch als Wahlliste für den Jenaer Stadtrat an" und "Arne Petrich (Unser Jena) über Themen, Medien und Politik in Jena" bei JENAPOLIS als auch "Unser Jena" Audiofiles bei SoundCloud ohne Angabe von Gründen gelöscht.

Samstag, 22. März 2014

"Schade, da war mehr drin!": FF USV Jena verliert Führung gegen Freiburg kurz vor Schluss durch einen umstrittenen Strafstoß


(lsn / ff usv) - "Manche Pfiffe kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Die Schiedsrichterin hat schon sehr interessante Entscheidungen getroffen. Wir laufen, kämpfen und arbeiten, werden aber so am Ende nicht dafür belohnt. Dennoch ist es ein gerechtes Unentschieden. Wir richten unseren Fokus jetzt komolett auf das nächste Spiel in Essen“. Mit diesen Worten machte FF USV Coach Daniel Kraus nach der Partie seiner Unzufriedenheit Luft. Was war der passiert?

Gestartet war sein Team in die Begegnung denkbar schecht, denn schon nach 18 (!) Sekunden zappelte der Ball im Netz der Jenaerinnenein; ein straffer Schuss von Nationalspielerin Melanie Leupolz war der grund. Die Paradieskickerinnen liefen also erst einmal mehr einem frühen Rückstand hinterher und das offensive Bemühen der Gastgeberinnen wurde nach gut 20 Minuten auch belohnt. Julia Arnold setzte auf Höhe der Strafraumkante bei einem Angriff nach. Amber Hearn lauerte auf rechts und erlief sich den Ball. Ohne viel Federlesens versenkte Jenas Nummer 10 die Kugel zum umjubelten 1:1 im Freiburger Tor. Der Treffer gab den Gastgeberinnen sichtlich Auftrieb. In der Folge erarbeitete sich das Team von Daniel Kraus einige Möglichkeiten. Vor allem bei Standards wie Eckbällen brannte immer wieder vor dem Gästegehäuse, allerdings ohne weiter Auswikungen auf das Ergebnis bis zur Halbzeit.

Jena zeigte sich auch nach dem Wechsel etwas aktiver, ließ aber bei zahlreichen Aktionen noch zu oft die letzte Genauigkeit fehlen. So musste ein Standard herhalten, um nach gut einer Stunde wirkliche Brisanz in den Strafraum der Gäste zu bekommen. Iva Landeka zirkelte einen Freistoß von halbrechts an den langen Pfosten, wo sich Abby Erceg in die Höhe schraubte und zum 2:1 einköpfte. Jena gelang es in der Folge gut, das Spiel zu kontrollieren. Die Abwehr stand und Freiburger Möglichkeiten blieben so Mangelware. Im Spiel nach vorne zeigten sich aber weiterhin die bekannten Mängel.

Ein dritter Treffer, der dem Jenaer Spiel die nötige Sicherheit gegeben hätte, lag gelegentlich in der Luft, jedoch bekamen die Gäste in der Schlussphase wieder etwas Aufwind. Als nach einem Vorstoß eine Freiburgerin im Strafraum stolperte, zeigte die Unparteiische dann auf den Elfmeterpunkt. Jenas Torfrau Stenia Michel tauchte zwar in die richtige Ecke ab, kam aber nicht mehr entscheidend hinter den Schuss von Juliane Maier - 2:2.

Die letzte gute Möglichkeit auf einen Dreier eröffnete sich den Gastgeberinnen zehn Minuten vor dem Ende. Benkarth hatte einen Ball außerhalb des Strafraumes mit der Hand aufgenommen, sah dafür aber nur die gelbe Karte. Den fälligen Freistoß hämmerte Caro Schiewe vom 16er gut einen Meter über die Querlatte. Und so war Daniel Kraus am Ende also, aus Jenaer SIcht, zurecht ärgerlich. Jetzt sind die Fußball-Damen des USV Jena auf dem 6. Tabellenplatz der 1. Bundesliga, mit viel Luft nach oben und unten.

"EICHPLATZ Meinungen": Die "Lichtstadt.News " fragen nach am 22.03.2014 und am 29.03.2014!


(lsn / tlz) - Die Meinungen sind gespalten unter den Jenaerinnen und Jenaern zum Thema "Eichplatz"-Bebauung nach dem OFB / jenawohnen Konzept, für das sich in Stadtrat SPD, CDU und Bündnis'90 / GRÜNE stark gemacht hatten. So stark, dass man trotz ausstehender Bürgerbefragung und eines Bebauungsplans, der nochmals teilausgelegt werden muss, im Dezember 2013 diesen Investor allen anderen Optionen vorgezogen hat und ihm das Areal zur Bebauung zusagte.

Aber es gibt Gegner des Vorhabens. Mehr als 10.000 Menschen unterschrieben ein Moratorium gegen den Verkauf an OFB / jenawohnen, eine Bürgerinitiative startete den Bürgerprotest und von den Stadtratsfraktionen machen sich derzeit  die Bürger für Jena und DIE LINKE auf Plakaten mit jeweils einem dicken NEIN bemerkbar. Selbst die FDP kritisiert die "Wortspielereien" und Tricks der Investorenseite beim Werben um des Wählers Stimme, geht nun sogar davon aus, dass der von der Stadt vorangetriebene Bebauungsplan gegen die eigenen Ziele verstoße, die sich die Stadt Jena 1993 in einem Rahmenplan für das Sanierungsgebiet "Mittelalterliche Altstadt" gesetzt hat. Im MIttelpunkt der Kritik: die Koalition von SPD / CDU / GRÜNEN. Im Beschluss von 1993 stehe ganz genau drin, wie gebaut werden müsse, sagte FDP Stadtrat Dr. Reinhard Bartsch gerade der TLZ; daran müsse man sich orientieren.

Am heutigen und am  kommenden Samstag fragen die "Lichtstadt.News" jetzt bei den Jenaerinnen und Jenaern nach und zwar Mittags und Nachmittags am Salvador-Allende-Platz in Lobeda-Ost und der Wasserachse in WInzerla. Jeweils 100 Menschen werden hierbei von Studierenden befragt um so ein 100%-Ergebnis zu haben, das wir am Montag darauf veröffentlichen werden.

Unsere Befragung ist selbstverständlich nicht repräsentatv sondern wird willkürlich bei Männern, Frauen, Alten und Jungen durchgeführt. Doch die Frage ist ganz einfach: Stimmen Sie beim Bürgerentscheid zur Eichplatzbebauung (= das OFB / jenawohnen Konzept) mit "JA" oder mit "NEIN".