Samstag, 31. August 2013

"Start in die neuen Saison!": Der FF USV Jena spielt heute im DFB-Pokal beim Regionalligisten 1. FC Neubrandenburg


(lsn / ffusv) - Endlich ist es soweit. Nach Wochen der Vorbereitung startet der FF USV Jena am heutigen Samstag, den 31. August 2013, um 11 Uhr in die neue Saison mit dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten 1. FC Neubrandenburg / FCN.

Zuletzt hat es für den FF USV sieben Mal in Folge für die 2. Pokalrunde gereicht – alles andere als ein Weiterkommen wäre daher im Duell in Mecklenburg-Vollpommern eine herbe Enttäuschung. 2013 rückten die Jenaerinnen bis ins Viertelfinale vor und scheiterten dort am späteren Triple-Sieger aus Wolfsburg. Ähnlich weit soll es diesmal auch wieder gehen und dafür kamen Verstärkungen an die Saale.

Die schweizerische Torhüterin Stenia Michel ersetzt die abgewanderte Katja Schroffenegger. Ebenso aus der Schweiz kommend, sollte Lara Keller Offensivakzente setzen. Sie zog sich aber in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zu. Vanessa Müller kam von Turbine Potsdam II fürs Mittelfeld. Zusätzlich rücken die B-Juniorinnen Madlen Frank, Maxi Krug und Marie-Luise Ludwig sowie Maxi Lehnard (FF USV II) in den Bundesligakader auf. Beim Wechsel der neuseeländischen Nationalspielerin und Kapitänin Abby Erceg sind noch letzte Formalien zu klären.

FCN-Vorstandsmitglied Katharina Berner freut sich derweil auf die Begegnung. "Acht der zwölf Bundesligisten haben für die 1. Runde ein Freilos, da war die Chance auf einen Erstligisten nicht sehr groß. Es ist natürlich ein schweres Los, aber gegen einen Erstligisten spielt man ja auch nicht alle Tage", sagte Berner auf der vereinseigenen Internetseite.

2011 schafften die Neubrandenburgerinnen den Aufstieg in die Regionalliga und beendeten die Premierensaison auf Platz sieben. Im Juni 2013 gewann der FCN zum dritten Mal in Folge den Landespokal, was aber bisher nicht zum Glück im DFB-Pokal gereicht hat. Für die zweite Runde hat es bislang nicht gereicht.
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Bericht erstellt für "Lichtstadt.News" auf einem iPad

"Geschafft!": Der neue Tarifvertrag bringt zwar Einbußen für die 570 Jenoptik-Beschäftigten in Essen und in Wedel bei Hamburg, sichert aber ihre Arbeitsplätze bis mindestens 2019


(lsn / jenoptik) - Gestern gab es endlich nach zähem Ringen eine Einigung zwischen der Jenoptik AG und der IG Metall: der Jenoptik-Standorte in Essen ist bis mindestens 2019 gesichert. Die Verhandlungsparteien seien sich einig gewesen, dass einschneidende Maßnahmen nötig sind, um die Effizienz der Sparte "Verteidigung und Zivile Systeme" deutlich zu verbessern, so die Jenoptik.

Knackpunkt war bis zuletzt der neue Tarifvertrag, der für die 570 Beschäftigten in Essen und in Wedel bei Hamburg gilt. Das Ergebnis: das Jenaer Unternehmen verzichtet vorerst für sechs Jahre auf betriebs­bedingte Kündigungen; dafür wird die Lohnerhöhung aus der Tarifrunde 2013 ausgesetzt und die wöchentliche Arbeitszeit ohne Lohnausgleich steigt um eine Stunde auf 36 Wochenstunden. Am Standort Essen arbeiten aktuell 69 Mitarbeiter, am Standort Wedel sind 498 Mitarbeiter der Sparte beschäftigt (Foto: Das in Essen gebaute Jenoptik NYXUS BIRD Reconnaissance System Fernsichtgerät).

Was auf den ersten Blick wie ein Rückschritt für die Arbeitnehmer aussieht, gibt ihnen zugleich die Sicherheit vor Kündigungen in den nächsten Jahren. Der Tarifvertrag sei auch für die Jenoptik AG ein wichtiger Schritt, dass die Konzern-Sparte "Verteidigung und Zivile Systeme" auch in Zukunft mit ihren Produkten international wettbewerbsfähig bleibe, sagte Jenoptik AG Vorstandschef Michael Mertin gestern gegenüber der Presse. "Mit dem Verhandlungsergebnis haben wir eine wirtschaftlich nachhaltige und zugleich sozial verträgliche Lösung erzielt, die unseren Mitarbeitern in Essen und Wedel für die nächsten sechseinhalb Jahre eine gute Perspektive im Unternehmen bietet", so Mertin.

Freitag, 30. August 2013

"Erfolgreicher Trainingsauftakt der Jena Caputs": Morgen Nachmittag gibt es ein Testspiel gegen den RSV Bayreuth in der Werner-Seelenbinder-Halle in Lobeda


(lsn / caputs) - Noch sind es etwas mehr als vier Wochen bis zum Saisonauftakt in der 2. Rollstuhlbasketball Bundesliga Nord und doch sind die Jena Caputs schon voll in die Vorbereitungen gestartet.

Nach dem Wechsel von Trainer Lars Christink zum RSB Team Thüringen nach Elxleben übernahmen Torsten Schüler und Marcus Kietzer die sportliche Leitung beim Zweitligisten aus Jena. "Wir sind mit dem Trainingsauftakt zufrieden", kommentierte Kietzer die ersten Trainingseinheiten. Gefehlt haben zum Trainingsauftakt mit Mehmet Hayirli und Eric Zinke noch zwei Stammspieler, die aber im Laufe der nächsten Tage zum Team stoßen werden. "Die ersten Trainingseinheiten waren auf den Aufbau der Kondition fokussiert. Dennoch haben wir auch sehr vielseitig trainiert", so Kietzer weiter.

Großes Ziel der Caputs bis zum Saisonauftakt am 28. September 2013 (mit dem Heimspiel gegen die SG Ahorn Panther Paderborn/Bielefeld) wird es sein, noch enger zusammenzurücken. "Ich bin optimistisch, dass wir bis zum Saisonstart gut gerüstet sein werden, um eine gute Rolle in der 2. Liga spielen zu können", gibt sich Marcus Kietzer zielsicher. 

Eine erste und einzige Chance in Jena das Team der Caputs vorab live zu erleben besteht für Interessierte und Fans bereits am morgigen Samstag, den 31. August 2013 in der sehr frühen Phase der Saisonvorbereitung. Die Thüringer haben sich dazu den RSV Bayreuth zu einem gemeinsamen Trainingslager eingeladen. Zu Gast in der Werner-Seelenbinder-Halle in der Alfred-Diener-Straße 1 sind dann mit Markus Legath und Wolfgang Böhme auch zwei Ex-Jenaer. Das öffentliche Testspiel gegen die Oberfranken findet ab 17 Uhr statt.

"Wiederaufbauhilfeprogramm Hochwasser": Die Stadt Jena listet alle Hilfearten, Richtlinien und Formulare auf Seite 1 ihrer Webseite auf!


(lsn / rana) - Der Freistaat Thüringen sowie die Stadt Jena waren schwer vom Hochwasser im Mai und Juni diesen Jahres betroffen. Insgesamt wurden bisher Schäden von rund 452 Mio. Euro registriert.

Die Stadt Jena hat bereits mit der Umsetzung der Maßnahmen zur Soforthilfe schnell und unbürokratisch gehandelt. Seit dem 20.08.2013 steht ein umfassendes Wiederaufbauhilfeprogramm für Hochwasserschäden in Thüringen zur Verfügung. Dieses basiert auf sechs Säulen und ist ausgerichtet auf Hilfen für:

- die Wirtschaft / - Land- und Forstwirtschaft / - Hochwasserschutzanlagen, Gewässer und wasser- sowie abfallwirtschaftliche Einrichtungen / - Kultureinrichtungen / - Infrastruktur in den Gemeinden / - private Gebäudeeigentümer und Hausrat

Die wichtigsten Richtlinien oder Linke zu ihnen sowie auf die Anträge für die Hilfen stehen allen betroffenen Bürgern der Stadt Jena nun auf einer eigenen Webseite zur Verfügung. Außerdem findet man HIER das Thüringer "Infoportal Hochwasser Wiederaufbauhilfe" sowie DORT die "Kernpunkte der der Richtlinien zum Aufbauhilfeprogramm zur Beseitigung von Schäden infolge des Hochwassers".

Bei "Schäden an Wohngebäuden und Hausrat" kann man seine Anträge auf Aufbauhilfe an den: Fachdienst Bürgerdienste, z. Hd. Herrn Eidner, Löbdergraben 12 in 07743 Jena richten.

Bei "Schäden der Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehöriger Freier Berufe und wirtschaftsnaher Infrastruktur" ist der Antrag auf Aufbauhilfe zu richten an die: Wirtschaftsfördergesellschaft Jena mbH, z. Hd. Herrn Röpke, Leutragraben 2-4 in 07743 Jena.

Nach erfolgter Bestätigung durch die Stadtverwaltung Jena bzw. die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH, werden die Anträge an die jeweilige Bewilligungsstelle weitergegeben. Die Stadt bittet um Beachtung des Inhalts der o. g. Richtlinien, weist aber darauf hin, dass es sich hierbei lediglich um einen von der Stadt Jena zusammengestellten kurzen Überblick handelt. Daher kann keine Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit gegeben werden.

Donnerstag, 29. August 2013

"Jenas schönste (Web)Seite": www.wenigenjena-online.de seit heute im Internet mit dem vollen Programm zum "Camsdorfer Brückenfest"


(lsn / otr wenigenjena) - Lange wurde in Jena-Ost elektronisch gewerkelt, designed, gebastelt und immer wieder ausprobiert, ob und wie es noch besser werden kann - seit heute ist die Webseite endlich im Intrernet abrufbar und macht einen hervorragenden Eindruck.

Für die Magdeburger Webdesignerin Kathleen Dietsch ist www.wenigenjena-online.de sogar "die schönste (Web)Seite Jenas", wie sie den "Lichtstadt.News" mitteilte. Und tatsächlich überrascht die Webseite mit einen ansprechenden Design und hervoragenden Motiven, gar nicht vergleichbar mit den eher "ruhigen" Internetseiten anderer Stadtteile wie Jena-Nord oder Winzerla. Dazu gibt es Infos zu "Leben und Wohnen", "Bildung, Kultur und Freizeit", "Handel und Gewerbe" sowie "Versorgung und Betreuung".

Aber hier wird nicht für ein Unternehmen geworben, ein Projekt der Bundesregierung oder des Freistaats Thüringen: diese Seite ist alleine für den Ortsteil Wenigenjena gedacht und deshalb geht es zum Webstart auch vorwiegend um das Programm des morgen startenden "Camsdorfer Brückenfestes".

Ortsteilbürgermeisterin Rosa Maria Haschke hatte schon anlässlich der "Burgweg" Informationsveranstaltung am 13. August 2013 für den bevorstehenden Start "ihrer" Internetpräsenz für den Stadtteil geworben, aber dass das Ganze dann auch noch so schön werden würde, überraschte dennoch. Radio Jena Programmkoordinator (und damit zugleich "Lichtstadt.News" Chef"): "Ich freue mich für Wenigenjena, denn diese Webseite zeigt, dass man Informationen aus den Stadtteilen auch attraktiv verpacken kann. So etwas erhöht den Nutzungsfaktor und Wenigenjena hat schließlich - nicht nur mit dem 'Medienzehtrum Schillerhof' - so einiges zu bieten", sagte er.

Wer also wissen will, was morgen, am Samstag und am Sonntag in Wenigenjena los ist, der klicke HIER auf www.wenigenjena-online.de oder rufe den Flyer zum Brückenfest 2013 DORT ab.

Der Offene Hörfunkkanal / Radio OKJ und ZONO Radio Jena sind natürlich auch auf dem Brückenfest vertreten, wobei Radio OKJ mit seinem mobilen APE Sendestudio (siehe Foto) vor Ort sein wird.


"Achtung zum Schuljahresbeginn!": ABC-Schützen sind unterwegs - Der TÜV Thüringen rät zu mehr Vorsicht an Haltestellen


(lsn / tüv) - Mit Schuljahresbeginn in dieser Woche benutzen wieder zahlreiche Schüler Busse und Bahnen für den Weg zur Schule. Achmed Leser vom TÜV Thüringen rät deshalb zu besonderer Vorsicht gerade an Haltestellen, denn nach den großen Ferien werden Busse und Bahnen wieder stärker von Schülern genutzt.

"Für Autofahrer heißt es an Haltestellen daher jetzt, Fuß vom Gas. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Schulbussen geschenkt werden", mahnt Achmed Leser, Unfallexperte des TÜV Thüringen. Schulbusse sind mit einem orangefarbenen, viereckigen Hinweisschild, auf dem zwei Kinder abgebildet sind, gekennzeichnet. Das Zeichen ist sowohl vorn als auch hinten am Bus angebracht. Es signalisiert den Verkehrsteilnehmern, an Haltepunkten besonders vorsichtig vorbeizufahren.

"Gerade jüngere Schüler können Verkehrssituationen nicht richtig einschätzen. Sie überqueren oft unüberlegt und spontan die Fahrbahn. Darauf sollten gerade zu Schulbeginn alle anderen Verkehrsteilnehmer gefasst sein", erklärt Leser. Das richtige Verhalten an Haltestellen ist nach seiner Erfahrung bei vielen Führerscheininhabern nicht mehr auf dem aktuellen Stand.

"Laut StVO dürfen Omnibusse des Linienverkehrs sowie gekennzeichnete Schulbusse, die sich mit eingeschaltetem Warnblinklicht einer Haltestelle nähern, nicht überholt werden. Wenn ein Bus an einer Haltestelle mit eingeschaltetem Warnblinklicht stoppt, darf daran nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren werden. Ganz wichtig: das gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn. Wenn Omnibusse des Linienverkehrs und gekennzeichnete Schulbusse die Haltestelle wieder verlassen wollen, müssen die anderen Verkehrsteilnehmer ihnen das ermöglichen", mahnt Achmed Leser.

Zu Schulbeginn rät deshalb der TÜV Thüringen allen Jenaern Autofahrern zu einer besonnenen Fahrweise. An Haltestellen, Fußgängerüberwegen, an Schulen und Kindereinrichtungen heißt es, Fuß vom Gas. Laut Verkehrsunfallstatistik verunglückte 2012 alle 15 Stunden ein Kind unter 15 Jahren auf Thüringens Straßen.

"Das neue Fernverkehrskonzept für Mitteldeutschland": Ab 2018 sind vier ICE Fahrten nach und aus Jena geplant sowie drei InterCity-Fernzüge ab 6 Uhr morgens


(lsn / db ag / otz) - Das neue "Fernverkehrskonzept 2018" für Mitteldeutschland (= gilt nach der Eröffnung der ICE-Neubaustrecken im Jahr 2018) sieht tiefgreifende Verbesserungen für die sächsischen Metropolen Leipzig und Halle sowie für die Thüringische Ladeshauptstadt Erfurt vor. In Thüringen bleibt für Jena ein Trostpflaster, während Saalfeld zukünftig komplett vom Fernverkehr der Deutschen Bahn abgekoppelt wird.

Das Konzept sieht vor, jede Stunde einen ICE von Berlin nach München anzubieten. Im stündlichen Wechsel fahren sie über Halle und Leipzig zuerst nach Erfurt und von dort weiter nach Nürnberg und München. Die Reisezeit von Berlin nach München verkürzt sich laut den Angaben der Deutschen Bahn AG um etwa anderthalb Stunden auf knapp 4 Stunden und 20 Minuten. Ermöglichen werden dies die milliardenschweren Neubaustrecken zwischen Halle und Erfurt sowie zwischen der Thüringischen Ladeshauptstadt und Nürnberg, die mit Tempo 250 befahren werden sollen. Im Moment bremsen vor allem die Kurven im Saaletal die Züge aus. "Wir haben eine Autobahn neben der Landstraße gebaut. Die schnellen Verkehre gehen künftig über die Autobahn", begründete Manuel Rehkopf, Vorstand der DB Fernverkehr AG in der OTZ, weshalb Jena und Saalfeld ihren bisherigen Status als Systemhalt verlieren.

Weil zumindest von Jena aus heute immer noch gut 1.000 Reisende täglich mit dem ICE fahren, soll der Lichtstadt nach dem mitteldeutschen "Fernverkehrskonzept 2018" zumindest zwei Fernverkehrsangebote erhalten bleiben: morgens sollen zwei Züge von Jena in Richtung Berlin starten, einer davon "sehr zeitig", der andere gegen 7 Uhd 30, um in der Hauptstadt gegen 10 Uhr einzutreffen. Abends will die Deutsche Bahn zwei Fahrten von Berlin nach Jena anbieten, wobei der spätere Zug Jena erst kurz vor Mitternacht erreichen wird. Der ICE soll sich dann, ersten Planungen zufolge, in Jena-Göschwitz "schlafen legen" um am darauf folgenden Morgen die Frühverbindung von Jena nach Berlin zu übernehmen; Saalfeld soll damit überhaupt nicht mehr angebunden sein.

Tagsüber soll der Regionalverkehr den Anschluss für ICE Reisende an die Drehkreuze sicherstellen. In Erfurt angekommen, erwarten die Reisenden dann "keine Turnschuhübergänge", wie Manuel Rehkopf ausführte, sondern die Umsteigezeiten sollen mindestens zehn Minuten betragen. Neu hinzu komnmen ab 2016 täglich drei Zugpaare, die von Gera über Jena und Weimar und Erfurt mit den neuen Doppelstock-Intercity rollen und den Regionalexpress in dessen Taktlagen ersetzen. Dem Konzept zufolge sollen diese Züge werktags um 6 Uhr 05, 12 Uhr 05 und um 18 Uhr 05 in Gera abfahren, wobei eiiner bis nach Kassel, einer nach Düsseldorf und der dritte nach Köln fahren soll.

Mittwoch, 28. August 2013

"Petra Zieger / Knorkator / ABBA Revival / Los Banditos": Das Jenaer Altstadtfest 2013 beginnt nächstes Wochenende und bringt jede Menge Liveaction auf den Marktplatz!


(lsn / rana) - Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Das heißt wie in jedem Jahr: Es ist Zeit für das Jenaer Altstadtfest. Und dabei sollen die Jenaer ab dem nächsten Wochenende die letzten warmen Tage des Jahres noch einmal richtig nutzen.

Traditionell wird auch 2013 das Fest mit dem Turmblasen und dem Bieranstich eröffnet  und zwar am 6. September. Ab dann läd die Jenaer Innenstadt wieder zehn Tage zum Feiern, Genießen und Verweilen ein und zwar schon am gleichen Abend mit einem Auftritt von Petra Zieger und ihrer Band (Foto). Ob Ostrock- oder Filmabend, Kinderprogramm oder Antenne Thüringen Party, Rummel oder Lichtbildervortrag -  bis zum 15. September wird beim Altstadtfest für jeden etwas geboten! Natürlich ist auch in diesem Jahr der Eintritt zu allen Highlights kostenfrei!

Das komplette Programm findet man HIER, aber einige Programmhöhepunkte seien vorab verraten. Zum Angebot des Jahres 2013 gehören neben dem Rummel auf dem Eichplatz auch folgende Livekonzerte: 07.09. ABBA World Revival, 08.09. Knorkator, 10.09. Monokel - Kraftblues!, 11.09. Los Banditos feat. Smoking Joe, 12.09. ROSA, 13.09. Irish Bastards, 15.09. Bömische Blasmusik mit "Vinsovanka".

Am Samstag, den 14. September 2013, wird auf dem Markt zudem eine "Antenne Thüringen"-Party mit dem Jenaer Jens May und Mandy Engel sowie den "Antenne Thüringen Allstars" gefeiert.

Und neben den vielen Konzerten und der Party gibt es 9. September 2013 ab 20 Uhr einen Lichtbildvortrag aus dem Rahmen der "Lichtbildarena" zu erleben unter dem Titel "TransKanada - Der Wildnis auf der Spur". Zum Familientag (= Mittwoch) lädt der Rummel wie immer mit ermäßigten Preisen ein.

"Erfolg für Thüringer Wissenschaftsstrategie!": Neues Laborgebäude des Leibniz-Instituts für Altersforschung / Fritz-Lipmann-Institut eröffnet


(lsn / thüringen) - Mit der Eröffnung des neuen Laborgebäudes des Leibniz-Instituts für Altersforschung / Fritz-Lipmann-Institut / FLI am heutigen Mittwoch, den 28. August 2013, wird die internationale Spitzenposition Thüringens in der Altersforschung gestärkt, bekräftigte Thüringens Wissenschaftsminister Christoph Matschie.

"Die steigende Lebenserwartung unserer Gesellschaft wirft die Frage auf, wie wir länger gesund und aktiv bleiben können. Die Altersforschung in Jena gibt dazu wichtige Antworten", betonte Matschie und fügte an: "Das neue Forschungsgebäude ist ein weiterer Baustein, um die exzellente Forschung des Fritz-Lipmann-Instituts bei der Entwicklung von Strategien gegen Altersleiden zu unterstützen".

Der Neubau wurde von Freistaat und dem Bund mit 30 Millionen Euro gefördert. Dazu kommen weitere 8 Millionen Euro für die Anbindung an die vorhandene Infrastruktur und die Ausstattung mit Geräten. Altersforschung werde nach Matschies Worten vor allem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einer älter werdenden Gesellschaft immer zentraler und sei damit ein international wichtiges Feld für Wissenschaft und Forschung, dem sich Thüringen frühzeitig zugewandt habe.

Die Forscher des FLI gehören dabei zu den Pionieren in der Grundlagenforschung zu Prävention und Behandlung vieler Alterskrankheiten. "Mit dem Jenaer Fritz-Lipmann-Institut entstand 2004 das erste nationale Institut für Altersforschung in Deutschland. Dort werden die biomedizinischen Mechanismen des Alterns entschlüsselt und neue Therapien entwickelt", so Matschie heute (auf dem Foto mit v.l.n.r. Frau Dr. Daniele Barthel, Prof. K. Lenhard Rudolph sowie Bundesministerin Prof. Johanna Wanka).


Für ihre erfolgreiche Arbeit wurden die Forscher bereits mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter der ERC Advanced Grant. Thüringen habe frühzeitig gute Rahmenbedingungen für die Altersforschung geschaffen. "Bei uns arbeiten Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Wirtschaft Hand in Hand. Das ist auch in der Altersforschung so. Das FLI hat gemeinsam mit der FSU Jena und dem Universitätsklinikum das Zentrum für Altersmedizin gegründet, das die internationale Sichtbarkeit Thüringens weiter steigern wird", so der Thüringer Wissenschaftsminister.

Die Strategie des Freistaates, auf Exzellenz und Spitzenforschung zu setzen, habe sich damit erneut bezahlt gemacht. "Mit dem Institut für Photonische Technologien Jena wurde im Juli das größte außeruniversitäre Landesforschungsinstitut Thüringens in die Leibniz-Gesellschaft aufgenommen. Die Entwicklung zeigt, dass die geschaffenen Strukturen Früchte tragen", unterstrich Christoph Matschie anlässlich der Eröffnung.

Dienstag, 27. August 2013

"Günstiges Wohnbauland in Isserstedt (Teil 4)": Faktencheck zu naturschutzrechtlichen Dingen und der Erschließungsqualität des Baulands


(lsn / thomas hölke) - Das brachliegende, günstige Bauland in Jena-Isserstedt (wir berichteten) erhielt letzte Woche Besuch aus verschiedenen Himmelsrichtungen.

Während sich am Wochenende zwei "Sielmann Naturranger" von der "European Batnight" aus Jena in das Wäldchen an der Ortsverbindungsstraße nach Lützeroda begaben, um Flora und Fauna zu erkunden, machten am Mittwoch Vertreter eines bundesweit tätigen Bauerschließungsträgers aus Köln, die zu einer Tagung in Weimar weilten, auf Einladung der "Lichtstadt.News" einen Abstecher nach Isserstedt und schauten sich die Situation dort vor Ort an.


Der Grund für die Besuche sind die Bestrebungen der Stadt Jena, im September 2013 den seit zwanzig Jahren bestehenden, jedoch bis heute nicht umgesetzten Bebauungsplan "Am Krippendorfer Wege" aufzuheben sowie die massiven Proteste eines Grundstückseigentümer und der Immobilienfirma JENAPLUS / Arne Petrich hiergegen. Zusätzlich Zündstoff bekam die Angelegenheit, als die Stadt Jena vor einiger Zeit eine Warnung an potentielle Grundstückskäufer herausgab, dort keine "erschlossenen" Grundstücke zu erwerben, da es hierfür keine Baugenehmigungen geben würde.

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Der Ansicht, dass es schwierig sein wird, hier Baugenehmigungen zu erlangen, waren auch die Erschließungsexperten aus Köln. Die Begutachtung des Geländes ergab nach deren Worten ein klares Bild: auf dem gesamten B-Plan Gelände ist ein massiver kleiner Wald entstanden, was bei einer Fällung der teilweise bis zu 16 Meter hohen Bäüme zu erheblichen und damit teuren Ausgleichsmaßnahmen an anderer Stelle führen würde, wie man uns mitteilte. Einer der Experten bezeichnete es sogar als fragwürdig, ob die zuständige Naturschutzbehörde heutzutage einer solch massiven Rodung des Terrains zustimmen darf, zumal sich direkt gegenüber ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet erstreckt. Im Kölner Raum sowie im Ruhrgebiet wäre so etwas schwierig, sagte er.


Auf dem Gelände soll laut dem bestehenden B-Plan neben 21 zwei- und dreigeschossigen Ketten- und Einzelhäusern (sowie deren zugehörigen Stellplätzen und Erschließungsstraßen bzw. -wegen) auch eine etwa 8.000 qm große Sportanlage mit Sporthalle, Beherbergungseinrichtung und Tennisplätzen errichtet werden. Ohne Änderung des B-Plans könnten auf diesem Teil des Areals selbstverständlich keine Wohnhäuser gebaut werden, so die Kölner, also müsse man zusätzlich einen Investor finden, der die Sportanlagen zusammen mit der Beherbergungsienrichtung baut.


Eine Begehung des Geländes habe zudem ergeben, dass sich auf ihm Erdhügel von mehreren Metern Höhe befinden würden, die von den Grundstückskäufern vor dem Hausbau auf eigene Kosten erst einmal abgetragen werden müssten und anschließend zu entsorgen sind. "Erschlossen zu kaufen heißt nicht, dass der Baugrund auch flach zu sein hat", kommentierte einer der Experten aus Köln die Situation. Man kaufe ja schließlich Grund und Boden und sei deshalb als Käufer auch für alles verantwortlich, was sich darauf befinde. Überhaupt müsse geklärt werden, ob es dort kontaminierten Boden gibt. Nicht nur wegen der ungeklärten Erdablagerungen sondern auch aufgrund der Tatsache, dass sich dort - wie der Stadtratsbeschluss zur Aufhebung des B-Plans ausweise - zu DDR-Zeiten eine mehrere Tausend qm große Schweinemastanlage befunden hatte und der Boden deshalb erst einmal auf Schadstoffe und Güllereste zu untersuchen sei, bevor man ihn abtransportieren lassen kann. Wäre er belastet, dann könnten die Erdmassen nur noch auf einer Deponie abgelagert werden, sagte er.


Vor allem wegen des massiven Baumbewuchses und der Tatsache, dass es noch keinerlei innere Erschließung gibt und auch fast alle Komponenten der äußeren Erschließung noch anzulegen seien, halten es die Kölner Bauerschließungsträger für problematisch, dieses Gelände als "erschlossen" anzubieten, können aber verstehen, dass man es Käufern als "günstiges" Bauland anbiete, da auf die einzelnen Bauherren noch einiges an Kosten zukommen könnte (siehe hierzu unseren früheren Artikel zumThema).

Nach einer überschlägigen Berechnung kam einer der Experten auf Erschließungskosten von rund 50 bis 60 Euro pro qm Grundstücksfläche, wenn der Boden unbelastet sei. Ansonsten könne sich dieser Wert noch einmal um 20 bis 30 Euro pro qm erhöhen, sagte er den "Lichtstadt.News".


Die "Sielmann Naturranger" erzählten gestern von ihrem Besuch und von drei seltenen Tierarten, die sie bei ihrer Suche auf dem Areal entdeckt haben, darunter jedoch keine Fledermäuse. Allerdings seien dort im "Krippenwald" (wie sie das Wälchen getauft haben) schon mehrere Vogelarten heimisch geworden und es sei nicht auszuschließen, dass es Tiere vom Naturschutzgebiet bis an den "Krippenwald" geschafft haben und jetzt dort ihren Lebensraum hätten, berichteten die beiden erfahrenen Naturexperten. Beeindruckend seien die vielen Pflanzenarten, die sich dort entwickelt hätten, sagten sie uns (siehe die Fotos oben).

Beide Naturranger halten ein aktuelles naturschutzrechtliches Gutachten für überfällig und mahnen für den Fall, das dort gebaut werden sollte, eine Artenzählung in dem Wäldchen als unerlässlich an. Außerdem zeigten sie sich traurig darüber, dass der in den letzten zwei Jahrzehnten neu entstandene "Krippenwald" bald dem Bau von Häusern weichen soll.

"Thüringer Grüne starten heute ihren Wahlkampf": Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin ab 18 Uhr auf dem Holzmarkt!


(lsn / b90-grüne) - Am heutigen Dienstag, den 27. August 2013, starten die Thüringer Grünen von Jena aus in die heiße Wahlkampfphase zur Bundestagswahl. Höhepunkt der Veranstaltung, die ab 18 Uhr auf dem Holzmarkt stattfindet, ist der Auftritt des Spitzenduos Katrin Göring-Eckardt (Foto) und Jürgen Trittin. Gemeinsam wollen sie mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort über eine alternative grüne Politik für Deutschland ins Gespräch kommen.

Eröffnet wird die Veranstaltung durch den Thüringer Spitzenkandidaten Dieter Lauinger und den Direktkandidaten für Jena, Gera und den Saale-Holzlandkreis, Olaf Müller. Die Moderation übernimmt Anja Siegesmund, Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag. Seit Anfang August sind Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin auf ihrer Wahlkampftour "Deutschland ist erneuerbar" im ganzen Land unterwegs, um die Menschen vom grünen Wandel zu überzeugen. 

Beide werden sich in ihrem Dialog in Jena für eine schnelle, konsequente Energiewende, für eine gerechtere Republik, für den Kita-Ausbau und für eine ökologische Landwirtschaft stark machen. Denn Grüne Politik habe einen klaren Kompass, sie will unsere Wirtschaft nachhaltig und unsere Gesellschaft gerechter machen und sie konsequent modernisieren, so die Partei. 

Für den musikalischen Rahmen heute auf dem Holzmarkt sorgt die Band "Academic Failure".

Montag, 26. August 2013

"Es geht voran!": Wieder mehr Touristen in Jena - "Esplanade" Hotel-Wiedereröffnung machte sich bemerkbar


(lsn / rana) - Die Wiedereröffnung des größten Hotels in der Innenstadt und weiterer Beherbergungen hat in diesem Jahr touristischen Aufwind erzeugt. Das gab die Stadtverwaltung Jena am Freitag bekannt.

Im ersten Halbjahr 2013 kamen deutlich mehr Übernachtungsgäste nach Jena als im ersten Halbjahr 2012. Im Juni diesen Jahres standen 1894 Gästebetten im Angebot. Das sind etwa 350 Betten mehr als im Juni des Vorjahres. Von Januar bis Juni dieses Jahres entschieden sich über 6.000 Gäste mehr als im ersten Halbjahr 2012 dafür, in Jena zu übernachten. Somit erhöhte sich auch die Zahl der Gästeübernachtungen, und zwar um 7,5% auf ca. 135.000 Übernachtungen. Dies entspricht etwa 9.400 Übernachtungen mehr als im ersten Halbjahr des vorigen Jahres.

Weiter wurde berechnet: Im Durchschnitt blieben die Gäste 1,9 Tage in Jena. Dies ist durchaus vergleichbar mit den Besuchen in den anderen Thüringer Städtereisezielen. Wie wichtig ausreichende Hotelkapazitäten in Jena sind, belegten die wieder angestiegenen Gästezahlen. Auch die vom Tourismus partizipierenden Unternehmen konnten davon profitieren, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

"Schlussakkord!": 73.000 Besucher kamen 2013 - Die diesjährige Kulturarena war damit die erfolgreichste aller Zeiten!


(lsn / jenakultur) - Die diesjährige Kulturarena war nicht nur eine der besten aller Zeiten, es war zugleich die erfolgreichste von allen 22 bisherigen AremaFestivals in Jena!

Die 22. Arena-Auflage entwickelte sich mit einer Gesamtzahl von 73.000 zum besucherstärksten Sommer seit 1992. Das ausgesprochen gute Wetter spielte ohne Zweifel eine große Rolle, der Schlüssel zum Glück war jedoch vielmehr der Spannungsbogen der diesjährigen Konzertauswahl von Anfang bis Ende. Es gab kein Konzert auf dem Vorplatz mit weniger als 1.000 Besuchern. Besonders die KonzertArena konnte sich über gesteigerte Besucherzahlen freuen.

In Erinnerung bleiben neben den großen Namen im Programm viele musikalische Überraschungen, die zu Höhepunkten des Sommers avancierten, wie z. B. Trombone Shorty, Glen Hansard, Iyeoka oder Les Yeux d’la Tête. Und die Zugriffszahlen von bisher knapp 1,2 Mio. Klicks auf die Arena-Homepage beweisen nicht zuletzt die ständig steigende überregionale Präsenz des Jenaer Sommerfestivals.

Ein kleines Schluss-Résumé: Es gab insgesamt 58 Veranstaltungen, darunter: zwei x die Ouvertüre, vier x Theater, 31 x Konzerte (davon drei Akustik-Konzerte und drei Clubabende), 15 x die FilmArene, fünf x die KinderArena und einen SongSlam-Abend.

14 Veranstaltungen waren ausverkauft (und auch das ist Rekord!): am 21. und am 22.06.2013 = ArenaOuvertüre "Spanische Musiknacht", vom 11. bis zum 14.07.2013 die TheaterArena mit Bulgakows "Meister und Margarita" sowie ab 19.07.2013 in der KonzertArena: Max Herre, Käptn Peng und Die Tentakel von Delphi, Chilly Gonzales, Orquesta Buena Vista Social Club, Jan Josef Liefers und Oblivion, Glen Hansard, The Roger Cicero Jazz Experience. Dann war ausverkauft die ArenAkustik im Volksbad mit Kat Frankie // and the golden choir.

Die Besucherzahlen 2013 im Einzelnen: ArenaOuvertüre = 2.200, TheaterArena = 4.400, FilmArena = 8.100, KinderSonntage = 6.000, KonzertArena = 52.300 (inkl. der Clubkonzerte im Kassablanca und Ader renAkustik-Konzerte im Volksbad). Das ergit eine Gesamtzahl von 73.000 (und damit 4.500 Besucher Steigerung zum Vorjahr). Nur ganz nebenbei: vor genau zehn Jahren gab es den bisherigen Besucherrekord mit rund 72.000 Besuchern.

Sonntag, 25. August 2013

"Petrik Sander gefeuert!": Der FC Carl Zeiss Jena schmeißt den Trainer raus, weil er in vier Spielen mit der Mannschaft nur sechs Punkte holte


(lsn / fcc / mdr / otz) - Am Ende ging alles sehr schnell. Petrik Sander soll der Verantwortliche an der aktuellen Misere des FCC sein, der aus den ersten vier Spielen in der Regionalliga Nord-Ost nur sechs Punkte einfahren konnte, so entschied es die Vereinsführung des FC Carl Zeiss Jena und handelte. Wie MDR Info dann am Sonntag Mittag meldete hat sich der FCC mit sofortiger Wirkung von Trainer Sander getrennt. Auch Thomas Hoßmang muss das Trainerteam verlassen, so FCC Präsident Rainer Zipfel, der sagte: "Wir wünschen Petrik Sander und Thomas Hoßmang für die Zukunft alles Gute und möchten betonen, dass die Entscheidung ausschließlich sportlich begründet ist. Die Art und Weise, wie sachlich, fair und professionell beide die Entscheidung aufnahmen, verdient hohen Respekt."

Das Training des Regionalligisten am Sonntag Mittag leitete bereits Co-Trainer Marco Kämpfe. Er soll zusammen mit Chefscout Miroslav Jovic vorerst die Mannschaft trainieren. Bereits nach der gestrigen Partie gegen Liga-Aufsteiger Viktoria Berlin hatten hinter den Kulissen die Gespräche in den Gremien begonnen, ob die Arbeit mit Sander fortgesetzt werden soll. Kurzzeitig soll, so vermeldete die OTZ, eine Variante im Gespräch gewesen sein, Heiko Weber zurückzuholen, doch das Präsidium des FC Carl Zeiss Jena beschloss am Vormittag mit Zustimmung des Aufsichtsrats einstimmig den sofortigen Rausschmiss von Petrik Sander. Wer Trainernachfolger wird, steht noch nicht fest.

Rainer Zipfel: "Wir bedauern, dass wir uns bereits zu einem solch frühen Zeitpunkt in dieser Saison zu diesem nicht leichten Schritt gezwungen fühlten. Das bisherige Auftreten der Mannschaft, von deren Qualität wir nach wie vor überzeugt sind, war geprägt von Verunsicherung und Mutlosigkeit. Wir sehen das Ziel, in dieser Saison den Aufstieg anzupeilen, als gefährdet aber in jedem Falle weiterhin erreichbar an. Daher haben wir uns jetzt, zu diesem frühen Zeitpunkt, der einem die Chance gibt, noch rechtzeitig zu korrigieren, dazu entschlossen, mit einem neuen Trainer einen Impuls zu setzen.“

"Was ist bei der Bebauung des Eichplatzes zu bedenken?": FDP- Stadtrat Dr. Reinhard Bartsch macht sich Gedanken zum Wandel im EInzelhandel der Lichtstadt


(lsn / fdp / otz) - Jegliche Fragen zum Jenaer Einzelhandel in Bezug auf die anstehende Eichplatz-Bebauung seien bislang erschreckend wenig ausgeleuchtet worden. Dieser Ansicht ist der Jenaer Stadtrat Dr. Reinhard Bartsch (FDP / Foto), der im Gespräch mit der Ostthüringer Zeitung als Vorsitzender des Jenaer Altstadtvereins darauf hinwies, dass er in den letzten Wochen und Monaten vielerlei Gespräche mit Händlern geführt und dazu auch noch die "Potenzial- und Verträglichkeitsstudie" der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung / GMA studiert hat.

Für Dr. Bartsch steht fest: "Wir werden Einkaufsstadt. Und das kann nicht nur unter dem Gesichtspunkt der städtebaulichen Qualität betrachtet werden", wie er der Zeitung sagte. Hinzu komme, so Bartsch, dass die beiden verbliebenen potenziellen Investoren ECE und Jenawohnen/OFB gemäß der GMA-Studie mit 15.200 bzw. 10.000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche auf dem Eichplatz kalkulieren würden, was Soll-Umsätzen von 54,8 und 39,4 Millionen Euro pro Jahr bedeute.

Davon sollen wesentliche Anteile aus dem Geld der Umland-Kundschaft Weimar, Gera und Saale-Holzlad-Kreis fließen bei einem kalkulierten Einzugsgebiet von 300.000 Einwohnern. Aus diesem Grund liege es auf der Hand, so der FDP Politiker, dass es wenig Sinn mache, das Jenaer Einzelhandelskonzept "fortzuschreiben", wie es die Stadtverwaltung beabsichtige. Bartsch: "Das kann man in die Tonne treten." 

Vielmehr möge, so der Stadtrat im Zeitungsinterview, Antwort gefunden werden auf die Frage, wie mit den durchschnittlich 600 bis 650 Kfz-Einfahrten auswärtiger Kunden pro Tag umzugehen wäre, die der Eichplatz-Einzelhandel anlocken müsste, um rentabel zu ticken. Und Reinhard Bartsch rechnete vor: 380 Parkplätze würden für den neuen Eichplatz in einer Tiefgarage angelegt, wovon schon mindestens 60 als Stellflächen der Wohn-Mieter wegfallen für den Einzelhandel. Die 300 jetzigen oberirdischen Eichplatz-Parkstellflächen würden doch aber den Kunden des vorhandenen Altstadt-Einzelhandels aktuell dienen, sagte Bartsch. "Also benötige ich dringend mehr Parkfläche."

Da sei es wohl auch wichtig zu wissen, dass der Einzelhandel im Moment bereits "signifikanten Umsatzeinbruch" beklage, und zwar genau in der Zeit, wenn für Stadtfeste noch der Aufbau erfolge und der Eichplatz bereits gesperrt sei. Deshalb mahnte Bartsch die Verwaltung, den von der GMA eingeräumten programmierten Verdrängungswettbewerb im Auge zu behalten, denn - so heißt es in der Studie - die von Verwaltungsgerichten akzeptierten Quoten der "Umsatzverlagerung" würden teilweise überschritten durch die neue Eichplatz-Konkurrenz.

"Sag' mir, wo die Punkte sind, wo sind sie geblieben?": Kein Sieg gegen Viktoria Berlin und der FC Carl Zeiss wurde am Ende von den eigenen Fans ausgepfiffen!


(lsn / fcc) - Ein unberechtigter Elfmeterpfiff bescherte dem FC Carl Zeiss Jena gestern zuhause beim 1:1 gegen Viktoria Berlin einen erneuten Punktverlust und brachte ihn noch weiter weg von der Tabellenspitze der Regionalliga Nord-Ost.

Vor knapp 3.000 Zuschauern enttäuschte aber neben dem Referee auch die Elf von Petrik Sander, die in einer unkonzentrierten letzten halben Stunde wie schon in den Spielen zuvor Nordhausen die Führung vergab. Mit dem Sturmduo Shala/Zimmermann und Mittelfeldraute vertraute Petrik Sander exakt der Anfangself der letzten beiden Punktspiele. Und wie in den vergangenen beiden Partien ging der FCC auch in Führung: Kurtajs von Krstic per Kopf verlängerte Freistossflanke klärte Berlins Camara zu kurz, Peßolat reagierte sofort und schoss per Direktabnahme zum 1:0 ein. Zehn Minuten waren da gespielt und auch in der Folge versuchten die Jenaer konsequent Druck auf das Viktoria-Tor auszuüben und nachzulegen. Vornehmlich über die rechte Seite gelangen zahlreiche gelungene Ballstafetten, was fehlte, war der finale Pass. So blieben klare Torchancen Mangelware, und als der Ball nach einer Linksflanke Schlossers und Kopfball Zimmermanns doch im Netz lag und das Torjingle bereits aus den Lautsprecherboxen ertönte, hatte der Linienrichter seine Abseitsfahne gehoben (22.).

Petrik Sander versuchte in Halbzeit Zwei mit der Hereinnahme vom nach Gelbrotsperre zurückgekehrten Torunarigha für Shala das Offensivspiel zu beleben und der torhungrige Neuzugang setzte gleich mit der ersten Aktion ein Achtungszeichen, als er sich kraftvoll auf der rechten Seite durchtankt, sein Pass in den Rückraum aber zu ungenau gerät (47.). Auf der Gegenseite kann Camara von Krstic nicht am Eindringen in den 16er gehindert werden und es bedarf einer artistischen Rettungstat Peßolats, um den Ausgleich zu verhindern (51.). Chancen wechselten sich nun regelmäßig ab. Hier Schlossers Solo, gekrönt von einem Schuss aus 15 Metern, den Klippel für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie rettet (54.), dort Watzkas von Berbig per Fuß abgewehrter Knaller aus spitzem Winkel (56.), hier der Konter über Schmidt, bei dem Kurtaj freistehend den Moment des Abschlusses verpasst (57.), Schlossers Freistoss übers Tor (63.), Torunarighas gehaltener Drehschuss (66.), dort Leutloffs Strich um Haaresbreite an Berbigs Kasten vorbei (71.).

Samstag, 24. August 2013

"Neuer Halteplatz für Busreisende!": In der verlängerten "Wiesenstraße" wurde ein Parkplatz für drei bis fünf Reisebusse gebaut


(lsn / rana) - Im Zuge der Verlängerung der "Wiesenstraße" in Jena-Nord wurde auch ein Parkplatz für drei bis fünf Reisebusse gebaut.

Er befindet sich an der verlängerten "Wiesenstraße" von der Bahnunterführung her kommend stadtauswärts auf der linken Seite, direkt hinter der "Schillerpassage" und neben dem Renault/Dacia-Autohaus Stieler.


Der neue Halteplatz ist ausgeschildert und man kommt von ihm entweder durch den "Griesbrückentunnel" oder über die "Löbstedter Straße" unter der Bahnunterführung in wenigen Minute zu Fuß bis in den Stadtkern der Lichtstadt Jena.

"Charity zugunsten der Paliativstation Jena": Am 6. Oktober 2013 kommen die VOX-Küchenchefs, VNV Nation und Staubkind nach Jena!


(lsn / charity jena) - Sich spielerisch mit dem Thema "Sterben" auseinanderzusetzen, darum geht es am 6. Oktober 2013 beim Familienfest der Paliativstation Jena.

Ab 10 Uhr sind an diesem Tag Jenaer Familien eingeladen, im "Fair Resort" einen Sonntag der besonderen Art zu verbringen. Das größte Highlight der Chartity-Aktion zugunster der Paliativstation Jena ist die Zusage der bekannten TV-Köche Ralf Zacherl, Mario Kostaska und Martin Baudrexel ("VOX Küchenchefs"). Sie werden auf dem Familienfest mit einem entsprechenden Programmpunkt ihr Engagement untermauern und SHow-Kochen.


Ein weiteres Highlight wird an diesem Nachmittag "Dirty Voice" sein. Seit 2003 gibt es die Band, mit der sich Ute Seifarth den Traum verwirklicht hat, eine Plattform zu schaffen um mit ihrer ganz speziellen Stimme - allen Titeln ihren ganz persönlichen Anstrich zu verpassen. Rund um die Highlights wird der Familieninformationsnachmittag mit zahlreichen passenden Angeboten ausgestattet. Geplant ist eine Kinderstraße mit Hüpfeburg, Clown, Ballonmodellage und vielem mehr.

Die Palliativstation wird selbst in ihrem Engagement Informationsstände und zahlreiche weitere Angebote dazu steuern. Video-Informations-Einspieler, Informations-Gewinn-Spiele, Auktionen von Merchandiseartikel bekannter Künstler sind nur einige der weiteren Aktionen. Für die kulinarische Versorgung sorgt das Fair Resort Jena. Kein Besucher muss auf seine Sonntagsklöße verzichten. Es gibt Thüringer Sauerbraten mit Rotkohl und Thüringer Klößen für 5 Euro 50 oder Putensteaks mit Tomaten-Zucchini-Gemüse und gemischtem Reis, ebenfalls für 5 Euro 50. Zusätzlich wird es den ganzen Tag weitere Speisen geben wie z. B. Kuchen und Baguettes. Vor der Halle wird es einen Bratwurststand mit Bratwurst und Steaks geben.

Am Abend treten dann unter anderem DINA4, Staubkind (Foto) (= Vorgruppe der letzten Unheilig-Tournee) sowie als Highlight der Veranstaltung die Elektromusik-Legende VNV Nation auf. Alle Künstler verzichten zugunsten des Charitys auf eine Gage.

Weitere Infos zur Charity-Veranstaltung am 6. Oktober 2013 gibt es HIER.

Freitag, 23. August 2013

"Jetzt für Grete-Unrein-Preis bewerben": 1.000 Euro Preisgeld winken für ehrenamtliches Engagement im Jugendbereich!


(lsn / juli) - In unserer kurzlebigen und meistens auch sehr hektischen Gesellschaft ist Zeit zu einem entscheidenden Faktor geworden: Zeit für die Arbeit und Familie, Zeit für sich selbst.

Wenn man dann jedoch bereit ist etwas von diesem kostbaren Gut zu opfern und zu investieren, so ist das im besonderen Maße lobenswert und auszeichnungswürdig. Dies war der ausschlaggebender Punkt für die Jungen Liberalen, einen Preis für ehrenamtliches Engagement im Jugendbereich ins Leben zu rufen. Der Preis ist mit insgesamt 700 Euro dotiert und verteilt sich auf einen ersten (= 500 Euro) und einen zweiten Platz (= 200 Euro).

In diesem Jahr loben die Jungen Liberalen Jena-Weimar zum neunten Mal den Grete-Unrein-Preis für ehrenamtliches Engagement im Jugendbereich aus. Bis zum 20.10.2013 können nun Bewerbungen eingereicht werden, aus denen nachvollziehbar hervorgehen sollte, wie sich junge Menschen - ganz gleich, ob als Einzelperson, als Personengruppe oder als Verein - in Thüringen ehrenamtlich engagiert haben.

Mit dieser Ehrung soll besonders gelungenen Projekten die verdiente Anerkennung gezollt und durch die öffentliche Auszeichnung auch in das Bewusstsein der Thüringer Bürger gerückt werden. Neben der Würdigung sollen so vor allem auch andere zur Nachahmung animiert werden.

Kriterien des Preises sind:

- Das Projekt sollte bereits abgeschlossen sein oder ein präzises Abschlussdatum haben

- Das Projekt wurde in Thüringen durchgeführt oder initiiert

- Das Projekt wurde primär von oder für Jugendliche initiiert und durchgeführt

- Das Projekt wurde ehrenamtlich durchgeführt oder initiiert

- Das Projekt war in Ansatz und Durchführung den Grundsätzen des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats verpflichtet.

Die Preisverleihung findet am 02.11.2013 in der Grete-Unrein-Schule statt. Bewerbungen sind zu senden an: Junge Liberale Jena, Stichwort: Ehrenamtspreis, Bachstraße 24, 07743 Jena oder einfach per E-Mail an: fdp-jena [at] t-online.de. Auf jeden Fall sollte man für eventuelle Rückfragen eine Kontaktadresse und Telefonnummer angeben.

"Die Camsdorfer Brücke wird 100 Jahre!": Brückenfest vom 30.08. bis zum 01.09.2013 mit großem "Entenrennen" für den guten Zweck


(lsn / otr wenigenjena / otz) - Am 13. November 1913 feierte die Stadt Jena ein großes Fest: den Neubau der "Camsdorfer Brücke". Und bereits im Jahre 1914 rumpelte die erste Straßenbahn über die neue Saale-Brücke. Damit erlebte eines der historichen "sieben Wunder des alten ­Jena" seine Neueröffnung, nachdem die ursprüngliche Brücke im 15. Jahrhundert erbaut worden war,

Vom 30. August bis zum 1. September 2013 stellt der Ortsteil Wenigenjena sein Sommerfest deshalb ganz unter das Motto "!00 Jahre Camsdorfer Brücke". Gefeiert wird nächset Woche auf der Brücke, auf der Landveste und vor der Grünen Tanne und zwar " ausgiebig", wie Ortsteilbürgermeisterin Rosa Maria Haschke ankündigte. Das Hundertjährige der Brücke rechtfertige auf jeden Fall wieder ein größeres Fest, war sie sich gemeinsam mit ihrem Ortsteilrat einig.


Nach langwierigen Bemühungen klappte es inzwischen auch mit allen Genehmigungen.  So werde das Fest auch zu einem großen Teil von Ensembles, Gruppen und Einrichtungen aus Wenigenjena bestritten, sagte Haschke der OTZ. Auf der Landveste, wo eine Bühne stehen wird, soll vor allem ein Kinder- und Familienfest stattfinden, auf der Brücke selbst werden Stände von Vereinen und Einrichtungen, aber auch von Verkäufern und Gastronomen zu finden sein. Und vor der Grünen Tanne steht dann eine zweite Bühne. Für die gastronomische Betreuung sorgen die Grüne Tanne und der Gasthof Roter Hirsch.

Los geht es am Freitagabend, den 30. August, mit einer "Abba Revival"-Show. Am Samstag, den 31. August 2013 wird es ab 11 Uhr einen kleinen Festakt zum Jubiläum der Camsdorfer Brücke geben, während der Abend des 31. August traditionell von der Band DINA4 gestaltet, wirk inklusive eines Höhenfeuerwerks ab 22 Uhr.

Für Sonntag, den 1. September 2013, ist neben weiteren musikalischen und ­tänzerischen Beiträgen auf den Bühnen zum Beispiel das große Entenrennen auf der Saale geplant. Dafür können an einem Stand in der "Löbderstraße" bei der Sparkassen-Filliale auch vorher noch jede Menge Plaste-Enten gekauft werden, die von der Paradiesbrücke bis zur Camsdorfer Brücke schwimmen sollen. Für die Gewinner gibt es Preise, die Einnahmen kommen dem sozialen Wohnen des Vereins "Ein Dach für Alle" zugute, die Haschke sagte.

Der Höhepunkt ist jedoch aus Wenigenjenaer SIcht der Nachmittag des Sonntags. Um 16 Uhr würde sich auf der Camsdorfer Brücke eine historischer Akt vollziehen, verspricht Rosa Marie Haschke, denn dann werde der Vertrag unterzeichnet zum Wiederaufbau des im zweiten Weltkrieg zerstörten Stein-Pavillons der Camsdorfer Brücke mit der aufgesetzten Figur des "Brückenmichels". Ungarische Musiker werden für eine passende musikalische Begleitung sorgen.

Für dieses Vorhaben, zunächst den Pavillon und später auch die Figur des Brücken­michels aufzusetzen, soll ein großer Teil der Einnahmen des gesamten Brückenfestes zur Verfügung gestellt werden, wie Haschke in der OTZ ankündigte. Der Verein werde während des Festes an einem Stand auch einen Zwischenstand zum bisher Erreichten geben und wer dieses Projekt mit Spenden unterstützen möchte,  der kann dies auch tun: das Spendenkonto hat die Nummer 40330208 bei der Volksbank Saaletal (BLZ 83094454) - Kennwort Brückenmichel.

Donnerstag, 22. August 2013

"Kabelbrand": Knapp 6.000 Telekom-Kunden in Jena nach Brand in einem Kabelschacht vorerst ohne Telefon und Internet!


(lsn / telekom / otz) - Am Mittwoch Nachmittag gab es durch einen Kabelbrand in der "Grietgasse" einen Ausfall von Internet und Telefon von dem nahezu 6.000 Telekom-Kunden betroffen waren. Die Reparatur des Schadens gestaltet sich schwierig und kann noch bis zum nächsten Mittwoch dauern.

Gegen 17 Uhr war der Brand von Telefon- und Internetkabeln bemerkt worden, zuerst von Busfahrern, die in der "Grietgasse" eine erhebliche Rauchentwicklung feststellten, und zeitgleich auch von Privat. und Geschäftskunden in 25 Verteilerbereichen der Lichtstadt. Durch den Brand wurden sechs Glasfaser- und 13 Kupferkabel beschädigt. Obwohl der Telekom-Reparaturtrupp die gesamte Nacht zum Donnerstag durcharbeitete und inzwischen zumindest die Glasfaserkabel wieder repariert sind, erklärte ein Telekomsprecher, dass sich die Arbeiten an den Kupferkabeln sehr aufwändig gestalten würden. Einerseits weil der Schacht so eng sei, dass nur zwei Techniker gleichzeitig dort arbeiten könnten, andererseits weil Tausende Adern der Kabel in Handarbeit miteinander verbunden werden müssen.

Die Telekom berichtete weiter, dass es große Probleme im Westviertel gebe, etwa in den Geschäften der "Neuen Mitte" oder der "Goethe Galerie" funktionierten die an Telekom-Leitungen angeschlossenen EC- und Kreditkartenlesegeräte nicht mehr. Bei der Sparkasse am Holzmarkt allerdings und in der Holzmarktpassage habe es keine ­Störungen gegeben.  

"Ganz besonders schlimm hat es die Aldi-Filiale erwischt", sagte "Neue Mitte" Center-Managerin Petra Schenk der OTZ. Beim Discounter funktioniere die EC-Kartenzahlung nicht mehr, und dies ausgerechnet vor den Wochenende. Von digitalen Geschäften abgeschnitten ist neben dem Geldautomaten der "Neuen Mitte" auch der Schuhladen Deichmann, der bei Kartenzahlung allerdings mit einem Speichersystem arbeitete und dadurch weiter den bargeldlosen Zahlungsverkehr anbieten könne, sagte Schenk. "Der Drogeriemarkt hat dagegen so wie unser Center-Management einen anderen Telefonanbieter und blieb von der Havarie verschont", so die Center-Managerin.

Auch in der "Goethe Galerie" funktioniert der Geldautomat derzeit nicht, dazu sind mehrere kleinere Geschäfte durch den Kabelbrand lahm gelegt worden, darunter die Telekom selbst mit ihrem T-Punkt. Kunden der Telekom erhalten Auskunft zum weiteren Fortgang der Arbeiten über die Servicehotline (0800) 330 1000.

"Kein Ende der Brandstiftungen und Sprayerattacken": Die Polizeiinspektion Jena sucht dringend Zeugen für verschiedene Delikte in der Lichtstadt


(lsn / polizei) - Die Serie von Brandstiftungen und Sprayerattacken in der Lichtstadt nimmt kein Ende. Anfang des Monats wurden 13 Müll- und Papiercontainer entzündet, vor einiger Zeit wurden große Behälter in Lobeda angezündet, Anfang des Jahres im Damenviertel. Der Gesamtschaden geht inzwischen in die Zehhntausende Euro.

Sechs Mülltonnen brannten jetzt in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch (20. und 21.08.2013) zwischen 23 Uhr 30 und 23 Uhr 45 in Jena. Unbekannte liefen zunächst durch die "Zwätzengasse" und beschädigten dort Kübelpflanzen. Später stellten Zeugen die brennenden Wertstoffcontainer im Bereich der "Saalbahnhofstraße" und im "Bibliotheksweg" fest.

Gestern Morgen wurde bekannt, dass ebenfalls in der Nacht vom 20. auf den 21.08.2013 Grafitisprayer einen Schaden von etwa 1.500 Euro anrichteten, als sie in der "Löbderstraße" vier Schaufenster und die Eingangstüren zweier Geschäfte mit roter Farbe besprühten. Auch das Denkmal "Altes Löbdertor" beschmierten die unbekannten Täter.

Die Polizei sucht deshalb dringend Zeugen, die Angaben zu den Verursachern der Containerbrände und den Graffitisprayern machen können! Hinweise bitte an die Polizei in Jena unter der Telefonnummer: 03641 810.

"Wahlkampfhilfe!": SPD-Bundesvorsitzender Sigmar Gabriel besucht heute Nachmittag die Lichtstadt - Auch Matschie, Schneider und Machnig kommen!


(lsn / spd thüringen) - Am heutigen Donnerstag, den 22. August 2013, besucht der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel die Lichtstadt Jena.

Ab 17 Uhr gibt es politische Reden und Talkrunden mit Gabriel, SPD-Landeschef Christoph Matschie, dem Thüringer Spitzenkandidaten Carsten Schneider. Mit dabei werden sein: Peer Steinbrücks Kompetenzteammitglied Matthias Machnig, der Jenaer Bundestagskandidat Volker Blumentritt und Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. Bereits ab 16 Uhr 45 gibt es Musik von Hannes Kinder und seiner Band auf dem Marktplatz in Jena.

Gabriels Besuch reiht sich ein in weitere Abstecher von SPD-Spitzenpolitikern in Thüringen. Am Montag und Dienstag dieser Woche waren bereits Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Greiz und Saalfeld sowie Wolfgang Tiefensee in Apolda und Rudolstadt. Im Laufe der nächsten viereinhalb Wochen werden unter anderem auch noch Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz zur Unterstützung des Thüringer Wahlkampfes im Freistaat erwartet.

Als Wahlziel bekräftigte Christoph Matschie den Gewinn der Mehrzahl der Thüringer Direktmandate. Der Thüringer SPD-Vorsitzende gab sich zuversichtlich, das angestrebte Ziel bis zum 22. September 2013 zu erreichen.

Mittwoch, 21. August 2013

"Heaven Shall Burn": Die Chartstürmer aus Ostthüringen legen ein mächtiges "Veto" ein - Neues Album kam bis auf Platz 2 der Charts!


(lsn / toby reiter / cmr) - Es wird heiß im Himmel, jedenfalls wenn man eine Metal-Band ist und die Charts der Himmel auf Erden sind.

Wer die Ostthüringer Gruppe Heaven Shall Burn kennt, der rieb sich in diesem Jahr wohl etwas verwundert die Augen, als er die deutschen Album-Charts sah und dort auf Platz 2 den Namen der Band lesen konnte. Einmal davon abgesehen, dass es schon Seltenheitswert hat, dass eine deutsche Metal-Band, mit einem Musikstil, den man nicht unbedingt als massenkompatibel bezeichnen kann, sich in den Top 3 der Verkaufshitliste platziert, ist es um so erstaunlicher, dass die Jungs as Ostthüringen kommen.

Das eher beschauliche Saalfeld ist nämlich der künstlerische Mittelpunkt der Metalcoreer und "Veto" ihr siebtes Studioalbum. Zuvor schon schnupperten sie mit "Invictus" (als finaler Teil ihrer "Iconoclast"-Trilogie veröffentlicht) Top-10-Luft, aber dass man mit "Veto" (Century Media Records) im Frühjahr nur haarscharf am Spitzenplatz vorbeischrammen würde, dass ist schon eine Überraschung für den brachialen Fünfer aus der Saalestadt - oder, wie es das Fachblatt "Metal Hammer" formulierte, "Selten war es unterhaltsamer, ein 'Veto' einzulegen - und abzuspielen."


Und noch etwas hat sich inzwischen gezeigt: mit der Genre-Bezeichnung Metalcore wird man dem, was Heaven Shall Burn auf und in dem knappen Dutzend "Veto"-Songs musikalisch zu bieten haben, nicht mehr gerecht. In Wirklichkeit ist das neue Werk ein lupenreines Metal-Album geworden, wie es sonst nur die ganz Großen der Szene hinbekommen. Daher verwundert auch der Platz 2 in den Charts nicht, denn der Sound der Ostthüringer ist vielseitig geworden mit Anleihen aus den  verschiedensten Spielarten des Heavy Metal.

Was ragt heraus, aus den 11 Songs? Auf jeden Fall "Valhalla", die uralte Metal-Hymne der Band Blind Guardian, die Heaven Shall Burn mit Gastsänger Hansi Kürsch weit über ein Cover hinausgeführt und mit spürbarer Freude reanimiert und zeitgemäß gewandelt haben. "Hunters Will Be Hunted" häten auch Saitenartisten aus Schweden nicht besser hinbekommen können und "Land Of The Upright Ones" brilliert im unverwechselbaren HSB-Sound.

So wird sich das Album noch einige Zeit im Gedächtnis der Metal-Fans halten können und Heaven Shall Burn wohl auch den Geldsegen bescheren, auf den die Fünf aus Saalfeld schon lange warten. HIER geht es zur Homepage der Band.


Hinweis: Toby Reiter ist der neue Musikredakteur der "Lichstadt.News"

"Die Dornburger Schlössernacht": Freie Fahrt am Samstag hoch zu den Dornburger Schlössern - Ermäßigte Tickets bereits jetzt kaufen!


(lsn / stsg) - Zur 2. Dornburger Schlössernacht am 24. August 2013 ist die wegen Hangsicherungsarbeiten gesperrte Straße am Dornburger Berg einseitig befahrbar. Von 12 Uhr bis 22 Uhr ist die direkte Zufahrt von der B88 nach Dornburg möglich, von 22 Uhr bis 2 Uhr in der Nacht wird die Straße in der umgekehrten Fahrtrichtung freigegeben.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten begrüßt dieses besondere Entgegenkommen des Straßenbauamts Ostthüringen. So können die Besucher der Schlössernacht die Dornburger Schlösser bequem erreichen und müssen nach der Veranstaltung keine nächtlichen Umwege in Kauf nehmen. Die Dornburger Schlössernacht beginnt um 19 Uhr mit der Eröffnung am Rokokoschloss.


In den Schlössern und Schlossgärten lädt ein vielseitiges Programm zum Flanieren und Verweilen ein. Tickets für 21 Euro (Vorverkauf 19 Euro), ermäßigt 17 Euro (Vorverkauf 15 Euro), sind erhältlich in allen Vorverkaufsstellen des Ticketshop Thüringen, an der Museumskasse Dornburg und an der Abendkasse.

Bereits ab 17 Uhr 30 bietet der Dornburger Impressionen e.V. in der benachbarten St.-Jakobus-Kirche ein Vorprogramm. Der renommierte Organist Michael von Hintzenstern spielt Werke von Bach, Mozart und Liszt. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Die Schlossmuseen schließen am 24. August 2013 bereits um 15 Uhr, um 15 Uhr 30 wird auch der Park geschlossen. Ab 18 Uhr 30 öffnen sich dann die Pforten wieder zur Schlössernacht. Weitere Informationen gib es HIER im Internet.

"Auszubildende, Auszubildende, Auszubildende": JENOPTIK, SCHOTT und CARL ZEISS begrüßten ihren Nachwuchs in Jena!


(lsn / jenoptik / schott / zeiss) - Im August und September eines jeden Jahres ist traditionell der Start in das neue Ausbildungsjahr. So auch bei CARL ZEISS, dem SCHOTT Glaswerk und bei der JENOPTIK AG in Jena.

So beginnen 19 junge Leute bei ZEISS in Jena ihre Ausbildung (siehe einige davon auf dem Foto oben) - die Jugendlichen erhielten heute ihre Ausbildungsverträge. In den nächsten drei bzw. dreieinhalb Jahren werden 15 Jungen und Mädchen im “Jenaer Bildungszentrum / Schott, Carl Zeiss, Jenoptik” / JBZ zum Feinoptiker, Mechatroniker und Industriemechaniker ausgebildet. Mit ihnen starten weitere vier junge Menschen, die am 01.10.2013 an der Berufsakademie ein Studium der Produktionstechnik und Praktischen Informatik beginnen. "Bei ZEISS erhalten die Nachwuchskräfte eine qualitativ hochwertige Ausbildung", erklärte Peter Popp, Geschäftsführer der Carl Zeiss Jena GmbH, und begrüßte die neuen Auszubildenden im Namen der ZEISS Unternehmen am Standort Jena.

"Die beruflichen Perspektiven bei ZEISS sind sehr gut", erklärte er. Ihre Praxisausbildung erhalten die Jugendlichen zunächst im JBZ bevor sie im dritten Ausbildungsjahr in den Betrieben an ihren zukünftigen Arbeitsplätzen eingesetzt werden. Um den benötigten Nachwuchs an hoch qualifizierten Mitarbeitern auszubilden, biete das Bildungszentrum die besten Voraussetzungen, so Popp. Bei der Begrüßung thematisierte Popp allerdings auch den kontinuierlichen Rückgang geeigneter Bewerber: "Es gibt immer weniger Jugendliche, die gute Noten haben, im Gespräch klare Vorstellungen über den gewählten Beruf zeigen und in ihrem persönlichen Auftreten zum Unternehmen passen könnten." Neben den Grundlagen der Mathematik und handwerklichen Fähigkeiten seien auch soziale Kompetenzen ein wichtiger Faktor für die Bewerbungen. ZEISS in Jena stellt derzeit insgesamt 65 Ausbildungsplätze für eine qualifizierte Facharbeiterausbildung zur Verfügung. Hinzu kommen 14 Studenten der Berufsakademie und zwei Volontäre.


Bei SCHOTT Jena erhielten am 20.08.2013 acht Berufseinsteiger ihre Ausbildungsverträge (Foto). Damit werden derzeit insgesamt 37 Jugendliche in den SCHOTT Unternehmen in Jena ausgebildet. Die sieben jungen Männer und eine junge Dame begannen ihre Berufsausbildung im Jenaer Bildungszentrum JBZ und in der staatlichen Berufsschule in Göschwitz. In den nächsten drei Jahren werden sie hier zu qualifizierten Fertigungsmechanikern ausgebildet. Personalleiterin Sandra Menz und Geschäftsführer Dr. Lutz Wehmeier begrüßten die Neuen.

Sandra Menz: "Wir freuen uns, dass Sie heute Ihre Ausbildung bei SCHOTT beginnen und wir Sie auf Ihrem Weg in Ihr Berufsleben begleiten dürfen". Dr. Lutz Wehmeier, Geschäftsführer der SCHOTT Technical Glass Solutions GmbH, fügte hinzu: "Die Ausbildung hat bei SCHOTT in Jena traditionell einen hohen Stellenwert und einen guten Ruf. Am High-Tech Standort Deutschland werden wir mittel- und langfristig nur dann erfolgreich produzieren können, wenn es uns gelingt, durch Innovationen den technischen Vorsprung zu halten und weiter auszubauen. Bildung, Wissen und Innovationen sind untrennbar miteinander verbunden und deshalb ist es für uns so wichtig, Zugang zu gut ausgebildeten Fachkräften zu haben. Wer gute Leistungen zeigt, sich durch persönliches Engagement und gute Ideen auszeichnet, hat gute Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden." - SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit mehr als 125 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien.


Deutschlandweit starten außerdem insgesamt 46 neue Auszubildende und Studenten der Berufsakademie im August 2013 beim JENOPTIK-Konzern ins Berufsleben. Die neuen Auszubildenden der Thüringer Standorte Jena und Triptis wurden ebenfalls am 20.08.2013 von der JENOPTIK-Personalleiterin Melanie Jaklin sowie dem Konzernbetriebsratsvorsitzenden Thomas Klippstein in Jena begrüßt. In Thüringen starten insgesamt 17 Auszubildende und sechs Studenten der Berufsakademie, allein am Standort Jena beginnen in diesem Jahr 20 junge Menschen ihre berufliche Ausbildung bei JENOPTIK (siehe Foto).

Bundesweit begrüßt Jenoptik insgesamt 39 neue Auszubildende und sieben Studenten der Berufsakademie. Damit beschäftigt der Konzern ab August dieses Jahres 142 Auszubildende inklusive Berufsakademie-Studenten. Jenoptik bildet mit dem aktuellen Ausbildungsjahr vor allem Industriemechaniker, Mechatroniker, Elektroniker, Feinoptiker, Mikrotechnologen, Physiklaboranten und Industriekaufleute aus. Für die Studenten der Berufsakademie werden die Fachrichtungen Engineering und Internationales Management angeboten. Die Berufsanfänger der Thüringer Jenoptik-Standorte werden ebenfalls im JBZ ausgebildet.

Dienstag, 20. August 2013

"Die Struktur vergangener Sprachen entschlüsseln": Dr. Martin Joachim Kümmel ist neuer Professor für Indogermanistik an der FSU Jena


(lsn / fsu) - In die Vergangenheit der europäischen und vorderasiatischen Sprachen taucht Prof. Dr. Martin Joachim Kümmel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena / FSU (Foto) tagtäglich ab. Kümmel ist jüngst zum neuen Lehrstuhlinhaber für Indogermanistik ernannt worden und beschäftigt sich mit historisch-vergleichender Sprachwissenschaft.

Dabei entwickelt der vielsprachige Wissenschaftler „detektivisches“ Gespür, um den Details der jahrtausendealten Sprachen, ihren Veränderungen und Verwandtschaften auf die Spur zu kommen. So hat der gebürtige Tübinger beispielsweise in seiner Habilitation, die er 2005 in Freiburg/Brsg. abschloss, die grundlegenden Tendenzen in den Lautveränderungen der Konsonanten in den indogermanischen und benachbarten Sprachen untersucht. „Das Ziel der Untersuchung war, eine Übersicht und Klassifikation der gesicherten Lautgesetze zu erarbeiten, die als Grundlage für die weitere Erforschung auch anderer Sprachgruppen dienen kann“, erläutert der musische Wissenschaftler. Dabei ist die indogermanische Sprachfamilie bereits recht umfangreich: Zu ihr gehören die meisten Sprachen Europas, des Irans sowie Nord- und Mittelindiens. Diese Sprachen gehen auf eine gemeinsame „Grundsprache“ zurück: das „Urindogermanische“, das vor 5.000 bis 7.000 Jahren gesprochen wurde.

„Durch Vergleich der einander in den Einzelsprachen entsprechenden Wortformen und anderen sprachlichen Erscheinungen lassen sich Aussagen über den grundsprachlichen Zustand gewinnen, mit deren Hilfe dann wiederum die Geschichte der Einzelsprachen besser verstanden werden kann“, erläutert Kümmel seine Leidenschaft, der er - auch auf Grund familiärer Prägung - bereits seit seiner Schulzeit frönt. „Durch die Rekonstruktion der Grundsprache erhalten wir auch einen Zugang zur Kultur ihrer Sprecher“, ordnet Kümmel, der bereits nach Jena umgezogen ist, seine Forschungen in den großen Zusammenhang ein.

Der 43-jährige Sprachwissenschaftler hat sich unter zwei Rufen bewusst für die Jenaer FSU entschieden, da hier der Lehrstuhl „gut aufgestellt und vernetzt“ ist und weil die Universität eine „positive Einstellung zu kleinen Fächern“ hat. Um das kleine, aber bedeutende Fach der Indogermanistik nicht nur einer kleinen Gruppe von Linguisten zu erschließen, setzt Prof. Kümmel auch auf moderne Technik. So arbeitet er an einem Online-Wörterbuch der indogermanischen Verben, ein weiteres Online-Projekt zum Lautwandel ist in Planung.

Eine urindoiranische Grammatik ist das aktuelle Projekt des Neu-Jenaers, der bereits in seiner 1999 abgeschlossenen Dissertation "Das Perfekt im Indoiranischen" analysiert hat. Kümmel untersucht darin die Entwicklung des indoiranischen „Perfekts“, das sprachhistorisch dem griechischen, teilweise auch dem lateinischen „Perfekt“ entspricht und formal dem germanischen „Präteritum“ gleicht. „Und es geht mit diesen auf eine entsprechende urindogermanische Bildung zurück“, betont der ausgezeichnete Indogermanist, der seinen Studierenden neben den notwendigen Fakten und Methoden vor allem Kritikfähigkeit vermitteln will. Denn nur permanentes Hinterfragen helfe beim Entschlüsseln des uralten Sprachpuzzles in der Indogermanistik.