Mittwoch, 31. Juli 2013

"Der Schlachhof Jena, wie man ihn kennt, ist Historie!": Traditionsbetrieb in der Löbstedter Straße musste zum zweiten Mal schließen


(lsn / otz / mdr) - Agrarunternehmen aus der gesamten Region, vornehmlich solche, die selbst Fleisch und Wurst vermarkten, hofften auf eine gutes Ende der Schlachthof-Insolvenz. Eine Schließung des Traditionsunternehmens hätte für sie höhere Transportkosten und längere Lieferwege zur Folge gehabt. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schlachthofs hofften lange, dass ihre Jobs und ihre wirtschaftliche Existenz gesichert wird. Doch seit gesten ist wohl alle Hoffnung dahin.

Wie und dass es mit dem Jenaer Schlachthof nach der Insolvenz weiter geht, war auch ein Anliegen das Siegfried Ferge hatte, der Ortsteilbürgermeister von Jena-Nord. "Deshalb sind wir mit dem Insolvenzverwalter Rombach im Gespräch und halten den Kontakt auch weiterhin", berichtete Ferge vor einiger Zeit der OTZ.

Gestern jedoch gab es eine ganz entscheidende Wendung in der Angelegenheit: der Jenaer Schlachthof wurde, nachdem dort am Montag noch produziert worden sein soll, am Dienstag ohne Vorankündigung geschlossen. Zudem soll allen 50 Mitarbeitern gekündigt worden sein, wie die OTZ vermeldete.

Der Grund für das plötzliche Ende sei eine Anordnung des Veterinäramtes Jena/Stadtroda, wurde berichtet. Allerdings vermeldete MDR Thüringen heute Mittag, dass allein wirtschaftliche Gründe zur endgültigen Schließung des Traditionsbetriebes geführt hätten. Im MDR dementierte zudem Martin Meißner, beim Veterinäramt Jena/Stadtroda auch für den Bereich Jena zuständig, dass hygienische Mängel der Grund für die Einstellung des Schlachtbetreibs sein könnten.Vor einiger Zeit hatte man dort wegen der hygienischen und tierschutzrechtlichen Missstände seitens des Veterinäramtes eine Schließung veranlasst, die später unter Auflagen wieder aufgehoben wurde.

Im März 2013 wurde bekannt, dass das Unternehmen zahlungsunfähig ist und Rolf Rombach, ein erfahrener Insolvenzverwalter aus Erfurt, die Geschicke des Betriebes übernommen habe. Rombach hatte durchaus Hoffnungen, dass das Unternehmen durch eine Verringerung der Belegschaft zukünftig weitergeführt werden könne, wie er seinerzeit der OTZ sagte.

Nachtrag vom 31.07.2013 um 16 Uhr:

Inzwischen hat sich Rechtsanwalt Rolf Rombach zu Wort gemeldet. Dem MDR sagte er: "Der Schlachhof Jena, wie man ihn kennt, ist Historie!" und bestätigte, dass allen 50 verbliebenen Mitarbeitern von seiner Seite aus gekündigt worden sei. Als Begründung für das Betriebsende nannte Rombach wirtschaftliche Auswirkungen. Regionale Auftraggeber und Agrargenossenschaften hätten, seit dem er im Januar die Geschäfte übernommen habe, nicht genügend Schlachtaufträge erteilt. Andere Auftraggeber hätten wegen der Lage des Betriebes inmitten von Jena nicht gewonnen werden können, sagte Rombach dem Radiosender. Im Schlachthof Jena, der zuletzt unter Vieh- und Fleischhandel Uta Voigt-Jacob e. K. firmierte, wurden laut Rombach bis zur Insolvenz pro Woche 4.000 Schweine und 200 Rinder geschlachtet sowie 300 Tonnen Schweinefleisch und 40 Tonnen Rindfleisch zerlegt.

"Eigene Hanf-Plantage": 27-jähriger Student hatte eine professionell ausgestattete Cannabis-Aufzuchtanlage in seiner Wohnung


(lsn / polizei) - Die Kriminalbeamten der Jenaer Polizeiinspektion staunten nicht schlecht, als sie am Montag Abend die Wohnung eines 27-jährigen Studenten in Jena durchsuchten. Der Mann war über die Polizeiaktion sichtlich überrascht und hatte gar keine Zeit mehr, auf den ungebetenen Besuch zu reagieren.

Zeugen hatten der Polizei den Hinweis gegeben, dass der junge Mann mit Drogen handeln solle. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung wurden die Beamten dann auch fündig. Der 27-Jährige hatte eine professionell ausgestattete Aufzuchtanlage mit mehreren Cannabispflanzen in seiner Wohnung (siehe Foto).

Es folgten die vorläufige Festnahme des Mannes und eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte gestern auf Verfügung der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt.

"NSU" - Der Prozess # 30: Verhandlungstag Nr. 29 - Zschäpe wurde von ihren Nachbarn für eine Prostituierte gehalten


(schwarz und szabo) - Wie öffentlich war das Leben von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe in der Zwickauer "Frühlingsstraße"? Unter anderem darum ging es am 29. Verhandlungstag vor dem Münchner Oberlandesgericht, als drei weitere Zeugen aus dem Umfeld der "Frühlingsstraße" gehört wurden.

So schilderte u. a. Janice M., eine junge Frau aus der Nachbarschaft, vor dem OLG, wie sie kurz nach der Explosion der Wohnung die Hauptangeklagte Beate Zschäpe mit zwei Katzenkörben in der Hand weglaufen sah. Zschäpe habe einen roten Mantel angehabt und sei in schnellem Laufschritt weggegangen. "In jeder Hand hatte sie eine Katzenbox, mehr habe ich nicht gesehen", berichtete die 18-Jährige, die direkt gegenüber der Hausummer 26 wohnte und sich von Zschäpe abwenden musste, um die Feuerwehr zu alarmieren.

Zeugin Janice M. kommt in dem Verfahren gegen Zschäpe große Bedeutung zu, da ihre inzwischen 91 Jahre alte Urgroßtante in der "Frühlingsstraße 26" direkt neben der "NSU"-Wohnung zu Hause war. In diesem Fall wird Beate Zschäpe Mordversuch vorgeworfen; da das Opfer zu alt ist um nach München zu fahren, zudem immer noch durch die Ereignisse des 04.11.2011 traumatisiert, wie Janice M. vor Gericht aussagte, befragte der Vorsitzende Richter Martin Götzl vor allem die 18-Jährige zur Wohnsituation der alten Dame udn natürlich die Explosion des Hauses.

Janice M. sagte unter anderem: "Ich hörte einen Knall, es hörte sich an, als seien zwei Autos ineinander gefahren. Ich lief ans Fenster und sah, dass das Haus brennt. Im gleichen Moment sah ich die Angeklagte." Ihre betagte Urgroßtante habe zunächst nicht auf die Explosion reagiert, berichtete sie, und wäre schließlich von einer Nichte aus dem Haus geführt worden.

Danach trat Nachbarin Monika M., eine Verwandte von Janice M., in den Zeugenstand. "Was hatten Sie denn allgemein für einen Eindruck, von den Bewohnern der Wohnung gegenüber", wollte Götzl unter anderem von ihr wissen. Monika M. sagte aus, man habe Zschäpe wegen einer blinkenden roten Leuchte im Fenster für eine Prostituierte gehalten: "Wir dachten, das heißt, dass einer fertig ist und der nächste kommen kann", sagte sie. Man hätte sich in der Nachbarschaft Gedanken gemacht, von was "die da drüben" so leben würden "und wenn man dann dieses rote Licht da sieht, da dachten wir halt, die empfängt Männer", sagte sie aus. Beate Zschäpe lachte in diesem Moment im Gerichtssaal laut auf.

In das Bild hätten auch die beiden Männer gepasst, sagte Monika M. zu Richter Götzl. Die Angeklagte habe den Nachbarn erzählt. es handele sich um ihren Freund und dessen Bruder, sagte Frau M. aus und man habe das "mehr oder weniger geglaubt", weil Prostituierte ja auch Männer hätten, die sich um diese kümmern würden. "Aber so genau wollten wir das auch gar nicht wissen", fügte sie an.

Dienstag, 30. Juli 2013

"Nicht dass die Familie arm wäre, aber sie lebt in Jena...": ZDF "Länderspiegel" stellte Menschen aus Jena vor, die aufgrund der hohen Mieten kaum noch Lebensfreude haben

Lichtstadt.News Foto Peter Vitzthum

(lsn / zdf) - Wie ist das, wenn man in der Lichtstadt "zum Leben zuviel und zum Sterben zuwenig" hat, wie es in dem bekannten Sprichwort heißt, weil man von einem Familieneinkommen die Hälfte alleine für die Miete bezahlen muss.

Der "Länderspiegel" des ZDF widmete sich am Wochenende "dem Mietpreiswahnsinn" in der Lichtstadt, wie es die Sprecherin ausdrückte, und stellte einige Beispiele aus Jena vor. Etwa Tobias Rödiger (Bäcker*) und Susann Fischer (Konditorin*), beide leben mit ihren Kindern Leonie und Leonard im Jenaer Südviertel und nach Zahlung der Miete für ihre kleine Dachwohnung bleibt der vierköpfigen Familie kaum noch Geld zum Leben übrig. Aber Tobias Rödiger lässt sich nicht entmutigen, denn als geborener Jenenser kommt ein Wegzug aus Jena für ihn nicht in Frage.

Oder Arne Petrich (selbstständiger Internet-Blogger*), seine Frau Heidi Rauschelbach (Kindergärtnerin*) und deren beiden Kinder wurden gezeigt. Die Sprecherin: "Zwischen 2.100 und 2.500 Euro schwankt das Familieneinkommen inklusive Kindergeld. 1.100 Euro Miete...manchmal bleibt da zum Leben nicht mehr als der Regelsatz einer vergleichbaren Hartz IV-Familie." Es sei noch nicht einmal soviel Geld in der Familienkasse, um die seit Monaten defekte Spülmaschine reparieren zu lassen, sagte Heidi Rauschelbach dem ZDF. "Nicht dass die Familie arm wäre, aber sie lebt in Jena..." berichtet die ZDF-Sprecherin über die Familie Petrich / Rauschelbach weiter.

"Jetzt ist wirklich so das Level, wo ich sage: Jetzt geht's nicht mehr weiter", fügte die Kindergärtnerin im "Länderspiegel" an und meinte damit die Freizeitaktivitäten der Familie wie Musikschule, Yoga, Tanzgruppe und sogar die Busfahrkarte Man habe geschaut, ob man irgendwo hinziehen kann, sagt sie, aber das sei utopisch und ihr Mann ergänzt: "Und dann stellen natürlich auch die Kinder die Fragen: 'Was macht ihr da eigentlich?' Und wir sagen, wir machen eigentlich nichts anderes als das, was wir immer gemacht haben. Wir gehen auf Arbeit, aber es reicht halt nicht mehr ganz. Wir sind permanent am überlegen, wie man aus der Nummer rauskommt."

Auch Pharmaziestudentin* Anne Meyer, die in Neu-Lobeda wohnt, wird vorgestellt. Sie könne sich nicht vorstellen, in Jena eine Familie zu gründen erzählt sie, da man nicht nur für die Bezahlung der Wohnung leben könne. Der Wohnungsmarkt in Jena habe sie ernüchtert, berichtete die 21-Jährige im Zweiten Deutschen Fernsehen. "Entweder es ändert sich gravierend was", spricht sie, oder sie müsse aus Jena wegziehen und sich eine andere Stadt suchen, wo sie einen Job finde, der zum Studium passt und dort eine preiswertere Wohnung nehmen. 

Außerdem wird im ZDF-Bericht vom Samstag die Bürgerbewegung "Unser Jena" vorgestellt. Neben Arne Petrich sind dabei u. a. auch Tobias Netzbandt, Bastian Ebert und Siegfried Ferge zu sehen.

Zwischendrin kommt auch Jenas neugewählter Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker einen Satz lang zu Wort und erklärt, dass die Stadt hoffe, das Problem bis "zum Ende des Jahrzehnts" gelöst zu haben. Hier kann man sich den TV Bericht bei YouTube ansehen (...klick!...). Arne Petrich hat ihn eingestellt und kommentierte hierzu: "Den Beitrag habe ich mir erlaubt nachfolgend zur Verfügung zu stellen, da ich finde, dass er (...) die Problematik in Jena auf eine gewisse erschreckende Weise sichtbar werden und die Lichtstadt dabei erlöschen lässt. Das nun auch noch meine Familie die Protagonisten in verschiedenen Medien wurden, hatte vor allem damit zu tun, dass man sich heute über das Internet informiert und dies natürlich auch die Redaktionen taten, um mich dann persönlich anzusprechen. Somit konnten wir immer die Beiträge etwas ausbremsen, sonst wäre wohl Jena noch viel schlechter in den Berichterstattungen weggekommen."

* = Berufsangaben gem. ZDF "Länderspiegel"

"Erfolgreich ins Weltall gestartet!": Kommunikationssatellit "Alphasat" hat den Sternsensor "Astro APS" der Jena-Optronik mit an Bord


(lsn / jena-optronic) - Erfolgreich ins Weltall gestartet ist der bisher größte Kommunikationssatellit der Erde mit Namen "Alphasat I-XL" an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete.

Gebaut wurde "Alphasat" im Auftrag des Unternehmens Inmarsat und der Europäischen Raumfahrtagentur ESA von einem europäischen Firmenkonsortium unter Führung von Thales Alenia Space und Astrium gebaut. Der Satellit wird Mobiltelekommunikation im L-Band, u. a. mit Handys, ermöglichen. Darüber hinaus hat Alphasat noch vier wissenschaftliche Experimente der ESA an Bord. Experiment 6 ist dabei der ASTRO APS Sternsensor (APS = Active Pixel Sensor / Foto rechts) der Jena-Optronik GmbH.

Das Alphasat Programm zeigt die erfolgreiche Durchführung einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP/Public Private Partnership) zwischen ESA und Inmarsat unter maßgeblicher Beteiligung der europäischen und deutschen Raumfahrtindustrie. "Ich gratuliere der ESA zum erfolgreichen Erstflug des Alphasat. Die Freude ist umso größer, weil auch der ASTRO APS Sternsensor der Jena-Optronik seinen Jungfernflug an Bord des Satelliten absolviert. Das gesamte Projektteam darf sich mit Stolz freuen, dass mit diesem beachtlichen Meilenstein eine spannende Entwicklungs- und Qualifikationsphase zu ihrem erfolgreichen Abschluss gefunden hat", kommentierte Dr. Axel Kwiatkowski, Abteilungsleiter Sternsensoren bei Jena-Optronik, der erfolgreichen Start in Kourou/Französisch Guiana.

"Unser Dank geht an die ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt für die fortwährende Unterstützung dieses Projekts. Ich wünsche AlphaSat auf seiner langjährigen Mission alles Gute", sagte Kwiatkowski außerdem, denn mit Spannung wurde der Start von "Alphasat" (Foto links) in Jena erwartet. Nun kann der neueste APS-Sternsensor auf dem europäischen Kommunikationssatelliten seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, Flugerfahrung gewinnen und die in Jena konzipierte APS-Technologie weltraumverifiziert werden.

Der Sensor verantwortet die operationelle Unterstützung einer optischen Nutzlast des Satelliten (LCT bez. Laser Communication Terminal) als hochgenauer Akquisitionssensor. Alle Telemetriedaten des Sternsensors werden im Operationszentrum der Jena-Optronik gespeichert und ausgewertet. Der ASTRO APS ist dabei ein autonomer Sternsensor, der die strahlungsharte CMOS Technologie einsetzt. Bestehend aus einer Einheit mit Elektronik, Optik und Streulicht-Tubus zeichnet er sich durch kleine Abmessungen, geringe Masse und niedrigen Verbrauch aus. Anforderungen nach minimalen Abmessungen sowie niedrigem Gewicht und Energieverbrauch führten zur Auswahl eines "Single Box Designs".

Der Einsatz von CMOS-Technologie sowie die Verwendung speziell ausgewählter elektronischer Bauelemente ergeben eine hohe Strahlungshärte des Sternsensors. Das niedrige Gewicht von weniger als zwei Kilogramm, eine Genauigkeit von

Montag, 29. Juli 2013

"Die große Sommerumfrage der 'Lichtstadt.News' startet jetzt!": Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für unsere sieben Fragen


(lsn / zono radio jena) - 16 Studierende der FSU und der Ernst-Abbe Fachhochschule Jena werden in den kommenden fünf Tagen jeweils etwa 50 zufällig in der Innenstadt, Neu-Lobeda und Winzerla ausgewählte Menschen befragen.

Aus diesen rund 750 Einzelmeinungen stellt ZONO Radio Jena für die "Lichtstadt.News" in der nächsten Woche wieder ein Stimmungsbild zusammen, was den Jenaerinnen und Jenaern derzeit am Herzen liegt. Bereits im letzten Jahr hatten neun Studierende zehn Tage vor der Wahl zum Oberbürgermeister in Jenas Innenstadt in unserem Auftrag 200 zufällig ausgewählte Menschen befragt, für wen sie bei der OB-Wahl votieren würden und das nicht repräsentative Ergebnis war trotzdem recht repräsenativ geworden.

Ermutigt durch diesen Erfolg erhöhen wir nun die Anzahl der Fragensteller und der Befragten. Wenn Ihnen also bis einschließlich Samstag jemand folgende "Sieben Fragen zur Zukunft Jenas" stellt, dann antworten Sie ruhig, denn wir sind es nur: die "Lichtstadt.News" von ZONO Radie Jena, Ihrem lokalen Hörfunkprogramm für Ostthüringen.

Frage 1 = Was ist für Sie wichtiger: Dass die Stadt Jena bis zum Jahre 2020 schuldenfrei wird, dass die Arbeit der Stadtverwaltung transparent wird, dass im Bereich des Ernst-Abbe-Sportfelds ein neues Stadion bzw. eine Multifunktionsarena entsteht, dass es in der Innenstadt bessere Einkaufsmöglichkeiten gibt, dass es den Menschen in Jena allgemein besser geht?

Frage 2 = Welche Online-Nachrichtenseiten über Jena kennen und nutzen Sie im Internet? Zur Auswahl stehen: 1) OTZ, 2) TLZ, 3) JenaTV, 4) Thüringen Reporter, 5) JENAPOLIS, 6) Jenaer Nachrichten, 7) Radio Jena Lichtstadt.News, 8) MeineStadt.de, 9) Jena News, 10) Deutschland Today (Nennen Sie drei verschiedene!).

Frage 3 = Sind Sie  mit dem Angebot an Kindertagesstättenplätzen in Jena ... eher zufrieden, eher unzufrieden, betrifft mich nicht.

Frage 4 = Worauf kommt es Ihnen an, wenn Sie Informationen über Jena bekommen (Zeitung, Rundfunk, Internet): Dass die Nachrichten umfassend sind, dass die Nachrichten glaubwürdig sind, dass die Nachrichten unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Interessen sind?

Frage 5 = Wenn Sie in Jena bauen würden, was ist Ihnen da wichtiger: Ein schöner Bauplatz, die Seriosität des Bauträgers, eine Randlage in der grünen Lunge der Stadt, dass das Bauland günstig ist, keines von allen vier?

Frage 6 = Wen würden Sie in den Stadtrat wählen, wenn nicht erst in einem Jahr Stadtratswahlen wären, sondern schon im August 2013. Zur Auswahl stehen: 1) Einzelkandidaten, 2) SPD, 3) CDU, 4) DIE LINKE, 5) BÜNDNIS 90/GRÜNE, 6) FDP,  7) BÜRGER FÜR JENA, 8) PIRATEN, 9) BÜRGER MACHT JENA, 10) keine Angabe.

Frage 7 = Was empfinden Sie, wenn Sie sehen, was aus unserer Stadt in den letzten zwanzig Jahren geworden ist? Zur Auswahl stehen: 1) Stolz, 2) Anerkennung, 3) Zufriedenheit, 4) Ist mir egal, 5) Unzufriedenheit, 6) Ärger, 7) Wut.
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"Diebesgut wiedergefunden!": Polizeiinspektion konnte elf der gestohlenen Flutlichtscheinwerfer sicherstellen


(lsn / polizei / otz) - Die Polizeiinspektion Jena hat am Wochenende elf der gestohlenen Flutlichtscheinwerfer aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld sicherstellen können, nachdem ein aufmerksamer Bürger den Tipp gegeben hatte, wo man sie finden könne.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann die Scheinwerfer am Samstagmorgen auf einem Feld zwischen Maua und Leutra entdeckt. Die Beamten stellten dann vor Ort fest, dass es sich um elf der 14 am vergangenen Wochenende aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld entwendeten Flutlichtstrahler handelte. Diese wurden anschließend sichergestellt und zur Dienststelle gebracht.

Dem Fund war ein Aufruf des Werkleiters der Kommunalen Immobilien Jena / KIJ, Götz Blankenburg, vorausgegangen, der apelliert hatte, die Diebe mögen die Lampen doch bitte zurück geben, denn der städtische Eigenbetrieb plant, die insgesamt 160 Lampen der abgebauten Flutlichtmasten für einen guten Zweck zu versteigern. Die Erlös der Auktion soll anschließend Jenaer Nachwuchsmannschaften zu Gute kommen, deren Vereine von der Stadionsperrung betroffen waren.

Auch dieses Wochenende setzte eine Dresdner Spezialfirma den Abriss der Flutlichtmasten fort, wie die OTZ berichtete. Mit einer Spezialverlängerung am Kran baute das Team den letzten verbliebenen Mast, der teils auf einem Fundament in der Saale stand, ab.

Oben kann man das letzte Bild der FCC Webcam sehen, die ihren Betrieb am Freitag einstellen musste; rechts im Bild der Webcam ist der Korb des Steigers der Abrißfirma A.B.S. aus Dresden zu erkennen, aufgenommen am 26.07.2013 um kurz vor 18 Uhr.

In dieser Woche widmet sich das Unternehmen dann den verbliebenen Maststümpfen. Ob überhaupt die Chance besteht, dass wenigstens einer der vier Masten wieder aufgestellt werden kann, ist derzeit noch völlig offen. Das Exemplar, welches noch am besten "in Schuss" ist, musste aufgrund der erheblichen Kranlasten aus SIcherheitsgründen in mehr Stücke zerlegt werden als zunächst vorgesehen. Ein Statiker klärt nun im Auftrag von KIJ, auf welche Weise die mit einem Schweißbrenner zertrennten Masten wieder zusammengefügt werden können. Wie KIJ mitteilte, könnte man eventuell durch zusätzliche Stahlplatten im Inneren des Mastes die nötige Stabilität hinbekommen; die Prüfung ob und wie das gehen soll, kann allerdings mehrere Wochen dauern, sagte Gunnar Poschmann, der Pressesprecher von KIJ.

Hier sieht man das Video der Webcamaufnahmen vom letzten Tag des letzten Mastes des Ernst-Abbe-Sportfelds.

"Straßensperrung nach Wasserrohrbruch": In der "Wöllnitzer Straße" dauern die Reparaturarbeiten noch bis zum Mittwoch an!

(lsn / rana) - Die "Wöllnitzer Straße" ist derzeit im Ortsteil Wöllnitz auf Höhe des Hauses Nummer 105 (= Autohaus Rechtenbach) wegen eines Wasserrohrbruchs voll gesperrt.

Voraussichtlich noch bis zum Mittwoch, den 31. Juli 2013, wird die Sperrung wegen der Reparaturarbeiten an einer Trinkwasserleitung andauern. Der Bereich "Pennickental" / "Hinterweg" ist somit nur über die nördliche "Wöllnitzer Straße" aus Richtung der "Aral"-Tankstelle erreichbar. Die Ausfahrt aus diesem Gebiet ist bis zum Ende der Sperrung alleine möglich über die "Unterdorfstraße".

"Star Wars Celebration Europe": Thüringer Star Wars Fans trafen in Essen Gleichgesinnte aus aller Welt - Die Phantasievielfalt der Kostüme kannte kaum Grenzen


(lsn / af) - Star Wars Fans aus Thüringen traf man zwischen Donnerstag Nachmittag und Sonntag Abend nicht im Freistaat an, sondern bei der "Star Wars Celebration Europe" im Ruhrgebiet.

Und tatsächlich versammelten sich dort in den Hallen des Gruga Parks in Essen Star Wars Fans aus ganz Europa und dem Rest der Welt, darunter viele Amerikaner, Japaner und Australier. Die größte Messe Europas für Fans der Weltraum-Saga fand nach 2007 zum zweiten Mal überhaupt statt und zum ersten Mal in Deutschland; vor sechs Jahren traf man sich in London. Außerdem gibt es in regelmäigen Abständen in den USA die regeläre "Star wars Celebration".

Geboten wurde den am Ende mehr als 30.000 Besuchern ein intergalaktischer Mix aus Kostümworkshops, Starauftritten, Diskussionen, Informationen über die Filmproduktionen, Freilicht- und Innenvorführungen von Kinofilmen (u. a. mit der Weltpremiere von "Star Wars Episode II in 3D", Filmen von Fans und einem Blick in die Zukunft der Star Wars Saga, den die neue Präsidentin von Lucasfilm Ltd. und Nachfolgerin von George Lucas auf dem Chefsessel, Kathleen Kennedy, am Freitag gab. 2015 wird "Episode 7" in die Kinos kommen, unter der Regie von JJ Abrams und mit Musik von John Williams, der auch die weiteren Teile 8 und 9 der Saga musikalisch untermalen wird.

Die Veranstalter konnten für die diesjährige Celebration zudem die "creme de la creme" der Star Wars Darsteller nach Europa holen, darunter Mark Hamill (= Luke Skywalker / Foto oben), Carrie Fisher (= Prinzessin Leia), Peter Mayhew (= Chewbacca / siehe Foto unten beim signieren von Fotos), Kenny Baker (= Roboter R2D2), Anthony Daniels (= Roboter C3PO) und Ian McDiarmid (= Imperator Palpatine). Moderiert wurden die Gespächsrunden, die in der Grugahalle mehrmals täglich stattfanden, von dem nur 1 Meter und 10 Zentimeter großen britischen Mimen Warwick Davis.

Hier einige Fotos mit Eindrücken von der "Star Wars Celebration Europe 2013", die wir als Gast der Veranstaltung (eingeladen wurden wir von "Moviepilot") aufnehmen konnten.


 

Sonntag, 28. Juli 2013

"Solidaritätszuschlag" ./. "Solidarpakt": Wo sind Gemeinsamkeiten? - Was gibt es für Unterschiede? - Wie lange laufen beiden noch?


(lsn) - In die öffentliche Diskussion um eine Neuordnung des Solidarpaktes II zwischen Ost und West sowie den Solidaritätszuschlag hatte sich vor Kurzem der FDP-Bundestags-Spitzenkandidat Rainer Brüderle eingebracht und gefordert, den "Solidaritätszuschlag".anzuschaffen und zwar dann, wenn der Solidarpakt II ausläuft.

Da die Begriffe "Solidaritätszuschlag" und "Solidarpakt" immer wieder mitenander verbunden werden, oft gemeinsam und vereinfachernd als "Soli" bezeichnet werden, möchten wir noch einmal auf die Unterschiede hinweisen. Nein, "Solidaritätszuschlag" und "Solidarpakt" sind nicht das Gleiche.

Während der "Solidarpakt" den ostdeutschen Bundesländern für den Abbau teilungsbedingter Sonderlasten im Rahmen des Länderfinanzausgleichs Finanzmittel zukommen lässt (und womöglch zukünftig auch für strukturschwache Regionen in Westdeutschland verwendet werden soll), ist der "Solidaritätszuschlag" eine Bundessteuer, die von allen Arbeitnehmern in Ost wie West zu entrichten ist und direkt in den Bundeshaushalt fließt.

Klar ist inzwischen, dass die Bundesregieurng den Soidaritätszuschlag (= ein 5,5-prozentiger Aufschlag auf die Lohn- und Einkommensteuer sowie auf die Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer) schon lange nicht mehr zweckgebunden ausschließlich für den Aufbau Ost verwendet, sondern für  allgemeine Zwecke in den Bundeshaushalt eingestellt hat und verbraucht.

"Drei Titaninnen der Afrikanischen Musik": Manou Gallo, Dobet Gnahoré und Kareyce Fotso stehen heute Abend gemeinsam als "Acoustic Africa" auf der Bühne der Kulturarena


(lsn / kulturarena) - Wenn heute Abend bei der diesjährigen Kulturarena Manou Gallo, Dobet Gnahoré und Kareyce Fotso gemeinsam auf die Bühne treten, so ist das in etwa so, als ob 1960 die junge Hildegard Knef mit den französischen Kolleginnen Juliette Gréco und Edith Piaf eine zünftige Jam Session gefeiert hätte. Sprich also: ein Naturereignis! Ein Gipfeltreffen musikalischer Energie und Stimmgewalt!

Natürlich sind Vergleiche mit den drei Titaninnen der europäischen Liedkunst nur Gedankenspiel, denn eine solche Zusammenkunft hat nie stattgefunden. Doch in Sachen Bedeutung können sie es durchaus miteinander aufnehmen. Denn Gallo, Gnahoré und Fotso sind in ihren Heimatländern Kamerun und Côte d'Ivoire seit Jahrzehnten wichtige Impulsgeber musikalischer Entwicklungen, auch wenn sie diese teilweise aus politischen Gründen im Exil leben müssen. Sie singen Lieder auf Zulu, Malinke, Wolof, Bete und Lingala, sie stehen auf mächtigen Wurzeln traditioneller Musik und mischen diese - durchaus in Fortführung der Goldenen Ära des westafrikanischen Pops der 70er und 80er Jahre - mit Funk, Blues und elektronischer Musik. So stehen diese drei Frauen und ihre Stimmen auch für Westafrika als Ganzes, für den Traum von einer gemeinsamen Antwort auf die Probleme und Fragen durch: Musik.

Manou Gallo aus Côte d'Ivoire blickt schon auf eine fast dreißigjährige Bühnenkarriere zurück. Ihren ersten Auftritt hatte sie im zarten Alter von zwölf Jahren, als sie mit der Gruppe Woya durch ganz Westafrika tourte, sang und Bass spielte. Es folgten Studiosessions mit Ray Lema, Auftragswerke für Theater, Konzerte mit den Tambours de Brazza und schließlich - ab 1997 - eine sechsjährige Arbeit im legendären Vokalensemble Zap Mama. Seitdem hat sie drei eigene Alben eingespielt, das letzte 2010, mit ihrer eigenen, leicht elektronisch angehauchten westafrikanischen Musik. Ebenfalls aus Côte d'Ivoire stammt Dobet Gnahoré. Sie ist mit Anfang 30 die Jüngste im Dreierbund und lebt seit 1999 aus politischen Gründen in Marseille, wie viele ihrer Landsleute. Von hier aus strickt die Multiinstrumentalistin an einer erneuerten westafrikanischen Popmusik, mit klassisch geschulter Altstimme und unerschöpflicher Energie sowie einem Rucksack uralter Musikschätze, vom Chorgesang der Zulu bis hin zur komplexen polyphonen Harmonie der Pygmäen.

Weltweiter Lohn wurde ihr 2010 mit der Verleihung des Grammy für „Best Urban/Alternative Performance“ zuteil. Ähnliche Berühmtheit wie Gallo und Gnahoré in Côte d'Ivoire genießt Kareyce Fotso in Kamerun. Mit einer durchschlagenden, rauchigen Bluesstimme führt sie den Blues an seinen Ursprungsort zurück und gibt ihm ein ganz heutiges Gesicht, wofür sie sowohl in Kamerun als auch in Frankreich schon eine Menge Preise einheimste. In Acoustic Africa nun treten Gallo, Gnahoré und Fotso gemeinsam als Gesangstrio an, unterstützt von drei Musikerkollegen, und zelebrieren eine Musik, die im besten Sinne Weltmusik genannt werden kann: Wer hier nicht wenigstens mitwippt, der ist nicht von dieser Welt.

Samstag, 27. Juli 2013

Bertelsmann-Stiftung: In Erfurt, Gera und Jena ist der Anteil der Wohnkosten am Familieneinkommen hoch - Einkommensschwache Familen haben deshalb finanztielle Probleme


(lsn / bertelsmann stiftung) - Die Empirica AG untersuchte im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung 60 der 100 größten Städte Deutschlands. Die Ergebnisse der Studie basieren auf Sonderauswertungen des Mikrozensus 2011, einer repräsentativen Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik in Deutschland.

Die Daten zu den Wohnkosten basieren auf einer exklusiv für diese Studie erstellten Sonderauswertung der empirica-Preisdatenbank, einer der umfangreichsten Auswertungen von Immobilienangeboten in Deutschland. Die Modellrechnung geht aus von einer vierköpfigen Familie mit zwei Erwachsenen, einem Kind zwischen 0 und 7 Jahren sowie einem Kind im Alter zwischen 7 und 14 Jahren. Nicht berücksichtigt wurden in den Berechnungen des verfügbaren Familieneinkommens im Rahmen von Hartz IV übernommenen Kosten der Unterkunft.

Die Ergebnisse der Studie zeigen zum Teil drastische Auswirkungen des Wohnungsmarkts auf das Budget von Familien, die weniger als 60 Prozent des ortsüblichen mittleren Einkommens erzielen: In Jena bleiben einer Familie mit zwei Kindern nach Überweisung der Miete rechnerisch nur noch knapp 700 Euro pro Monat als verfügbares Einkommen. Ähnliche Auswirkungen haben die hohen Wohnkosten in Erfurt, Gera, Frankfurt/Main, Freiburg und Regensburg.

"Armut beeinträchtigt das Aufwachsen von Kindern. Wir müssen vor Ort genauer hinschauen, welche Familien mit Kindern mehr Unterstützung für gute Bildungs- und Entwicklungschancen benötigen. Familien aus der unteren Mittelschicht und oberen Unterschicht geraten in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt finanziell stark unter Druck. Armut muss in Deutschland stärker regional erfasst und bekämpft werden", sagte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, bei der Vorstellung der Studie.

Möchte eine Familie maximal 30 Prozent ihres Einkommens - das ist der bundesweite Durchschnittswert - fürs Wohnen ausgeben, tendiert mancherorts das Angebot auf dem Wohnungsmarkt gegen null. In Frankfurt am Main, Offenbach, Freiburg, Konstanz, München, Potsdam und Jena können sich, nach den Ergebnissen der Studie, Familien mit niedrigen Einkommen von allen familiengeeigneten Angeboten nur jede hundertste Wohnung leisten.

Die Studie vermittele auch, so Dräger, einen Eindruck davon, wie der Wohnungsmarkt die soziale Spaltung einer Stadt verstärken kann. Denn in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt gibt es nur noch wenige Stadtteile, in denen einkommensschwache Familien eine nennenswerte Zahl von bezahlbaren Wohnungen finden.

"80 % kamen wegen des attraktiven Studiianangebots": Die Ernst-Abbe-Fachhochschule punktet beim "Graduate Barometer" - Sehr gute Bewertung für Praxisbezug


(lsn / eah) - Zu Sommerbeginn veröffentlichte das Institut "trendence" sein diesjähriges "Graduate Barometer". Mehr als 530.000 Schüler, Studenten und Absolventen nehmen jedes Jahr weltweit an den Befragungen des europäischen Forschungsinstituts zu Karriereplänen und Wunscharbeitgebern teil.

Das Unternehmen, das u. a. im Personalmarketing und Recruiting tätig ist, betont, dass die Studie vor allem die Besonderheiten von Hochschulen und Arbeitgebern in den Mittelpunkt stellt. So fällt an der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena / EAH auf, dass die Studenten über dem Durchschnitt berufliche und Praktikumserfahrungen (im Inland) besitzen.

80% der Studierenden gaben an, sich für die EAH Jena auf Grund ihres attraktiven Studienangebotes entschieden zu haben. Bei den Qualitätsbefragungen belegt die EAH Jena im Bereich der Ingenieurwissenschaften bei dem Kriterium „Praxisbezug der Ausbildung“ im Gesamthochschulvergleich den fünften Rang und den 11. in Bezug auf Kooperationen mit der Wirtschaft. Bei dem letztgenannten Kriterium steht sie im Vergleich der Fachhochschulen auf Platz 10.

Bei dem Kriterium Betreuung und Lehrstoffvermittlung durch Professoren und Dozenten in den betriebswirtschaftlichen Fächern kann die EAH Jena auf einen siebenten Rang im Vergleich aller Hochschulen blicken. Die "Kooperationen mit der Wirtschaft" bewerten die angehenden Betriebswirte hier mit einem vierten Platz. Im Fachhochschul-Vergleich liegt die EAH Jena bei beiden Kriterien sogar auf dem jeweils zweiten Rang.

Freitag, 26. Juli 2013

"NSU" - Der Prozess # 29: Die Verhandlungstage 27 und 28 - Erkenntnsse über die "Dienelt-Maus" und die Explosion des Hauses


(schwarz und szabo) - Wie waren die drei "NSU"-Terroristen denn so als Nachbarn? Kannte man sie, hatte man Kontakt? Das wurde am 27. und 28. Verhandlungstag vor dem OLG München verhandelt und hierzu sagte an Tag 27 ein ehemaliger Nachbar des Trios als Zeuge aus.

Sie war durchaus freundlich, gesellig und spendabel: Beate Zschäpe oder "Susann Dienelt", wie sie sich damals in der Zwickauer Polenzstraße nannte. Das sagte der Nachbar vor Gericht aus. "Ab und zu hat man hinterm Haus zusammengesessen und sich über dieses und jenes unterhalten. So belanglose Dinge", sagte der Zeuge am 27. Verhandlungstag in München. "Die Liese war 'ne liebe, gute Nachbarin", fügte er an; "Liese" sei der Spitzname von Zschäpe gewesen. In der Nachbarschaft sei sie aber nur die "Dienelt-Maus" genannt worden, weil "Erstens hieß sie Dienelt, und zweitens ist sie 'ne Maus", fügte er an. Zu Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt habe er hingegen weniger Kontakt gehabt. "Wenn man sich sah hat man sich mal guten Tag und guten Weg gewünscht, und das wars im Grunde", berichtete er.

Zschäpe bewohnte mit den beiden anderen "NSU"-Terroristen jahrelang eine Wohnung in dem Mehrfamilienhaus. Sie habe gesagt, der eine sei ihr Freund, der andere dessen Bruder, berichtete der Zeuge. "Was wussten Sie über deren Berufe", fragte der Vorsitzende Richter Götzl den Zeugen. Sie würden Autos überführen, das habe Beate Zschäpe gesagt, erzählte er. Einmal habe sie den Nachbarn, die hinter dem Haus saßen und Fußball guckten, eine große Familienpizza spendiert, sagte er später.

Über Politik habe man nie gesprochen, sagte der Zeuge. Auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters gab er aber zu, dass auf dem Fernseher in seinem Keller ein Adolf Hitler Portrait gestanden habe. Allerdings ohne politischen Hintergrund, wie er erklärte. Das Bild sei vielmehr ein Andenken an einen verstorbenen Nachbarn gewesen. Zschäpe habe sich an dem Bild nie gestört, sonst auch niemand, sagte er zu Richter Götzl.

Irritiert reagierten die Nebenkläger-Anwälte auf zwei offensichtliche Sympathisanten aus der rechten Szene, die unter den Zuschauern im Gerichtssaal waren. Die beiden Glatzköpfe, von denen einer stark tätowiert war, hatten in einer Verhandlungspause am 27. Tag des Prozesses von der Absperrung der Besuchertribüne aus den Angeklagten Ralf Wohlleben und seine Anwältin Nicole Schneiders gegrüßt. Über die Identität er beiden Zuschauer ist allerdings nichts bekannt.

Außerdem kamen weitere Zeugen zu Wort am 27. Verhandlungstag sowie am 28., unter anderem ehemalige Nachbarn aus der Zwickauer Frühlingsstraße. Die dortige Wohnung des "NSU"-Trios, war am 04.11.2011 in Flammen aufgegangen, nachdem Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Eisenach starben und dabi in einem Wohnmobil Feuer gelegt hatten. Beide Male soll die Brandstiftung geschehen sein, um Spuren zu verwischen, sagt die Bundesanwaltschaft.

Auch wenn es zeitaufwendig erscheint, so versucht der Vorsitzende Richter dennoch akribisch die Details zu klären und dieses Mal ging es erneut um das Feuer in der "Frühligsstraße" aus Sicht der dortigen Nachbarn. Mindestens drei Menschen trafen Zschäpe am Brandort: Uwe H. und dessen Ehefrau Antje H., außerdem die Passantin Nadin R.. Letztere sagte am bereits am 27. Verhandlungstag aus. R. berichtete, sie habe an diesem 04.11. eine Frau vor dem Haus in der Frühlingsstraße getroffen, die zwei Katzenkörbe trug und ihr zugerufen: "Hinter Ihnen brennt’s!" Daraufhin habe sich die Frau umgedreht und erschrocken gewirkt, sagte Nadin R.. Dann habe die Frau die Katzenkörbe auf dem Gehweg abgestellt und zu ihr gesagt, sie müsse nach ihrer Großmutter schauen, die wäre noch im Haus. Gleich danach sei die Frau verschwunden gewesen.

Auch Herr und Frau H. bestätigten, dass die Hauptangeklagte am Nachmittag des 04.11.2011 in der Frühlingsstraße war. Den Aussagen am 28. Prozesstag zufolge, hatte sie einen roten Mantel an und kam aus Richtung des Hauses gelaufen. Als das Haus in Flammen aufging, waren beide gerade mit ihren Autos zu Hause angekommen. Sie kannten die Frau vom Sehen, manchmal habe sie draußen Wäsche aufgehängt oder man hätte sie beim Bäcker getroffen. Herr H., von Beruf Schornsteinfeger, hatte einen "dumpfen Knall" gehört, einen großen Schreck bekommen und sich sofort in Richtung des Hauses Nr. 26 umgedreht. Als der Staub sich verzogen hatte sah der 41-Jährige wie es im Nachbarhaus brannte.

Nach dem Erschrecken kam der Schock, wie er es vor dem Oberlandesgericht ausdrückte. "Kräftige Flammenentwicklung" habe er gesehen, eine Wand habe infolge der vorausgehenden Explosion gefehlt. Umso mehr habe es ihn überrascht, sagte H., als er die Frau mit dem roten Mantel sah, die ihm entgegenkam. "Gefasst" habe sie gewirkt, sagte er aus, und dass Beate Zschäpe "zügigen Schrittes" unterwegs gewesen sei. Als sie vom Haus weglief, wäre Zschäpe "über Trümmer" gestiegen, die infolge der Explosion auf der Straße gelegen hätten, berichtete er. "Sie wirkte nicht sonderlich panisch", sagt Herr H.

Er und seine Frau bestätigten auch, dass beide von den zwei Männern wussten, die mit Zschäpe in der Wohnung lebten. Diese hätten aber níemals gegrüßt und außerdem den Augenkontakt gemieden, wie Herr H. erzählte, im Gegensatz zu ihrer Mitbewohnerin. Sie seien ohnehin kaum "öffentlich in Erscheinung getreten". Hin und wieder habe er gesehen, wie sie mit ihren Rädern gefahren seien, berichtete H.

Frau H. sagte anschließend aus. Sie sprach von einem "erschreckten Ausdruck", den sie in Zschäpes Gesicht gesehen haben will, kurz nach der Explosion. "Was ist den hier los", habe sie die Angeklagte gefragt und Zschäpe hätte geantwortet: "Ach du Schreck!" Frau H. berichtete dem Strafsenat außerdem, wie Zschäpe ihre Katzenkörbe bei ihr abgestellt habe und sich dann an sie gewandt hätte, mit der Bitte, auf die Katzen aufzupassen. Dann sei Beate Zschäpe kurz wieder in Richtung des Hauses gegangen, danach aber um eine Ecke gebogen. Die Begegnung habe nicht einmal eine Minute gedauert, sagte sie auf Nachfrage, danach habe sie die Angeklagte nicht mehr gesehen. Bis zur Begegnung im Gerichtssaal.

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"Die Theorie der Bindungen": Dr. Stefanie Gräfe ist neue Professorin für Theoretische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena


(lsn / fsu) - Was die Welt im Innersten zusammenhält, das interessiert Prof. Dr. Stefanie Gräfe von der Universität Jena (Foto). Noch genauer interessiert sich die neu berufene Professorin für Theoretische Chemie für die molekularen Bindungen und wie man sie manipulieren kann. So erforscht Gräfe beispielsweise, wie man mit speziellen Laserpulsen gezielt Atomteile bewegen kann, um deren Eigenschaften etwa in Solarzellen zu verbessern. Oder die gebürtige Düsseldorferin untersucht, wie man den Energietransport auf molekularer Ebene verbessern kann. Dabei ist die 33-jährige, großgewachsene Wissenschaftlerin für die Theorie zuständig. Sie erdenkt und entwickelt numerische Modelle, mit denen sie Messergebnisse von Experimentalphysikern und -chemikern erklären oder auch vorhersagen kann.

Damit ist die derzeit jüngste Professorin (W2/W3) der Jenaer Universität eine gefragte Partnerin von Physik und Chemie. „Ich kann mit beiden gut umgehen“, sagt Prof. Gräfe, denn die studierte Chemikerin hat früh an der Schnittstelle zur Physik gearbeitet. Bereits ihre Promotion, die sie 2005 an der Uni Würzburg beendet hat, verknüpfte beide Fachgebiete. Darin untersuchte sie die Schwingungen von Molekülteilen und wie diese Bewegungen durch Laserbestrahlung verändert werden können. Das sei wie die Berechnung der Kräfte, die ein Vater aufwendet, wenn er seinen Sohn auf der Schaukel mit unterschiedlichem Kraftaufwand anschubst, verdeutlicht die jugendliche Wissenschaftlerin, die bereits mit Mann und Sohn nach Jena umgezogen ist - nur auf viel kleinerer Ebene. Im Ergebnis ihrer Dissertation entwickelte Gräfe einen Algorithmus, der auf verschiedene Molekülarten anwendbar ist.

Bei Forschungsaufenthalten in Kanada und Wien verfeinerte Prof. Gräfe, die gerne Klavier, aber auch Basketball spielt, dieses Prinzip und wandte es auf die noch kleineren Elektronenbewegungen an. Die Physik der starken Felder gehört in Jena ebenso zu ihren Forschungsschwerpunkten wie Spektroskopie und Quantenkontrolle. Doch es ist auch die Lehre, für die die „neugierige“ Hochschullehrerin brennt: „Ich habe die Lehre in Kanada vermisst“, sagt sie und freut sich auf das Unterrichten an der Friedrich-Schiller-Universität, an die sie von der TU Wien gewechselt ist. Sie liebe das unmittelbare Feedback der Studierenden und wolle sie „zum kritischen Nachdenken anregen“, so Gräfes Ziel. Sie bedauere aber, sagt die Naturwissenschaftlerin, dass Chemiker so wenig Mathematik im Studium lernen müssen. Auch hier leiste sie gerne Hilfestellung.

In Jena, das sie seit 2009 von einer Professurvertretung kennt und dessen Menschen sie dabei schätzen gelernt hat, will sie die Interdisziplinarität noch weiter fördern. Ihre neue wissenschaftliche Heimat, das Institut für Physikalische Chemie, ist ein guter Ausgangspunkt dafür. Ein gemeinsames Projekt mit Physikern und Chemikern zu Nano-Schaltern für die Solarenergie ist bereits in Planung. Darüber hinaus will und wird sie die Theorie zu so manchem Experiment liefern und den Bindungen nachforschen, die diese Welt zusammenhalten.

Donnerstag, 25. Juli 2013

"Dramatischer Kundenrückgang": In der "SchillerPassage" denkt "real,-" offenbar über eine baldige Schließung nach - Nur noch 10% der sonst üblichen Kunden!


(lsn) - Nachdem im letzten Jahr ALDI aus der "SchillerPassage" an der Löbstedter Straße ausgezogen ist und vor Kurzem mit dem  Elektronikfachmarkt MEDIMAX der zweite langjährige Mieter aus dem Einkaufszentrum auszog, deutet im Moment alles auf einen Rückzug von "real,-" schon weit vor dem Jahresende 2013 hin.

Obwohl "real,-"-Prerssesprecher Markus Jablonski vor einem dreiviertel Jahr in der OTZ berichtet hatte, dass sich die Konzernleitung dazu entschlossen habe, Ende 2013 den Standort "SchillerPassage" in Jena aufzugeben und im "real,-"-Markt selbst Hinweistafeln verkünden "Wir haben noch bis 31.12.2013 geöffnet!", sprechen Mitarbeiter davon, dass ein interner Bericht an die Konzernzentrale von einem "dramatischen Kundenrückgang" berichtet. Lediglich 10 % der vor einem Jahr gemessenen Kunden würden derzeit noch den Markt besuchen, in dem seit Monaten Tag für Tag eine weitere Kühltruhe oder eine Regalreihe, manchmal sogar ein ganzes Warensegment, abgebaut wird.

Längst werde kaum noch Ware nachgeordert, erzählte man den "Lichtstadt.News", was mit dazu beigetragen habe, dass die Kunden nicht mehr in die "SchillerPassage" zu "real,-" kommen würden. Derzeit ist über Stunden nur noch eine einzige Kasse geöffnet und auch an der hersche kein Andrang, wie der Bericht vermeldet. In ihm geht man sogar davon aus, dass die derzeitige tägliche Anzahl an Kunden im August noch weiter zurück gehen wird.

"real,-" ist der Nachfolger von "Interspar" und "Wal-Mart", die seinerzeit den Einzelhandelsmarkt in der Passage an der Saale betrieben haben. Während "Wal-Mart" den Konkurrenten "Interspar" einst für 1,3 Mrd. DM aufkaufte, um auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen, übernahm die Metro-Handelsgruppe vor etwa sieben Jahren sämtliche "Wal-Mart"-Märkte und etablierte in der Jenaer Einkaufspassage einen "real,-"-Markt.

Schon vor Monaten konstatiere Markus Jablonski in der OTZ, dass "der Standort trotz aller Bemühungen klinisch tot" sei. Da nun aber die Rentabilität "in keinem vernünftigen Verhältnis zu den laufenden Kosten" stehe, wie der Bericht ausführt, soll der "real,-"-Markt in Jena "noch vor dem Herbst 2013" geschlossen werden, so die Empfehlung. Eine offizielle Bestätigung für einen neuen Termin für die Schließung gibt es allerdings nicht.

Was aus der "SchillerPassage" nach dem Auszug des letzten, noch verbliebenen, Großmieters wird, ist weiterhin völlig unklar. Im Gespräch sind derzeit Nutzungen in Richtung Sport und Freizeit.

"Günstiges Wohnbauland in Isserstedt (Teil 1)": Ein Brief mit drei kurzen Fragen an JENAPLUS und Herrn Jörg H. Apel


(lsn / thomas hölke) - Seriösität ist ein wichtiger Grundpfeiler bei Grundstücksgeschäften. Eine Familie möchte, wenn sie sich ein Haus - eine Zukunft - aufbaut, sicher sein, dass alles klappt und natürlich, dass alles um den Grundstückskauf herum in Ordnung ist. Vor allem, wenn man günstiges Wohnbauland sucht, welches in Jena selbst in Randlagen wirklich rar geworden ist.

In Isserstedt werden fast zwei Dutzend erschlossene Baugrundstücke angeboten und das für einen Komplettpreis von 100 Euro pro Qm Grundstücksfläche. Ein Schnäppchen ist das, mag sich da mancher denken, denn "100 Euro erschlossen" ist nun wirklich am unteren Ende der Preispalette angesiedelt. Garantiert hat dies Social Entrepreneur Arne Petrich mit seiner Firma JENAPLUS und der arbeitet wiederum zusammen mit dem Chef der "Modernen Bausysteme" Jörg. H. Apel aus Jena.

Allerdings warnte die Stadt Jena vor kurzem vor dem Kauf dieser Grundstücke und das rief am Wochenende Jörg H. Apel persönlich auf den Plan. Apel gab im Streitfall um das B-Plangebiet in Jena-Isserstadt "Unter der Krippendorfer Wege" eine öffentliche Erklärung ab, in der er die Stadt Jena und im Speziellen den Jenaer Oberbürgermeister scharf angriff."Tatsächlich bin ich nicht nur der betroffene Grundstückseigentümer sondern auch noch der notariell bestätigte Vertragspartner der Stadt, der Erschließungsträger des Baugebietes", schrieb Apel in der Erklärung, in der er außerdem Jenas Oberbürgermeister persönlich angriff und ihm vorwarf "...über eine undurchsichtige und fehlerhafte Begründung seiner Beschlussvorlage, bestehendes, erschlossenes Bauland vernichten zu lassen."

Das sollte potentiellen Käufern die Angst nehmen, hier einen finanziellen Fehlgriff zu machen. Zudem bringt es die Stadt Jena, wenn es der Wahrheit entspricht, in arge Erklärungsnot, hatte diese doch vor Monaten in einem Stadtratsbeschluss erklärt, dass es einen Erschließungsträger als Vertragspartner nicht mehr gibt, da die Firma, mit der vor etwa zwei Jahrzehnten verschiedene Vereinbarungen abgeschlossen worden waren, insolvent sei und ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht mehr nachkommen konnte.

In der Absicht, Licht in die Angelegenheit zu bringen. aber auch - sofern notwendig - Schaden von potentiellen Käufern zu nehmen, damit diese bei einer Aufrechterhaltung des B-Pllans in Ruhe in Isserstedt bauen können, geben die "Lichtstadt.News" sowohl Herrn Jörg H. Apel als auch der Firma JENAPLUS Arne Petrich Gelegenheit, Ihre Grundstücksvermarktung in Isserstedt ins richtige Licht zu rücken und Ihre Darstellungen aus zwei öffentlichen Erklärungen sowie auf der Internetseite von JENAPLUS zu untermauern. Zu diesem Zweck haben wir gestern einen Brief an beide geschreiben mit folgenden Fragen:

Frage 1: "Ist Jörg H. Apel der einzige Eigentümer und Eigentümer aller Grundstücke in Isserstedt 'Unter dem Krippendorfer Wege'?"

Frage 2: "Ist die Firma J.A. moderne Bausysteme GmbH, die vor ihrer Insolvenz von Herrn Apel geführt worden war, danach von einem Insolvenzverwalter abgewickelt wurde und heute nicht mehr existiert, nach wie vor der vertragliche Erschließungsträger für das B-Plan-Gebiet 'Unter dem Krippendorfer Weg' in Isserstedt oder ist dies aktuell Herr Jörg H. Apel als Privatperson?"

Frage 3: "Ist es richtig, dass die 'Unter dem Krippendorfer Weg' in Isserstedt als 'erschlossen' angebotenen Grundstücke interessierten Käufern für 100 Euro pro Qm angeboten werden und später auf diese Käufer keine weiteren Kosten für die Straßenherstellung, den öffentlichen Wasser/Abwasseranschluss sowie weitere Versorgungsleitungen wie Strom und Telekom etc. zukommen werden?"

Nun haben Apel und Petrich Gelegenheit, ausführlich zu diesen drei Fragen Stellung zu beziehen und Unklarheiten auszuräumen. Nächste Woche werden wir dann weiter in der Angelegeheit berichten.




NACHTRAG: 

Derzeit liegen die Unterlagen des aufzuhebenden Bebauungsplanes "Unter dem Krippendorfer Wege" bei der Stadtverwaltung Jena, Am Anger 26 und in Isserstedt öffentlich zur Einsicht für jedermann aus. Da es sich hierbei nicht um Entwürfe der Bauleitplanung handelt, bei welchen nach dem Baugesetzbuch eine gesetzliche Auslegefrist von einem Monat vorgschrieben ist, sondern um die Aufhebung eines bestehenden B-Planes, handelt es sich um eine sog. "verkürzte Frist der Einsichtnahme"; diese endet am 26.07.2013.

Außerdem empfehlen die "Lichtstadt.News" die Betrachtung der erschlossenen Grundstücke vor Ort in Jena-Isserstedt. Das gesuchte Areal befindet sich östlich des Wohngebietes "Lindenpark", dort wo sich in den letzten 2 Jahrzehnten ein kleines Wäldchen mit mehreren Hundert Bäumen und vielen Sträuchern gebildet hat (siehe Foto), das inzwischen zum Heinstatt für einige Tierarten geworden ist.

Mittwoch, 24. Juli 2013

"NSU" - Der Prozess # 28: Der 26. Tag im "Zschäpe"-Prozess - Radio LOTTE sendet heute live aus München


(schwarz und szabo) - 488 Seiten lang ist die Anklageschrift gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Sch*ltz* und André Em*ng*r im sog. "NSU"-Prozess.

Bald 30 Tage tagt nun schon der zuständige 6. Strafsenat des Oberlandesgerichtes München, und ein Ende ist trotzdem erst in anderthalb JAhren abzusehen. An Verhandlungstag 26 stand erneut der Mord an Enver Şimşek im Fokus, der bereits am 20. und 21. Prozesstag verhandelt worden war. Jetzt war ein Rechtsmediziner als Zeuge geladen und es wurde ein Waffentechniker des beayerischen Landeskriminalamtes zum Verlauf der Ermittlungen über Şimşeks Tod gehört. Dabei gab der Beamte zu, dass die Ermittlungen nur schleppend gelaufen waren.

Erst zwei Jahre nach den tödlichen Schüssen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt auf den türkischen Blumenhändler im September 2000 in Nürnberg sei das bayerische LKA in der Lage gewesen, ein Gutachten zu den verwendeten Waffen zu erstellen, sagte er zum Vorsitzenden Richter Martin Götzl. Das Gutachten sei auch nicht sehr umfangreich, räumte er in der Befragung ein, und bestehe lediglich aus zwei Papieren mit zusammen sieben Seiten.

Der Rechtsmediziner des Universitätsklinikums Erlangen erklärte, die Täter hätten auf Enver Şimşek bis zu neun Schüsse aus zwei Waffen abgefeuert, von denen den Blumenhändler acht trafen. Der Mediziner beschrieb anschließend enzelne Verletzungen, die Şimşek erlitten hatte. Tödlich sei schließlich ein "Schädelsteckschuss" gewesen, sagte der Zeuge. Nach Einschätzung des Experten dauerte das gesamte Tatgeschehen etwa 10 bis 15 Sekunden. Simsek war zwei Tage nach dem Angriff im Klinikum Nürnberg an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Am Nachmittag des 26. Tages wurde noch einmal derjenige BKA-Beamte befragt, der den Mitangeklagten Holger Gerlach vernommen hatte. Bisweilen ging es an diesem Prozesstag auch hitzig zwischen den einzelnen Verteidigern zu, denn die Anwälte der verschiedenen Angeklagten vertreten ja jeweils die Interessen ihrer Mandanten, die unterschiedlicher nicht sien können. Gerlachs Anwalt will die Schuld seines Mandanten möglicht gering halten, während Zschäpes verteidigung die beastenden Äußerungen gerlachs gegen die Hauptangeklagte anzweifeln. Den Aussageprotokollen kommt dabei eine hohe Bedeutung zu, da Holger Gerlach vor Gericht weiterhin schweigt. Sein Anwalt betonte deshalb immer wieder, dass die Aussagen seines Mandanten glaubhaft seien uns es keine Widersprüche gebe.

Außerdem wurde am 26. Prozesstag der Polizeibeamte M. zum Mord an dem Schneider Abdurrahim Özudoğru aus der Nürnberger Südstadt befragt, der am 13. Juni 2001 im Alter von 49 Jahren von Böhnhardt und Mundlos ermordet worden war. Nebenklägeranwalt Erdal sprachihn auch auf den "Barbie-Puppen-Vergleich"an (Hintergrund: Eine Zeugin hatte damals eine Frau am Tatort als "Barbie-Puppe"), doch M. weiß nicht ob und wie er auf diese Frage antworten soll. "Was ist das Besondere an einer Barbie-Puppe?", fragt Erdal ihn, doch auch Richter Götzl versteht nicht, worauf der Anwalt mit der Frage hinaus will, und droht Erdal die Frage zu entziehen, wenn er nicht den Zusammenhang mit dem Prozess erläutert. Erdal daraufhin: "Das Gesicht der Angeklagten Zschäpe hat mit einer Barbiepuppe große Ähnlichkeit, vor allem wie sie Haare nach hinten gebunden hat. Ich habe mir Barbies genau angesehen. Eine Barbiepuppe hat ein schmales Gesicht, schmale Lippen, dieses Gesicht hat Ähnlichkeit mit Beate Zschäpe." Woraf heiterkeit im Saal ausbrach und auch Beate Zschäpe lachte laut auf.

Radio LOTTE berichtet heute, am Mittwoch, den 24.07.2013, von morgens 7 Uhr bis Nachmittags live direkt aus München vom Prozess. Moderiert wird die Sendung von Shanghai Drenger, dem Radio-LOTTE Chefredakteur und von Ronald Hirte (Foto rechts). Der ehrenamtliche LOTTE-Moderator arbeitet als Historiker und Archäologe in der Gedenkstätte Buchenwald. Ebenso vor Ort ist natürlich Friedrich Burschel, der vom ersten Prozesstag an für Radio LOTTE vom NSU-Prozess berichtete.

Die Themen der Livesendung sind: 1) Der Prozess aus Sicht der NebenklägerInnen, 2) Wie viel Staat steckt im "NSU" (Hier geht es um die Rolle der Landesämter für Verfassungsschutz). 3) Welche Rolle spielen die Untersuchungsausschüsse?, 4) Die Netzwerke rund um den "NSU",5) Der Prozess als Werkzeug der Demokratieförderung? und 6) Der Prozess und Zivilgesellschaftliche Initiativen. Radio LOTTE Weimer empfangen sie auf UKW 106,6 MHz in der Region um Weimar oder HIER im Internet.

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"Schon wieder ausverkauft!": Keine Karten mehr erhältlich für Chilly Gonzales am heutigen Abend bei der "Kulturarena 2013"


(lsn / kulturarena) - Es läuft in diesem Jahr bei der "Kulturarena" in Jena "wie geschnitten' Brot", wie man so schlön sagt. Schon wieder ist ein Konzert ausverkauft und zwar das heutige von Chilly Gonzales (Foto).

Eine seiner derzeitig größten Herausforderungen, ließ Gonzales auf seinem 2011er Album "The unspeakable Chilly Gonzales" die Gemeinde wissen, sei es, einfach "...die Klappe zu halten und Klavier zu spielen". Und das sei, hieß es noch, schließlich auch das Höchste an Respekt, was man seinem Publikum entgegenbringen könne. Punkt. Es grenzt schon an Selbstkasteiung, wenn das einer sagt wie Mr. Jason Charles Beck aka Gonzales, das menschgewordene musikalische Chamäleon.

Denn eigentlich ist Gonzales Inhaber der wohl größten Klappe wie auch der goldensten Hände des derzeitigen Showbusiness. Und beides setzt er (in wechselnden Anteilen) auch weidlich ein, in den verschiedensten musikalischen Ausstülpungen. Welcher Beck darf es denn sein: der Jazzpiano-Student aus Montreal? Der leicht Elvis-Costello-angehauchte Leader der kanadischen Alternative-Band Son? Der satirische Elektro-Rapper der Berliner Untergrund-Szene, der versprach, mittels seiner Drummachine Hip-Hop-Gott Dr. Dre vom Produzententhron zu stoßen (und sich gleich zum Präsidenten jener Berliner Untergrund-Szene erklärte)? Der Inhaber des aktuellen Weltrekords im Dauer-Pianospielen (Paris 2009, 27 Stunden, 3 Minuten, 44 Sekunden)? Der Lieferant traumhaft schöner Songs für Künstler wie Feist, Drake, Daft Punk, der Partner von Größen wie Peaches oder Jamie Lidell? Man kann sich leicht verirren im großen Gonzales-Universum.

Letztlich aber ist er vor allem eines: ein wahrhaft begnadeter Musiker-Entertainer der durchtriebensten Sorte, ein sportlicher Eulenspiegel, der wohl selbst einen Frank Sinatra zum Bühnen-Duell herausgefordert hätte (und seine Chancen wären nicht die schlechtesten gewesen). Heute Abend gibt er der Jenaer "Kulturarena" ein ganz besonderes Flair.

Dienstag, 23. Juli 2013

Heute um 17 Uhr 30 im Rathaus: Öffentliche Informationsveranstaltung zur Fortschreibung des Landschaftsplanes für Jena


(lsn / rana) - Eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Fortschreibung des Landschaftsplanes für Jena beginnt am heutigen Dienstag, den 23. Juli 2013 um 17 Uhr 30 in der Rathausdiele.

Vorgesehen ist eine Einführung in den Landschaftsplan mit der Vorstellung der verschiedenen Planunterlagen. Schwerpunkt der Darstellung wird die "Entwicklungskarte" sein, in der die zusammengefassten Zielstellungen für den Natur- und Landschaftsschutz enthalten sind. Zudem werden Fragen der Besucher der Veranstaltung beantwortet. Seit September 2011 wird der bisher geltende Landschaftsplan fortgeschrieben. Er dient der unteren Naturschutzbehörde als fachliche Arbeitsgrundlage und ist als einer der Fachpläne Grundlage für die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes im Stadtgebiet von Jena.

Der Landschaftsplan wird als ein eigenständiger Fachplan des Naturschutzes und der Landschaftspflege von der unteren Naturschutzbehörde erarbeitet. Dieses Instrument dient dem Vorsorgeprinzip und soll die Voraussetzungen für die Umsetzung der allgemeinen Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege schaffen. Das Planungsbüro Froelich & Sporbeck Umweltplanung und Beratung aus der Niederlassung Plauen wurde mit der Erarbeitung des Planes beauftragt.

"Die zweite 'Giraffe' ist gefallen!": Die Webcam des FCC zeigt den Abbau am gestrigen Tag - Der FC Carl Zeiss bittet derweil die Stadt Jena um finanzielle Hilfe


(lsn / fcc / otz) - Am gestrigen Montag fiel zwischen 18 Uhr und 18 Uhr 30 der zweite Mast der Flutlichtanlage am Ernst-Abbe-Sportfeld. Im Video oben kann man sich noch einmal den Abbau am gestrigen Tag anschauen. Wie lange die Webcam des FCC vom dritten Mast aus ihre Bilder noch wird senden können, ist unklar. Aber spätestens am Wochenende, wenn der letzte Flutlichtmast gefallen ist, endet die Zeit der täglichen Bilder, die man sich auf dieser Internetseite noch einmal anschauen kann.

Die von einigen Nicht-Fußballfans "Giraffen" genannten Wahrzeichen des Sportfelds fallen derzeit im Zwei-Tages-Takt, damit bis zum Spielstartbeginn des 4. Bundesliga / Regionalliga Nordost der FC Carl Zeiss Jena seine Heimspiele in Jena austragen kann und vor allem, damit der SV SCHOTT Jena am 4. Augst den Hamburger SV in der ertsten Runde des diesjährigen DFB-Pokals zuhause empfangen kann.

(Anmerkung: Alleine die in Dresden im "Rudolf-Harbig-Stadion" verbaut gewesenen Flutlichmasten wurden von den Fußballfans "Giraffen" genannt, weil sie dort auch wie Giraffen aussahen. In Jena ragen bzw. ragten die Flutlichtmasten gerade in den Himmel, weshalb sie bisher noch niemals jemand "Giraffen" genannt hat. Hier irren also einige Medien, die derzeit vom "Tor der Jenaer Giraffen" erzählen!)

Derweil hat der Vorzeige-Fußballklub der Lichtstadt die Stadt um Hilfe gebeten und seine, immer noch anhaltenden finanziellen Probleme, am Hochwasser vom Juni und der Sperrung des Ernst-Abbe-Sportfelds festgemacht. In der OTZ wird Vereinspräsident Rainer Zipfel mit den Worten zitiert: "Uns ist durch das Hochwasser und die Stadionsperrung wegen des Flutlichtes finanzieller Schaden entstanden."

 Zipfel berichtete, dass durch die Austragung des Newport-Spieles in Weimar die dringend gebrauchten Einnahmen nahezu aufgebraucht habe. "Außerdem konnten wir ein kurzfristig angebotenes Hochwasser-Benefizspiel gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05 nicht austragen", sagte der Vereinspräsident der Zeitung. Eine Schadenssumme von 150.000 Euro soll im Raum stehen, die der FCC Präsident gerne von der Stadt Jena ersetzt haben möchte..

"Wie Kinder den Regenwald retten": Kinder der Montessori-Kindertagesstätte "Munketal" der Stadt Jena stellen heute ihr Buch "UNSER REGENWALD" vor


(lsn / rana) - Am heutigen Dienstag, den 23. Juli 2013, stellen Kinder der Montessori-Kindertagesstätte „Munketal“ des städtischen Regiebetriebes Kommunale Kindertagesstätten Jena ihr Buch "UNSER REGENWALD" vor, mit dem sie Interesse für Nachhaltigkeit und den Schutz der gewachsenen Naturschätze unserer Erde wecken wollen.

Seit mehr als fünf Jahren besteht zwischen der Montessori-Kindertagesstätte "Munketal" und der Kindereinrichtung CDI "Samuel Calero" in San Marcos/Nicaragua eine Partnerschaft. Aus dieser entstand eine offizielle Kooperation, in welcher der Träger der Kommunalen Kindertagesstätten der Stadt Jena / KKJ, die vertretende Montessori-Kindertagesstätte "Munketal", das Eine-Welt-Haus e.V. Jena und der Partnerverein APRODIM / Kindereinrichtung "Samuel Calero" zusammenarbeiten. Die Bildungskooperation ermöglicht einen gegenseitigen interkulturellen Austausch insbesondere zwischen Kindern beider Kulturen. Unter der Leitung von Frau Uta Martini entstand ein Begegnungsprogramm von Kindern für Kinder, in der die Kultur von Nicaragua mit Liedern, Geschichten, Spielen und Tänzen wöchentlich in der Montessori-Kindertagesstätte "Munketal" lebendig wird.

Zwischen den Kindertageseinrichtungen besteht ein freundschaftlicher sowie wechselseitig kultureller Dialog. Auch Videobotschaften, Briefe und Zeichnungen werden miteinander ausgetauscht. Darunter befand sich auch das deutsch-spanische Buch "Pegasus das Dichterpferd", welches die Kinder der Kindereinrichtung in Nicaragua den Kindern der Montessori-Kindertagesstätte "Munketal" geschenkt haben. Das Buch inspirierte die Kinder bald zu einem eigenen Buch. Im Herbst 2012 begannen die Kinder, ausgehend von Tier- und Naturmotiven, mit der Erfindung und Entwicklung einer ganz eigenen Geschichte, welche im Dialog mit den Erwachsenen wachsen sollte. Hierbei wurden sie sowohl von den Erzieherinnen Ute Kadenbach und Jana Gorecki, als auch von der Mitarbeiterin Teresa Popp sowie dem Mitglied Cynthia Popp aus dem Eine-Welt-Haus e.V. Jena und der "Europäischen Freiwilligen" Aitana Villanova tatkräftig unterstützt.

Auch die situativen Lebensthemen der Kinder flossen mit in die Geschichte ein. So prägten Bilder aus Kinderbüchern und mitgebrachtes Material aus den Familien der interessierten Kinder die thematische Entwicklung der Geschichte. Ging es anfangs um die Schönheit und Vielfalt der Natur, die Pflanzen und Tiere, verstanden die Kinder bald, dass diese bedroht ist und der Regenwald von allen Menschen für die Zukunft gemeinsam geschützt und erhalten werden muss. Aus der wachsenden Geschichte entstand langsam das Buch "UNSER REGENWALD", in dem es zu einer Konfrontation und einem ehrlichen Dialog über Geben und Nehmen und ökologische Nachhaltigkeit zwischen den Bewohnern des Regenwaldes, den westlichen Waldarbeitern und den Tieren des Regenwaldes als Übersetzer und Vermittler kommt.

Am Ende der Geschichte fanden die Kinder auch eine moralische Lösung, um den Regenwald zu retten. Im April 2013 hatten die Kinder die zweisprachige Geschichte "UNSER REGENWALD" vollendet und die Buchgestaltung begann. Hierbei wurde das Projekt durch Andreas Dürer und Franziska Pochert von Buchkinder Jena unterstützt, welche zusammen mit den Kindern das Design des deutsch-spanischen Buches entwickelten. Das Buch wird nun mit freundlicher Unterstützung des Regiebetriebes KKJ, unter Leitung von Frau Marina Zollmann, in die erste einhundert Bücher umfassende Auflage gehen.

Das Buch wird heute Nachmittag erstmals ab 16 Uhr in der Montessori-Kindertagesstätte "Munketal" öffentlich vorgestellt. Die Präsentation wird in Form einer zwei-sprachigen Lesung stattfinden. Wenn Sie wissen möchten, wie die Geschichte von "UNSER REGENWALD" endet, und welche Lösung die Kinder uns Erwachsenen vorschlagen, sind Sie herzlich zur Lesung eingeladen.

Montag, 22. Juli 2013

"Helfen nach der Flut": Sparkasse Jena unterstützt Benefizkonzert am nächsten Samstag in Orlamünde


(lsn / sparkasse) - Erst kam die Flut, dann kamen die finanziellen Auswirkungen. Während sich das Wasser inzwischen verlaufen hat, brachten die Flutfolgen viele Menschen in Osttüringen in erhebliche Probleme.

Zugunsten der Flutopfer findet deshalb am kommenden Samstag, den 27. Juli 2013, in Orlamünde auf der Naturbühne der Burg ein Benefizkonzert statt, das von der Sparkasse Jene unterstützt wird.

Das Konzert steht unter dem Motto "Wir helfen nach der Flut" und mit dabei sind u. a. die F.O.X.X.-Partyrockband, Cindy Berger, Susann Kaiser, der Fernando Express, Anja und Chris sowie die Fun Factory. Der Eintritt kostet 10 Euro. Beginn ist um 20 Uhr.

In diesem Zusammenhang sucht die Partyrockband aus Jena noch einen Sponsor "für zwei Banneraufsteller mit dem Bild der Band und Ihrem Werbeschriftzug sowie Ihrem Logo. Für Werbung wären ca. 60 cm Platz auf dem Banner", schreibt die Band, und die Kosten der Aktion betragen einmalig knapp 200 Euro. F.O.X.X. erbittet Anfragen unter der Handynummer 017418 84589 oder schriftlich unter: bauandre [at] gmx.net.

"Diebstahl im Ernst-Abbe-Sportfeld": Unbekannte klauten 14 Strahler des ersten demontierten Flutlichtmastes - 30.000 Euro Schaden!


(lsn / polizei) - Im Ernst-Abbe-Sportfeld ist in der Nacht zum Sonntag eingebrochen worden: Unbekannte stahlen bei dem Einbruch insgesamt 14 Flutlicht-Strahler des abgebauten ersten Flutlichtmastes.

Die mehr als 70 Meter hohen Flutlichtmasten werden noch bis Anfang August demontiert. Der Schaden des Diebstahls beträgt mehr als 30.000 Euro. Besonders infam: Vorgesehen war, die Strahler für einen guten Zweck zu versteigern.

Wer Hinweise auf die Täter oder den Verbleib der Strahler  machen kann, der wende sich bitte an die Landespolizeiinspektion Jena unter der Rufnummer 03641 - 810.

Den Abbau kann man HIER über die "FCC Webcam" mitverfolgen!

Aus Sicherheitsgründen darf der Umkreis von jeweils 80 Metern um die Flutlichtmasten nicht betreten werden. Das hatte die Stadt Jena bereits am Donnerstag mitgeteilt und angekündigt, dieses Verbot auch verbindlich durchsetzen zu wollen.

Sonntag, 21. Juli 2013

"Kriminelle Machenschaften!": Isserstedter Grundstückseigentümer warnt Jenas Oberbürgermeister davor, erschlossenes Bauland vernichten zu lassen

 
(lsn / thomas hölke) - Es wird mit harten Bandagen gekämpft, nachdem die Stadt Jena einen zwanzig Jahre lang nicht realisierten Bebauungsplan in Isserstedt aufheben lässt und davor gewarnt hat, dort "Am Krippendorfer Wege" Grundstücke zu kaufen.

Diese werden von der Firma JENAPLUS Arne Petrich zum Kauf angeborten, zu einem Preis von 100 Euro pro Qm und zwar erschlossen, d. h. für die Erwerber, dass sie der Grundstückseigentümer Jörg H. Apel später von allen weiteren Erschließungskosten (Straße, Wasser/Abwasser, Telekom, Strom etc.) freistellt.

Nun hat sich dieser Grundstückseigentümer zu Wort gemeldet und dem Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter gedroht. Das, was der hier veranstalte sei "kriminell", so Jörg H. Apel, der Oberbürgermeister "vernichte erschlossenes Bauland", schreibt er. Auch der Darstellung der Stadt Jena zum Bauträger widerspricht Apel. "Tatsächlich bin ich nicht nur der betroffene Grundstückseigentümer sondern auch noch der notariell bestätigte Vertragspartner der Stadt, der Erschließungsträger des Baugebietes", erklärt er in einer Presseerklärung vom Wochenende.

Wenn dies der Wahrheit entspricht, dann hätte die Stadt Jena in ihrer Begründung der Aufhebung des B-Plans einen schwerwiegenden Fehler eingebaut, denn dort steht zu lesen: "Erstellt worden war die Planung im Auftrag der J. A. moderne Bausysteme GmbH (...). Mittlerweile hat der einstige Vorhabenträger Insolvenz angemeldet. Ein Rechtsnachfolger existiert nicht. Damit steht unter anderem ein Vertragspartner für den Abschluss des für die Herstellung der plangegenständlichen Straßen erforderlichen Erschließungsvertrages nicht zu Verfügung." Apel bezeichnete sich jetzt aber wie gesagt als "der notariell bestätigte Vertragspartner" der Stadt Jena.

Es bleibt abzuwarten, wer hier die Unwahrheit sagt. Bisher war nur eine fehlerhafte Presseerklärung von JENAPLUS Arne Petrich bekannt. Im Namen seiner Firma hatte Petrich behauptet: "Es ist uns derzeit keine Begründung bekannt, weshalb die Stadt Jena ein notwendiges und bezahlbares Wohnbaugebiet (100 Euro pro qm - erschlossen) verhindern möchte." Dies war jedoch unrichtig, wie Grundstückseigentümer Apel inzwischen öffentlich einräumen musste. Aus seiner Sicht ist die Begründung nun zwar seit langem existent, jedoch "undurchsichtig und fehlerhaft". Bleibt also abzuwarten, wer hier wen täuscht und mit welchem Zweck: die Stadt Jena in ihrer Begründung zur Aufhebung des B-Plans oder Jörg H. Apel, der erklärt, er sei "der notariell bestätigte Vertragspartner, der Erschließungsträger" und damit juristisch wie finanziell verantwortlich für die insolvente Firma J. A. moderne Bausysteme GmbH.

Eine Klärung zumindest dieser Frage scheint recht einfach, denn im Falle einer Insolvenz gibt es/gab es einen Insolvenzverwalter und der kann hier schnell Aufschluss geben. Aus Isserstedts Bürgeschaft zu erfahren war zumindest, dass es seinerzeit im (direkt an das Gebiet "Am Krippendorfer Wege" angrenzenden) Baugebiet "Lindenpark", welches auch von Jörg H. Apel entwickelt worden war, erhebliche Probleme zwischen den Grundstückskäufern, den von ihnen bezahlten Leistungen und der Umsetzung gegeben hat. Ob das seinerzeit dazu geführt hat, dass die Firma J. A. moderne Bausysteme GmbH bzw. deren Nachfolgefirmen J.A. Moderne Bausysteme GmbH und Co Lindenpark KG sowie Moderne Bausysteme Apel GmbH und Co. Lindenpark KG Konkurs anmelden mussten und wie es den Grundstückskäufern damals erging, ist noch zu recherchieren.

Die "Lichtstadt.News" bleiben am Ball und klären weiter über die Angelegenheit auf, die sich langsam aber sicher zu einem Krimi entwickelt.