Freitag, 31. Mai 2013

"Ins Wasser gefallen!": Morgiges Kinder- und Familienfest "Familienbande" muss leider abgesagt werden, das Leichtathletik-Meeting ebenso - Keine Ersatztermine möglich!


(lsn / rana) - Wie die Stadt Jena heute bekannt gab, musste leider aufgrund der aktuellen Großwetterlage und akuter Hochwassergefahr im Bereich des Stadions das für morgen geplante Kinder- und Familienfest "Familienbande" abgesagt werden.

Über JenaKultur war zudem zu erfahren, dass es hierfür auch keinen Ersatztermin geben wird. "Wir bitten um Ihr Verständnis für diese kurzfristige Absage", gab die Stadt Jena hierzu bekannt.

Am Freitag Mittag gab zudem Wettkampfwart Wolfgang Schmöller vom LC Jena bekannt, dass der für Sonnabend geplante große Leichtathletik-Tag im Ernst-Abbe-Stadion mit dem Schülersportfest und dem Nationalen Sportfest abgesagt werden muss. "Die Hochwasser-Gefahr war einfach zu groß. Wir haben es uns mit unserer Entscheidung nicht einfach gemacht", sagte Schmöller der Presse. Auch hier ist leider kein Ersatztermin möglich.

"Weil nicht sein darf, was nicht sein kann!": Anklage gegen Lothar König stürzt in sich zusammen - SPIEGEL.Online berichtet über den Prozess gegen den Jugendpfarrer


(lsn / spiegel / tim schwarz) - Kann es möglich sein, dass ein, ganz offensichtlich unbelehrbarer Mann, geziert von einem revolutionär anmutenden Rauschebart, am Steuer eines mit einem Kameraturm und Lautsprechern ausgerüsteten Kleintransporter sitzend - um ihn herum zum Teil vermummte Menschen - nichts anderes im Sinn haben kann, als seinem grundgesetzlichen Recht auf Demonstrationsfreiheit nachzukommen? Oder wird er, muss er ganz einfach, Rechtsverstöße begehen? Wird er die "Massen" zum Landfriedensbruch aufwiegeln, wird er Straftäter schützen, zum Kampf gegen die Polizei aufhetzen und die Staatsmacht nötigen?

Der geschilderte Mann war am 19. Februar 2011 in Dresden, fuhr mit dem beschriebenen Kleintransporter durch die Elbestadt...und machte dabei einen schweren Fehler. Er besichtigte NICHT die Semperoper, den Zwinger oder die Frauenkirche, sondern begleitete Menschen bei einer Demonstration gegen einen Nazi-Aufmarsch. Während dieser von der Staatsmacht "beschützt" wurde, entlud sich deren ganze Staatsgewalt gegen den Mann mit dem Rauschebart...weil nicht sein darf, was nicht sein kann.

Am 10. August 2011 durchsuchte die sächsische Staatsmacht im benachbarten Freistaat die Kirchen- und Wohnräume des Jenaer Pfarrers Lothar König (= das ist der ganz offensichtlich unbelehrbare Mann mit dem revolutionär anmutenden Rauschebart), konfiszierte Akten, Computer, seinen blauen Kleintransporter und andere Gegenstände - aber das, was sie vor allem suchte, fand sie nicht: das vom Dach des Kleintransporters am 19. Februar 2011 gedrehte Video.

Wie wichtig es für König wurde, zeigte sich in der Dresdner Gerichtsverhandlung gegen ihn. Zwar hatten sechs Wochen NACH der Hausdurchsuchung in Jena überraschend viele Polizeibeamte überraschend identische Zusatzberichte angefertigt, aber diese waren (weil man Königs Video nicht kannte?) verräterisch dilettantisch abgefasst. Aus Königs Kleintransporter habe es eine Lautsprecherdurchsage gegeben in der Art "Deckt die Bullen mit Steinen zu!". Musik? Nein, die habe man nicht gehört. Sofort hätte man den Polizeikonvoi gewendet und schon habe "eine riesige Masse" an Demonstranten dem Aufruf Folge geleistet und Steine auf die Polizeifahrzeuge geworfen, was die Polizeibeamten bei Leib und Leben gefährdet habe.

SPIEGEL.Online berichtet: Am 23. März 2011 - 32 Tage nach den heftigen Ausschreitungen bei der Demonstration in Dresden - gab Mannschaftsführer E. zu Protokoll: 'Eine nicht feststellbare Person forderte die Menschenmenge über Lautsprecher oder Megafon auf, die Polizeifahrzeuge anzugreifen. Im gleichen Atemzug wurden die Fahrzeuge mit Steinen und Flaschen beworfen.' Am 21. September 2011 allerdings - 214 Tage nach der Anti-Nazi-Demonstration - waren die Erinnerungen des Polizeibeamten wesentlich konkreter als kurz nach den Vorfällen. 'Ich kann auch ausschließen, dass es über ein Megafon kam, da ich in unmittelbarer Nähe des Lautsprecherwagens stand und Ansagen über Megafon völlig anders klingen und auch nicht so laut.'

Nun zeigen die drei Videos der Verteidigung Königs (eines ist das Video vom Lautsprecherwagen, eines stammt von Youtube und das dritte ist das offiztielle Polizeivideo und damit Beweismittel der Staatsanwaltschaft Dresden) ein anderes Bild. Der Wagen Königs fährt am Konvoi vorbei über eine Elbbrücke, es ist laute Musik und KEINE Durchsage zu hören. Erst als er die Brücke.schon fast überquert hat, wenden die Polizeifahrzeuge, Ein Demonstrant ist zu sehen, wie er einen Stein auf die Fahrzeuge wirft und eine Scheibe geht dabei zu Bruch. Auch im Polizeifunk des von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Videos ist nur von diesem einen Schaden zu hören. Vor allem ist NICHT zu hören, dass im Funk berichtet wird: "Da hat eben jemand die Massen aufgewiegelt."

Auch der Nötigungsvorgang Königs, der Polizeifahrzeuge abgedrängt haben soll, ist gegenstandslos, da man nun sieht, wie König sein Fahrzeug abbremst, damit die Polizeifahrzeuge vor ihm eine Kreuzung überqueren können. Bleibt noch der Vorwurf, König habe einen Steinewerfer geschützt. Der soll sich damals auf der Flucht vor der Polizei in den Kleintransporter geflüchtet haben.

SPIEGEL.Online: Ein zweites Video, das ebenfalls im Gerichtssaal gezeigt wurde, zeigt hingegen, wie ein Steinewerfer sich am fahrenden Transporter festhält, während mehrere Polizisten den Wagen verfolgen. Später schlägt einer der Polizisten mit dem Schlagstock auf den Verdächtigen ein, trifft ihn in der Nähe des Kopfes und reißt ihn vom fahrenden Wagen fort. - Erst danach beschleunigt Königs Fahrzeug. Davon, dass der Steinewerfer aus dem Fahrzeug geholt und danach verhaftet wurde, kann überhaupt keine Rede sein.

Lothar Königs Verteidiger Eisenberg wertet die Festnahmeszene sogar als "Straftat im Amt". Es sei "geprügelt, aber nicht gesprochen worden", kritisiert der Rechtsanwalt. Dafür hätten die Polizisten zur Rechenschaft gezogen werden müssen, nicht Lothar König. Sein Mandant habe an keiner Stelle versucht, jemanden vor der Polizei zu decken.

Unter dem Titel "Es wird gelogen, gelogen, gelogen" berichtete SPIEGEL.Online diese Woche über den Prozess gegen Jugendpfarrer König. Im Rahmen des Artikels kann man sich auch die beschriebenen Videos ansehen.

Donnerstag, 30. Mai 2013

"Alles muss raus!": Die SCHILLER-PASSAGE schließt - Bei MEDIMAX hat der Ausverkauf mit Reduzierungen bis zu 50 % begonnen


(lsn / medimax) - Zeitgleich zur gestern in der Presse verkündeten Schließung der MEDIMAX Filliale in der Jenaer SCHILLER-Passage in der Löbstedter Straße hat dort der Komplett-Ausverkauf begonnen.

Nur noch bis zum 29. Juni 2013 hat die älteste Filliale des Elektro- und Elektronik-Fachmarktes in Jena geöffnet und bis dahin muss "alles raus". Dabei gibt es Preisreduzierungen von 10 bis 30 % auf alle Neuwaren und darüber hinaus bis zu 50 % auf Einzelstücke, wie die Geschäftsleitung bekannt gab.

MEDIMAX zieht nach zwanzig Jahren in der Löbstedter Straße die Notbremse, da es für den REAL-Markt, der ebenfalls in Kürze das Einkaufszentrum verlassen wird, keinen Nachfolger gibt. Damit bleibt Laufkundschaft aus und damit der erhoffte Umsatz. Knapp 20 MEDIMAX-Mitarbeiterinnen und MItarbeiter stehen deshalb ab Juli "auf der Straße", müssen sich nach anderen Jobs umsehen.

"Ein König vor Gericht (Teil 9)": Der fünfte Prozesstag in der Übersicht - Anklage gegen Lothar König bricht in sich zusammen


(lsn / junge gemeinde stadtmitte) - Jugendpfarrer Lothar König steht in Dresden vor Gericht, Hintergrund sind Ausschreitungen bei Demonstrationen gegen Neonazis am 19. Februar 2011 in der Elbestadt. Gestern war der fünfte Verhandlungstag und der brachte erneut die Anklage zum Wanken. Um nicht zu sagen: sie bricht inzwischen in sich zusammen.

Kurz vor 10 Uhr wird der ersten Zeuge des Tages vernommen. Es ist ein Polizeiobermeister von der Bundespolizei in Pirna. Er war am 19. Februar 2011 mit auf der Nossener Brücke und befand sich in der Gruppe der neun Polizeiahrzeuge, um die es bereits am viertes Prozesstag ging. Auch er erzählte von permanenten Stein- und Flaschenwürfen während des Wendevorgangs seines Konvois.

Er erzählt zudem auf auffällige Weise die gleiche Geschichte wie seine Kollegen bei der Verhandlung am 28. Mai 2013. Es geht vor allem um die vorgeworfene Nötigung durch Lothar König als Fahrer des Lautsprecherwagens, das angebliche Schneiden eines Polizeifahrzeuges. Königs Verteidiger Eisenberg erwähnt, dass im Laufe des vierten Prozesstages solche Aussagen bereits durch Videoaufnahmen widerlegt werden konnten. Eisenberg befragt den Zeugen: "Sie sprachen von einem Mob. Was ist das?". Der Zeuge antwortet, dass die eine große Ansammlung von Personen sei, von denen vielleicht auch Straftaten ausgehen. Eisenberg wirft ein, weshalb der Zeuge eine Personengruppe, die ihr Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit ausübe, als Mob bezeichnen kann, wenn diese nach gar nicht "Böses" getan habe.

Dann interessiert sich RA Eisenberg dafür, ob der Zeuge "eventuell im Nachgang zu den Vorfällen am 19. Februar 2011 eine Schadensangabe" gemacht habe, weil die Scheibe seines Polizeifahrzeuges beschädigt worden sei. Dies bejahte der POM. Eine solche müsste doch, sagte der Verteidiger nun zur Staatsanwältin, Bestandteil der Verfahrensakte sein. Der Zeuge meldete sich daraufhin zu Wort und erklärte, er habe eine Kopie mit dabei. Nach Prüfung des Schriftstücks bestätigt der Richter: Das neue Vernehmungsprotokoll des Zeugen befindet sich nicht in der Hauptakte, die der Verteidigung zur Verfügung steht! Da dies der inzwischen vierte Fall ist, bei dem die Staatsanwaltschaft wichtige Dokumente nicht zur Akte gegeben hat.

Eisenberg ruft der Staatsanwältin daraufhin zu, diese sei wohl nicht einmal in der Lage, richtig Akten zu führen. Daraufhin flaxt die Staatsanwaältig, und lacht laut. worauf Lothar König erregt aufspringt und die Staatsanwältin anbrüllt: "Für mich stehen vier Jahre auf dem Spiel und meine Berufskarriere! Und Sie lachen!" - das Grinsen auf Staatsanwältin Schmerler-Kreuzers Gesicht erstarrt. Königs Verteidiger Johannes Eisenberg und Lea Voigt (oben auf dem Foto mit König) werfen ihr daraufhin vor, "systematisch Ermittlungsergebnisse aus den Akten gelassen zu haben". Der Richter unterbricht anschließend die Verhandlung für eine kurze Pause.

Mittwoch, 29. Mai 2013

"Keine Nachmieter gefunden!": SCHILLER-Passage vor dem endgültigen "Aus" - MEDI-MAX und REAL bereiten ihren Ausstieg aus der Einkaufspassage vor


(lsn / otz / medimax) - Mit ALDI verschwand im letzten Jahr der erste große Einmieter aus der SCHILLER-Passage in der Löbstedter Straße in Jena (Foto). Dann kündigte Ankermieter REAL seinen Ausstieg für den 31.12.2013 an und nun gab der MEDIMAX Elektro- und Elektronikmarkt bekannt, dass er nur noch etwa einen Monat in der Einkaufspassage verbleiben wird.

Der Fachmarkt zieht nach zwanzig Jahren die Notbremse und öffnet am 29. Juni 2013 seine Pforten zum letzten Mal. Der Grund ist einfach: für den REAL-Markt gibt es keinen Nachfolger, damit bleibt Laufkundschaft aus und damit der erhoffte Umsatz. Knapp 20 MEDIMAX-Mitarbeiterinnen und MItarbeiter stehen damit ab Juli "auf der Straße", müssen sich nach anderen Jobs umsehen. Von der Schließung nicht betroffen ist allerdings der im letzten Jahr eröffnete MEDIMAX Markt im Burgaupark.

Gegenüber der Ostthüringer Zeitung erklärte die Mönchengladbacher SB-Warenhaus GmbH,  dass die schlechte Gesamtsituation in der SCHILLER-Passage und nicht allein die Umsatzzahlen der vergangenen Monate zur Entscheidung gegen einen Verbleib geführt hätte. 

Auch die Tatsache, dass REAL offiztiell zwar erst zum 31.12.2013 schließen wolle, derzeit dort aber bereits Um- bzw. Ausräumarbeiten laufen und die Kunden deshalb immer weniger in die SCHILLER-Passage kommen, sei wohl ein Grund für die überraschend schnelle Geschäftsaufgabe, hört man. Mitarbeiter der von REAL mit den Arbeiten im Markt betrauten Firma sollen täglich eine Liste erhalten, mit Dingen und Waren, die abgebaut und in andere Märkte des Discounters umdirigiert werden. Inoffiziell spricht man inzwischen von einer Schließung des REAL Marktes zum Ende August 2013.

"Ein König vor Gericht (Teil 8)": Der vierte Prozesstag (Teil 2) - Videos entlasten Lothar König


(lsn / junge gemeinde stadtmitte) - Jugendpfarrer Lothar König steht seit gestern in Dresden erneut vor Gericht, Hintergrund sind Ausschreitungen bei Demonstrationen gegen Neonazis am 19. Februar 2011 in der Elbestadt.

FORTSETZUNG VOM 28.05.2013

Um 13 Uhr 40 wird die Verhandlung fortgesetzt, kann aber erst 50 Minuten später "richtig" beginnen, da bis 14 Uhr 30 die DVD-Technik streikt und das Videomaterial (ein Youtube-Video, ein Polizeivideo und ein Video vom Dach des "Lauti") nicht vorgeführt werden kann. Die Staatsanwaltschaft moniert nun, dass die Videos Tatziffern der Anklageschrift enthalten und deshalb nicht-öffentlich vorzuführen seien. Verteidiger Eisenberg widerspricht dieser Ansicht, da die Anklageschrift bereits vorgelesen worden ist.

Außerdem beanstandete die Staatsanwältin, dass am Ende der Videos Text-Zusammenfassungen des Gezeigten zu sehen sind, weshalb dies eine unzulässige Wertung durch die Verteidigung darstelle. Richter Stein antwortete ihr, dass er davon ausgehe, dass man die Textpassagen auch ignorieren könnte, gibt aber dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt, das Video vorerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorzuführen. Die Zuschauer müssen daraufhin bis 15 Uhr den Gerichtssaal verlassen.

15 Uhr 30 wird die Verhandlung öffentlich fortgesetzt mit der Vorführung eines Polizeivideos, auf dem "Lauti" auf der Nossener Brücke zu sehen ist, wie er in Begleitung von vielen Menschen und Musik aus den Boxen an den gerade wendenden Polizeiautos vorbeifährt. Durchsagen über Lautsprecher sind dabei nicht zu hören.

Auch die Aufnahmen, die vom Dach des Lautsprecherwagens "Lauti" gefilmt worden waren, zeigen keinerlei Aufruhr und es sind zudem keine Durchsagen über die Lautsprecher zu hören. Nur Musik wird gespielt, während die Polizeiwagen des Zuges des Zeugen wenden. Königs Rechtsanwalt gibt zu Protokoll, dass auf den Aufnahmen weder permanente, massive Angriffe auf Polizeiautos, noch irgendeine Aufforderung zu einem Angriff festzustellen seien.

Damit, so Eisenberg, stehen die vorgeführten Videos in einem krassen Missverhältnis zu den Zeugenaussagen des Hunderschaftsführers. Trotzdem bleibt dieser auch nach Eisenbergs Nachfrage bei seiner Aussage, er habe den Aufruf gehört. Er könne aber nicht sagen, dass die Worte von Lothar König gesagt worden seien, sagte der Polizist. Allerdings ist er sich sicher, sagte er, dass - seiner Erinnerung nach - während der Ansage "Deckt die Bullen mit Steinen ein!" keine Musik aus dem Lautsprecher zu hören gewesen war.

Er persönlich, sagte der Hundertschaftsführer, habe den Transporter Königs als (Zitat) "Kopf einer gewalttätigen Menge" wahrgenommen, wobei seine Kollegen und er selbst zur "Zielscheibe" gewaltbereiter Demonstranten gegen den Neonazi-Aufmarsch geworden seien. Kurz nach dem Aufruf wäre die Heckscheibe eines Einsatzwagens zerstört worden und zwar, so der 36-jährige Beamte, durch einem faustgroßen Stein, der einen Kollegen nur knapp verfehlt habe.

In dem letzten vorgeführten Video ist allerdings eindeutig zu erkennen, wie Königs "Lauti" an der Polizei-Karawane vorbeifährt, das von dem Zeugen beschriebene Wendemanöver jedoch zu einem viel wesentlich späteren Zeitpunkt stattfand als von diesem behauptet. Eisenberg dreht zum Ende des Prozesstagen dann noch einmal voll auf.

Ob dem Zeugen beim Sichten des Videos noch etwas aufgefallen sei, fragt er und fügt an: Weder vor noch hinter dem Lautsprecherwagen hätten sich Personengruppen "gedrängt", wie es der Polizist angab. "Das sind meine Erinnerungen", hielt der Hundertschaftsführer an seiner Aussage fest, worauf Eisenberg mit harschen Worten reagierte: "Haben Sie einen Knick in der Optik?", sagte er angesichts der Tatsache, dass das Video etwas anderes belegt, als von dem Beamten ausgesagt.

Inzwischen gehen selbst unabhängige Beobachter des Prozesses davon aus, dass die Strafverfolgungsbehörde wohl kaum noch Gelegenheit haben wird, ihre Vorwürfe gegen König zu belegen. Alle bisherigen Zeugenaussagen konnten den Jugendpfarrer nicht belasten; im Gegenteil: Zeugen wie der vom gestrigen Tag wirken eher unglaubwürdig.

Am heutigen Mittwoch wird die Verhandlung in Dresden fortgesetzt. Die "Lichtstadt.News" berichten am Donnerstag, den 30. Mai 2013 darüber.

Dienstag, 28. Mai 2013

"Darf Beate Zschäpe diese Woche ihre Großmutter besuchen?" - Hinweise auf eine eintägige Verlegung nach Gera verdichten sich


(lsn / focus) - Es war ihr größter Wunsch, dem das OLG München bereits vor Monaten entsprochen hatte: Beate Zschäpe (Foto) darf ihre in Jena lebende Großmutter besuchen. Hierzu werde die 38-Jährige für einen Kurzbesuch von München nach Gera gebracht, berichteten Nachrichtenmagezine bereits vor Wochen.

Nach Informationen von "Lichtstadt.News" soll es diese Woche zu dem eintägigen Besuch bei ihrer schwer kranken Großmutter kommen. Es wird angenommen, dass sich Beate Zschäpe dabei mit ihrer - nach eigenem bekunden - engsten Bezugsperson aussprechen will.

Der Antrag der Verteidiger Zschäpes auf Verlegung stammte vom 24. Januar 2013. Darin erklärten die Anwälte, ihre Mandantin habe das "dringende, letztlich einzige persönliche Bedürfnis", ihre schwer kranke Großmutter noch einmal zu sehen. Die 89-Jährige lag im Herbst 2012 mehrere Wochen im Krankenhaus. Anfang des Jahres wurde sie in Jena am Herzen operiert.

"Ein König vor Gericht (Teil 7)": Der vierte Prozesstag (Teil 1) - Wortgefechte wegen Fotomappe - Zeuge berichtet von einem Aufruf zum Landfriedensbruch - Video beweist das Gegenteil


(lsn / junge gemeinde stadtmitte) - Jugendpfarrer Lothar König steht heute in Dresden erneut vor Gericht, Hintergrund sind Ausschreitungen bei Demonstrationen gegen Neonazis am 19. Februar 2011 in der Elbestadt.

Am vierten Prozesstag soll u. a. über Beweisanträge entschieden werden. Außerdem wird heute ein Polizist als Zeuge erwartet. Nach zahlreichen Wortgefechten zwischen Richter und Verteidiger ist der Prozess gegen den Jenaer Jugendpfarrer Lothar König allerdings gegen 11 Uhr unterbrochen worden.

Königs Verteidiger Johannes Eisenberg hatte gereizt auf eine von der Staatsanwaltschaft eingebrachte Fotomappe reagiert und zwar mit den Worten: "Was soll der Scheiß?". Daraufhin kam es zu gegenseitigen Vorwürfen, Richter Ulrich Stein rügte Eisenberg für dessen Wortwahl und hielt dem Anwalt vor, die Verhandlung verzögern zu wollen.

Nach der Wiederaufnahme des Prozesses warf Eisenberg Richter Stein Befangenheit vor, begründete seinen Antrag mit unvollständiger bzw. paralleler Aktenführung und dem Vorenthalten von Informationen an König. Dessen Verteidigerin Voigt verwies zudem auf die fehlende Empörung des Gerichts bezüglich der unvollständigen Aktenlage, die den Verdacht der Befangenheit nur noch verstärke. Eisenberg daraufhin zur Staatsanwältin: "Sie haben offenbar Wissen, dass Sie mit uns nicht teilen. Das nennen Sie Waffengleichheit?", worauf die Staatsanwaltschaft eine Erklärung ankündigte. In dieser Erklärung, die gegen 11 Uhr 30 abgegeben wurde, hieß es, dass zumindest eines der fehlenden Protokolle bereits Teil einer vorhandenen Beiakte sei.

"Ein neues Kind ... von innen und außen": In der Jenaer Uniklinik ist ein 3-jähriges Mädchen mit einer seltenen Fehlbildung erfolgreich operiert worden


(lsn / ukj) - Maria strahlt. Ihr braunes Haar ist mit Schleifen und geflochtenen Strähnen geschmückt. Sie packt ein Geschenk nach dem anderen aus und zeigt sie stolz Prof. Felicitas Eckoldt. Die Direktorin der Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Jena / UKJ freut sich mit dem Geburtstagskind – vor allem darüber, dass sich das jetzt vierjährige Mädchen so gut von der aufwändigen Operation erholt hat, die erst einige Wochen zurückliegt.

Vor vier Jahren sieht die Welt für Marias Eltern noch ganz anders aus. Kurz nach der Geburt erfährt der Vater, dass seine zweite Tochter schwer krank ist. Die Ärzte in Rumänien, wo die Familie herstammt, sagen ihm damals, dass die Kleine in den nächsten Tagen sterben müsse, wenn sie nicht operiert wird. „Das traf mich wie ein Blitz“, sagt der Vater, der selbst Arzt ist. Maria wird operiert, jedoch nur soweit, dass ihr Zustand nicht mehr lebensbedrohlich ist. „Als wir Maria mit drei Jahren zum ersten Mal sahen, hatte sie keine Harnröhre und große Schwierigkeiten beim Wasser lassen“, sagt Prof. Eckoldt.

Das Mädchen, das mit seiner Familie mittlerweile in einer kleinen Stadt in Thüringen wohnt, leidet an einer äußerst seltenen angeborenen Spaltbildung der Blase und des Beckens. Wie auch bei der häufiger auftretenden Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ist hier die Entwicklung im Mutterleib an einer Stelle stehen geblieben, bevor wichtige Strukturen zusammengewachsen sind. Eine Fehlbildung wie bei Maria tritt bei etwa einem auf 20.000 bis 40.000 Neugeborenen auf. Da diese schwere Fehlbildung sehr selten ist, gehört die Behandlung in die Hände ausgesprochener Spezialisten, so Prof. Eckoldt. „Unsere Patienten kommen zum Teil von weit her angereist.“ „Im Vorfeld der Operation musste große Planungsarbeit geleistet werden“, sagt Prof. Gunther Hofmann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKJ, der zusammen mit seinem Oberarzt Ivan Marintschev die Kinderchirurgen bei dieser Operation unterstützt.

Montag, 27. Mai 2013

"Leutrabrücke bis Ende November gesperrt!": Der Verkehr wird in beiden Richtungen über "Erfurter Straße", "Katharinenstraße" und "Lutherstraße" umgeleitet

(lsn / rana) - Die Brücke über die Leutra zwischen der Lutherstraße und der Gaststätte Papiermühle, ist ab heute, Montag, den 27. Mai 2013 bis voraussichtlich Ende November 2013 gesperrt.

In dieser Zeit wird die Brücke erneuert und die Seitenbereiche saniert. Der Verkehr wird in dieser Zeit in beiden Richtungen über die "Erfurter Straße", die "Katharinenstraße" und die "Lutherstraße" umgeleitet. Auch Fußgänger und Radfahrer können die Brücke bis November diesen Jahres nicht passieren.

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Bericht erstellt für "Lichtstadt.News" auf einem iPad

"Hochschulinformationstag am 1. Juni 2013": Die Friedrich-Schiller-Universität Jena lädt am Samstag alle Studieninteressierten ein!


(lsn / fsu) - 6 aus 49 heißt es beim Lotto – und die Kreuzchen sind in der Regel schnell gesetzt. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind die Auswahlmöglichkeiten ein wenig komplizierter: Insgesamt 197 Studiengänge bietet Thüringens größte Hochschule derzeit Studieninteressierten an. Da ist es nicht so einfach, das passende Studienfach zu finden und im Bewerbungsbogen an der richtigen Stelle das Kreuz zu setzen. Eine ideale Möglichkeit, sich einen kompakten Überblick über das Studienangebot an der Jenaer Universität zu verschaffen, bietet der Hochschulinformationstag / HIT am 1. Juni 2013.

Am Uni-Campus (Carl-Zeiß-Straße 3) sowie in einigen Instituten gibt es ab 10 Uhr „Professoren, Dozenten und Studierende zum Anfassen“, kündigt Studienberaterin Wiebke Lückert an. Schüler der Oberstufe können an zahlreichen Informationsständen und während Instituts- und Laborführungen sämtliche Fragen rund ums Studium klären. „Einerseits können die Studienfachberater kompetent Auskunft geben, andererseits können die Studierenden, die ja vor nicht allzu langer Zeit selbst noch Schüler waren, aus ihrem Studienalltag berichten“, sagt Wiebke Lückert.

Daneben gibt es ein umfangreiches Programm mit Vorträgen zu fachspezifischen und allgemeinen Themen. Die Vorträge informieren beispielsweise über Fragen zur Bewerbung, Zulassung und Immatrikulation, zur Finanzierung des Studiums mit BAföG und über das Lehramtsstudium nach dem "Jenaer Modell der Lehrerbildung". Für einen nicht nur informativen, sondern auch unterhaltsamen Tag sorgen Aktionen wie die Deutschlandkarte: Dort können alle Besucher mit einem Pin markieren, aus welchem Ort sie angereist sind. „So eine geographische Übersicht ist auf jeden Fall spannend und auf den Schüler oder die Schülerin mit der weitesten Anreise wartet außerdem eine Überraschung“, verspricht Dr. Beate Gräf vom Studienplatzmarketing. Für die Besucher aus Jena und Umgebung gibt es am Glücksrad die Chance, Preise zu gewinnen.

Ein Höhepunkt wird auch dieses Jahr wieder das Duell zwischen Schülern und Professoren bei "Schlag den Prof" sein. Das ungewöhnliche Quiz startet 12 Uhr im Hörsaal 1, wobei sich die Professoren diesmal einem ganz besonderen Schülerteam stellen müssen: Sieben Schüler und eine Lehrerin der Deutschen Schule in Quito lernen ab 27. Mai für eine Woche das Uni-Leben in Jena kennen. „Als krönenden Abschluss ihres Besuches werden sie bei ‚Schlag den Prof‘ teilnehmen“, berichtet Beate Gräf, die die ecuadorianischen Schüler mitbetreut. „Und sie können es kaum erwarten!“

Damit die Studienwahl schließlich keine Lotterie, sondern ein bewusster Entschluss wird, empfiehlt Studienberaterin Wiebke Lückert, sich gezielt auf den HIT vorzubereiten und konkrete Fragen mitzubringen. Als Hilfestellung haben Lückert und das Team vom Studierenden-Service-Zentrum einen Fragebogen entwickelt: „Damit können Studieninteressierte herausfinden, welche Dinge noch unklar sind und sie mit den Experten vor Ort klären müssen“, erläutert Lückert.

Außerdem rät sie, vorab auf der Homepage der Universität zum Studienangebot zu recherchieren und sich über die individuellen Interessen und Erwartungen klar zu werden. „So kann man sich von den angebotenen Studiengängen eigene Favoriten heraussuchen und diese dann beim HIT auf Herz und Nieren prüfen.“ Für einen perfekten Abschluss des HIT gibt es noch einen besonderen Tipp: So erhalten alle Besucher des HIT eine Ermäßigung für die Aussichtsplattform des JenTowers, dem Wahrzeichen Jenas. In 125 Metern Höhe lassen sich alle gewonnenen Informationen des Tages verdauen – und der Panoramablick über Universität und Stadt genießen.

Das vollständige Programm mit einer Übersicht aller Standorte und der Fragebogen zur Vorbereitung ist HIER im Internet zu finden.

Sonntag, 26. Mai 2013

"Laufen für den guten Zweck": Gestern fand wieder ein Turmlauf rund um die "Neue Mitte Jena" statt - Am Ende gab es einen Scheck über 15.000 Euro!


(lsn / neuemitte / telefonseelsorge) - Am gestrigen Samstag, den 25. Mai 2013, konnten erneut alle Interessenten zu Gunsten der Telefonseelsorge Jena e. V. am sogenannten "Share-Value-Lauf" teilnehmen und eine rund 3 km lange Strecke durch die Jenaer Innenstadt zu Fuß, joggend oder mit dem eigenen Fahrrad zurücklegen.

Das Center-Management der "Neuen Mitte" öffnete hierzu in Zusammenarbeit mit dem Turmrestaurant "Scala" wieder das Treppenhaus des JenTowers zur Aussichtsplattform des ehemaligen "Uni"-Turms, so dass alle Teilnehmer des Laufes den Turm gratis zu Fuß besteigen konnten. Als kleine Belohnung für den anstrengenden Lauf winkten in Zusammenarbeit mit der Argragenossenschaft Bucha eine Thüringer Roatbratwurst frisch vom Holzkohlegrill und ein Getränk. Außerdem erhielten auch 2013 alle Teilnehmer ein T-Shirt als Andenken.

Trotz Regens starteten etwa 150 Frauen, Männer und Kinder, liefen, gingen oder radelten durch die Jenaer Innenstadt. Zuvor hatte Jenas Bürgermeister Frank Schenker das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge gewürdigt, die immer mehr auch Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Gespräche im Alltag begleiten. Die "Share-Value-Stiftung" überreichte dann nach Beendigung der Veranstaltung der Vorstandsvorsitzenden der TelefonSeelsorge Jena e.V., Frau Angelika Hesse, einen Scheck in Höhe von 15 000 Euro.

Wer psychisch stabil ist, auch mal über sich selbst und sein eigenes Leben nachgedacht hat, sich als geduldig und offen für andere Menschen einschätzt, bereit ist Leid und Schmerz anderer auszuhalten und mitzutragen und wer mit diesen Fähigkeiten ehrenamtlich bei der TelefonSeelsorge Jena e.V. mitarbeiten möchte, kann schreiben: telefonseelsorge-jena [at] t-online.de oder in der Jenaer Geschäftsstelle anrufen unter der Telefonnummer 03641-609962.

"Versöhnlicher Saisonabschluss!": Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt deutlich und beendet die Saison als Tabellenzweiter - Trainer Sander verlängert seinen Vertrag


(lsn / fcc) - Gestern endete für den FC Carl Zeiss Leipzig die Regionalliga-Saison 2012/2013 und er beendete sie als Tabellenzweiter.

Gespielt wurde in Cottbus, aber es dauerte bis zur 25 Minute, ehe Jenas Shala einen langen Ball aus etwa 13 Metern Torentfernung direkt mit links im langen Eck unterbrachte und den FCC zur Führung schoss. Und der gleiche Spieler war es auch, der das 2:0 einleitete. Sein Pass zu dem links freistehenden Trytko brachte der Pole eiskalt im langen Eck des Cottbuser Kastens unter (37.).

In Halbzeit Zwei ging das muntere Spiel weiter, ohne dass jedoch die Mannschaft von Cottbus II wesentlich auf das Spielgeschehen einwirken konnte. In der 60. Spielminute band der für Trytko ins Spiel gekommene Brinkmann dann den Sack für die Jenaer zu. Eine Maßflanke Geißlers von links verwandelte Brinkmann mit einem mustergültigen Kopfball aus vollem Lauf zum 3:0.

Marcel schlosser, der zunächst das Spiel von der Bank aus verfolgte, und der durch Maxim Banaskiewicz auf der rechten offensiven Außenbahn vertreten wurde, kam in der 78. Spielminute für eben jenen Banaskiewicz ins Spiel und bereitete mit seinem ersten Ballkontakt das 4:0 für den FCC vor. Sein mit Übersicht ins Zentrum gespielter Pass fand Tom Geißler, der mit Ruhe und Übersicht den Ball ins rechte Eck schlenzte (79.).

Daran, dass der FCC dieses Spiel absolut dominierte und auch in der Höhe verdient führte, änderte auch der Anschlusstreffer Köhlers in der 86. Minute zum 1:4 Endstand nichts mehr. Am Ende gewann der FCC eine Partie, bei der es Spaß machte zuzuschauen, und die durchaus hätte noch deutlicher ausfallen können.

Noch einen Grund zur Freude gab es, da Petrik Sander Trainer des FC Carl Zeiss Jena bleibt. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Thomas Hoßmang wird Sander den in dieser Saison begonnenen Neuaufbau weiterführen und das gemeinsame Ziel des Wiederaufstiegs in die 3. Liga anpacken. Beide unterschrieben am Freitag einen bis Sommer 2014 geltenden Vertrag an den Kernbergen.
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Bericht erstellt für "Lichtstadt.News" auf einem iPad

Samstag, 25. Mai 2013

"Hier wurde intensiv geschwindelt!": Beim 2. Vernetzungstreffen der Bürgerbewegung "Unser Jena..." kamen ernste Probleme auf dem Tisch


(lsn / zono radio jena) - Beim inzwischen zweiten, von der neuen offenen Bürgerbewegung "Unser Jena - ...gemeinsam für die Region" initiierten, Vernetzungstreffen von Vereinen, Bürgerinitiativen, Elternsprechern sowie dem Sprecher des Stadtelternbeirats, gaben dieses Mal verschiedene Vertreter einzelner Bürgerintiativen Einblicke in ihre Arbeit. Das von Siegfried Ferge, dem Ortsteilbürgermeister von Jena-Nord, und Social Entrepreneur Arne Petrich, dem Chef von "JENAPOLIS", veranstaltete Treffen fand am 21. Mai 2013 erneut in Jena-Nord statt.

Bei einigen Initiativen war zu erkennen, dass man die Jenaer Bürger möglichst kurzfristig über belastende Verwaltungsakte informeiren müsse, damit sich diese hiergegen zur Wehr setzen können. So bei dem von der Verwaltung vorgesehenen Bebauungsplan für einen bisher unbebauten Teil des Kernbergviertels. Einige Bürger wollen einen solchen, doch nach Ansicht der Bürgerinitiative "ProKernberge" werde duch den B-Plan ein Naherholungsgebiet zugunsten teuren Baulands geopfert.

Anders ist es im Penncikental, dort wurde eine marode Straße grundhaft erneuert. "Hier wurde intensiv geschwindelt", erklärte Dieter Mäß als Sprecher der BI Pennickental. Er hat penibel Buch über die Vorgänge geführt, hat inzwischen Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Jenaer Stadträte und den Thüringer Datenschutzbeauftragten, mehrfach den Petitionsauschuss des Landtages und sogar Frank Kuschel, den prominenten Beitragserhebungsgegner der Fraktion der Linkspartei, eingeschaltet und um Hilfe gebeten. Allerdings bisher ohne den gewünschten Erfolg.

Dass Mäß gar kein Anlieger der Straße ist, spielt für ihn keine Rolle und zeigt umso mehr seine hehren Absichten: er hilft seinen Nachbarn eben gerne, denn er sieht grobe Fehler in den Beschlussvorlagen, denen der Stadtrat zugestimmt hat, widerspricht der Position der Stadt Jena, dass die Erneuerug der Straße notwendig gewesen sei und es eine Zustimmung von Bürgern zu der Maßnahme gab. Für Mäß ist klar: Hier wurde eine gut befahrbare Straße sinnlos erneuert und nun sollen die Anlieger die Zeche zahlen. "Nicht mit uns!" ist sein Ziel und er kündigte an, weiter selbstlos für Gerechtigkeit zu kämpfen.

Beim nächsten Treffen am 18. Juni 2013 soll sich im Büro des Ortsteilrates Jena-Nord die BI ProKernberge vorstellen. Außerdem soll über grundlegende Fragen des gemeinsamen Handelns innerhalb der Bewegung "Unser Jena..." beraten werden, der sich jeden Tag mehr Bürger anschließen. Schließlich steht im nächsten Jahr die Kommunalwahl an und da heißt es: "Gemeinsam sind wir stärker!"

"Und in Jena lebt sich’s bene...": Gerade ist ein vielseitiger Artikel über die grüne Stadt im Herzen Deutschlands im "SUPERthüringen" Reiseführer erschienen


(lsn / superillu) - "Und in Jena lebt sich’s bene"...so beginnt ein vielseitiger Artikel über die grüne Stadt im Herzen Deutschlands in der neu erschienenen "SUPERthüringen", dem "SUPERillu" Reiseführer für den Freistaat (= Ausgabe 02/2013).

Neben der einmaligen Lage Jenas, seiner Kunst und Kultur berichtet die Zeitschrift über die Friedrich-Schiller-Universität, das Zeiss-Planetarium, besondere Geschäfte und Persönlichkeiten sowie natürlich das Jenaer Paradies.

Dabei wird Jena als "jung, energisch, natürlich und aufgeschlossen" beschrieben - und darauf können wir stolz sein! Besonders hervorgehoben wird auch Jenas Ruf als "Hort der Kultur", eine Folge jahrelanger Anstrengungen und konsequenter Leistungen von JenaKultur, wie der städtische Eigenbetrieb anlässlich der Veröffentlichung des Reiseführers jetzt erklärte.

Das Stadtmuseum Jena, die KulturArena oder auch das Jenaer Altstadtfest sind dabei nur exemplarische Beispiele aus dem Artikiel. Nicht erwähnt, aber deshalb nicht weniger bedeutend, ist auch die größte Philharmonie Thüringens, die Jenaer Philharmonie.

Den 11-seitigen Bericht findet man ab sofort im Reisefüher "SUPERthüringen" im gut sortierten Zeitschriftenhandel.

Freitag, 24. Mai 2013

"Heute beginnt der traditionelle Jenaer Frühlingsmarkt": Von Queen-Musik über Champions-League Fußball zur Zumba Party gibt es viel Action bis zum 2. Juni 2013!


(lsn / rana) - Mit dem Bieranstich durch den Oberbürgermeister und Turmblasen wird heute um 17 Uhr der diesjährige Jenaer Frühlingsmarkt eröffnet. Bis zum 02. Juni 2013 hat "JenaKultur" viel Kultur und Musik ins Programm aufgenommen. Das Programm findet man HIER.

Coverbands gibt es wie Sand am Meer, doch richtig gute sind Mangelware. Die Queen-Tribute Band "MerQury" ist eine der wenigen Gruppen, die weltweit vor begeistertem Publikum auftreten. Das Konzept mit einer Mischung aus täuschend echt interpretierten Queensongs und eigenen kreativen Stilistiken geht immer auf – sicher auch heute Abend um 20 Uhr in Jena.

Etwas abgefahren, etwas spontan, etwas anders – so lassen sich sowohl Band als auch Performance am besten beschreiben. Mit einem mitreißenden Programm schickt Horizont ihr Publikum am 30. Mai 2013 um 18 Uhr auf eine Reise quer durch die verschiedensten Musikstile und konnte sich so bisher in die Herzen sehr vieler Fans spielen. Neben vielen weiteren tollen Bands für Jung und Alt spielen auf dem Jenaer Frühlingsmarkt bereits am 28. Mai 2013 Russkaja russische Polka. De musikalische Botschaft lautet Tanz, Tanz, Tanz! Sie eroberten die Clubs und Open Air Festivals Europas im Handumdrehen und verbreiten ihren Highspeed-Brass seitdem durch die halbe Welt. Das ist keine Balkanmode, das sind keine Moskauer Großmacht-Pioniere, das ist schlicht und einfach die pure Klanganarchie.

Seit 1997 wirbelt die band um den Leipziger Entertainmentexperten und Ausnahmesänger Stefan "Preston" Klöbzig (ehem. Firebirds) im Auftrag des Rock 'n' Rolls durch Europa und sorgt für großes Verblüffen. Die 4 Tollenträger fegen am 29. Mai um 20 Uhr mit Kontrabass, Drums und Gitarren bewaffnet über die Rampe und kredenzen dem Zuhörer eine fesselnde Rock 'n' Roll Show!

Auf vielfachem Wunsch wird es am morgigen 25. Mai kurzfristig Public Viewing des Champions League Finales auf dem Marktplatz geben. Rest of best spielen daher bereits ab 19 Uhr, 20:30 Uhr folgt die Live-Übertragung des Fußballspiels. In der Halbzeitpause erwartet die Besucher eine unterhaltsame Zumba-Party. Das Feuerwerk schließt sich direkt an das Fußballspiel an. Achtung: Ab 18 Uhr ist Glas auf dem Marktplatz untersagt!

Am 27. Mai 2013 steht die KurzFilmNacht "Best of FILMthuer.2013" an. Das Freiluftkino bietet eine unvergessliche Nacht, denn der Verein FILMthuer e.V. präsentiert 16 unterhaltsame und preisgekrönte Kurzfilme großer Vielfalt vom Landesfilmfestival des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren.

"Die 'Westbahnhofstraße' ist ab Montag wieder frei befahrbar!": Die Bauarbeiten am "Magdelstieg" dauern allerdings noch bis in den Spätherbst


(lsn / rana) - Darauf haben die Autofahrer lange gewartet: Die "Westbahnhofstraße" wird ab kommenden Montag, den 27. Mai 2013, im Bereich der Bahnbrücke wieder durchgängig befahrbar sein.

Der Verkehr aus dem Stadtzentrum in Richtung "Tatzendpromenade" wird dann allerdings in beiden Richtungen über die "Otto-Schott-Straße" geführt. Denn der "Magdelstieg" wird weiter abschnittsweise ausgebaut. Zunächst wird bis Anfang August der Bereich zwischen der "Otto-Schott-Straße" und der "Kronfeldstraße" in beiden Richtungen gesperrt. Im ersten Bauabschnitt wird die Einbahnstraßenregelung in der "Hornstraße" und der "Fritz-Reuter-Straße" aufgehoben. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich mit Einschränkungen passieren.

Die im "Magdelstieg" verkehrenden Linienbusse fahren über die "Otto-Schott-Straße". Dort werden auch Bushaltestellen angeordnet. Die Bauarbeiten am "Magdelstieg" dauern allerdings noch bis in den Spätherbst.

Donnerstag, 23. Mai 2013

"Als die DDR ihre Jenaer Gegner ausbürgerte!": Nächste Woche gibt es in der Rathausdiele eine Podiumsdiskussion mit Roland Jahn zur Aktion "Gegenschlag"!


(lsn / rana) - Roland Jahn, 1953 in Jena geboren (Foto), gehörte zu den Kritikern des SED-Regimes und protestierte unter anderem 1976 gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann. Dies kostete ihn seinen Studienplatz an der Jenaer FSU, wo er Wirtschaftswissenschaften studierte.

1977 trug er in Jena auf der staatlichen Demonstration zum 1. Mai statt der erwarteten Banner mit DDR-Pflichtparolen ein leeres weißes Plakat, stellte sich später, erneut bei der Jenaer Feier zum "Tag der Arbeit" mit einer Doppelmaske als Hitler/Stalin neben die Bezirksleitung der SED. Lange versuchte man ihn wegen solcher Taten einzuschüchtern oder zu bestrafen, was aber nicht wirklich gelang. 1982 wurde er dann wegen einer Bagatelle verhaftet - Jahn hatte an seinem Fahrrad ein kleines Fähnlein mit dem Schriftzug der polnischen Gewerkschaft "Solidarnosc" angebracht - und dafür zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Heute ist er Leiter der Stasiunterlagenbehörde BStU.

An die Aktion "Gegenschlag" der Staatssicherheit gegen die Jenaer Opposition erinnern soll eine Podiumsdiskussion am Freitag, den 31. Mai 2013 um 19 Uhr in der Rathausdiele. Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter wird die Diskussion eröffnen. Im Podium sitzen neben Roland Jahn auch noch Dorothea Fischer (Mitglied der Friedensgemeinschaft Jena und 1983 ausgebürgert), Frank Rub (Mitglied der Friedensgemeinschaft und 1985 ausgereist) sowie Lutz Rathenow (Schriftsteller und Kontaktperson zu West-Medien). Der Autor Udo Scheer wird eine Einführung in die Geschehnisse geben. Bereits 17 Uhr beginnt an der Jungen Gemeinde Stadtmitte, Johannisstraße 14, ein Stadtspaziergang zu historischen Orten. Zeitzeugen werden dabei von Verfolgung und Widerstand berichten.

Am 19. Mai 1983 protestierten unabhängige Friedensaktivisten in Jena anlässlich des Pfingsttreffens der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in Gera mit eigenen Plakaten. Es war das zweite Mal in wenigen Wochen, dass sie mit eigenen Sprüchen gegen die Aufrüstung in der DDR protestierten. Die Stasi hatte kurz zuvor die Aktion "Gegenschlag" gestartet, einen Plan zur Zerschlagung der Gruppierung. Zermürbt vom jahrelangen Kampf für das Recht auf Redefreiheit und Selbstbestimmung hatten viele Jenaer Oppositionelle Ausreiseanträge gestellt. Für 40 von ihnen macht die Stadtverwaltung binnen 48 Stunden nach der Demonstration eine Ausreise möglich.

Die Aktion war minutiös geplant, pausenlose Beobachtung der Aktivisten, der Einsatz von Spitzeln, aber auch die Kooperation durch Stadtverwaltung, Transport und Polizei gehörten dazu. Die Aktion "Gegenschlag" zeigt nicht nur, wie eine Stadt sich ihrer kritischen Jugend entledigte, sondern auch, wie die SED-Diktatur auf lokaler Ebene funktionierte.

"Mehr Geld für das Theaterhaus Jena": Finanzierung nun bis 2016 gesichert - Thüringens Kulturminister Christoph Matschie würdigte die Arbeit des Theaters


(lsn / theaterhaus) - Anlässlich der vor wenigen Tagen unterzeichneten neuen Finanzierungsvereinbarung für das Jenaer Theaterhaus würdigte Thüringens Kulturminister Christoph Matschie die Arbeit des Theaters: "Hier hat die Kreativität eine Bühne. Die Zuschauer erleben ein Ensemble, das vor Energie nur so sprüht. Ständig auf der Suche nach neuen Wegen hat sich das Theaterhaus Jena zu einer Experimentierstätte und einem Labor für Talente entwickelt. Seit über 20 Jahren ist es fest in der deutschsprachigen Theaterszene etabliert", so Matschie.

Mit der jetzt in raft getretenen Finanzierungsvereinbarung hat die Bühne eine wesentlich verbesserte finanzielle Basis erhalten. Die Vereinbarung über die Finanzierung der Theaterhaus Jena gGmbH umfasst den Zeitraum 2013 bis 2016. Im Vergleich zur vorherigen Förderperiode von 2009 bis 2012 erhöht sich die Landesförderung um 500.000 Euro auf 3,7 Millionen Euro. Weitere Finanzierungsanteile kommen von der Stadt Jena. Die Gesamtförderung des Theaterhauses umfasst in der neuen Finanzierungsperiode 7,6 Millionen Euro.

"Mit den zusätzlichen Mitteln wollen wir dafür sorgen, dass sich das Theaterhaus Jena auch künftig der Förderung des professionellen Theaternachwuchses, der Entwicklung neuer Dramatik und der Erprobung neuer Theaterformen widmet. Diese Stärken hat das Haus seinen guten Ruf zu verdanken", so der Minister vor der Presse. Als Alternative zu etablierten Theaterbetrieben versammelt das Theaterhaus Jena die professionelle freie Szene und Stadttheater unter einem Dach.

Aufgrund der Verbindung von Koproduktionsprojekten aus der nationalen sowie internationalen Off-Theaterszene mit Ensemble- und Repertoirespielbetrieb gilt das Theaterhaus weit über Thüringens Landesgrenzen hinaus als zukunftsweisendes Theatermodell. Gezeigt werden sowohl zeitgenössische Dramatik und Perfomance-Projekte als auch Neubearbeitungen von Theaterklassikern. Neben der Finanzierung des Theaterbetriebes beteiligt sich das Land auch an der Förderung investiver Maßnahmen. So werden derzeit mit dem Neubau des Funktionsgebäudes nebst Werkstatt und Probebühne umfangreiche Bauarbeiten am Theaterhaus durchgeführt. Diese Maßnahme unterstützt das Land mit weiteren 600.000 Euro. Hinzu kommen noch regelmäßige Förderungen für investive Ausgaben, wie ein Zugsystem der Bühne oder die Mikrophonanlage.

Mittwoch, 22. Mai 2013

"Frontal mit Betonmischer zusammengestoßen!": 47-jähriger Jenaer starb bei Autounfall in Dorndorf-Steudnitz - Beifahrerin wurde schwer verletzt

 

(lsn / polizei) - Zu einem tödlichen Autonfall kam es gestern gegen 15 Uhr auf der Bundesstraße B 88 zwischen Jena und Dorndorf.

Ein 47-jähriger Autofahrer aus Jena hatte in Dorndorf-Steudnitz (Saale-Holzland-Kreis) auf gerader Strecke einen anderen Wagen überholt, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch in Jena mitteilte. Dabei übersah der Mann ganz offensichtlich das ihm entgegenkommende Betonmischer-Fahrzeug. Beide Fahrzeuge stießen zusammen.

Dabei wurde das Fahrzeug des Jenaers völlig zerstört, der Betonmischer kippte um. Der Autofahrer aus Jena kam bei dem Zusammenstoß ums Leben, seine 34-jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt. Die Bundesstraße musste für über eine Stunde von der Polizei gesperrt werden.

#dpa-Notizblock
##Orte - [Unfall](Bundesstraße 88, 07774 Dorndorf-Steudnitz)
###dpa ckh yyth n1 sck * * * *
#### Ansprechpartner = Pressestelle Landespolizeiinspektion Jena, +49 3641 811503
##### dpa-Kontakte = Autor: Kohlmann - Redaktion: Kosel, +49 30 2852 31201

"Sensation im Pokalendspiel": Sechstligist SCHOTT Jena besiegt RW Erfurt mit 1:0 nach einem Tor von Bahner mit viel Kampfgeist und Herz!


(lsn) - Natürlich waren die Karten im Vorfeld klar verteilt: Rot-Weiß Erfurt ging im Endspiel des Thüringenpokals heute am frühen Abend im Ernst-Abbe-Sportfeld vor rund 2.000 Zuschauern gegen den SV SCHOTT Jena als Topfavorit ins Rennen.

Doch das Spiel begann gleich mit einem Paukenschlag: der Sechstligist, heute ganz in Blau, ging schon nach sechs Minuten in Führung als Benjamin Bahner aus dem Stand abzieht und ins rechte Eck trifft. Nicht ganz unschuldig am Treffer war auch Erfurts Keeper Klewin. Danach ist RWE optisch überlegen und kreiselt immer wieder um den 16er der Jenaer herum, aber das bringt nichts. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte MUSS aber einfach der Ausgleich fallen: Morabit steht frei vor dem SCHOTT-Tor, aber der Erfurter schaufelt den Ball irgendwie noch über den Kasten. Nach diesem schier unglaublichen Kunststück gehen die SCHOTT-Kicker mit einer 1:0-Führung in die Pause.

RW Erfurt hat für Halbzet Zwei gewechselt; für Nielsen spielt jetzt Drexler. Dass Erfurts Vereinsführung heute Morgen in der BILD-Zeitung erklärt hat, die mehr als 100.000 Euro für den Titel im Thüringenpokal "schon fest verplant" zu haben, beruhigt die Nerven der Kicker aus Vieselbach nicht unbedingt - aber man merkt jede Sekunde: Erfurt will das Tor zum Ausgleich. SCHOTT-Keeper Georghiu macht sich heute berühmt, keine Frage: was er in diesem Spiel schon alles gehalten hat ist unfassbar. In der 60. Minute ist es ein Freistoßknaller von Pfingsten-Reddig, in der 74. ein Schuss von Möhwald aus 13 Metern, den Georghiu noch leicht berührt und so an die Latte lenkt.

Auch die Jenaer wechseln nun: Schütte kommt für Kretzer aufs Feld. In der 78. Minute steht es immer noch 1:0 für SCHOTT und RWE ist verzweifelt, macht der zweiten Wechsel: Morabit verlässt den Platz, Tunjic kommt. Kurz vor Spielende wechselt auch SCHOTT noch einmal (Bismark kommt für Enkelmann) und auch Erfurt wechselt (für Ofosu-Ayeh kommt mit Kopilas ein weiterer Stürmer).

Nach 90 Minuten steht es weiterhin 1:0, es gibt vier Minuten Nachspielzeit. Noch einmal halten die Jenaer Fans die Luft an, als Öztürk in Minute 93 aus wenigen Metern vorbei schießt. Dann ist kurz bach 21 Uhr endlich die Sensation perfekt: der Sechstligist SV SCHOTT aus der Lichtstadt Jena schlägt mit viel Kampfgeist und Herz Drittligist Rot-Weiß Erfurt und spielt in der nächsten Saison im DFB- Pokal. Am Ende ihrer Kräfte hielten die SV SCOTT-Kicker heute zudem erstmals in der Vereinsgeschichte den Landespokal in den Händen.
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Bericht erstellt für "Lichtstadt.News" auf einem iPad

"IDAHOT* 2013": Von der Alltäglichkeit der Diskriminierung und Gewaltwiderfahrnisse "geschlechtlich nonkonformen" Personen


(lsn / idahot*) - Geschlechter jenseits eindeutiger Männlichkeiten und Weiblichkeiten werden häufig ignoriert, nicht berücksichtigt und sozial nicht anerkannt. Ihre Existenz löst noch immer Verwunderung, Faszination, Verunsicherung und Ablehnung aus. Außerdem sind sie heteronormativen Diskriminierungen und Gewaltwiderfahrnissen ausgesetzt.

In dem Vortrag, der heute um 18 Uhr im Rahmen des "IDAHOT*" Jenas im Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Carl Zeiss Str 3, Seminarraum 309) stattfindet, werden ausgewählte Diskriminierungs- und Gewaltwiderfahrnisse "geschlechtlich nonkonformer" Personen dargestellt und analysiert: Warum ist es für einige Interviewpartner/innen "ekelig", bewundert zu werden?, weshalb werden "Szenen" zu ambivalenten Orten der Begegnungen? und welche Rolle spielt die Figur der Täuschung in dem Ganzen?

Die Referentin Ines Pohlkamp präsentiert Ergebnisse aus ihrem laufenden qualitativen Dissertationsprojekt, für das sie 22 "geschlechtlich nonkonforme" Personen zum Thema befragt hat; der Eintritt ist frei. Ines Pohlkamp lebt in Bremen und promoviert an der Universität Hamburg zum Vortragsthema. Sie hat Sozialarbeitswissenschaften (Diplom) und Kriminologie (Master) studiert und ist Referentin für queer-feministische Mädchenarbeit, intersektionale Bildung, geschlechtersensible Pädagogik und Social Justice. Im Januar 2013 hat sie das "Gender Institut Bremen" mitgegründet.

Noch bis zum 26. Mai 2013 wird das "IDAHOT*" Festival in der Lichtstadt wieder mit einem abwechslungsreichen Programm auf den internationalen Gedenktag hinweisen. Auch in diesem Jahr steht das Festival unter der Schirmherrschaft von Jenas Oberbügermeister Dr. Albrecht Schröter.

Dienstag, 21. Mai 2013

"Relaunch: Alles neu macht der Mai!": JENAPOLIS seit heute im neuen Look - Alle bisherigen Themen sollen weiter verfolgt werden


(lsn / JENAPOLIS) - Das Jenaer Informationsblog "JENAPOLIS" - vor einigen Jahren von Social Entrepreneur Arne Petrich (Chef der Bürgerbewegung "Unser Jena ... gemeinsam für die Region" / Wir berichteten!) ins Leben gerufenes Thüringer Kommunikationsportal für Bürgerbeteiligung, konstruktive Kritik am städtischen Leben und Visionen zur urbanen Stadtentwicklung sowie Nachrichten für Jena und die Region - erscheint seit heute in einem neuen Look (siehe Screenshot!).

Verschwunden sind die allgegenwärtigen Kommentarleisten mit (Zitat) "authentischen, unabhängigen und engagierten" Kommentaren Dritter; statt dessen wirkt das neue Layout massenkompatibler und übersichtlicher. Jetzt wolle man sich verstärkt auf eigene Artikel und Berichte der Redaktion konzentrieren, hieß es vor Kurzem zum sog. "Relaunch".

Aber auch weiterhin soll es Nutzern möglich sein - teils anonym, teils mit beliebigen Usernamen, teils mit dem eigenen Namen - Kommentare zu allen Themen der Lichtstadt abzugeben. Ältere Kommentare finden sich zudem nun nur noch unter dem Menüpunkt "Archive for the 'Pressemeldungen' Category".

Hinweis: In eineer früheren Version dieses Artikels hieß es noch "Aber auch weiterhin soll es Nutzern möglich sein - teils anonym, teils mit beliebigen Usernamen, teils mit dem eigenen Namen - Kommentare zu allen Themen der Lichtstadt abzugeben, auch wenn nicht mehr, wie zuletzt, auf der rechten Seite der Webseite die aktuellsten Kommentare der Nutzer zu lesen sind." Dies hat "JENAPOLIS" inzwischen nachgebessert! - Die Redaktion

"Großeinsatz": Havarie im "Gewerbegebiet Ost" in Pößneck hielt an Pfingstmontag auch die Mitarbeiter der Stadtwerke Jena-Pößneck auf Trab


(lsn / swjp) - Aus bislang noch ungeklärter Ursache kam es am gestrigen Pfingstmontag Morgen gegen 8 Uhr zu einer Explosion der Produktionshalle einer Verpackungsmittelfirma im Pößnecker "Gewerbegebiet Ost" (Foto vom Feuerwehreinsatz), die auch die Mitarbeiter der Stadtwerke Jena-Pößneck auf Trab hielt.

"Innerhalb kürzester Zeit waren unsere Einsatzkräfte vom Stadtwerke Jena Anlagenservice nach Eingang der Havariemeldung durch die Feuerwehr vor Ort und trennten alle zum Gebäude gehörenden Medien", sagte Klaus Weise, der Leiter vom Dienst. Durch den schnellen und erfolgreichen Einsatz der Stadtwerker konnte eine weitere Explosionsgefahr durch austretendes Gas bei der Brandbekämpfung verhindert werden. Außerdem wurde die Stromzufuhr abgeschaltet, um die Feuerwehr nicht bei den Löscharbeiten zu gefährden.

Die herbeigerufene Feuerwehr war bis weit in den Nachmittag mit der Löschung des Brandes beschäftigt. Da die Mitarbeiter der Firma wegen des Feiertages nicht im Betrieb waren, wurde durch die Explosion und das Feuer niemand verletzt.

Montag, 20. Mai 2013

"Viel Platz für neue Büros und Labore": Bauherr und Investor bietet ab dem nächsten Jahr in Jena-Nord neue gewerbliche Mietflächen im Spitzweidenweg an


(lsn / rana) - Neuen Raum für Geschäftsideen gibt es bald in Jena. Nachdem Investor Reinhard Schulz den südlichen Teil des ehemaligen "Möbel-Koch"-Gebäudes bereits saniert und erfolgreich vermarktet hat, folgt nun der nächste Schritt: Ab 2014 bietet der Investor im Spitzweidenweg 30, Haus 4, weitere moderne und flexibel ausbaubare Büroflächen zur gewerblichen Vermietung an.

"Wir wollen Mitte 2013 mit dem Umbau des Gebäudes beginnen", sagte Reinhold Schulz jetzt vor Ort. "Die zukünftigen Mieter planen mit uns gemeinsam ihre gewünschten Büroflächen." Laut Reinhold Schulz entstehen in dem Gebäude große und helle Räumlichkeiten, die sich sowohl für Büros als auch Labore eignen. Vermietet werde ab einer Fläche von 450 Quadratmetern; insgesamt entstehen 7.500 Quadratmeter neue Bürofläche für Jena.

Über den Zuwachs auf dem gewerblichen Jenaer Mietmarkt freut sich auch Wilfried Röpke, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderung. "In unserem Tagesgeschäft merken wir deutlich, dass die Nachfrage nach gewerblichen Büroflächen in der Stadt hoch ist, und der Leerstand gering". Als zentraler Ansprechpartner für die Jenaer Unternehmen vermittle JenaWirtschaft Kontakte bei allen Anfragen zu gewerblichen Mietflächen und auch Gewerbegebieten, so Röpke letzte Woche.

Die Vermarktung des Gebäudes am Spitzweidenweg 30 übernimmt der Verwalter Thomas Krümmling, der sich auch um die Bauleitung kümmern wird. "Interessant für zukünftige Mieter ist natürlich der Preis von 8,50 Euro pro Quadratmeter plus Nebenkosten", so Thomas Krümmling. "Außerdem stehen vor Ort ausreichend Lagerflächen sowie Parkplätze für Mitarbeiter, Kunden und Zulieferer zur Verfügung", berichtete er.

Das sogenannte "Haus 4" wurde 1962 gebaut und als Lager genutzt. Zwischen 1993 und 2000 verkaufte dort "Möbel Koch" seine Produkte; seitdem stand es jahrelang leer. Die neue Nutzung für gewerbliche Mieter kommt ab 2014 dem Jenaer Markt für Gewerbeimmobilien zugute. Auf dem Foto oben zu sehen sind v.l.n.r.: Thomas Philipp (Architekt), Reinhold Schulz (Bauherr) und Thomas Krümmling (Bauleitung/Vermarktung)

"Pfingstausflug": Heute trifft man sich an der Bockwindmühle in Jena-Krippendorf zum traditionellen "Mühlenfest"!


(lsn / Feuerwehr- und Dorfverein Krippendorf) - Am heutigen "Deutschen Mühlentag" zu Pfingstmontag, den 20. Mai 2013, laden die Krippendorfer Mühlenfreunde alle jenaerinnen und jenaer und natürlich auch alle Gäste aus nah und fern zu ihrem inzwischen traditionellen Mühlenfest ein.

Musikalisch, tänzerisch, historisch und lukullisch wird es von 9 Uhr 30 bis 17 Uhr unter der Bockwindmühle zugehen. Seit einem Jahr betreiben die Krippendorfer gemeinsam mit weiteren Mühlenfreunden aus nah und fern "ihre" Bockwindmühle in Eigenregie und eigener Verantwortung. Unter dem Eindruck dieses besonderen Ersten Jahrestages der Übernahme steht daher auch das diesjährige zünftige Mühlenfest.

Traditionell findet es Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag statt. Mit unterhaltsamen und wissenswerten Fakten um die Mühle, das Getreide und die Geschichte, mit Schmackhaftem vom Grill und Leckerem aus Krippendorfer Backöfen wollen die Krippendorfer neben der Feier auch erneut für Unterstützung bei Betrieb und Erhalt werben. Historisch in Uniform, mit Biwak zeigen sich auch die Vereinsfreunde der AG „Jena 1806“ e. V. Um 9.30 Uhr beginnt die musikalische Andacht in der Krippendorfer Kirche. Danach ziehen die Besucher gemeinsam zur Mühle.

Ab 10 Uhr ist das Festgelände "Mühlenwiese" geöffnet. Gegen 11 Uhr wird das Mühlenfest offiziell eröffnet. Bleibt zu hoffen, dass sich der Wettergott wieder einmal mit strahlendem Sonnenschein für "Kyrill" und die Sturmnacht vom 18. Januar 2007 entschuldigt. HIER kann man sich das Programm des heutigen Tages im Internet ansehen.

Sonntag, 19. Mai 2013

"Neun Tore im Erst-Abbe-Sportfeld": RB Leipzig zwingt den FCC mit 5:4 in die Knie - Sebastian Hähnge kehrt zum FC Carl Zeiss Jena zurück


(lsn / fcc) - Der FC Carl Zeiss Jena und RB Leipzig lieferten sich heute beim 4:5 im Ernst-Abbe-Sportfeld ein wahrhaftiges Spitzenspiel.

Dabei überrumpelten die Mannen von Petrik Sander den Meister aus Leipzig mit einem schnellen Tor von Trytko nach nur drei Minuten. Allerdings schlug RB nur zwei Minuten später durch Kammlot zurück und wies Jena anschließend sogar mit zwei weiteren Toren (24. Schulz und 35. Minute nochmals Kammlot) in die Schranken. Danach entwickelte sich ein heftiger Kampf, wobei Peßolat kurz vor der Pause (41.) und nochmals Trytko (60.) Carl Zeiss nach, teils heftigen Aussetzern in den Leipziger Abwehrreihe, wieder aufschließen ließen.

Dann kam jedoch die Schlussphase des Tabellenführers und man ging nach Treffern von Rockenbach (74. / FE) und Morys (81. Minute) wieder konfortabel in Führung. Der Jenaer Anschlusstreffer durch Dvorschak fünf Minuten vor Spielende und das Gelb-Rot für den Leipziger Heldinger kurz vor der Nachspielzeit halfen trotzdem nicht mehr und der FCC kassierte so seine vierte Saisonniederlage.

Trotzdem gab es am Nachmittag noch eine wirklich schöne Nachricht: Stürmer Sebastian Hähnge (Foto) gab seinen Wechsel an die alte Wirkungsstätte bekannt. Nach zwei Jahren beim FC Hansa Rostock, mit dem Sebastian Hähnge 2007 in die 1. Bundesliga aufstieg, wird der 30-jährige Offensivspieler nun wieder das Trikot des FC Carl Zeiss Jena tragen.

Hähnge stand bereits in den Jahren 2004 bis 2006 in Diensten des FC Carl Zeiss Jena, mit dem er zweimal hintereinander aus der Oberliga bis in die 2. Bundesliga aufstieg. In der Regionalligasaison 2005/2006 schoss er in 33 Spielen 15 Tore und war maßgeblich am Durchmarsch Jenas in die zweithöchste deutsche Spielklasse beteiligt. In der letzten Saison absolvierte er in der 1. Bundesliga 18 Partien, in denen er sich viermal in die Torschützenliste eintragen konnte. Jenaer Sportdirektor Carsten Linke sagte dazu: "Wir freuen uns sehr, Sebastian wieder in Jena begrüßen zu dürfen und sind davon überzeugt, dass seine Erfahrung im Angriff eine große Stütze für die junge Jenaer Mannschaft sein wird."

Und Sebastian Hähnge selbst erklärte: "Jena hat sich unglaublich um mich bemüht. Das hat mir imponiert. Außerdem stimmt die Perspektive." Der 1,89 m große Angreifer erhält beim FC Carl Zeiss Jena einen Dreijahresvertrag. Carsten Linke: "Damit sind unsere Planungen für die kommende Saison vorerst abgeschlossen. Dennoch behalten wir uns vor, nochmals auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, wenn wir es für nötig erachten."

"110 Jahre FCC": Der Vorverkauf für das Topspiel "FC Carl Zeiss Jena gegen AFC Newport County" beginnt heute!


(lsn / fcc) - Am 13. Mai 1903 wurde der FCC als Fußball-Klub "Carl Zeiß" Jena gegründet. Am 13. Juli 2013 feiert der FC Carl Zeiss Jena nun gemeinsam mit den Fans sein 110-jähriges Vereinsjubiläum.

Als Gratulant kommt der AFC Newport County! Gegen die Waliser bestritt der FCC 1981 ein legendäres Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger. Nach mehr als 32 Jahren kommt es nun wieder zur Neuauflage dieses Klassikers. Der Vorverkauf für dieses sowohl in Jena als auch Newport mit viel Vorfreude erwartete Spiel startet am heutigen Sonntag, dem 19. Mai, zum letzten Regionalligaheimspiel der Saison gegen RasenBallsport Leipzig (Anstoß 13.30 Uhr) im Ticketcenter im Ernst-Abbe-Sportfeld.

Nachfolgend findet die verschiedenen Preiskategorien für die Karten, die im Übrigen speziell für die Saisoneröffnung in Anlehnung an deren Aussehen von 1981 neugestaltet wurden: 

Sitzplatz Haupttribüne 16,10 € bzw. 12,10 € (erm.) sowie 10,00 € (für Dauerkarteninhaber)

Sitzplatz Gegengerade 10,10 € bzw. 7,10 € (erm.) sowie 5,00 € (Dauerkarteninhaber) 

Stehplatz 7,10 € bzw. 5,10 € (erm.) sowie 3,00 € (Dauerkarteninhaber).

Hinweis: Ermäßigte Karten gibt es für Kinder bis 16 Jahre, Studenten, Vereinsmitglieder und Schwerbeschädigte

Fans, die nicht die Möglichkeit haben, sich heute vor Ort im Stadion ihre Newport-Eintrittskarte zu sichern, können gern das auf der Internetseite des FC Carl Zeiss Jena zur Verfügung stehende Faxformular für ihre Bestellung bzw. das jeweils Donnerstag und Freitag (10 Uhr bis 19 Uhr) auch in der Sommerpause geöffnete Ticketcenter im Stadion nutzen. 

Selbstverständlich werden am 13. Juli auch die Tageskassen geöffnet sein. Der FCC empfiehlt jedoch dringend, sich die Karten im Rahmen des Vorverkaufs zu sichern.

"BrandSchutz/Mentalitäten der Intoleranz": Auftaktveranstaltung des FSU-Ausstellungsprojektes findet am 23. Mai 2013 im Ricarda-Huch-Haus statt


(lsn / fsu) - Was bedeutet Intoleranz in der Mitte der Gesellschaft und welche unterschiedlichen Formen kann sie annehmen? Wann entsteht Intoleranz und wie kann man sich selbst dagegen stellen? Und welche Rolle kann die Kunst dabei übernehmen?

Diese und ähnliche Fragen stehen im Zentrum einer neuen Veranstaltungsreihe an der Friedrich-Schiller-Universität Jena / FSU. Im Rahmen des Ausstellungsprojektes "BrandSchutz // Mentalitäten der Intoleranz" laden der Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität und der Jenaer Kunstverein die interessierte Öffentlichkeit zu einer Reihe von Themenabenden ein, um diese Fragen mit Experten aus Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft zu diskutieren.

"Die Themenabende werden die Kunstausstellung BrandSchutz im Sommer und Herbst begleiten und sind in erster Linie als moderierte Diskussionsplattform gedacht", kündigte diese Woche Initiatorin Prof. Dr. Verena Krieger (Foto oben zusammen mit Wolfram Stock vom Jenaer Kunstverein) von der FSU an. "Wir wollen damit der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch bei oftmals sehr kontrovers diskutierten Themen anbieten", sagte sie.

Die Auftaktveranstaltung findet am 23. Mai 2013 um 19 Uhr im Ricarda-Huch-Haus zum Thema "Anders in Deutschland" statt. Als Gäste sind die Wissenschaftlerin und Bloggerin Dr. Urmila Goel und der Journalist Eren Güvercin eingeladen. Frau Goel wird u. a. ihr Buch "InderKinder: Über das Aufwachsen und Leben in Deutschland" vorstellen, in dem sie Kinder von Migranten aus Indien zu Wort kommen lässt, die in Deutschland aufgewachsen sind und in vielerlei Hinsicht das "Anderssein" erlebt haben. Eren Güvercin ist Gründer der Alternativen Islamkonferenz und Autor des Buches "Neo-Moslems - Porträt einer deutschen Generation". Darin schildert er die Erfolgsgeschichten junger Moslems in Deutschland und zeigt, wie sich Deutschland durch die Migranten positiv verändert.

Samstag, 18. Mai 2013

"NSU" - Der Prozess # 06: Eine erste Bestandsaufnahme nach vier Verhandlungstagen vor dem OLG München



(tim schwarz) - Nun ist der Anfang gemacht im "NSU"-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht. In den vier vergangenen Verhandlungstagen ist es - allen Verzögerungsversuchen der Verteidigung zum Trotz - dem OLG gelungen, das Verfahren unter den gegebenen Umständen zu führen und in eine gewisse Struktur zu bringen.

Zu Anfang sammelte der Vorsitzende Richter Götzl die Befangenheitsanträge gegen ihn und das Gericht ein, am zweiten Verhandlungstag wurden Anträge der Zschäpe- und Wohlleben-Verteidiger entgegengenommen, das Verfahren aus den verschiedensten Gründen auszusetzen und dazu noch Rügen an der Besetzung des Gerichts. Zudem wurde die Anklage verlesen.

Der dritte Tag war geprägt davon, dass klar wurde, dass all diese Anträge und Rügen verworfen wurden; zudem spielten sich die Wortgefechte zwischen der Verteidigung und Götzl ein, obwohl es Probleme mit den einzelnen Mikrofonen gab. Auch letzteres löste Götzl souverän, ließ umgehend einen Techniker kommen. Auf den Seiten der Verteidigung sowie der zahlreichen Nebenkläger zeichneten sich in den ersten Tagen zudem Wortführer ab. Bei der Nebenklage sind es Edith Lunnebach, Thomas Bliwier, Sebastian Scharmer und Eberhard Reinecke; vor allem Reinecke überraschte dadurch, dass es sich stets lohnt, ihm zuzuhören. Auch Götzl bemerkte dies.

Bei der Verteidigung Beate Zschäpes wechseln sich Sturm, Stahl und Heer in Intuitionen und Auftreten ab. Obwohl die britische Zeitung "The Guardian" deren Namen für die Leser auf der Insel mit "storm", "steel" und "army" übersetzte, erscheinen alle drei frei von rechtsextremem Gedanken. Anders bei Ralf Wohllebens Unterstützern. Dass ihn seine Verteidigerin Nicole Schneiders schon aus alten "NPD"-Tagen in Thüringen her kennt, merkt man nicht erst seit deren herzlicher Begrüßung an jedem Verhandlungstag. Die Juristin ist "NPD"-Mitglied und fest in der rechten Szene verankert und so wunderte es nicht, dass es Schneiders war, die Stimmung machte, als sie die Einstellung des Verfahrens forderte, da sie ihren Mandanten u. a. schon deshalb vorverurteilt sieht, weil es bereits staatliche Entschädigungszahlungen an die Opfer gegeben habe. Das empörte nicht nur die Riege der Nebenkläger.

Während Wohlleben gelassen scheint, wurde Zschäpe über die vier Verhandlungstage zunehmend nervöser, forderte ihre Anwälte auch schon mal zum persönliche Gespräch, worauf diese anschließend erleichtert verkündeten, die Angeklagte wolle "nicht" aussagen. Dies scheint das Damoklesschwert über der Verteidigung der Angeklagten aus Jena zu sein: wird sie durch- und vor allem den Mund halten? Jetzt, da in wenigen Tagen die alten Weggefährten Holger "Gerri" Gerlach und Carsten Sch*ltz* aussagen? André Em*ng*r wird sich nicht äußern, die Anwälte Ralf Wohllebens wollen dagegen eine Verteidigererklärung abgeben. Angenommen wird, dass sie darauf bestehen werden, dass Gerlach und Sch*ltz* - aus Sicht von Wohlleben wohl "Verräter" - diesem bei ihren Aussagen von Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen sollen. Dies hätte aber letzten Endes der Vorsitzende Richter zu entscheiden.

Götzl hat derweil am vierten Verhandlungstag entscheiden, dass es im Prozess eine Art "Pfingstpause" gibt, in der die Anwälte der Verteidigung Akten des "NSU"-Untersuchungsausschusses des Bundestages lesen können/wollen/dürfen. Übrigens gibt es in Thüringen einen ähnlichen Ausschuss, weshalb einer der nächsten Anträge der Zschäpe-Verteidigung wohl in diese Richtung gehen wird: auch deren Akten liegen den Anwälten bisher noch nicht vor.

Ob es dazu kommt, wird man am 4. Juni 2013 sehen, wenn der Prozess in München fortgesetzt wird.

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"Das Warten hat ein Ende": Die "Lutherstraße" wird ab dem nächsten Jahr grundhaft ausgebaut - Die Investitionssumme beträgt 1,8 Millionen Euro


(lsn / rana) - Viele Jahre wurde das Projekt aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder verschoben, die Probleme mit der schadhaften Straßenoberfläche nur bedingt gelöst. Nun steht endgültig fest: Die "Lutherstraße" - Jenas längste schnurgerade Verkehrsader (zum Vergrößern bitte anklicken) - wird ausgebaut und dies ab dem Frühjahr 2014.

Das entschied der Oberbürgermeister der Stadt Jena in einer gemeinsamen Beratung mit dem Fachdienst Finanzen und dem Kommunalservice. "Ich bin sehr froh, dass wir nun eine Lösung gefunden haben, die 'Lutherstraße' wieder herzustellen, sie ist eine besonders wichtige Straße und derzeit in einem desolaten Zustand", sagte OB Dr. Albrecht Schröter zu der Nachricht. Im Zuge des Ausbaus werden die Stadtwerke Jena-Pößneck zugleich sämtliche Leitungen erneuern. Wie der Kommunalservice Jena / KSJ berichtete wird das Pflaster komplett ausgebaut und die Tragschichten werden neu hergestellt, damit die Straße den Verkehrsanforderungen gewachsen ist. Zudem wird die Fahrbahn asphaltiert und die Fußwege werden mit Betonpflaster befestigt.

Außerdem werden die beiden Fußwege um etwa 30 Zentimeter verbreitert und die Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Auf Wunsch des Ortsteilrates Jena-West wurde zusätzlich auch eine Insel als Überquerungshilfe in Höhe der "Grete-Unrein-Straße" in die Bauplanung mit aufgenommen. Das Parken auf der Seite stadteinwärts soll beibehalten werden. Die Investitionssumme ist mit 1,8 Millionen Euro veranschlagt.

Die Investitionsmittel werden vom KSJ aufgebracht und von der Stadt Jena an KSJ über das von der Stadt zu zahlende jährliche Nutzungsentgelt zwischenfinanziert. Von den endgültigen Baukosten tragen dann später die Straßenanlieger einen bestimmten Prozentsatz im Rahmen der Erhebung von Straßenbaubeiträgen.

Freitag, 17. Mai 2013

"Alles halb so schlimm!": Stadtrat reagiert gelassen auf Nachbesserung des B-Plans zum "Eichplatz - Social Entrepreneur Petrich redet von "irrwitzigen" Projekten


(lsn / zono radio jena) - Wer gedacht hatte, im Stadtrat und dem Stadtentwicklungsausschuss gehe es am Mittwoch- resp. Donnerstagabend wegen des nachzubessernden Bebauungsplans zum Jenaer "Eichplatz" hoch her, sah sich getäuscht.

Bis September soll der B-Plan nun nochmals betrachtet werden, nachdem ein unabhängiges Gutachten die Auswirkung der neuen Einzelhandelsflächen auf die Einzelhändler in der der Peripherie der Lichtstadt ausgeleuchtet hat, sprich: welche Auswirkungen die maximal 15.000 Quadratmeter an geplanten Handelsflächen auf den Handel in anderen Jenaer Stadtteilen sowie in anderen Städten der Region haben könnten. Um die Einzelhändler der Stadtmitte hatte man sich bereits früher gekümmert.

Der ursprüngliche B-Plan stammt aus der Mitte der 1990er Jahre und legte bereits die Basis für die jetzt aktuellen Bebauuungsaktivitäten zum "Eichplatz", weshalb der nachzubessernde Teil zu keiner gravierenden Änderung der Prozederes führen dürfte, wie man hört. Natürlich werden die "Eichplatzgegner" in Kürze wieder ein Bürgervotum einfordern, aber ob und wie dies gelingen wird, steht derzeit in den Sternen.

Nach denen greift auch Social Entrepreneur Arne Petrich, "JENAPOLIS"-Herausgeber und Chef der neuen Bürgerbewegung "Unser Jena - ...gemeinsam für die Region". Jüngst stellte er in seinem Medium unter dem Titel "Der lebendige Eichplatz" eine Alternative zu der, vom Stadtrat beschlossenen, Bebauung vor. Dabei handelt es sich um die Idee, auf dem Areal eine Tiefgarage mit bis zu 400 Parkplätzen zu errichten, wozu, nach Ansicht des Social Entrepreneurs, der Platz noch nicht einmal verkauft werden müsse.

Somit könnte man, da ist sich Petrich ganz sicher, sämtliche Kraftfahrzeuge, die derzeit auf dem "Eichplatz" parken, unter die Erde bringen. Auf dem Platz wäre es sodann möglich, einfach nur durch mehr grün die notwendigen Räume der Erholung und Begegung zu schaffen, die Jena so dringend brauche, schreibt er.


Auf dem "Eichplatz" könnten anschließend kleine Häuser mit bezahlbaren Wohnungen und Cafés oder regionalem Einzelhandel entstehen, die dem etablierten Einzelhandel in Jena keine Gefahr wären. "Noch ist es Zeit, die irrwitzigen Projekte für den Eichplatz auf Eis zu legen. Mit vielen Beiträgen unterschiedlicher Akteure wurden die derzeitigen Planungen analysiert und begutachtet. Die Ergebnisse der Gespräche, die Jenapolis führte, sind ernüchternd. Ganz Jena wird unter den Plänen der Stadt leiden, sollten sie so umgesetzt werden wie geplant", schreibt Arne Petrich.

Übrigens: Einen Blick in die Zukunft des "Eichplatzes" können ab Dienstag nun alle Interessierten im Jenaer Stadtspeicher werfen. Dort gibt es bis 2. Juni 2013 eine Ausstellung mit den noch im Rennen befindlichen Investorenvorschlägen für den Eichplatz. Und das ist endlich einmal Transparenz für alle!

Hinweis: Die Abbildungen stammen aus dem Internet. Den gesamten Artikel von Social Entrepreneur Arne Petrich kann man bei "JENAPOLIS" nachlesen.