Dienstag, 31. Dezember 2013

Die "Lichtstadt.News" wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2014 (Teil 1)


(lsn) - Die "Lichtstadt.News" wünschen ihren Leserinnen und Lesern ein fröhliches Silvesterfest sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr und schenken ihnen am 31. Dezember und am 1. Januar Super-Panoramen im XXL-Format.

Die Fotoimpression für den heutigen Silvesterabend ist für alle Fans der FC Carl Zeiss Jena gedacht stammt aus der Löbstedter Straße. (Zur Vergößerung des Fotos bitte HIER klicken!)

"Die 'Faire Miete' soll kommen": Minister Christoph Matschie will zukünftig die Mietpreise "deckeln" - Landesaktionsplan soll auch für Jena gelten!


(lsn / spd) - Hehre Absicht oder schon vorgezogerner Wahlkampf? Wie SPD-Landeschef Christoph Matschie, Thüringer Minister für Bildung und Wissenschaft, in Jena mitteilte, soll im kommenden Jahr ein Landesaktionsplan "Faire Miete" auch in Jena die Mietpreise deckeln. 

Matschie will diesen Plan 2014 auf den Weg bringen, wie sein Sprecher gestern erklärte. Vorgesehen sei, bei einer Neuvermietung einen Preis von maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete zu erlauben, hieß es. Das sei aktiver Mieterschutz, ließ Matschie erklären und verwies auf den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf Bundes­ebene. In jenem hatten sich die drei Parteien darauf verständigt, dass die Bundesländer für fünf Jahre derart regulierend in den Wohnungsmarkt eingreifen dürfen.

Die Mietpreisbeschränkungen sollen, den Worten von Christoph Matschie nach, allerdings nicht für Neubauten und nach umfassenden Modernisierungen gelten. Der Grund: Wohnungsneubau solle nicht gebremst werden. Der Wissenschaftsminister sieht Jena neben Weimar und Erfurt als Kandidaten für den Landesaktionsplan, denn auch in der Lichtstadt gebe es bekanntermaßen ein hohes Mietniveau.

Montag, 30. Dezember 2013

"STADTFAHRT # 1": Mit der "JeNah"-Straßenbahnlinie 3 von Lobeda-Ost nach Jena-Ost (Aufgenommen im Sommer 2013)


(lsn / grotte1226) - In dieser Woche beginnt das Jahr 2014 und damit auch in den "Lichtstadt.News" eine kleine Serie von Videos unter dem Titel "Stadtfahrt". Dies sind kurze Zeitreisen durch Jena in Form von Kameramitfahrten in Pkw und Straßenbahn. Aufgenommen wurden die einzelnen Videos in den Jahen 1994 bis 2014, also über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Heute beginnen wir mit einer Fahrt der Jenaer Straßenbahn von Lobeda-Ost aus nach Jena-Ost vom Sommer 2013. In insgesamt knapp 42 Minuten können sie so auf eine Fahrt durch Jena gehen mit der "JeNah"-Linie 3 über den Bahnhof Göschwitz, Winzerla, Jena-Süd und das Stadtzentrum mit dem Busbahnhof.

"Mit Strauß ins neue Jahr": Neujahrskonzert der Jenaer Philharmonie am 01. Januar 2014 ab 18 Uhr im Jenaer Volkshaus


(lsn / philharmonie) - "Mit Strauß ins neue Jahr" lautet des Motto des Neujahrskonzerts der Jenaer Philharmonie am Mittwoch, dem 1. Januar 2014, um 18 Uhr im Jenaer Volkshaus.

Auf dem Programm stehen die beliebtesten Walzer aus der Feder des Walzerkönigs wie "Geschichten aus dem Wiener Wald", der "Frühlingsstimmenwalzer", der "Kaiserwalzer" oder "An der schönen blauen Donau", der "Persische Marsch", die Ouvertüre aus der Operette "Die Fledermaus", die "Pizzicatopolka" sowie die Ouvertüre zur Operette "Der Zigeunerbaron".

Am Dirigentenpult steht GMD Marc Tardue und Philharmonie-Intendant Bruno Scharnberg wird mit heiteren Begebenheiten aus dem Leben des Walzerkönigs durchs Programm führen. Eine sei schon einmal vorab erzählt: "Eine Laufbahn als Beamter hatte Vater Johann Strauß für seinen Sohn Johann vorgesehen, doch seine Mutter, die alles daran setzte, mit der Unterstützung ihres Sohnes Rache für die Untreue ihres Gatten zu nehmen, ermöglichte Johann junior eine Musikausbildung. Da der Vater mit der Familie gebrochen hatte, musste er als Ältester für die Ernährung der Familie sorgen und er begann Konzerte zu geben. Schon sein erster Auftritt im Casino Dommayer am 15. Oktober 1844 im Wiener Vorort Hietzing, einem in der ganzen Region bekannten Vergnügungslokal, wurde ein Riesenerfolg. Tourneen führten ihn bald durch ganz Europa und Nordamerika. Nach dem Tod seines Vaters, 1849, übernahm er dessen Orchester." (= Quelle: Wikipedia)

Sonntag, 29. Dezember 2013

Programmtipp: ZONO Radio Jena präsentiert heute ab 20 Uhr "ABSOLUT GIORGIO" - Die Musik von Giorgio Moroder


Hansjörg "Giorgio" Moroder, geboren am 26. April 1940 in St. Ulrich bei Gröden/Südtirol, ist nicht nur der Neffe der Bergsteigerlegende Luis Trenker sondern vor allem ein erfolgreicher Musikproduzent und -komponist, der weltweite Hits hatte und als einer der Erfinder der Synthesizer-Disco-Musik gilt.

Bereits in den 1960er Jahren arbeitete Moroder in Deutschland als Schlagerkomponist und hatte kleine Hits wie "Looky, Looky", "Máh-Ná-Máh-Ná" oder "Arizona Man" (letzterer Titel gesungen von Mary Roos). 1971 folgte der erste kleinere internationale Hit mit "Son of My Father", der sowohl in der von Moroder als "Giorgio" veröffentlichten Version als auch als in der Fassung der Musikgruppe Chicory Tip erfolgreich war und u. a. den Sprung auf Platz 1 der britischen Hitparade schaffte. Das Lied hatte Moroder ursprünglich als "Nachts scheint die Sonne" für Schlagersänger Michael Holm komponiert.

Dieser erste finanzielle Erfolg ermöglichte es Giorgio Moroder in München ein eigenes Tonstudio im Keller des Arabella-Hotels zu errichten und mit den Jahren immer weiter auszubauen. In seinen "Musicland Studios" produzierten später internationale Größen wie Deep Purple, das Electric Light Orchestra, Elton John, die Rolling Stones T. Rex oder Whitesnake ihre Schallplatten. Für Moroder selbst blieb aber bis 1976 der weitere große Erfolg aus, so dass er sich in der Musikszene umschaute, was es an interessanten Elementen gab.


Mit "Love To Love Me Baby" und der Münchner Musical-Sängerin Donna Gaines-Sommer (die ihren Nachnamen in "Summer" internationalisierte) gelang ihm 1976 der erste Welthit, dem schon ein Jahr später die Elektropop Hymne "I Feel Love" folgte. Bis 1980 arbeiteten Moroder und Summer zusammen und hatten in dieser Zeit viele große Hits, darunter "Bad Girls", "Hot Stuff" oder "On The Radio".

Danach schrieb Moroder auch für andere Künstler, komponierte u. a. den offiziellen Song für die Olympischen Spiele in Los Angeles ("Reach Out - Go For Gold") oder Filmmusiken ("Flashdance", "Cat People", "Midnight Express"); 1979 wurde ihm in Hollywood der Academy Award ("Oscar") für die beste Filmmusik verliehen. Auch heute noch ist Giorgio Moroder in der Musikszene bekannt und beliebt, auch wenn er kaum noch Musik produziert, Auf dem Album "Random Access Memories" der Band Daft Punk ist ihm der Track "Giorgio by Moroder" gewidmet, bei dem Moroder vom Beginn seiner Karriere und der Entstehung seiner Lieder erzählt.

ZONO Radio Jena lässt heute Abend ab 20 Uhr vier Stunden lang von Moroder komponierte und/oder produzierte Musik Revue passieren und zwar von den Schlageranfängen 1966 über erste Hits ("Máh-Ná-Máh-Ná - Doo-Bee-Doo-Bee-Doob" / "Looky, Looky") über die frühen 70er Jahre und Donna Summer, die 80er mit "Take my Breath away" und "Reach Out" bis zum Titel von Daft Punk aus dem Jahre 2013. Mit dabei sind so einige Musik-Raritäten, wie etwa die lange verschollenen Titel "Take Five" und "Enterprise" des Moroderschen MUSICLAND SET oder Titel aus seinem raren Solo-Album "Einzelgänger".

"Heimat und Reiseträume": Sonderprogramme in der "Lichtbildarena Jena Spezial" vom 04. Januar bis zum 09. März 2014


(lsn / lichtbildarena) - „Jaaa, backen!“ Fröhliches Kindergeschrei tönte in diesen Tagen, wie wohl in vielen Wohnungen, durch das Haus von Barbara Vetter und Vincent Heiland: Die Familie backt gemeinsam Plätzchen – oder vielmehr: ein einziges großes Plätzchen in Form eines Kamels (siehe Foto).

„Wir haben alle Sehnsucht nach der Mongolei, daher kam natürlich nur ein Kamel in Frage“, lachen Barbara Vetter und Vincent Heiland. Die beiden Reise-Journalisten und Lichtbildarena-Organisatoren genießen die Zeit mit den Kindern, die in der Vorweihnachtszeit knapp bemessen ist. „Derzeit touren wir mit unserem „Mongolei“-Vortrag im gesamten deutschsprachigen Raum, bis Ende der Woche ist Barbara noch auf einer Österreich-Tournee“, berichtet Vincent Heiland. Die Reise-Journalisten teilen sich auf, sodass wegen der Schule meistens ein Elternteil mit den Kindern in Jena bleibt. Außerdem startet bereits am 4. Januar, die Vortragsreihe „Lichtbildarena Spezial“. Und das bedeutet: Die Organisation läuft auf Hochtouren. „Heimat, Wahl-Heimat und die Verwirklichung langgehegter Reise-Träume“ – darum dreht sich die Reihe in diesem Jahr.

Dazu holen die beiden Veranstalter an verschiedenen Wochenenden zwischen dem 4. Januar und dem 9. März 2014 namhafte Reise-Journalisten nach Jena wie die Österreicher Petra und Gerhard Zwerger-Schoner (19.1.), prämierte Fotografen wie Olaf Krüger (16.2.) oder weitgereiste Abenteurer wie den Wanderreiter Günter Wamser (8.3.). „Auch der bekannte Tierfilmer Andreas Kieling (4.1.) und Afrika-Spezialist Matto Barfuss (2.2.) lassen es sich nicht nehmen, ihre neuesten Live-Reportagen in Jena vorzustellen”, freut sich Barbara Vetter. Die Multivisionsshows führen zu „klassischen“ Destinationen wie „Kanada“ (18.1.), „Neuseeland“ (19.1., Premiere!) oder „Inseln des Nordens“ (16.2.), aber auch ins vielseitige „Sardinien“ (1.2.), das exotische „Indien“ (16.2.) oder das unentdeckte „Vietnam“ (19.1.).

Am 5. Januar um 17 Uhr berichten Barbara Vetter und Vincent Heiland von ihren Abenteuern „Mit Kindern und Kamelen unterwegs im Nomadenland”, aufgrund der großen Nachfrage zusätzlich auch am 19. Januar um 11 Uhr. Den Abschluss der 12. Lichtbildarena Spezial bilden wieder die „Weltreisetage” am 8. und 9. März. Neben den beiden Hauptvorträgen „Abenteuerreiter: Feuerland bis Alaska” und „Radnomaden: 10 Jahre um die Welt” wetteifern in der Vorrunde des traditionellen „Wettbewerbs der Kurzvorträge” Nachwuchsfotografen, reiselustige und ambitionierte Amateure um den Einzug ins Finale des Nachwuchswettbewerbs im November. Einsendeschluss für Bewerbungen dafür ist übrigens der 7. Dezember. „Kurzentschlossene können ihre Bewerbung auch per E-Mail einreichen”, informiert Vincent Heiland. Alle Informationen dazu können auf der Webseite der Veranstalter nachgelesen werden.

Die Vortragsreihe „Lichtbildarena Spezial” 2014 im Überblick:

Sa, 4. Januar 2014, 16 + 20 Uhr: „Tiere sind meine Leidenschaft” – Andreas Kieling

So, 5. Januar, 17 Uhr: „Mongolei” – Barbara Vetter und Vincent Heiland

Sa, 18. Januar, 20 Uhr: „Kanada” – Thomas Sbampato

So, 19. Januar, 11 Uhr: „Mongolei” – Vetter und Heiland – Zusatzveranstaltung!

So, 19. Januar, 16 Uhr: „Vietnam” – Petra und Gerhard Zwerger-Schoner

So, 19. Januar, 19:30 Uhr: „Neuseeland” – Petra und Gerhard Zwerger-Schoner (Premiere!)

Sa, 1. Februar, 20 Uhr: „Sardinien” – Holger Fritzsche

So, 2. Februar, 15 Uhr: „Wilden Katzen auf der Spur” – Matto Barfuß

So, 2. Februar, 19 Uhr: „Faszination Bayern” – Stefan Erdmann

Sa, 16. Februar, 16 Uhr: „Inseln des Nordens” – Kerstin Langenberger und Olaf Krüger

So, 16. Februar, 19:30 Uhr: „Indien – Der Norden” – Olaf Krüger

Die Weltreise-Tage am 8. und 9. März 2014:

Sa, 8. März, 20 Uhr: „Feuerland bis Alaska – Der Abenteuerreiter” – Günter Wamser

So, 9. März ab 11 Uhr: Vorrunde „Wettbewerb der Kurzvorträge” mit
zwölf Foto-Reportagen à 15 Minuten

So, 9. März, 19 Uhr: „Radnomaden” – Dorothee Krezmar und Kurt Beutler

Alle Vorstellungen finden im Hörsaal 1 des Uni-Campus Jena, Carl-Zeiss-Straße 3, statt.

Weitere Infos unter: www.lichtbildarena.de / Ticket-Hotline: 03641 - 230 750 (Di 16-18 Uhr + Do 10-12 Uhr, Tickets im Vorverkauf bis 2 Euro günstiger!)

"Jena war tagelang in China präsent und alle lokalen Medien berichteten positiv": Erfolgreiche China-Tour der Jenaer Philharmonie


(lsn / philharmonie) - Am 11. Dezember 2013 startete die Jenaer Philharmonie mitsamt ihren Instrumenten in das Reich der Mitte.


Neben vier Konzerten in Guangzhou stand auch der 1. Jena-Tag in Panyu (Stadtteil von Guangzhou) auf dem Plan. Das Ziel - eine Präsentation Jenas, der Jenaer Politik, Wirtschaft und Kultur - wurde mehr als erreicht. Sowohl die chinesischen Gastgeber als auch die deutschen Repräsentanten sind rückblickend überaus zufrieden. "Jena war tagelang in Guangzhou präsent, alle lokalen Medien berichteten positiv über unseren Besuch", resümierte die scheidende "JenKultur"-Werkleiterin Dr. Margret Franz über diese außergewöhnliche Reise.

Alle Konzerte sowie der Jena-Tag waren überaus gut besucht. Bis zu 1.500 Gäste pro Aufführung begeisterten die Jenaer Musiker mit Werken von Beethoven, Händel und Schumann sowie einigen chinesischen und kantonesischen Stücken. Die gesamte Tour verlief nach anfänglich kleinen Problemen, wie der verspäteten Ankunft eines Koffers, pannenlos. Die Jenaer Philharmoniker ernteten nach allen Konzerten tosenden Applaus und Standing Ovations. Selbst am Pekinger Flughafen überbrückten die Musizi die Umsteigezeit mit einer kleinen musikalischen Einlage und erfreuten damit andere Reisende. Inzwischen ist die Jenaer Delegation sowie die Jenaer Philharmonie wieder gesund und zufrieden in Jena gelandet. 

Panyu und Jena verbindet seit 2007 ein Kooperationsvertrag. An der China-Tournee der Jenaer Philharmonie nahm auch Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter sowie eine Jenaer Delegation teil.

Samstag, 28. Dezember 2013

"Wladimir Kaminers Russendisko Best of 2013”: Heute läd das F-Haus Jena zu “Kaminers Silvester” ein


(lsn / f-haus) - Das Jahresende ist (fast) erreicht und Wladimir Kaminer lässt noch einmal die besten Geschichten aus 2013 Revue passieren.

Gerade erst Geschriebenes, alte und neue Storys, die zum Thema Jahreswechsel passen, wie bewährt wird der Meister einen schönen, feierlichen Ausklang des Jahres garantieren. Im Anschluss daran die legendäre Russendisko, die letztes Jahr, von Paramount Pictures verfilmt, auf der Leinwand zu sehen war. Hierzu läd das F-Haus Jena am heutigen Abend, den 28.12.2013, ein.

Wer Wladimir Kaminer persönlich erleben möchte der bekommt ab 19 Unr Einlass, Beginn ist ab 20 Uhr und die Russendisko beginnt um 23 Uhr. Tickets gibt es bei der Jena Tourist-Information sowie an anderen Vorverkaufsstellen oder beim F-Haus selbst.

"Wasserschaden und Rathaussturm - 'NSU'-Prozess und 'Katzengate' - 'MuFu' und das Ende eines Einkaufszentrums - Eichplatzstreit, ein König vor Gericht und einer fand es "einfach paradiesisch": Das Jenaer Jahr 2013 im Rückblick (Teil 2)


(lsn / rainer sauer) - Man hat es nicht leicht, ein ganzes Jahr in wenigen Worten zusammenzufassen. Und obwohl Jena nicht "die Welt" ist, macht dies die Sache nicht wirklich einfacher. So stelle ich hier der Einfachheit halber einmal meine subjektiven Höhepunkte und Niederungen des Jahres 2013 zusammen. DIES IST TEIL 2 | HIER IST TEIL 1

Wahrlich nicht im Geheimen gewirkt haben 2013 auch die "Rathausstürmer_Innen" der "Insel". Die "Insel" ist ein soziokulturelles Projekt am Inselplatz in Jena und dortige Insularer_Innen besetzten während einer laufenden Stadtratssitzung die Rathausdiele_Innen, zündeten Knallkörper_Innen, spannten Tansparente_Innen zwischen Podium und den versammelten Stadträten_Innen auf, lösten die Brandmeldeanlage_Innen aus und beendeten hierdurch zwangsweise eine Sitzung des Jenaer Stadtrats: ein einmaliges Vorkommnis in den Analen der Stadt Jena. Aber alles war dann doch nur halb so schlimm, so jedenfalls hieß es nachher aus dem Munde von "Insel"-Bewohner und Stadtratsmitglied Michel von der Partei "Die Guten". Man habe das alles doch gar nicht gewollt, nur ein wenig Aufmerksamkeit für die Belange der "Insel" sei geplant gewesen. Alles weiter jedoch hätten sich die Stadtratsmitglieder selbst zuzuschreiben. Jetzt weiß man also: es gibt in Jena "die Guten" und "die Bösen" und es ist nicht immer alles so, wie es erscheint, weil: jeder legt selbst fest, wer "gut" und wer "böse" ist.

Diesem Ziel fühlt sich auch ein bekannter Immobilienmakler und Social Entrepreneur aus Jena verpflichtet. Bekannt geworden durch sein Internet-Mitmachportal, trat er 2013 in das Licht der Politik und möchte im nächsten Jahr mit einer politischen Bewegung namens "BÜRGER MACHT JENA" in den Stadtrat, denn (Zitat aus seinen Gedanken zum Jahresende 2013): "Die Menschen haben kein Vertrauen mehr in das politische System (...) Die Demokratie ist zu einer Hure der freien Welt verkommen..." Was auf den ersten Blick verwirrend klingt, relativierte sich erstmals, als der Mann im ZDF unter der Berufsbezeichnung "selbstständiger Internetblogger" die prekäre Wohnsituation in der Lichtstadt kommentierte und Mitstreiter der eigenen Bürgerbewegung zum Plausch begrüßte. Fortan war dies ein wichtiges Thema des Immobilienmaklers, bei dem er im kommenden Jahr Abhilfe schaffen möchte...pauschal gesagt. Wie genau das dann gehen soll, ist zwar noch offen und ein Parteiprogramm gibt es auch nicht, dafür konnte man aber 2013 auf seinem Mitmachportal schon erste Veränderungen bemerken. Dort kann man inzwischen auch schon mal unflätige Beschimpfungen lesen (Beispiel: "...die drecksäcke der stadtregierung samt der strippenzieher in verwaltung und eigenbetrieben..."), dafür werden aber Kommentare und Richtigstellungen, die nicht ganz ins "BÜRGER MACHT JENA"-Konzept passen, gelöscht.

Gnadenlose Transparenz forderte und fordert der Social Entrepreneur allüberall ein, ließ aber zu, dass sich in seinem Informationsportal privat-geschäftliche Interessen mit redaktionellem Inhalt vemischten, wie bei einem Grundstückspark, den er vermarktet, der aber im Portal stets nur "günstiges Wohnbauland" heißt, welches der Oberbürgermeister" vernichten" will. Gelegentlich schrecken seine Redakteure sogar nicht davor zurück, Dinge frei zu  erfinden, wie z.B. die Einführung neuer Steuern durch den Stadtrat, was als "Katzengate" bekannt wurde. Als der Betrug aufflog, wurde der Bericht kurzerhand als Satire deklariert und am Ende sogar kommentarlos (und damit transparent-los) gelöscht. - Schon die Bibel kannte solche Pharisäer: "Weh denen, die unrechte Gesetze machen und den Schreibern, die unrechtes Urteil schreiben, um die Sache der Armen zu beugen und Gewalt zu üben am Recht der Elenden" heißt es in Jesaja 10, Verse 1 und 2.

Redlicher gehen und gingen da die freien Demokraten mit der Jenaer Politik um. Im Bund totgesagt, erlebt man im Stadtrat von FDP-Politikern immer wieder Überraschungen. Rechtsanwalt Andreas Wiese, Dr. Thomas Nitzsche und Co. stellten 2013 oft als erste - gelegentlich auch als einzige - die Fragen, die man eigentlich von anderen Parteien erwartete und die den Regierenden von SPD, CDU und Bündnis 90/GRÜNE so richtig weh taten (z.B. "Parkraumkonzept am Inselplatz", "Höhe der Einnahmen durch Blitzer-Säulen", "Stadion" und "Flutlichtmasten"). So machte Politik in Jena zu erleben im vergangenen Jahr richtig Spaß mit der (noch) viertstärksten Partei im Jenaer Stadtrat. Übriges: In weniger als 150 Tagen ist Stadtrats- und Ortsteilratswahl!

Ende April folgte mit dem ersten Spatenstich für die neue Multifunktionsarena in Burgau ein Fingerzeig, wie man ein solches Projekt richtig angeht. Schnell waren Name und der Partner gefunden und Lars Eberlein, Geschäftsführer der Jena Baskets GmbH, kann schon mit Beginn des neuen Jahres seine "Sparkassen Arena" eröffnen. Die städtische "Konkurrenz" dokterte dagegen weiterhin an ihren eigenen Ideen herum: mal war es eine MuFu an der Saale, dann wieder ein Fußballstadion in Lobeda, dann wieder eine Sanierung des Ernst-Abbbe-Sportfelds. Während die einen feiern, beatmen die andern ihr Projekt künstlich.

Klinisch tot war dagegen im Jahre 2013 die "Schillerpassage", Jenas erstes Groß-Einkaufszentrum. Nachdem sich in den vergangenen Jahren "InterSpar", "WalMart" und "real,-" sowie Drogerien und Kleinhändler in der Löbstedter Straße die Klinken in die Hand gegeben hatten und mit ALDI der erste sog. Ankermieter angezogen war, entschieden sich letztlich auch MediMax und "real,-" gegen einen Verblieb in der "Schillerpassage", wobei es "real,-" sogar fertig brachte, sich im Laufe des Jahres auch noch die letzten Kunden zu vergraulen, indem man Woche für Woche das Warenangebot verkleinerte und so im November gar nichts mehr anzubieten hatte. Am Nikolaustag war dann endgültig Schluss und "Vorerst gescheitert!" das Motto, wobei niemand weiß, wie es im und mit dem weißen Klotz an der Bahn weitergehen soll.

Nur eines ist sicher (und das gilt auch für die Lichtstadt Jena allgemein): das neue Jahr kommt und wird uns wieder jede Menge Freunde und Leid, Euphorie und Enttäuschungen, vor allem aber Abwechslung bringen. Oder wie Aktionskünstler Hudy über Jena dichtete: "Du bist einfach paradiesisch!" In diesem Sinne...
...alles Gute im neuen Jahr.

Hier gibt es nur "echte" Nachrichten zu lesen, die nicht manipuliert sind - Die "Lichtstadt.News" bekommen außerdem ein neues Gewand!


(lsn) - Liebe Leserinnen und Leser der "Lichtstadt.News",

in den vergangenen Tagen konnten Sie bereits beobachten, dass wir auf unserer Website einige kleine Änderungen vorgenommen haben. Schriften und Farben wurden verändert, die Info-Felder reduziert und die Foto-Darstellung überarbeitet. Zum 01. Januar 2014 vollziehen wir den nächsten Schritt in der Neugestaltung unseres Nachrichtenportals. Vor allem das optische Erscheiningsbild hat ein neues Kleid bekommen und ganz oben rechts auf der Startseite präsentieren wir Ihnen ab sofort die aktuelle Programmvorschau von ZONO Radio Jena.

Täglich mehr als 1.000 Leser sind Ansporn genug für uns - die wir alle an den "Lichtstadt.News" ehrenamtlich mitarbeiten - das Nachrichten-Angebot für unsere Leserinnen und Leser auch in den kommenden Wochen und Monaten weiter zu verbessern. Vor allem aber können Sie bei uns stets sicher sein, "echte" Nachrichten zu lesen und weiterhin trennen wir erkennbar Werbeinhalte und persönliche Interessen vom redaktionellen Teil.

Mit den "Lichtstadt.News", dem neu gestalteten Nachrichtenportal aus und für Jena und die Region, wünschen wir Ihnen auch in Zukunft viel Vergnügen und Information.

Ihre "Lichtstadt.News" Redaktion

Freitag, 27. Dezember 2013

"Aus dem Polizeibericht": Sachbeschädigung mit Farbbeuteln - Teures Fahrrad vom Jenaer Weihnachtsmarkt geklaut - Misslungener Einbruchsversuch

 

(lsn / polizei) - Gegen das Gebäude, in dem der SPD-Kreisverband Jena ansässig ist, warfen Unbekannte am Wochenende Farbbeutel.

Am Sonntag Mittag, den 22.12.2013, wurden die roten und schwarzen Farbflecke an der Gebäudefassade und an den Fenstern des SPD-Büros im ersten Obergeschoss am Teichgraben 4 festgestellt. Beschädigt wurde durch den Farbbeutelanschlag auch der darunter befindliche Laden für Hörgeräte. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat die zum Anschlag gegen die SPD und den Hörgeräteladen Ermittlungen aufgenommen und fragt: Wer hat den oder die Täter gesehen?

Nach dem Besuch des Weihnachtsmarktes am Mittwoch, den 18.12.2013, stellte ein junger Mann fest, dass sein sehr teures Fahrrad, mit dem er gekommen war, gestohlen wurde. Das blau-weiße Mountainbike der Marke "Focus" war im Bereich des Holzmarktes in einem Fahrradständer abgestellt und gesichert. Aufgrund der Ausrüstung hat das Mountainbike einen Wert von insgesamt ca. 3.400 Euro. Die Tatzeit liegt am genannten Tag zwischen 18 Uhr 30 und 21 Uhr 15. Auch hier sucht die Polizei nach Zeugen.

Am 1. Weihnachtsfeiertag, den 25.12.2013, entnahmen bisher unbekannte Täter gegen 6 Uhr 30 einen 25 Kilo schweren Gullydeckel in der "Grietgasse", schleppten diesen bis in die "Neugasse" zu einem Ladengeschäft und warfen das Teil dann gegen die Scheibe des Ladens. In der Auslage befanden sich Laptops, Handys und andere Geräte, welche wahrscheinlich Objekte der Begierde waren. Lediglich die Sicherheitsscheibe - welche zwar splitterte aber nicht zerbrach - hielt die Täter vom Diebstahl ab. Da bei der Tatausführung auch noch ein vor dem Haus geparkter Audi durch den zurückfedernden Gullydeckel beschädigt wurde, beziffert sich der Gesamtschaden trotzdem auf geschätzte 4.400 Euro.

Hinweise in allen Fällen nimmt die Polizeiinspektion Jena unter der Telefonnummer 03641 810 entgegen.

"Der 'NSU'-Prozess - 69. bis 71. Tag": Prof. Dr. Mundlos legte sich mit dem Vorsitzenden Richter an - 91-jährige Zeugin war bei der Videobefragung überfordert


(schwarz und szabo) -
Auch wenn er das Wort vor dem Müncher Oberlandesgericht nicht komplett aussprach, so wählte er es doch gegenüber dem Vorsitzenden Richter mit Bedacht. Auf eine Frage von Manfred Götzl sagte Professor Dr. Siegfried Mundlos, der im Zeugenstand befindliche Vater des "NSU"-Terroisten Uwe Mundlos, unvermittelt: "Sie sind ein kleiner Klugsch...". Da für Götzl kar war, was Siegfried Mundlos mit seinen Worten gemeint hatte, drohte er dem Jenaer Informatikprofessor und Vater des verstorbenen Uwe Mundlos daraufhin Ordnungsmittel an, führte anschließend aber die Vernehmung fort.

Der 69. Verhandlungstag am 18.12.2013:

Am 69. Prozesstag gerieten der, als Zeuge geladene, Vater des "NSU"-Terroristen Uwe Mundlos und der Vorsitzenden Richter mehrfach aneinander. Den Gipfel erreichte aus verbale Auseinandersetzung als der Zeuge Richter Götzl mit den Worten: "Sie sind ein kleiner Klugsch..." beleidigte. Zuvor hatte Götzl den Zeugen gefragt, weshalb er mit seinen Sohn nicht darüber gesprochen habe, dass dieser dessen Freund Uwe Böhnhardt für eine "tickende Zeitbombe" hielt.

Auf dem Weg zu dieser verbalen Eskalation erregte Siegfried Mundlos gleich zu Beginn seiner Vernehmung eine Wasserflasche und einen Apfel auf den Zeugentisch und biss nach einer guten halben Stunde in die Frucht, worauf Götzl die Sitzung mit den Worten unterbrach: "Wenn Sie jetzt Hunger haben, dann unterbreche ich, und wir machen eine Pause für zehn Minuten." Zuvor schon hatte der Richter seinem Umut über den maßlos selbstbewusst auftretenden Fachhochschulprofessor aus Jena Luft gemacht als er sagte: "Ich mache mein Geschäft wirklich nicht erst seit ein paar Jahren. Aber ich muss Ihnen schon sagen, Herr Dr. Mundlos, dass Sie der erste Zeuge sind, der hier seine Brotzeit auspackt!"

Auch später kam es kam es zu teilweise längeren Diskussionen zwischen Mundlos und dem Vorsitzenden Richter (Beispiel: "Sie können mich ruhig Professor Mundlos nennen!" - "Ich nenne Sie Dr. Mundlos, das ist Ihr Name!"), als Siegfried Mundlos eine Erklärung abgeben wollte, darüber, "dass die Unschuldsvermutung von der Presse und den Beteiligten, insbesondere der Staatsanwaltschaft, beachtet wird"m was Götzl mit den Worten "Sie haben offensichtlich vor, Ihre Zeugenrolle nicht einzunehmen!" und "Es ist nicht die Aufgabe des Zeugen, einen Prozess zu gestalten!" kommentierte. Mehrmals an diesem Tag musste Götzl den Zeugen ermahnen, nur zur Sache auszusagen.

Über seinen Sohn berichtete der Vater, Uwe Mundlos sei sehr hilfsbereit gewesen, besonders zu seinem zwei Jahre älteren behinderten Bruder. Zur Wendezeit habe er den Vater zudem im Streit um eine behindertengerechte Wohnung unterstützt. Das Fazit von Siegfried Mundlos: "In der DDR wäre er als systemkritischer Geist durchgegangen." Er bedauert aber auch die Entwicklung, die sein Sohn genommen hatte. Siegfried Mundlos: "Ich habe nicht gewusst, wie tief er in der rechten Szene steckte. (...) Innerhalb der Familie gab es keinen Anlass, dass er in die rechte Szene abgedriftet ist. Ich habe es bedauert, dass der Opa zu früh gestorben ist. Denn der hätte ihm erklären können, wie schlimm das Dritte Reich war."

Und Prof. Mundlos kommentierte das Geschehen weiter aus seiner Sicht und teilweise ohne auf die Fragen von Götzl einzugehen, etwa mit den Worten: "Die ständige Beobachtung von Böhnhardt und meinem Sohn führte dazu, die beiden noch irrer zu machen! Das gilt auch für die Herren der Bundesanwaltschaft." Der Vorsitzende Richter: "Woher wissen Sie das? Oder haben Sie das irgendwo gelesen?" Mundlos: "Ich will Ihnen nur meine Erklärungsversuche schildern!" Anschließend versuchte er sogar, Götzl zu belehren. "Sie können die Sache erst aufklären, wenn Sie die Rolle des Verfassungsschutzes aufklären. Und wenn sich die Bundesanwaltschaft nicht weiter so hartleibig zeigt - das deutsche Volk wird sich das nicht gefallen lassen!", sagte er zu dem Rcihter, worauf Oberstaatsanwalt Weingarten erwiderte: "Der Zeuge soll hier bitte keine Volksreden halten."

Der 70. Verhandlungstag am 19.12.2013:

Erneut wurde Prof. Mundlos vernommen, wobei sich dabei wieder nichts wirklich erhellendes ergab. Offensichtlich hat der Vater von Uwe Mundlos nicht viel davon mitbekommen, was sich im Leben seines Sohnes ereignete, vermische dagegen eigenes Wissen mit Gehörtem und Gelesenem und wollte erneut Dinge mitteilen, wobei ihm manche Fragen wohl nicht so wichtig waren. Allerdings erregte seine Aussage zum Verhalten seines verstorbenen Sohnes im KZ Buchenwald Aufsehen. "Sein Eintrag ins Gästebuch war nicht zu beanstanden”, sagte Mundlos und fügte an "nur das Outfit war eine Frechheit."

Der 71. Verhandlungstag am 20.12.2013:

Die lange fragliche Videovernehmung von Charlotte E. wurde durchgeführt, einer ehemaligen Nachbarin von Beate Zschäpe aus Zwickau. Obwohl ein Gutachter die Greisin für vernehmungsfähig erklärt hatte, erbrachte die Befragung kaum weiterführende Erkenntnisse, da die 91-Jährige an Demenz leidet. Es war zu erkennen, dass die alte Dame aus gesundheitlichen Gründen nicht nur nicht persönlich vor Gericht erscheinen, sondern dass sie dem Geschehen - so sehr sich der Vorsitzende Richter auch Mühe gab - überhaupt kaum folgen konnte. Es sollte um die Brandstiftung in der Zwickauer Wohnung des "NSU" gehen. Die Anklage wirft Beate Zschäpe vor, sie habe den Tod der Nachbarin und zweier Handwerker in Kauf genommen, als sie das Feuer legte. Bei der Polizei hatte Charlotte E. ausgesagt, jemand habe bei Ausbruch des Brandes bei ihr geklingelt. Dies ließ sich bei der Befragung nicht eindeutig klären, worauf Martin Götzl die Videovernehmung aus Rücksicht auf Charlotte E. abbrach.

Der Prozess wird erst im neuen Jahr fortgesetzt. Als Zeugenladungen für Januar wurden u.a. bekannt gegeben: die Mutter von Uwe Mundlos, die Mutter der ermordeten Polizistin Michéle Kiesewetter und deren ehemaliger Kollege Martin Arnold, der bei dem Mordanschlag neben Kiesewetter im Streifenwagen saß und den Anschlag schwer verletzt überlebte.

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http://mediathek.tagsucht.de/?tag=nsu-prozess

( Anklicken und man wird weitergeleitet!“ )

Donnerstag, 26. Dezember 2013

"Lichtstadt.News" wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten mit einem Super-Panorama (Tag 3)


(lsn) - Die "Lichtstadt.News" wünschen ihren Leserinnen und Lesern einen schönen Heiligen Abend sowie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und schenken ihnen über die Feiertage Super-Panoramen im XXL-Format.

Das Foto für den heutigen 2. Weihnachtsfeiertag wurde im März 2010 am Paradiesbahnhof von Peter Vitzthum aufgenommen. (Zur Vergrößerung des Fotos bitte HIER klicken!)

Mittwoch, 25. Dezember 2013

"Lichtstadt.News" wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten mit einem Super-Panorama (Tag 2)


(lsn) - Die "Lichtstadt.News" wünschen ihren Leserinnen und Lesern einen schönen Heiligen Abend sowie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und schenken ihnen über die Feiertage Super-Panoramen im XXL-Format.

Das Foto für den heutigen 1. Weihnachtsfeiertag wurde im Oktober 2013 am Saalbahnhof in Jena aufgenommen. (Zur Vergrößerung des Fotos bitte HIER klicken!)

Dienstag, 24. Dezember 2013

"Lichtstadt.News" wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten mit einem Super-Panorama (Tag 1)

http://www.musicserv.org/download/Lichtstadt.News_Superpanorama_Dornburg.jpg

(lsn) - Die "Lichtstadt.News" wünschen ihren Leserinnen und Lesern einen schönen Heiligen Abend sowie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und schenken ihnen über die Feiertage Super-Panoramen im XXL-Format.

Das Foto für den heutigen Heiligen Abend wurde im Juli 2013 von den Dornburger Schlössern aus aufgenommen. (Zur Vergrößerung des Fotos bitte HIER klicken!)

Montag, 23. Dezember 2013

"Wasserschaden und Rathaussturm - 'NSU'-Prozess und 'Katzengate' - 'MuFu' und das Ende eines Einkaufszentrums - Eichplatzstreit, ein König vor Gericht und einer fand es "einfach paradiesisch": Das Jenaer Jahr 2013 im Rückblick (Teil 1)


(lsn / rainer sauer) - Man hat es nicht leicht, ein ganzes Jahr in wenigen Worten zusammenzufassen. Und obwohl Jena nicht "die Welt" ist, macht dies die Sache nicht wirklich einfacher. So stelle ich hier der Einfachheit halber einmal meine subjektiven Höhepunkte und Niederungen des Jahres 2013 zusammen. DIES IST TEIL 1 | HIER IST TEIL 2

Begonnen hatte das Jahr mit einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative Unser Stadion Jena e.V. unter dem Titel "Gibt es denn einen günstigeren Werbeträger als den FC Carl Zeiss Jena?". Dass sich hieraus das Jahr über eine hitzige Diskussion um das Wohll und Wehe des Fußballs in der Saalestadt entspann hat weniger damit zu tun, dass der FC Carl Zeiss Jena am Ende immer noch in Liga versauert, sieben Punkte hinter de Tabellenführer, oder dass der Verein inzwischen um rund zwei Millionen Euro reicher ist, sondern damit, dass es in der Lichtstadt schon wieder ein "Jahrhunderthochwasser" gab, in Folge dessen festgestellt wurde, dass die traditionsreichen Flutlichtmasten des Ernst-Abbe-Sportfelds so marode sind, dass sie gefällt werden mussten. Zum Glück für wahre Fußballfans gibt es aber noch die Damen des FF USV Jena, die seit Jahren die vordersen Plätze bei der Sportlerwahl und nun auch einen solchen ind er 1. Fußball-Bundesliga einnehmen. und natürlich den SV SCHOTT Jena, der fast ein kleines DFB-Pokal Fußballwunder schaffte, sehr zum Verdruss für die Ultra-Fans des "großen FCC", die sich im 100 Jahr der Vereinsgeschichte noch einmal so richtig daneben benehmen mussten. Ja, ja: Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen.

Überhaupt "danebenbenommen": Von einem Hochschulprofessor aus Jena sollte man mehr Demut und weniger Arroganz erwarten, als es Prof. Dr. Mundlos als Zeuge im Münchner "NSU"-Prozess gezeigt hat. Wer einen Vorsitzenden Richter in einem - gerade im Ausland mit Argusaugen beobachteten Prozess - als "Klugscheißer" bezeichnet, ist vielleicht selbst einer, vor allem aber jemand, der von sich denkt, dass sie die welt um ihn zu drehen hat. Was der Prozess allerdings an Fakten gegen Jenas einstige "Rechte Eilite" vom Heimatbund und der Kameradschaft an den Tag brachte ist ebenso beängstigend wie verstörend. Zehn Morde, Waffengeschäfte aus dem Ausland, die in Jenas Wagnergasse vermittelt und abgewickelt werden, Bombenanschläge, Banküberfälle, Brandstiftungen und viele, viele Opfer. Die Hauptangeklagten schweigen, weil sie annehmen, die könnte ihre Situation dadiurch verbessern, die Eltern der Terroristen fordern die Unschuldsvermutung bis zur Verurteilung ein - über die Opfer, deren Schmerz, deren Verletzungen, deren Trauer, redet kaum jemand. Was für eine verkehrte Welt!

Die gab es auch in Dresden. Man muss wahrlich kein Freund des Jugendpfarrers Lothar König sein, um zu erkennen, dass die Sächsiche Justiz versuchte, an ihm ein Exempel zu statuieren. "König hinter Gitter!" war das Ziel und dieses scheiterte nach 'zig Prozesstagen grandios.Weil heraus kam, dass Beweise erfunden, Bildmateriel verfälscht, Entlastendes unterschlagen  wurde. Wer hier wirklich hinter Gitter gehört, muss nun neu geprüft werden.

Rechtsbeugung warfen einige Gegner der geplanten "Eichplatz"-Bebauung auch dem Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter vor. Dieser Mann - in manchen Mitmachportalen wird er inzwischen sogar schon zum Hauptschuldigen, wenn ein Eichhörnchen Husten hat - scheint für einige Menschen unserer Stadt die Ausgeburt des Bösen zu sein. Wenn er in Jena ist, dann macht er (aus deren Sicht) alles falsch, ist er auf Reisen, verschwendet er Geld, das woanders besser getan hätte. Wohl wahr, dass nicht alles, was "der gute Albrecht" in diesem Jahr anpackte auch gelang - so schien das Stadion mit der Flut zu wandern und mancher Bebauungsplan verbesserungswürdig, weil handwerklich nicht ganz gelungen -, aber man kann ihm nicht unterstellen, im Geheimen gewirkt zu haben. Vielleicht verhilft ihm dies und die Reputation, die sich die Lichtstadt Jena in 2013 erarbeiten oder erneut unter Beweis stellen konnte in 2014 sogar dazu, dass er dei Thüringer SPD in den Wahlkampf führt. Warten wir's mal ab!

[FORTSETZUNG FOLGT]

"Vorweihnachtliche Bescherung": Science City Jena gewinnt Basketball-Thüringenderby in Gotha knapp mit 103:101


(lsn / baskets jena) - Mit einem knappen, am Ende nicht unverdienten 103:101-Erfolg kehrte Science City Jena aus Gotha zurück. Ostthüringen schlug Westthüringen in einer mitreißenden Begegnung nach 40 nervenzehrenden Minuten, in deren Verlauf sich die beiden einzigen Thüringer Vereine eine dramatische Schlacht geliefert hatten.

"Gotha ist eine gute Mannschaft mit einem guten Coach", wusste Jenas Trainer Björn Harmsen nach dem Duell zu berichten. "Ich hatte bereits vorab mit einem engen Ergebnis gerechnet, nicht zuletzt weil Derbies eben auch immer ihre eigenen Gesetze haben. Das Spiel hätte heute auch in die andere Richtung ausschlagen können", so Harmsen. Angesprochen auf das bereits am 05. Januar 2014 in der Jenaer Sparkassen-Arena stattfindende Rückspiel entgegnete Jenas Coach: "Jetzt wollen wir erst einmal nach unserer sehr guten Hinrunde die Weihnachtsfeiertage genießen. Für die Vorbereitung auf das Derby im Januar bleibt noch genügend Zeit".

Obwohl Gotha trotz der bereits im Vorfeld durchgesickerten personelle Probleme eine sehr ansprechende Partie ablieferte, blieb der Mannschaft an diesem Abend gegen Jena wie schon in der Vorsaison trotzdem nur der Titel des "zweiten Siegers". Während Jan Lipke sich am vergangenen Wochenende eine Ruptur der Patellasehne zuzog, David Watson im Training einen Kreuzbandriss erlitt, wird sich Gary Johnson sich aufgrund einer Geschwulst am Magen einer Operation unterziehen müssen. Trotz dieser Ausfälle kamen die Gastgeber vor einem mit 1742 restlos ausverkauften Zelt besser in die Gänge. Schnell auf 14:6 (3.) enteilt, konterte Science City im Stile einer Spitzenmannschaft, glich beim 14:14 (5.) durch einen Sim-Dreier aus, um beim folgenden Distanzwurf des US-Amerikaners in Jenaer Diensten zum 16:17 erstmalig in Führung zu gehen. Fortan entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe der bis zur Schlusssirene anhalten sollte.

Als Jenas Korbjäger mit einem hauchdünnen 30:28-Vorsprung ins zweite Viertel starteten, waren es in den folgenden zehn Minuten die Gastgeber, die dem Duell bis zur Halbzeitpause ihren Stempel aufdrücken konnten, sich mit einer 56:52-Führung in die Kabinen verabschiedeten. Eine durchgängig gefährliche Phase hatte Science City im dritten Spielabschnitt zu überstehen. Anfänglich durch Gothas Dmitrj Kreis mit 60:52 (22.) in Front liegend, warfen Garrett Sim und Zo Hudson Science City Jena wieder in Schlagdistanz. Auch Gothas Versuch kurz vor der finalen Viertelpause zu enteilen konnte aus Jenaer Optik erfolgreich abgewehrt werden.

Nachdem die Hausherren durch Marcel Heberlein in der 28.Minute mit 75:68 in Führung gegangen waren, sorgten Kevin Schaffartzik und Billy Rush beim 75:72 wieder für entspanntere Gesichter unter den gut 200 Jenaer Fans. Der im Abschlussviertel ablaufende Hitchcock-Thriller nahm nach einer Gothaer 82:74-Führung (32.) deutlich an Fahrt zu. Billy Rush und Dorenzo Hudson sorgten mit einem 7-Punkte-Lauf zum 82:81-Anschluss für Licht am Ende des Jenaer Tunnels, bevor das Derby auf Richtung Ziellinie einbog. Abwechselnd punktend bewegten sich beide verbissen um den Sieg kämpfenden Thüringer Teams nun in die entscheidende Phase.

Sonntag, 22. Dezember 2013

"Von A wie Abschied bis Z wie Zukunft": Das Jahr 2013 des städtischen Eigenbetriebs "JenaKultur" in der Rückschau (Teil2)


(lsn / jenakultur) - Ein weiteres Jahr mit der offiziellen "JenaKultur" im Eigenbetrieb der Stadt Jena geht in wenigen Tagen zu Ende. Ein Jahr das mit einem ganz besonderen Abschied, denn die langjährige Werkleiterin Frau Dr. Margret Franz (auf dem Foto rechts) wurde diese Woche zum 01.01.2014 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Sie hinterlässt ihrem Nachfolger Bernd Vorjans (auf dem Foto links) einen in allen Bereichen mustergültig aufgestellten, prosperierenden Eigenbetrieb, für den Jena von vielen Kommunen bewundert und um den es beneidet wird. Der aus Berlin stammende 52-Jährige neue Werkleiter hat bereits als Kinobetreiber, Mitarbeiter der internationalen Filmfestspiele Berlin und freier Autor gearbeitet. Bei JenaKultur wird von ihm vor allem Kontinuität erhofft. Zugleich steht der neue Werkleiter mit dem Kollegium aber vor großen Herausforderungen.

Und so sieht das Jahr 2013 bei "JenaKultur" im Einzelnen aus (FORTSETZUNG VON GESTERN]:

Die Städtischen Museen widmeten sich 2013 der kontinuierlichen Restaurierung und Erweiterung der eigenen Bestände. Höhepunkt war hier die Übernahme wesentlicher Teile des Nachlasses der Jenaer Künstlerin Erika John. In 11 Publikationen wurden Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit den Themen von Sonder- und Dauerausstellungen publiziert. Fortgesetzt wurden die Untersuchungen zur Hausgeschichte der "Göhre" sowie die Dokumentation der Textilsammlung. Erstmals wurden für Dauer- und Sonderausstellungen in der Göhre Audioguides angeboten, für das Romantikerhaus wurden fremdsprachige Führungen vorbereitet. 2013 konnten die Städtischen Museen ca. 47.000 Besucher begrüßen. Die im Verbund mit der Impulsregion durchgeführte Museumsnacht 2013 war mit insgesamt ca. 11.000 Besuchen sehr erfolgreich.

Der Bereich Veranstaltungsmanagement erwies sich 2013 weiterhin als professioneller Dienstleister für JenaKultur-Einrichtungen und für externe Kunden und Partner. Veranstaltungen, wie beispielsweise die 22. KulturArena, das Tanzfestival "Theater in Bewegung", die Märkte und Stadtfeste oder die zahlreichen Veranstaltungen in den von JenaKultur betriebenen Veranstaltungshäusern liefen ebenso erfolgreich und reibungslos ab wie in den Vorjahren. Höhepunkt war neben der Rekord-KulturArena vor allem die "Lange Nacht der Wissenschaften". Das Wetter und vor allem die dramatische Hochwassersituation sorgten auch dafür, dass das Kinder- und Familienfest erstmals abgesagt werden musste.

Die Anmeldungen in der Volkshochschule Jena / VHS entwickelten sich im 2. Halbjahr positiv. Im Juli beschloss der Stadtrat eine neue Satzung und Entgeltordnung für die VHS. Neben dem vielfältigen Programm bereitete die VHS ausländische Jugendliche auf eine Berufsausbildung vor. Im Rahmen des Bundesprojektes "Kultur macht stark" wurde der "talentCAMPus" durchgeführt. Die VHS organisierte für 57 Kinder und Jugendliche die Lernförderung als Teil des Bildungs- und Teilhabepaketes des Bundes. Die Vorbereitungen für die Einführung des bundeseinheitlichen Markenauftritts der Volkshochschulen begann 2013. Das Programmheft zum Frühjahrssemester 2014 erscheint bereits im neuen Layout.

"Jenas schnellste CD ist da!": Burgaupark-Mitschnitt der "Langen Nacht der Wissenschaften" mit eigenen Songs für Jenaer Stadtteile

[REKLAMEANNONCE DES BURGAUPARK JENA]


"JENA" nennt sich ein CD-Album, das seit letzter Woche im Burgaupark-Centermanagement erhältlich ist und es enthält insgesamt fünfzehn Musikstücke, die Rainer Sauer nahezu alle am 29.11.2013 bei seinem Synthesizerkonzert im Burgaupark Jena im Rahmen der "Langen Nacht der Wissenschaften" live gespielt hat; zwei der Stücke sind Bonustitel.

Über zwanzig Klangerzeuger hatte der Jenaer vor drei Wochen auf der Bühne im Einsatz, darunter Museumsstücke von Moog, Roland und Yamaha aber auch ganz moderne Synthesizer sowie Apple iPhones und iPads. Mit ihnen ließ Sauer seine Zuhörer fast zwei Stunden lang eintauchen in Klangwelten, die man sonst nur von Jean Michel Jarre, Tangerine Dream, Kraftwerk oder Vangelis kennt.

Hiervon hat er auf der CD in knapp 80 Minuten Länge die Highlights zu einer faszinierenden Reise durch Jenaer Ortsteile zusammengefasst. So gibt es Musikstücke u. a. über Burgau, Cospeda, Jena-West, Jena-Ost, Lichtenhain, Lobeda, Maua, Wenigenjena, Winzerla, Ziegenhain sowie Zwätzen und dazu noch eine kleine Synthesizer-Suite über Ernst Wandersleb.

Abgesehen davon, dass es wohl selten in Jena ein Konzert so schnell auf eine CD geschafft hat, ist dieses Album zudem der erste Tonträger, in dem es allein um die Lichtstadt und ihre Menschen bzw. Ortsteile geht. Die Erstauflage von 150 Exemplaren dürfte deshalb schnell vergriffen sein. Für alle, die keine CD mehr bekommen, ist zudem eine "Deluxe Edition" geplant, die weitere Songs des Abends enthält und ab 2014 bei iTunes, Amazon, Musicload und anderen Portalen als Download erhältlich sein soll.

(Zum Vergrößern bitte anklicken!)

Zum Preis von 12 Euro gibt es die CD noch bis zum 15. Januar 2014 exklusiv im Burgaupark Jena zu kaufen und danach (sofern noch Exemplare vorhanden sind) auch in der Jena Tourist Information, dem Pressehaus Jena sowie ausgewählten Geschäften der Lichtstadt.

Samstag, 21. Dezember 2013

"Eine kleine Annäherung beim Thema 'Was soll die Bürgerbefragung bewirken?' - aber kein Durchbruch": Befürworter und Gegner der "Eichplatz"-Bebauung diskutierten im Theaterzelt


(lsn / bano / thomas hölke) - Die Gemüter haben sich beruhigt, die Fronten sind aber nach wie vor unterschiedlich. Das zeigte die von der Lokalzeitung TLZ veranstaltete Podiumsdiskussion zum Thema "Eichplatz" im Zelt des Theaterhauses Jena in der Dekoration des Theaterstücks "Almenweiß und Edelrausch".

Das Podium war illuster besetzt mit Jenas Stadtentwicklungsdezernet Denis Peiske, Ehrenbürger Dr. Wolfgang Meyer, Dr. Götz Blankenburg (als Chef der Kommunalen Immobilien Jena), Rosa Maria Haschke (Ortsteilbürgermeisterin von Wenigenjena), Architekt Falko Bärenwald vom Baukunstbeirat der Stadt Jena sowie Dr. Heidrun Jänchen von der Bürgerinitiative "Mein Eichplatz".

Nein "ein Krebsgeschwür", wie es ein Zwischenrufer nannte, ist der Jenaer Eichplatz - so wie er nun bebaut werden soll - sicher nicht. Und auch die in einem Bürgerportal aufgeworfene und während der Veranstaltung im Zelt unter den Besuchern diskutierte Behauptung, vor zehn Jahren sei am "Eichplatz" das Einkaufszentrum "Neue Mitte" im Zuge einer vom damaligen Bürgermeister Christoph Schwind erlaubten Erweiterung entstanden, entbehrt jeglicher Wahrheit, denn eine Einzelentscheidung oder -erlaubnis gab es nie: es war vielmehr eine demokratische Entscheidung des Jenaer Stadtrates gewesen, wie man seinerzeit auch bei Radio Jena in "Stadtrat Live" hören konnte. Dafür informierten und parlierten Gegner wie Unterstützer der aktuell beabsichtigten Bebauung des zentralen Platzes umso sachlicher über ihre Ansichten und Gründe. Dezernent Peisker, der in Kürze für einige Wochen in Elternzeit gehen wird, sagte schon zu Beginn der Veranstaltung, dass man eher nach Gemeinsamkeiten Ausschau halten solle, als nach Dissens.

Unbestrittener Fakt ist, dass der Freistaat Thüringen einst mit seiner Entscheidung, den Uni-Turm an die Josef Saller Bau zu verkaufen, Tatsachen geschafft hatte, die heute nicht mehr zu negieren sind. Beabsichtigt war damals von Seiten der Stadt Jena, Saller vorzugeben, wie Turmsockel (= Einkaufszentrum) und Turm (= Intershop- bzw. JenTower) gestaltet werden sollen. Dies aber scheiterte, da Joself Saller sich mit seiner Sicht der Dinge ("Sanierung im Bestand") rechtlich durchsetzen konnte. Inzwischen ist sogar klar,  dass eine Erweiterung der "Neuen Mitte" um etwa 5.000 Quadratmeter Handelsfläche nach derzeitig gültigem Bebauungsplan zulässig ist; strittig waren zuvor die statischen Zulässigkeiten einer Aufstockung.

Der Jenaer Stadtrat traf nun vor wenigen Tagen eine richtungsweisende Entscheidung und zwar, den "Eichplatz" an eine Investorengruppe zu verkaufen, die mit der (von der HeLaBa Hessen/Thüringen gestützten) Projektentwicklung "OFB" einerseits und dem zur Stadtwerke Jena Gruppe gehörenden Wohndienstleiter "JenaWohnen" sowohl überregional als auch regional besetzt ist. Nun soll zu Beginn des kommenden Jahres eine aktive Bürgerbefragung folgen, ob denn Jenas EInwohner auch so denken wie die Stadtratsmehrheit. Ihr Ergebnis ist bindend, wie der Oberbürgermeister angekündigt hatte: votieren die Bürgen gegen einen Verkauf, findet dieser nicht statt.

Dass sich die Stadt Jena an dieses Votum bindet, versicherten in der TLZ-Veranstaltung auch Dezernent Peisker und Kommunale Immobilen Werkleiter Dr. Blankenburg. Ehrenbürger Meyer sieht dagegen weiterhin die Problematik der tatsächlichen oder vermuteten Mängel im Bebauungsplan (Anm.: dieser wird im Frühjahr bereits zum fünften Mal ausgelegt) und Rosemarie Haschke ärgert sich über die Gestaltung der Gebäudelinien. Dem widersprach Architekt Falko Bärenwald und erläuterte den Weg bis hin zum vorliegenden Entwurf, der vom Jenaer Baukunstbeirat über knapp zwanzig Jahre kompetent begleitet worden sei.

Eher politisch sieht Dr. Jänchen die Sache und erklärte, dass die Bürgerinitiativen weitermachen würden im Kampf gegen die "Eichplatz"-Bebauung und das Ziel haben, so viele Bürgerinnen und Bürger wie machbar in die Bürgerbefragung in involvieren. Und die ist das nächste große Ziel wohl aller Beteiligter der Diskussion: die Bürgerbefragung. Am Ende schienen sich die Positionen ein wenig angenähert zu haben, vor allem aber überzeugten die Gründe der Stadt Jena, den Platz zu bebauen, möglicherweise etwas mehr als sonst.

Auch wenn Zwischenrufer ihre unterschiedlichen Meinungen, weswegen der "Eichplatz" nicht bebaut werden sollte, immer wieder zum Ausdruck brachten und bringen konnten, zeigte sich von dieser Seite aus weiterhin kein "rundes Bild" sondern eher ein Front der Ablehnung, die bei der Frage, was denn statt dessen passieren sollte, in Einzelmeinungen zerbröselt.

"Von A wie Abschied bis Z wie Zukunft": Das Jahr 2013 des städtischen Eigenbetriebs "JenaKultur" in der Rückschau (Teil1)


(lsn / jenakultur) - Ein weiteres Jahr mit der offiziellen "JenaKultur" im Eigenbetrieb der Stadt Jena geht in wenigen Tagen zu Ende. Ein Jahr das mit einem ganz besonderen Abschied, denn die langjährige Werkleiterin Frau Dr. Margret Franz wurde diese Woche zum 01.01.2014 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Sie hinterlässt ihrem Nachfolger Bernd Vorjans (beide auf dem Foto oben) einen in allen Bereichen mustergültig aufgestellten, prosperierenden Eigenbetrieb, für den Jena von vielen Kommunen bewundert und um den es beneidet wird. Der aus Berlin stammende 52-Jährige neue Werkleiter hat bereits als Kinobetreiber, Mitarbeiter der internationalen Filmfestspiele Berlin und freier Autor gearbeitet. Bei JenaKultur wird von ihm vor allem Kontinuität erhofft. Zugleich steht der neue Werkleiter mit dem Kollegium aber vor großen Herausforderungen.

Und so sieht das Jahr 2013 bei "JenaKultur" im Einzelnen aus:

Die Ernst-Abbe-Bücherei Jena / EAB wird bis zum Jahresende mit ihren beiden Standorten circa 314.000 Besucher und mehr als 1 Million Ausleihen erreichen. Damit gehört die EAB neben der Bibliothek der Landeshauptstadt zu den am meisten genutzten Öffentlichen Bibliotheken Thüringens. Die EAB führte 2013 mehr als 440 Veranstaltungen mit knapp 10.000 Besuchern durch. Darüber hinaus engagiert sich die Stadtbibliothek im Bereich der Lese- und Sprachförderung sowie in den Netzwerken „Schubinet“ und „Stiftung Lesen“. Ab 2014 wird die Ausleihe von E-Book-Readern sowie regelmäßige Schulprojekte ermöglicht.

Im Bereich Denkmal- und Kunstförderung wurden 2013 Reparaturen bzw. Sanierungen am Sandsteinobelisk in Isserstedt, am Dach des Ernst-Abbe-Denkmals sowie am Krieger- denkmal 1806 in Vierzehnheiligen durchgeführt. Insgesamt brachte JenaKultur ca. 65.000 Euro für die Reinigung und Reparatur von Objekten im öffentlichen Raum auf, davon 5.300 Euro für die Behebung von Vandalismusschäden, u.a. am Blinkerdenkmal und Ernst-Abbe-Denkmal. Der 9. Jenaer Kunstmarkt am 2. November 2013 im Volksbad hatte ca. 650 Besucher. Es fanden 5 Ausstellungen statt, darunter eine Doppelausstellung zu Ehren Kurt Hanfs im Johannistor bzw. in der Villa Rosenthal.

Die Jenaer Philharmonie widmete 2013 Richard Wagner und Giuseppe Verdi Konzertaufführungen anlässlich deren 200. Geburtstag. Im Rahmen des Orchesternetzwerks "ONE" stand das Konzertprojekt "Le Sacre du Printemps" von Igor Strawinsky. Erwähnenswert sind zudem das Konzert "Bach über die Jahrhunderte" im Rahmen der Thüringer Bachwochen sowie das Gala-Konzert mit dem Ehrendirigenten der Jenaer Philharmonie, Andrey Boreyko. Insgesamt absolvierte die Jenaer Philharmonie 2013 in Jena 73 Konzerte sowie 33 regionale und überregionale Gastspiele, darunter Auslandsreisen nach China (über welche die "Lichtstadt:News" morgen noch einmal gesondert berichten werden), Frankreich und in die Slowakei. Ergänzt wurden die Auftritte durch etwa 70 Schul- und Kindergartenbesuche, Konzerte für Kinder, Schüler und das Projekt "HörProbe".

2013 widmete sich das Team Marketing/Tourismus/Vertrieb insbesondere neuen und bestehenden Kooperationsprojekten. Wichtige Projekte waren zudem der Relaunch der Tourismus-Website sowie deren Übersetzung ins Englische. Der Jenaer Tourismustag am 03.10.2013 war so erfolgreich, dass für 2014 eine Neuauflage geplant ist. In diesem Zuge stellte JenaKultur den JenaParadiesvogel - das neue Maskottchen - vor. Der Marketingbereich ist außerdem Unterstützer und Dienstleister für ganz Jenakultur und hat im Zuge dessen 2013 beispielsweise Kulturwebseiten wie etwa die der Villa Rosenthal überarbeitet. Neu herausgegeben hat JenaKultur 2013 zum Beispiel den Flyer "Jena entdecken - Zwei Stadtspaziergänge" sowie den Imageflyer "Jena mittendrin" in Französisch und Chinesisch. In der zentralen Vertriebseinheit von JenaKultur stieg der Anteil der online verkauften Tickets um fast ein Drittel (von 8.801 auf fast 11.000 Tickets). Die Jena Tourist-Information war Pilotpartner der Thüringer Tourismusgesellschaft bei der Zertifizierung von Unterkünften. 2013 übernachteten von Januar bis September 7,7% mehr Gäste in Jena als 2012. Für das Van-de-Velde-Jahr 2013 hat die Impulsregion insgesamt eine positive Bilanz gezogen.

2013 besuchten durchschnittlich 2007 SchülerInnen im Alter von 3 Monaten bis über 60 Jahren den regulären Unterricht an der Musik- und Kunstschule Jena / MKS. Die Kursangebote wurden von ca. 450 TeilnehmerInnen und 530 SchülerInnen in Schulprojekten genutzt. Die MKS feierte 2013 ihr 65-jähriges Jubiläum mit über 30 Veranstaltungen und war Gastgeber und Ausrichter des 50. Jugend musiziert Regionalwettbewerbs Ost-Thüringen, des Thüringer Bigband-Treffens sowie der 6. Klavier- und Kammermusik Tage. In Kooperation mit Jenaer Soziokultur-Vereinen, Jugendzentren, Labels und dem Offenen Hörfunkkanal Jena / Radio OKJ wurde im die erste "PENG ACADEMY" mit Workshops zu DJing, Musikproduktion, Labelarbeit, Szenekultur u.ä. veranstaltet.

[Fortsetzung folgt am morgigen Tag]

Freitag, 20. Dezember 2013

"Es hatte sich also für mich gelohnt, dieses Stück zweimal zu besuchen": Heute und morgen gibt es noch einmal Aufführungen von "SEPSIS - das System ist vergiftet"


(lsn / theaterhaus) - Am heutigen Freitag und morgigen Samstag spielt das Theaterhaus Jena die letzten Vorstellungen seiner neuesten Produktion "SESPSIS ­- das System ist vergiftet" vor dem Weihnachtsfest.

Im Rahmen des Programms "Kulturführerschein Theater" hat eine der TeilnehmerInnen sich zu "SEPSIS" geäußert, und zwar so ehrlich und interessant, dass das Theaterhaus darum gebeten hat, diesen Beitrag hier zu veröffentlichen. Dieser Bitte sind wir gerne nachgekommen (Anm.: Die Einverständnis von Frau Doris Heinze liegt vor!).


"Die meisten Theater in Deutschland würden gern mehr junges Publikum als Zuschauer begrüßen. Das Theaterhaus Jena steht dagegen vor einem anderen Problem: Das ältere Publikum findet nur sehr selten den Weg in die Aufführungen, obwohl durchaus Interesse am Theater besteht. Viele potentielle Interessenten beklagen, dass sie in den Jahren nach 1990 den Kontakt zu ihrem Jenaer Theater verloren haben. Sowohl der Spielplan als auch die künstlerische Umsetzung der Stücke sind für ältere Menschen, die an andere Formen des Theaters gewöhnt sind, oft nur schwer zu durchschauen.


Auch mir, als Teilnehmer des Projekts 'Kulturführerschein Theater', bereitete die Aufführung 'Sepsis - das System ist vergiftet' große Verständnisprobleme. Trotz guter Einführung gelang es mir nicht, die 3 unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksmittel (Schauspiel, Tanz, Musik) beim erstmaligen Erleben des Stückes sinnvoll zu deuten. Am Ende stellte ich im Zuschauergespräch die Frage: Wem soll/kann ich dieses Stück empfehlen?


Aus der Hilflosigkeit über das mangelhafte Verständnis entwickelte sich das Vorhaben, gemeinsam mit meiner Familie, die ich neugierig gemacht hatte, eine weitere Aufführung zu besuchen. Diesmal fiel es mir leichter, die Collage aus Bühne, Bewegung und Musik als eine Einheit zu erleben. Ich nahm viele Details der Inszenierung wahr, die ich bei der Erstbegegnung mit dem Stück übersehen hatte, konnte also die künstlerischen Leistungen auch stärker genießen.


Vor allem aber hat sich für mich die Aussage des Stückes auf die Tragik des Wissenschaftlers Yves und seiner Mitarbeiter fokussiert, auf die Machtlosigkeit des Einzelnen innerhalb eines Systems. Es hatte sich also für mich gelohnt, dieses Stück zweimal zu besuchen." (Doris Heinze)

"SEPSIS ­- das System ist vergiftet"" wird in diesem Jahr nur noch an 20. und 21. Dezember im Theaterhaus Jena gezeigt; am 20.12.2013 findet im Anschluss an die Vorstellung ein Zuschauergespräch statt. Karten kann man unter der Telefonnummer 03641 886944 oder via E-Mail bei tickets@theaterhaus-jena.de reservieren zu lassen.

Szenenfotos: Theaterhaus Jena, Joachim Dette

"Elektro-Carsharing-Autos in Jena": Gute Idee für die Weihnachtszeit und darüber hinaus - Auch touristische Highlights kann man so erkunden


(lsn / rana) - Vor Kurzem wurde sie eingeweiht: die Jenaer "eCarsharing"-Station auf dem Parkplatz hinter dem Volksbad und vor der Volkshochschule.

Im Rahmen des Projektes "EMOTIF" (Elektromobiles Thüringen in der Fläche) stehen hier rund um die Uhr zwei Elektroautos bereit, die über die Deutsche Bahn AG (bzw: "Flinkster") gebucht und genutzt werden können.

Nicht nur in der Weihnachtszeit, wenn man zu Verwandtenbesuchen fahren muss, ist dies eine gute Idee, die in der Lichtstadt auch genutzt werden sollte. Aber auch darüber hinaus sind so nun auch touristische Highlights außerhalb Jenas bzw. außerhalb Jenas Innenstadt einfacher (und ökologisch optimaler) erreichbar.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

"Von Barock bis Filmmusik": Heute findet im Großen Saal der Musik- und Kunstschule Jena wieder das beliebte Lehrerkonzert statt


(lsn / mks) - Kurz vor den Weihnachtsferien werden in der Jenaer Musik- und Kunstschule Jena / MKS wie immer die Rollen getauscht.

Wer üblicherweise Schüler auf Konzerte vorberietet, steht jetzt selbst auf der Bühne. Zu diesem öffentlichen Konzert sind nicht nur Schüler und Eltern herzlich eingeladen, sondern alle Interessierten. Die Zuhörer erwartet ein kontrastreicher Streifzug quer durch die musikalischen Stile, Genres und Epochen.

Neben G. Ph. Telemanns Doppelkonzert e-moll für Blockflöte, Querflöte, Streicher und Basso Continuo wird Salon- und Filmmusik z.B. aus „Schindlers Liste“ aufgeführt. Auch Werke von Schostakowitsch und Piazzolla sowie einige selbst komponierte Lieder bringen Lehrende der MKS zu Gehör.

Das Konzert findet am heutigen Donnerstag, den 19.12.2013, um 19 uhr 30 im Großen Saal der Musik- und Kunstschule in der Ziegenhainer Str. 52 statt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

"Barrierefrei!": Acht weitere Haltestellen des Jenaer Nahverkehrs wurden in diesem Jahr umgebaut - Neun weitere folgen 2014


(lsn / jenah) - Insgesamt acht weitere Haltestellen des Jenaer Nahverkehrs wurden in diesem Jahr barrierefrei umgebaut, wie die Jenaer Nahverkehrsgesellschaft / JeNah gestern mitgeteilt hat.

Die stadteinwärtige Haltestelle "Ringwiese", die stadtauswärtige Haltestelle "Naumburger Straße" sowie die beidseitigen Haltestellen "Westbahnhofstraße", "Katharinenstraße" und "Huttenstraße" verfügen damit jetzt auch über stufenlose Ein- und Ausstiege, Blindenleitsysteme sowie optische und akustische Informationssysteme. Die Bushaltestelle "Katharinenstraße" war die letzte umgebaute Haltestelle in diesem Jahr, sie ist seit Mitte November wieder in Betrieb.

"Gegenwärtig erfüllen insgesamt 45 Haltestellen unseres Liniennetzes die vollständigen Kriterien der Barrierefreiheit nach Paragraph Vier des Behindertengleichstellungsgesetzes", sagte Udo Beran, der Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs, gestern. Und auch im kommenden Jahr werde sein Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Jena weiter in die Barrierefreiheit investieren. Beran: "Für 2014 planen wir den barrierefreien Umbau von insgesamt neun Haltestellen und Echtzeitinformationssysteme mit akustischer Ansage für zwölf Haltestellen."

Von den insgesamt 252 Bus- und Straßenbahnhaltestellen im Jenaer Liniennetz sind bereits mehr als 80 Prozent niederflurgerecht ausgebaut und ermöglichen somit das ebenerdige Ein- und Aussteigen. Mit einem optischen und akustischen Informationssystem sind bisher 38 Haltestellen ausgerüstet. Der Aufwand für den barrierefreien Umbau einer Haltestelle liegt bei rund 40.000 Euro und dies ohne die ebenfalls verbauten Informationssysteme.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Neues von der "Curiosity"-Mission # 028: Großes Mosaikfoto des Mars-Rovers vom ehemaligen Standort an der "Yellowknife Bay" im "Gale"-Krater


(lsn / nasa) - Vor wenigen Tagen erst hat die NASA dieses hochauflösende Foto-Mosaik veröffentlicht, das aus Bildern zusammengesetzt wurde, die der Mars-Rover "Curiosity" mit Hilfe seiner Mast-Kamera (Mastcam) aufgenommen hat. Es wurde von Jenaer Studenten für "InterJena.com" farblich nachbearbeitet sowie vergrößert und zeigt die ganze Ausdehnung der geologischen Formation in der sog. "Yellowknife Bay", an der "Curiosity" einige Zeit vor Beginn der kilometerlangen Fahrt zum Fuße des "Aeolis Mons" (auch: "Mount Sharp" genannt) verbracht hat.

Zu sehen ist im Vordergrund die "Sheepbed"-Tonsteinsektion, die sich im "Gillespie"-See erstreckt, der wiederum Teil des sog. "Point Lake" ist; beide "Seen" sind aber wohl schon schon vor Dutzenden Jahrmillionen ausgetrocknet. Totzdem sieht man noch die alten See- und Stromablagerungen, deren Wasserbett nach Meinung von NASA-Wissenschaftlern einst grundsätzlich günstige Umweltbedingungen für mikrobielles Leben angeboten haben könnte.


(zum Vergrößern bitte anklicken!)

Im mittleren Verlauf des Foto-Mosaiks sieht man eine Formation, die wie die versteinerten Knochen einer Schlange aussehen, weshalb die NASA diesen Bereich von Steinen "Snake River" getauft hat. Es wird angenommen, dass die auf dem Panorama zu erkennenden Felsen vor rund 70 Millionen Jahren aus zuvor darüberliegenden Schichten in Folge von Erosion durch den Wind herausgelöst worden sind.

Aufgenommen wurden alle Fotos vom "Curiosity"-Rover am 137. Marstag - dies war Heiligabend, der 24. Dezember 2012. Insgesamt wurden für das Fotomosaik 111 Einzelfotos verwendet, die auf der Erde zu dem Panorama zusammengefügt wurden. Bei "InterJena.com" wurden die Aufnahmen nochmals fablich nachbearbeitet, um so durch sog. "Falschfarbendarstellung" Details der Ebene besser erkennbar zu machen. Im Hintergrund der Szenerie sind in der Ferne die Ausläufer des Zentralberges des "Gale"-Kraters zu erkennen: Aeolis Mons. Dorthin führt derzeit die lange Fahrt von "Curiosity".

"BewegungsFREIHEIT": Der Charlotte-Figulla-Preis wurde zum 10. Mal ausgeschrieben - Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 1.000 Euro


(lsn / kokont) - Kokont sagt: "BewegungsFREIHEIT ist ein grundlegendes Menschenrecht, aber gilt es auch für jeden und überall? Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wo Du leben und welche Orte Du einmal besuchen willst? Kannst Du selbst entscheiden, wann Du wo sein möchtest oder hast Du dir schon einmal gewünscht, Du wärst an einem anderen Ort? Wenn ja, was hält Dich davon ab? Kennst Du Situationen, in denen es Menschen unmöglich ist, sich frei zu bewegen? Was hindert die Menschen und welche Hürden kennst Du? Welche Barrieren und Grenzen gibt es in unserer Welt und in unserer Gesellschaft an die wir stoßen? Was glaubst Du, welche Mauern gilt es noch zu überwinden, auf unseren Wegen und in unseren Köpfen? Wie kann uns das gelingen?"

Informationen zum Wettbwerb: Jedes Jahr animiert der SchülerInnen und Jugendwettbewerb "Charlotte-Figulla-Preis" junge Menschen mit einem neuen Motto zur Auseinandersetzungen mit sozial und politisch aktuellen Entwicklungen. Gemeinsam mit dem Jenaer Internationalen Studentenkreis / JISK und dem Collegium Europaeum Jenense entwirft KoKont Jena die Themen des Preises, welche der Graphiker Sebastian Jung bildlich umsetzt. Gestiftet wird der Preis im Wert von 1.000 Euro von Prof. Hans-Reiner Figulla in Erinnerung an seine Tochter. Das diesjährige Thema lautet BewegungsFreiheit.

Teilnahmebedingungen: Der einst für Jena entworfene Wettbewerb hat sich mittlerweile zu einem thüringenweiten entwickelt. Der Preis ging in den letzten Jahren neben Jugendgruppen und Schulklassen aus Jena auch an junge TeilnehmerInnen aus Weimar, Stadtroda oder Apolda. Aber nicht nur räumlich sind wenig Grenzen gesetzt, sondern auch in der Art der Auseinandersetzung. Wie ihr euch dem Thema nähert, bleibt ganz euer Kreativität überlassen.Ob in euer Jugendgruppe, als Schulklasse oder als Einzelperson, ob mit einem Projekt, einer Aktion oder einer künstlerischen Auseinandersetzung, alles ist erwünscht und hat es bereits gegeben. Einsendeschluss für Beiträge ist der 15. Mai 2014. Hinweis: Der Wettbewerb richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahre / 7. Klasse. Über die Beiträge entscheidet eine Jury aus VertreterInnen von CEJ, JISK, KoKont Jena, dem Dezernat für Familie, Bildung und Soziales und dem Stifter. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Preisverleihung findet im feierlichen Rahmen, zusammen mit dem "Jenaer Preis für Zivilcourage", am 13. Juni 2014, im Jenaer Rathaus statt. Alle Einsendung und Beiträge werden dort zudem ausgestellt. Mehr Informationen zum "Charlotte-Figulla-Preis 2014" gibt es HIER im Internet.

Dienstag, 17. Dezember 2013

"Begeisterndes Konzert in Panyu": Die Jenaer Philharmonie ist derzeit unterwegs im Reich der Mitte und bekommt "standing ovations"


(lsn / philharmonie / rana) - Dass die Jenaer Philharmonie ein großartiges Orchester von überregionaler Bedeutung ist, hat sie ein weiteres Mal unter Beweis gestellt.

Anlässlich des "1. Jena-Tages" in Panyu / Guangzhou gab sie eines von insgesamt vier Konzerten in China. Auf dem Programm standen u.a. das Klavier-Konzert a-moll (Pianistin: Zhou Ying) und die 3. Sinfonie von Robert Schumann. Gemeinsam mit dem Panyu-Xinhai-Chor führten sie außerdem zwei chinesische Lieder und das Halleluja von Georg Friedrich Händel auf. Das Publikum reagierte begeistert mit standing ovations.

Schon an ihrem Beginn kann die Konzertreise der Jenaer Philharmonie daher als großer Erfolg gewertet werden. Panyu und Jena verbindet seit 2007 ein Kooperationsvertrag. Nachdem 2011 ein "Panyu-Tag" in Jena veranstaltet wurde, präsentiert sich die Lichtstadt an der Saale seit heute mit einer Ausstellung, die von Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter und einer Jenaer Delegation, der auch Vertreter des Stadtrates angehören (u. a. Sabine Hemberger / SPD und Dr. Eckart Birckner / Bürger für Jena), eröffnet wurde.

Die Jenaer Philharmonie wurde 1934 gegründet und hat seit der Grenzöffnung durch Gastspiele in ganz Deutschland und in vielen Ländern Europas national und international weiter an Bedeutung gewonnen. Regelmäßig gastiert das Orchester in der Kölner Philharmonie, in der Alten Oper Frankfurt, sowie im Konzerthaus Berlin. Erfolge feierte der Klangkörper mit Konzerten bei Radio France beim Festival Printemps Musical in Paris, beim Eröffnungskonzert zum 38. Internationalen Festival Wratislava Cantans in Polen, beim Festival Sagra Musicala Malatestiana in Rimini und regelmäßig beim Europäischen Kirchemusikfestival in Schwäbisch Gmünd. Gastspiele führten das Orchester in die französische Partnerregion Picardie (Frankreich), nach Ljubljana (Slowenien), Katowice (Polen) nach Zürich (Schweiz), Bregenz (Österreich) sowie jüngst nach Žilina (Slowakei).

Heute steht die Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Generalmusikdirektor Marc Tardue und Indendant Bruno Scharnberg.